Grr, kennt ihr das? In eurer schwierigen Klasse ist es zu unruhig und ihr tüftelt eine neue Sitzordnung aus. Sofort hagelt es Nachrichten von Eltern, die darum bitten oder fordern, ihr Kind wieder vom neuen (nicht leistungsstarken / unruhigen / bildungsfernen / nichtdeutschen) Sitznachbarn wegzusetzen, oft unter Vorwand (Kind hört an der einen Seite schlecht / sieht nicht gut / verschlechtert sich / weint zu Hause wegen des ach so rüpelhaften neuen Nachbarn etc. pp...)! Es kann halt nicht jeder neben Sophie von und zu Fleißhausen sitzen. Ich sage bei Elternabenden immer gleich, dass ich die Sitzordnung nach pädagogischen Gesichtspunkten bestimme. Trotzdem nimmt das Fordern und Betteln der Eltern kein Ende. Habt ihr einen guten Schnack, der sowas im Keim erstickt?
Wenn dein eigenes Kind aus "pädagogischen Gründen" als Therapiehund zwischen drei Chaoten gesetzt wurde und damit in deren Fadenkreuz geriet und von diesen dann gemobbt wurde, dann hinterfragst du als Lehrer und Vater durchaus das Argument der pädagogischen Gründe. Das ist nämlich manchmal einfach nur das Pseudoargument auf Seiten der Lehrkraft es sich einfach zu machen und sich eigenes pädagogisches Handeln zu ersparen.