Beiträge von Finnegans Wake

    Und wo hast Du genau gedient? Ich kann das so nicht bestätigen.8)

    Fernmeldeinstandsetzung

    Und ergänzend: Weil nicht instand gesetzt wurde, die Vorgesetzten aber keine entspannten Wehrdienstler ertragen konnten, wurden permanent sinnlose Aufgaben erfunden, wie bspw. den kompletten Inhalt einer Halle in eine andere Halle zu transportieren. Und dann eine Woche später in die nächste Halle etc.

    Ich persönlich vermute, dass das am Ende zwei verschiedene Baustellen sind.

    Das eine ist die allgemeine Arbeitszeiterfassung. Da wird sich der Dienstherr das einfach machen und sagen, teilen sie die Aufgaben so auf, dass das passt.

    Das ist durchaus spannend, wie das vom Dienstherrn aus geregelt sein soll. Wann schreitet der Dienstherr ein? Bei einer täglichen Überschreitung der Zeit? Dann kann er/sie aber Korrekturen in Prüfungsphasen gleich unterbinden. Bei einer wöchentlichen Überschreitung? Nach einem Monat? Ich kenne Arbeitszeiterfassung so, dass durch das Erfassen zunächst Arbeitszeit aufs Konto fließt. Wenn der Dienstherr mir dann mitteilt, dass ich in Zeitraum X zu viel gearbeitet habe und jetzt mal das Maß reduzieren soll, dann werden interessante Konstellationen eintreten. Welche meiner Pflichten soll ich dann bitte vernachlässigen? Das würde durchaus spannend werden (wobei ich hier betone: Als VZler hätte ich in der Jahressumme sicher eine schwarze Null, aber gerade bei den TZ-KuK wäre die Erfassung hilfreich.)

    edit: Wenn die SL darauf besteht, an jedem Tag, an dem die AZ überschritten wird, Überzeit zu beantragen, dann kann das - wirklich - lustig werden. Dann stelle ich nachmittags um 17 Uhr den Antrag, Mehrarbeit leisten zu dürfen, weil ich sonst den Unterricht am nächsten Tag nicht mehr vorbereiten kann :D Und ein solches System - bei dem das Stellen der Anträge natürlich auch in die AZ fällt und einen wunderbaren Verwaltungsaufwand produziert, wäre ja herrlich absurd. Also realistisch betrachtet: Der Dienstherr wird Überzeit kaum per ordre du mufti so einfach wegbefehlen können.

    Das zweite ist die Aussage, dass wir generell zu viel arbeiten. Aus meiner Sicht kommt man da nur mit Druck und/oder Gerichte weiter. Die Gewerkschaften müssen sich Leute nehmen und dann mit einzelnen Klagen.

    Und da denke ich dennoch, dass die AZ-Erfassung ein scharfes Schwert wäre, um dies nachzuweisen.

    Und Druck könnte man erzeugen, indem man zusammenarbeitet. In Nds haben die Gymnasien mal alle Klassenfahrten boykottiert, weil sie eine Stunde länger arbeiten sollten. So stelle ich mir das auch vor. Erstmal gemeinsame Überlastungsanzeige und dann gemeinsam mit der Gewerkschaft prüfen, was man weglassen kann, um auf eine passende Arbeitszeit zu kommen. Keine Ausflüge, kleine Klassenfahrten, ... Wenn da alle mitziehen und die Begründung öffentlich deutlich wird, könnte da viel mehr passieren. Aber zu viele Lehrkräfte sind mit dem Status quo zufrieden.

    Wie wir zuletzt bei den KuK in Wiesbaden gesehen haben: Dort wurden massenhaft Überlastungsanzeigen gestellt. Das Ergebnis war, dass individuell Druck ausgeübt wurde und dass insbesondere die strukturellen Ursachen geleugnet und die Überlastungen auf eine schulindividuelle Ebene heruntergebrochen wurden, wo die Probleme eben nicht gelöst werden können.

    Kann ich mir hingegen gut vorstellen. Viele Kinder sind gerade deshalb so unselbstständig, weil sie nie gezwungen wurden einfachste Aufgaben zu übernehmen.

    Ich mir nicht. Ich habe den Fehler gemacht, Wehrdienst zu leisten und habe diese Zeit vor allem so in Erinnerung, dass viele - so schien es - ihr Denken am Kasernentor abgegeben hatten. Und das zeigte sich dann auch in der Fülle komplett sinnloser einfacher(!) Aufgaben, die sehr häufig in sich völlig widersinnig waren. Sie dienten vor allem dazu, die Wehrdienstleistenden zu schikanieren, weil sich viele daran aufgeilten, ein kleines bisschen Macht zu haben.

    Die Erfahrungen dort waren gerade nicht geeignet selbständig zu werden, sondern erzogen zu einem stoischen Abarbeiten sinnloser Tätigkeiten.

    Mir nicht und ja: Diesen Post kann man definitiv anders lesen!

    Ich persönlich möchte und könnte auch nicht in der Grundschule (oder in der Sek I) unterrichten - genau wie s3g4 es beschreibt. Weil ich mit älteren SuS arbeiten möchte, habe ich ja schließlich das Lehramt BBS studiert! Ich wäre in der Grundschule sehr schnell an meinen Grenzen, weil ich nicht gut mit kleineren Kindern "kann". Die Arbeit dort würde auch mir keinen Spaß machen, eben weil ich als Typ dafür total ungeeignet bin. Viele der Dinge, die an einer Grundschule und in der Sek I üblich sind - z. B. die viele Elternarbeit, der stark ritualisierte Unterricht, das ständige "Sich-auf-die-Klasse-konzentrieren-müssen" - was ja nun mal eine ständige Aufmerksamkeit der Lehrkraft erfordert, usw. - würden mich überfordern. Und gerade deshalb bewundere ich diejenigen, die in der Grundschule, Förderschule und Sek I tätig sind, ganz besonders für ihre Arbeit!!! Wie gesagt: Ich könnte das nicht.

    Das kann ich zu 100% unterschreiben! Ich habe allergrößte Hochachtung vor der Arbeit der KuK an GSen. Ich wäre davon überfordert und freue mich über die angemessene A13-Besoldung. GS ist eben kein verlängerter Kindergarten, sondern vielmehr eine Schulform mit enormen didaktischen und pädagogischen Herausforderungen.

    Wir haben andere Herausforderungen an BBSen. Diesen bin ich aber - glaub ich - gewachsen.

    Jetzt reicht's aber langsam!

    Zeige mir bitte einen Beitrag, in dem s3g4 sich herablassend über die Arbeit von GS-Lehrkräften geäußert hat! (Abgesehen von dem oben, den du als einziger hier negativ interpretierst, obwohl er überhaupt nicht so gemeint war.)

    Dieses Herausposaunen von vermeintlichen Gewissheiten, das Unterstellen irgendwelcher negativer Haltungen anderen gegenüber, die Unfähigkeit, diese Unterstellungen zu belegen und die in diesem Kontext fehlende Selbst-Reflexion, haben mich dazu bewogen, ihn (W.A.) vor längerer Zeit schon zu blocken.

    Wie sinnvoll das war, sehe ich hier mal wieder an dem, was du zitierst.

    Mathematik ist keine Naturwissenschaft ;) Und berufsbildende Schulen sind leider nicht auswählbar :( Mit "andere" habe ich mich dann aber auch nicht so wohlgefühlt, aber sei's drum.

    Ich habe aber auch abgebrochen. Hier wurde in der ersten größeren Runde trainiert, dass männliche Begriffe und Naturwissenschaften verbunden werden. In der zweiten Runde wurden dann weibliche Begriffe und Naturwissenschaften verbunden, aber mit dem vorhergehenden Training der ersten Runde. So kann man auch Ergebnisse erzielen, die man erzielen will, nämlich dass Stereotype vorliegen... zumindest wirkt es so auf mich. Dass aber schon im Vorfeld diese Stereotype durch den ersten Teil des Tests programmiert wurden, stört mich dann doch sehr.

    Da fördere ich mit der gesparten Zeit lieber meine Tochter mit ihrer ausgeprägten MINT-Begabung, die täglich zeigt: Mädchen können alles, besonders eben auch: Mathe, Chemie, Physik.

    Genau deswegen verstehe ich die Verfechtung der Zeiterfassung nicht wirklich. Du wirst für alles Zeitvorgaben bekommen, es wird sich schön gerechnet, dass das alles in die AZ rein passt und wieso dieses und jenes dann auch noch eben gemacht werden kann. Es wird zu einer zusätzlichen Aufgabe werden, die AZ zu erfassen. Das eingeführte System wird maximal unkomfortabel sein. Vielleicht geht die Zeiterfassung aus Datenschutzgründen auch nur in der Dienststelle vor Ort. Ich habe viel Fantasie, wie es damit nur nerviger werden kann.

    Zeitvorgaben sind schön und gut, aber was passiert dir denn, wenn du bei allen Zeitvorgaben 10-20% drüber liegst?

    Und Zeiterfassung ist Arbeitszeit, also wenn sie unkomfortabel ist, geht damit noch mehr Arbeitszeit verloren.

    Ich wiederhole da gerne: Ich würde mit AZ - denke ich - weder mehr noch weniger arbeiten müssen als jetzt. Im Gesamtjahr passt es bei mir. Für TZler/innen wäre es aber sicherlich positiv.

    Das verstehe ich, aber wie kommt man denn im Vorfeld auf eine Deputatszahl, wenn sowas wie Kontingente für die Unterrichtsvorbereitung keine Rolle spielen? Nach irgendwelchen Maßstäben muss man doch ermitteln, ob für eine Vollzeitstelle 15, 20 oder 25 Unterrichtsstunden erteilt werden müssen, oder?

    Das ist die spannende Frage. Wenn ich dieses Jahr Überzeit hätte bei meinem VZ-Deputat von 24 Stunden, dann müsste im Folgejahr dann der Unterricht auf 23 Stunden gekürzt und dann dann geschaut werden, ob es im Gesamtjahr passt. Oder es würden außerunterrichtliche Aufgaben gekürzt werden...

    Was dann halt nicht mehr geht: In VZ müssen xx Stunden unterrichtet werden, völlig egal, was in die Arbeitszeit reinpasst.

    Es gibt Wahlkreise in RLP, da ist die AfD mit über 30% die stärkste Kraft. Was glauben die WählerInnen eigentlich, was die AfD für Deutschland bzw. für RLP herausholen wird?

    Das ist wirklich erschreckend. Jede(r) weiß, wie sich diese Partei im Rechtsradikalismus und -extremismus suhlt. Und damit ist sie einfach unwählbar. Und wer es dennoch tut, macht es in diesem Wissen :(

    Und dann bin wieder da, dass ich dir sage, dass das Problem nur eine Ebene höher gelöst werden kann. Ich glaube auch nicht, dass wir eine Ausnahme sind.

    Richtig. Diese Ebene verweigert sich aber einer Lösung, indem recht pauschal der niedrigeren Ebene (Schule) die Verantwortung zugeschoben wird, bei nicht teilbaren Aufgaben zu entlasten. Was dann in der Realität nichts stattfindet (stattfinden kann?).

    Auch der Frosch oder andere Grundschulleute werden keine großen Möglichkeiten haben, Entlastungen anzubieten. Man versucht, was möglich ist und unterstützt Lehrkräfte, die Grenzen ziehen. Aber am Ende, wenn Frau A ein Elterngespräch will weil ihre Tochter irgendwelche Probleme hat, komme ich da auch nicht rum. Egal, ob ich meine Stunden voll habe oder nicht. Und wenn meine Klasse nicht läuft, weil ich 3 Förderkinder drin habe, dann werde ich mich auch um sie kümmern müssen und hinter eine Schulbegleitung hinterherrennen. Auch wenn es nicht meine Aufgabe ist und ich schon genug Stunden arbeite.

    Und diese Aufgaben, die bei der VZ-Kraft ja schon das Maß der Arbeit überschreiten lassen, machen die Überschreitung bei der TZ-Kraft noch größer. Und nein, auch wenn mir das mehrfach in den Mund gelegt wurde: Ich fordere keine Mehrbelastung der VZ-Kräfte. Ich sehe als einzige Möglichkeit (ceterum censeo), dass eine AZ-Erfassung eingeführt wird. Das System schert sich nämlich nicht um diese Problematik.

    Ich weiß, Conni liest hier nicht nur sporadisch mit, um zu gucken, ob was eskaliert...

    Wer hier für halbe Eisportionen für Teileiskräfte plädiert, eiskriminiert bestimmt auch Pensionäre! Wo soll das noch hinführen?

    Weißt du, dass in Pensionären das Wort Eis steckt?

    Also dann, wenn du die Buchstaben P n onären entfernst, dann bleibt erst mal e si.

    Dann stellst du das um zu eis und musst es dann noch groß schreiben: Eis.

    Wenn das nicht offensichtlich ist! Das haben sie die ganze Zeit versucht, vor uns zu verstecken!

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