Beiträge von Finnegans Wake

    Hallo,

    es kann sein, dass sich einiges hier doppelt mit den vorhergehenden Beiträgen:

    Ich unterrichte an einer BBS, aber mit völlig anderen Fächern dafür aber in Schulformen, die es auch mit Sozialpädagogik gibt. Gleichzeitig kenne ich aber auch viele GS und FöS-LK, so dass ich auch ein bisschen Vergleich habe.

    Erst mal zur grundsätzlichen Beanspruchung: Zauberwald schrieb, dass es BBS-LK entspannter sind als GS-LK. Dem möchte ich etwas widersprechen. An BBSen haben wir ganz eigene andere Herausforderungen als an GSen. Dementsprechend sind wir bzw. ist unser Job nicht entspannter als der an GSen, aber - das ist mein persönlicher Eindruck der Menschen, die ich an BBSen und GSen kenne - gelingt es vielen GS-LK weniger gut, sich von ihrem Job auch einmal abzugrenzen. Mir(!) scheint(!) da eine höhere emotionale Bindung zu herrschen und eine Haltung, die die Selbstausbeutung fördert (was das "System" so billigend in Kauf nimmt und gerne mitnimmt). Dementsprechend liegt in Zauberwalds Äußerung schon eine Wahrheit.

    Auf der anderen Seite sehe ich FöS-LK (was ja auch im Thread angesprochen wurde) als weniger gestresst aber oft auch frustriert von den Rahmenbedingungen, wenn sie in der Inklusion an anderen Schularten eingesetzt sind.

    Das ist aber alles subjektiv!

    Für dich ist wichtig, an welcher Schulform du dich zuhause fühlst! GS und BBS ist einfach anders. Da fühle ich mich an einer BBS rundum wohl. Die SuS sind je nach Schulform mehr oder weniger herausfordernd, motiviert, erwachsen... Mit deinem Fach kann dir das Spektrum von der Berufsfachschule (SuS mit HS-Abschluss, die noch beschult werden müssen -> spätpubertierend, teils extrem unmotiviert aber auch oft dankbar für Zuwendung), über die höhere Berufsfachschule (SuS mit mittlerer Reife, die freiwillig den Abschluss als Sozialassistentin machen wollen und ggf. FH-Reife -> teils sehr zielgerichtet an der Schule aber auch manchmal unmotiviert und suchend) bis zur Fachschule (ziemlich erwachsene Menschen, die wirklich Erzieher/in werden möchten) begegnen. Pädagogisch und fachlich auf sehr unterschiedlichen Niveaus. Ich kenne die drei Schulformen aber mit anderem fachlichen Schwerpunkt.

    BBSen mit Sozialwesen haben eine andere Atmosphäre als bspw. gewerblich technische BBSen, wirtschaftliche BBSen oder Bündelschulen. Das kann durchaus sehr angenehm sein.

    Israel hat das Ziel, dass Gaza und im Idealfall auch dessen Bewohner nicht mehr existieren sollen.

    Was für ein unerträglicher antisemitischer Mist! Du unterstellst hier Israel das Ziel, die Bewohner/innen Gazas komplett vernichten zu wollen. Wahnsinn! Da dreht sich mir der Magen um :( Alleine die Formulierung "Idealfall" als Beschreibung der Motivation Israels.

    Da seit den Kindern die Ferien und das Leben sowieso immer gefüllt sind, antworte ich mit dem, was ich früher gemacht habe (und wieder intensiver tun werde, wenn mehr Zeit ist):

    * Schwimmen

    * Radeln

    * alte und neue Freunde treffen entspannt auf ein Gläschen

    * gezielte Fototouren: Fotografieren, Fotos bearbeiten, groß ausbelichten, wieder an den alten Ort des Fotos gehen, neu sehen und neu fotografieren

    * Museen, die ich immer mal sehen wollte

    * Lesen!!!

    * Gitarre üben

    Das Problem, was ich als Schüler mit der 3. FS hatte (F), war, dass diese in der 9. Klasse startete. In der 9. und 10. war meine schulische Motivation, etwas über das Nötigste hinaus zu arbeiten, generell begrenzt. Zusätzlich hatte die Variante: Extrem lockere Lehrerin in der 9 und der strengste F-Lehrer der Schule in der 10 dem kompletten F-Kurs jedes Interesse daran verhagelt, so dass wir geschlossen nach der 10 aufgehört haben. Sehr schade im Nachgang, aber mein 16-jähriges Ich lässt sich jetzt nicht mehr antriggern.

    In der 8. und 9. Klasse galten wir auch als Albtraum der Schule. Aus uns würde nie was werden und wir wären der Niedergang dieses Landes. Heute sind wir großteils Spießer und Bonzen ;)

    Noch eine kleine Ergänzung (Werbeblock - ok, es ist noch nicht Mittwoch ;) )

    Mit der Mitgliedschaft verbindest du ein Versicherungs- und Beratungspaket (mal flapsig gesagt) mit einer Interessenvertretung. Letztere sollte möglichst viel Rückhalt haben, um wenigstens mit starker Stimme sprechen zu können, wenn schon für uns verbeamtete LKe die klassischen Möglichkeiten der Gewerkschaftsarbeit verschlossen sind (Streik, Tarifverhandlungen).

    Bei Ersterem ist es wie bei jeder Versicherung: Die Masse macht's. Viele tragen dazu bei und wenn dann der Notfall eintritt, bekommt der/die Einzelne Hilfe. Ich persönlich brauchte zum Glück die Angebote des Verbandes noch nicht (einmal stand es aber knapp davor), die sind aber im Hintergrund wertvoll. Meiner Frau hat mal ein Hinweis der GEW >1500€ eingebracht (da wurde ein Musterbrief verschickt, dass man wegen Altersdiskriminierung Widerspruch gegen die Besoldung einlegen soll) und einer Freundin mit befristetem Vertrag als Angestellte wurde vor ca. 20 Jahren die Verbeamtung zuteil, weil die GEW einen Formfehler im Vertrag gefunden hatte und die anschließende Auseinandersetzung auch begleitete.

    Ich wohne nicht grenznah zu Frankreich, hier ist aber Französisch noch deutlich beliebter.

    Die Grenznähe der Stadt/des Ortes ist wirklich nicht der entscheidende Aspekt. Mein BL sieht sich Frankreich historisch und nachbarschaftlich nahe und in meiner Stadt gibt es französische Institutionen und viele Verbindungen hinüber zur Partnerregion Burgund und zur Partnerstadt. Eine Verbundenheit, die sich auch schon recht kurz nach dem 2. WK zeigte, als Frankreich noch allen Grund hatte, Deutschland als Feind zu sehen. Auch da wurden von Frankreich schon verbindende Aspekte aus der Geschichte betont. Das wirkt nach.

    Also: Französisch/Frankreich ist relevant. Und das ganze, obwohl wir eine halbe Ewigkeit ;) fahren müssen, um nach Frankreich zu kommen.

    Sorry Kris24 Mein Post geht etwas an deinem Post vorbei! Das liegt daran, dass ich Yummi schon vor längerer Zeit gesperrt hatte (dafür gab es Gründe) und ich das jetzt indirekt über dich gelesen habe.

    Der Unterschied zwischen Englisch und Französisch ist einfach, dass einem mit Englisch das Internet und sämtliche nischigen Interessen offen stehen. Französische Inhalte muss man explizit suchen.

    Französisch ist in BaWü, RLP und dem Saarland durch die direkte Nachbarschaft zu Frankreich und die vielen historischen Beziehungen traditionell verankert. Genauso ist auch Latein interessant durch die historischen Bezüge. "Hier" hat jedes Städtchen seine Steinhalle mit grandiosen antiken Funden oder andere römische Spuren. Latein ist aber eben was anderes, weil es - viel umfangreicher als der Geschichtsunterricht - die kulturelle Verankerung in der Antike zeigt und viel über die Strukturen und den Aufbau von Sprache an sich lernen lässt.

    Ich bin seit fast 20 Jahren in einem Berufsverband. In dem Fall ist es ein Berufsverband von BBS-Lehrkräften. Der Eintritt erfolgte mehr im Sinne der Benefits (Schlüsselversicherung, Haftpflicht etc.) verbunden mit dem Bewusstsein, dass eine starke Vertretung der Beschäftigten sinnvoll ist. Dass es der Verband wurde? Die wirkten in Bezug auf die Vertretung der BBS-LK recht stark und kompetent.

    Das hat sich im Nachhinein bestätigt. Dieser Verband hat sich für mich(!) als richtiger erwiesen als die GEW (was ja nicht gegen diese spricht!). Bei "meinem" Verband schätze ich, dass dieser klarer die Positionen der BBS vertritt. Die BBSler der GEW sind aber genauso kompetent wie die Vertreter/innen unseres Verbandes. Der Unterschied ist eher: Die GEW als Ganzes verzichtete in den fast 20 Jahren, die ich die Verbandsarbeit beobachte durchaus auch mal auf klare Positionierungen, weil eben 1. alle Schularten vertreten werden und 2. eine politische Positionierung leitend ist. In Bezug auf die Schularten ist natürlich mein Verband eindeutig positioniert und gleichzeitig politisch neutral. Beide Aspekte können aber genausogut Argumente für die GEW sein!

    Edit: Ergo: Mitglied in einem Berufsverband werden! Das Bauchgefühl, welcher passt, darf durchaus den Ausschlag geben.

    Israel ist auch erst zum Frieden bereit, wenn es keine Hamas mehr gibt. Oder?

    Es war die Hamas, die am 7. Oktober in einem Akt unbeschreiblicher Barbarei Juden (Babys! Feiernde! Zivilisten!) gezielt aufs Grausamste abgeschlachtet hat. Damit hat die Hamas das umgesetzt, was sie sich in ihrer Charta zum Ziel gesetzt hat: Die Vernichtung Israels und Ermordung der Juden. Das entsprechende Zitat aus den Hadithen zitiere ich hier nicht wegen seines unsäglichen Judenhasses.

    Insofern verstehe ich, dass Israel es jetzt als Ziel hat, dass die Hamas nicht mehr existieren soll. Vor dem 7. Oktober hat die israelische Armee eben keine massive Invasion des Gaza-Streifens durchgeführt und dort keinen flächendeckenden Krieg begonnen mit dem Ziel, die Hamas auszulöschen.

    Dass Israel mit früheren Feinden Frieden schließen kann und will, wurde in der Geschichte mehrfach bewiesen. Dazu muss aber auch der Feind bereit sein. Das ist die Hamas nicht.

    Und weil hier im Forum gerne auch nicht Gesagtes als Gemeintes unterstellt wird: Ich habe hier auf eine einzelne Aussage geantwortet!

    Das ist jetzt kein großes rechtliches Problem und das vor allem nicht für dich.

    Damit du safe bist, schickst du eine formlose und höfliche Info an die Klassenleitung und die AL. Da schilderst du ganz kurz und sachlich, dass das LF schon abgeschlossen wurde und du den Azubis eine Note gegeben hast. Dann fragst du, wie jetzt weiter zu verfahren ist, weil das LF wieder unterrichtet und neu benotet werden soll.

    Wenn schon mal eine Note gegeben wurde auf das LF und jetzt noch einmal neu unterrichtet wird und dann eine schlechtere Note herauskommt, dann zicken die Azubis/die Betriebe erst mal bei der Klassenleitung und dann bei der Abteilungsleitung. Du verweist nur darauf: Das ist das festgelegte Vorgehen.

    :schreck:

    Obwohl ich hier ja schon viel gelesen habe, staune ich dann doch immer wieder, wie unterschiedlich es in Schulen zugehen kann...

    An großen BBSen mit vielen Fachabteilungen hat häufig jede Abteilung ein eigenes kleines LZ. Das ist häufig organisch gewachsen und auch mal aus einer Sammlung/einem Vorbereitungsraum oder sowas entstanden, der mit der Zeit freigeräumt und eingerichtet wurde. Und dann ist es auch so, dass manche nur im LZ der Fachabteilung anzutreffen sind und andere immer im großen LZ beim gemischten Publikum abhängen ;)

    An einer kleinen BBS (~ 1000 SuS) ist das meist nicht so ausgeprägt. 1000 klingt nach groß, da wir aber auch viele Teilzeit-SuS in der dualen Ausbildung oder andere in der Abendschule haben, ist da weniger bei uns los.

    edit/PS: zum Thema... Ich habe schon erlebt, dass es implizite Sitzordnungen gibt: Neiiiiiiiiin, da sitzt die XY schon seit 20 Jahren! oder: Du weißt schon, dass das der Wirtschafts-Tisch ist? Manchmal ironisch und manchmal ernst.

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