Hoffe, wir lesen sie bald wieder.
Beiträge von Finnegans Wake
-
-
Wir sind noch nicht in der Situation, dass ein Pubertier auf Null Bock umschaltet. Wir hoffen, dass die soliden Basics, die bis dahin gelegt sind, die Pubertier-Phase am Gymi schulisch solide überstehen helfen (wenn die Phase dann kommt).
Edit: Interessanterweise fordert die Große, die mit zwei anderen Klassenbeste ist, auch immer wieder Unterstützung ein. Ohne diese würde sie auch gute Noten haben, so sind es meist sehr gute. Hier müssen wir eher bremsen, dass sie nicht überehrgeizig wird und auch mal mit dem Lernen aufhört. Aber zum Glück hat sie auch noch genügend andere (von ihr gewählte und teils auch schulische) Aktivitäten und nicht nur Schule im Kopf.
-
1. steht auf der Plakette bzw Werkstatt ruft an
2. nie, außerdem waren die gerade heute da
3. nie
Rasenmähen tu ohnehin ich und düngen auch, aber nur die Tomaten und die Beeren.
Mein Mann muss ja zum Elternabend, Kindersport, Spielplatz.
Kinder sind eine gute Ausrede, einen zu perfekten und pflegebedürftigen Garten zu vermeiden. "Ist halt noch ein Spielgarten." vermeidet auch manchen Stress. Und die kreativ-chaotische Gartengestaltung (mit wunderbarem Rosmarin, Apfel-/Kirschbaum, Weinreben, Klettergerüst, Platz für einen Aufstellpool...) ist gar nicht so uncharmant

-
Wenn das Lernen mit den Kindern eine große Herausforderung darstellt, kann es dann nicht sein, dass der Stoff zu schwer ist aka die falsche Schulform gewählt wurde?
Ich schrieb nichts von zu schwerem Stoff. Ich schrieb davon, dass die Vermischung von Lehrerjob und Papa-Rolle anstrengend sein kann.
Es ist neben den vielen anderen Dingen, die man für seine Kinder tut, anstrengender als die anderen Sachen. Ist aber eben selbstverständlich, dass wir bei den Kindern drauf achten, dass sie die HAs ordentlich machen, dass wir die nachher kontrollieren, dass wir bei Fragen zur Verfügung stehen, dass wir auch Vokabeln abhören, dass sie ihren Rucksack abends schon packen, dass wir ihnen schlecht gestellte Arbeitsaufträge erklären, dass wir Tipps geben, wie sie lernen können und solche Dinge. Das alles ist Erziehung, kostet Zeit und manchmal Nerven. Und ist eben fordernder, als z.B. mal eine halbe Stunde vor der Musikschule mit einem Buch in der Hand zu warten bzw. die Kinder mit dem Thema Schule allein zu lassen. Aber dadurch haben sie in der Schule keine Probleme und bringen gute Leistungen. Und mit den Basics, die hier gelegt werden, können sie immer selbständiger werden.
-
Naja als Eltern haben wir auch eine ganz andere Rolle. Die Rolle des Lehrers können wir dann nicht mal eben so für unsere Kinder einnehmen.
Ja das ist ein Zwiespalt. Einerseits haben wir mit Abi, Studium und aus dem Job raus sauviel Fachwissen und sind Pädagogen*innen. Bei den eigenen Kindern ist es aber doch anders als in der Schule. Da ist Lernen auch für uns Lehrkräfte viel emotionaler.
-
Bei uns auch. Das klappt nicht besonders gut. Das haben mir aber auch schon andere Lehrkräfte so bestätigt. Wir sind da nicht alleine 😜
uff, dann sind wir nicht einzigen

-
Aber Langeweile kann auch schweres "Mental Load" sein.

Das hängt vom Umgang damit ab. Wenn ich vor der Musikschule/dem Kinderturnen... sitze(saß), dann habe ich in der Regel ein Buch dabei und gönne mir da eine halbe Stunde Ruhe. Oder erledige schnell einen Einkauf oder was auch immer. Da meine Frau von den Situationen genervt ist, mach ich das. Passt. Sie macht anderes. Ich dann Steuer, Einkauf, Müll, Waschmaschine, Wäsche aufhängen. Einräumen dann sie. Aufräumen und Spülmaschine mal so, mal so. Putzen sie, Staubsauger ich. Bestellungen 70% sie.
"Nachhilfe"/Lernen/Hausis mit den Kids: 50/50. Je nach Talent verteilt (also ich bspw. Latein und Nawi, sie Sprachen).
Das Lernen mit den Kindern empfinde ich tatsächlich als die allergrößte Belastung neben einem VZ-Job und kostet mich am meisten Kraft. Das ist mein Haupt-Load.
-
Ich wohne ja aufm Dorf und erste Frage war immer: Wie du kommst nicht von hier, dann aber dein Mann! (nein, tut er nicht)
Und zudem schicke ich immer meinen Mann zu allen Terminen (Kinderturnen, Nikolausfeier, Krabbelgruppe....) und dann heißt es von den andren Müttern immer: Hihi, schickst du deinen Mann vor, hihi.
Äh, ne, wir teilen und jeder macht das, was ihm eher liegt. Ich sag ja auch nicht zu euch: Hehe, schickt euch euer Mann vor. ... Versteht immer keiner.
Alles fest in Frauenhand hier. Krabbelgruppe, Elternabend Kiga/GS, Kinderturnen, ... mich langweilt das alles sehr. Muss immer mein Mann hin.
Wie bei uns zu Haus
Also das mit dem Schicken.Wobei da neben der Langeweile auch genervt sein dazu kommt, weswegen ich oft hin muss(te)
Bin da aber gelassener und ertrage da vieles besser. -
state_of_Trance: Deine Reaktionen sind vorhersehbar

-
Das mit Latein? Nein. Es sollten einfach keine Ressourcen verschwendet werden, Schülern so etwas beizubringen. Da stellt sich doch mehr denn je die Frage "Wofür brauchen wir das?". Für nix. Keiner. Jemals.
Was für ein tolles Fach! Meine Tochter ist begeistert davon (was kein allgemeines Argument ist sondern ein individuelles).
Ansonsten:
Latein schult logisches strukturiertes Denken außerhalb des MINT-Bereichs.
Latein verbindet uns mit den Wurzeln unserer Geschichte, weil es die römischen (und teils auch die griechischen) Fundamente, auf denen wir stehen, in einer Weise behandelt, wie es mit dem Husch-Husch in Geschichte nicht möglich ist.
Mit Latein kann man unheimlich viel über Grammatik lernen.
Latein ermöglicht es, Gossenlatein (scnr), also Spanisch, Italienisch... zu lesen und grob zu verstehen, auch wenn man es nicht gelernt hat.
Und individuell:
Für SuS, die sich mit dem Sprechen von Fremdsprachen schwer tun, ist es eine praktische Alternative, um im sprachlichen Bereich Noten/Punkte zu sammeln.
-
Wenn du nicht gerade krank bist, dann ist das ein Dienstvergehen.
Vielleicht hast du das jetzt einfach salopp hier geschrieben und die Situation war differenzierter, aber wenn der Rat mit dem Tenor "einfach mal" gefallen ist, dann weiß du, um welchen Kollegen du einen Bogen machen solltest. Der wird dann nämlich auch keine adäquaten Strategien im Angebot haben.
Wobei eine starke psychische Belastung auch eine Krankheit ist. Wenn diese also vorliegt, dann ist es kein Dienstvergehen sondern eine gerechtfertigte Krankmeldung (nach Besuch und Abklärung bei einer Ärztin/einem Arzt).
Panikattacken etc. klingen für mich nicht nach blau machen und damit nicht nach Dienstvergehen. Wobei die Beurteilung weder durch dich noch durch mich erfolgen kann.
-
-
-
ab durch die Mitte
-
-
Ich hatte anfangs nach dem Schauen sogar im Schwimmbad Angst und habe Freunde dazu verdonnert, hinter mir Ausschau zu halten...
Und das war definitiv keine übertriebene Vorsicht!
-
-
-
Aber warum nicht? Bei mir hat die GEW die Klage gegen das Land Brandenburg bezahlt oder zahlt es noch immer, es liegt ja schon seit mehr als 15 Jahren
... weil die Musterklagen hier in RLP in der Regel sehr niedrige Besoldungsklassen betreffen und dort auf den Abstand zur Grundsicherung abzielen. Wenn diese erfolgreich sind, dann gibt es nach oben hin wegen des Abstandgebots weitere Bewegung. Die Verbände unterstützen keine Massenklagen sondern konzentrieren sich in der Regel auf sehr erfolgsversprechende Fälle (mit dem dem Ziel darauf aufbauend das gesamte Gefüge zu bewegen.)
Die Kriterien bzgl. des Abstandsgebots zur Grundsicherung sind sehr scharf (weswegen die Feuerwehrleute in Koblenz glaub ich Erfolg hatten und das dem BVerfG vorgelegt wurde). Bei unsereinem seinem Amt wird es deutlich schwieriger sein, eine Klage durchzubringen, weil dieses scharfe Kriterium keine Rolle bei uns spielt.
Interessant ist übrigens in Hessen, dass man dort auf einen Sockelbetrag bei der Besoldungserhöhung verzichtet hat, weil die Angst besteht, dass das (wegen des Abstandsgebots zwischen den Ämtern) dem Land gehörig um die Ohren fliegen könnte.
-
Was hat es mit dem Widerspruch auf sich?
Wenn du Widerspruch einlegst, dann kannst du eventuell(!) irgendwann mal eine Nachzahlung erhalten.
Ohne Widerspruch: Keine Chance.
Mit Widerspruch gibt's verschiedene Möglichkeiten:
Der Widerspruch wird abgelehnt --> Variante A: Du klagst und hast Erfolg --> Nachzahlung. Klagerisiko. Die Verbände unterstützen manchmal Musterklagen. Dass das bei einem selbst gemacht wird --> extrem unwahrscheinlich.
Der Widerspruch wird abgelehnt --> Variante B: Du machst nix (also keine Klage): Pech gehabt.
Der Widerspruch wird nicht abgelehnt, aber ruhend gestellt(?) und auf die Einrede der Verjährung wird verzichtet --> Dann kannst du (wenn eine Musterklage erfolgreich war und sich die Konsequenzen durch das ganze Besoldungsgefüge durchziehen und du also davon betroffen wärst) eine Nachzahlung erhalten.
Letzteres hatte funktioniert, als meine Frau irgendwann mal zwischen den Jahren einen Widerspruch der GEW abgeschickt hatte und Jahre später Geld erhielt. Da ging es aber um die Diskriminierung wegen Alters (bzw. Jugend). Das gab ein nettes Sümmchen. War Hessen.
In Hessen wurde ihr Widerspruch gegen die Besoldung vor Jahren auch ruhend gestellt, so dass sie vielleicht die Chance hat, Geld zu bekommen.
Hier in RLP lehnt man dagegen wohl immer ab und stellt nicht ruhend und den Klageweg beschreite ich halt nicht. Ich muss eben hoffen, dass irgendwann in dem kleinen Zeitfenster, in dem ich den Widerspruch eingelegt habe und er noch nicht abgelehnt wurde, die Besoldung in RLP vom BVerfG als verfassungswidrig beurteilt wird. Dann gibt es eventuell eine Nachzahlung.
PS: Der Widerspruch richtet dagegen, dass man sich nicht amtsangemessen besoldet sieht.
Werbung