Beiträge von Finnegans Wake
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RLP ist im BBS-Bereich da besonders

Wir haben neben den (O)StR, die zwei Fächer unterrichten, noch Fachlehrkräfte und Fachpraxislehrkräfte.
Fachlehrkräfte haben ein berufsbildendes Theoriefach und kommen mit FH-Abschluss typischerweise. Die starten mit A11 und werden meist A12, können aber eine Aufstiegsprüfung (Studium, Prüfungen, Lehrproben) machen, um A13 zu werden (und ggf. A14).
Fachpraxislehrkräfte haben ein berufsbildendes Fach, das sie fachpraktisch unterrichten (und eigentlich dürften sie nicht im Fachtheorie-Unterricht eingesetzt werden). Die starten mit A10 und haben wohl A11 als Regelbeförderung.
[A12 ist auf mehreren Wegen erreichbar: Sie können sich auf eine Stelle als Fachlehrkraft mit besonderen Aufgaben bewerben oder noch einmal studieren und eine Aufstiegsprüfung machen.]
In Hessen heißen die Lehrer/innen, die Fachpraxis unterrichten, Fachlehrer/innen, sind damit aber was anderes als unsere Fachlehrer/innen, also
Fachpraxislehrer (RLP) = Fachlehrer (Hessen)
Fachlehrerin (RLP) /= Fachlehrerin (Hessen)
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Wahrscheinlich war Finnegan im bildungsnahen Industrie-Sektor.

Ergänzen wir in diesem Sinne Quittengelees Liste: Zuhälter, Waffenhandel, Lehrkräfte/Schulbedarf

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Ist Dienstwagenhaben eigentlich ein so tolles Privileg? Ich will mein Auto gepflegt vollmüllen und im Sommer darin übernachten und Kaffee auf dem selbst eingebauten Schwerlastauszug kochen oder darf man auch einen Hundefänger als Dienstwagen haben?

Definitiv nicht. Ich erzähle mal Geschichten aus dem Paulaner-Garten:
Ich kenne drei Personen die den Dienstwagen zurückgegeben haben. Wenn man überlegt, was man selbst für solche Autos ausgeben müsste, kommt einem der Dienstwagen scheinbar günstig vor. Alle drei sind privat dann aber deutlich in niedrigere Preisklassen abgestiegen. Gründe: Ein sauteurer Dienstwagen muss mit irgendwelchen Prozenten vom Listenpreis als geldwerter Vorteil versteuert werden. Wenn du kein Interesse an der teuren Kiste hast, dann noch in der Stadt wohnst und den Wagen kaum privat nutzt, aber trotzdem deutlich Steuern für zahlen musst, bringt das nix. Und dann kann man den - wie du schreibst - nicht wie bei den Olchis nutzen.
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Jetzt bin ich neugierig. Welche Branche hat so furchtbare Kunden? Zuhälter? Waffenhandel?
Es waren tolle Kunden. Aber trotzdem wollten 98% der Ingenieure, die ich in meinem Berufsleben kennengelernt habe, diesen Job nicht machen. Aus deren Sicht war ich zu wenig technisch anspruchsvoll unterwegs und musste mich mit dummen Kundenfragen und zu viel Papierkram rumschlagen. Die Produkte waren seriös und die Kunden häufig staatliche oder staatsnahe Akteure. Und im Umgang mit denen brauchte man Menschenkenntnis und emotionale Intelligenz und nicht nur technische Kenntnisse. Was den technischen Anspruch des Jobs anging, war ich als Uni-Ing deutlich überqualifiziert.
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"Relativ nah am Kunden" reicht in der Regel schon, dass 98% der Ingenieure keinen Bock haben.
Und - ohne weiter ins Details zu gehen: Es war noch schlimmer

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Darf ich fragen, was du da gemacht hast? Also ungefähr, welche Aufgaben, wie groß die Verantwortung für Personal oder Geld war.
Keine Personal-/Geldverantwortung. Die genauen Details schreibe ich nicht öffentlich, da es eine sehr spezielle Schnittstellen-Funktion war. Ich sage es mal so: Eine Schnittstelle relativ nah an den Kunden, aber mit einem Aufgabenbereich, auf den 98% der Ingenieurinnen/Ingenieure keinen Bock hatten

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Wie viele Dienstfahrzeuge hättest du so?
Wenn ich einen gebraucht habe, um abends zu dem dienstlichen Essen zu kommen, habe ich den nachmittags ausgeliehen und am nächsten Morgen zurückgebracht.
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Kenne jemanden in höherer (?) Position, 8000 netto, klar, Dienstwagen, Essen gehen, bliblablub, dafür aber Essen gehen mit fremden Kollegen in Lokalen, die man nicht selbst aussucht, zu Urzeiten, die einem vielleicht nicht passen, dann Dienstreisen mit rund um die Uhr Terminen und sei es nur Pflicht-Karaoke, Flüge am Sonntag... also ne danke, dann lieber mehr mein eigener Herr (und meine eigene Dame) und weniger vermeintliche Privilegien.
Klar habe ich Abendtermine und Schulfest und die und das, aber in der Regel weiß ich das im September für eine Schuljahr im voraus und außerdem kommen sehr, sehr selten Überraschungen dazu.
Gerade in der Gehaltsklasse ist man ja AT (also außertariflich) unterwegs. Mit dem Status steigt zwar das Gehalt deutlich gegenüber Tariflern/innen, aber Mehrarbeit wird dann damit abgegolten. Normal im Tarif Beschäftigte erreichen die Gehaltsklasse nicht, haben aber dann in der Regel Anspruch auf Vergütung der Mehrarbeit bzw. Abfeiern. Das hatte ich früher auch erlebt. Da wurde die Zeit am Sonntag mit 2,5 und die Zeit beim Abendessen (nach 20 Uhr) mit 1,5 multipliziert. Das war ziemlich lohnenswert.
Zwei frühere Kollegen haben den Schritt zu AT gemacht (waren aber eher kleine AT-Lichter) und sind dann nach 1-2 Jahren wieder zurück in den Tarif, weil der Stundenlohn durch die abgegoltene Mehrarbeit leicht gesunken und der Druck gestiegen war.
Zurück in die Industrie will ich nicht, obwohl damals(!) meine Arbeitsbedingungen richtig gut waren.
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Du arbeitest an einem BK. Aus deinem Post ist es da mangels Details schwierig herauszulesen, um welche Art von fachfremden Unterricht es sich handelt.
Bist du immer noch im weitesten Sinne in deinem Fachgebiet unterwegs? Bspw. ist es normal, dass ein Maschinenbauer auch KFZ-Berufe oder GWS (Gas-Wasser-
Scheiße-Sanitär) dort unterrichtet, wo es Bezüge zu Metall gibt.Auch ist es gar nicht so unüblich, dass ein Wirtschafts- oder Elektrolehrer auch mal Mathe in einer BF unterrichtet, auch wenn es nicht seine Fakultas ist. In eher basalen Schulformen ist das dann auch was anderes als im beruflichen Gymnasium.
Ein BWLer, der "Informatik" unterrichtet, wo es nur um Office geht, wäre auch eher normal.
Das mal als ein paar Beispiele für fachfremden Unterricht, der einigermaßen normal ist.
Wenn das bei dir aber deutlich über diese (beispielhaft) benannten Szenarien hinausgeht, würde ich tatsächlich ein Remonstration als Option sehen, wenn du wirklich diesen Unterricht überhaupt nicht kompetent erteilen kannst. Das hat ja auch - je nach Schulform - ggf. Konsequenzen bzgl. Abschlussprüfungen, Übergängen etc.
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zum größten Teil sehr nette Menschen
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