Beiträge von treasure

    Neee, Gymnasium wäre mal so überhaupt gar nicht nie was für mich :lach:

    Ach, sehe grad, was du im Profil hast. :D

    Du hast dafür den ungemeinen Vorteil, dass deine SuS auch selbständig arbeiten. Meine Partnerin ist Englischlehrerin an einer Fachschule für Soziales und wenn die SuS ihre Aufgaben bearbeiten, hat sie quasi ne Ruhephase. Das gibt es in der GS nie. :D

    Ich bin aber echt gern bei den Kleinen. Viel Arbeit, aber auch viel Spaß.

    über meine vorläufige (!) Unterrichtsverteilung.
    Echt anders als gewünscht, einiges anders als auf den Zettel geschrieben, es könnte (wird) viel Stress bedeuten (Vorbereitungsstress für mich, aber ich befürchte auch: durch die Veränderungen der Planung könnten nicht wenige Kolleg*innen gerade sauer sein), aber ich nehme die Herausforderung an und die erste Lektüre ist schon bestellt *freu*

    Was mich gerade DARAN freut, ist die Tatsache, dass es doch immer (noch) Kolleginnen und Kollegen gibt, die nicht einfach ungefiltert losmurren, sondern erst einmal schauen, wie sich eine Herausforderung gestaltet. Finde ich super und entspannend!

    Ich definiere mich ja über mich selbst, aber Bestätigung freut einen doch, das kann ich einfach nicht leugnen. ;)

    Kleiner Brief, der in einem meiner Abschiedsgeschenke von "meiner" Vier steckte:

    "Liebe Frau L.:


    Sie haben unsere Kinder während der gesamten Grundschulzeit begleitet und sie nicht nur unterrichtet, sondern ihnen auch wichtige Werte vermittelt. Wenn Kinder spüren, dass die Lehrkraft Lust auf ihre Schüler hat und selbst begeistert über den Lernstoff ist, ist das eine positive Erfahrung, die bleibt!"

    ...mal ein Auszug daraus.

    Es wird mir immer noch warm, wenn ich das jetzt gerade nochmal lese.

    Freut mich einfach.

    Die jüngeren Kinder dürfen würfeln. 1 Würfelpunkt bedeutet zum Beispiel: Mit wem hast du gespielt? Wenn das Kind nur diese eine Frage beantwortet hat, kommt schon das Nächste. Das würfelt vielleicht die 2 und hat die Frage: Wo bist du gewesen? Nur diese Frage wird beantwortet. Entsprechend den Würfelpunkten gibt es nur 6 unterschiedliche Fragen.

    Mega. Eine tolle Idee! Das würde ich gerne, sprachlich abgewandelt, für meine Englisch-Klassen mal nutzen.

    Diese dürfen momentan Spielkarten ziehen, auf denen eine Frage steht, wie: "What's the weather like today?" oder "What are you wearing today?" und sowas - aber die Spielkarten sind in der Herstellung anstrengend und natürlich nach einer Weile dann auch abgegriffen. So ist das nachhaltiger und es ist ebenfalls ein Glücksspiel, wer welche Frage kriegt. Sehr cool! Nimmst du dazu einen großen Schaumstoff-Würfel oder hat jedes Kind einen eigenen in der Hand?

    Was für tolle Tipps. Wenn ich die hier alle lese, schwanke ich zwischen: "So einen Unterricht möchte ich auch mal machen, schade, dass das bei den Großen nicht machbar ist" und "Gottseidank muss ich nie so einen Unterricht machen". :rofl:

    Alle Schulstufen haben so ihr Manko und ihre schönen Seiten, das ist ja klar. Ich persönlich hatte einen unbefristeten Vertrag an einem privaten Gymnasium - und habe in der Probezeit gesagt, dass ich das nicht weitermachen werde. So habe ich also deinen Gedanken irgendwie andersrum. :D

    Der Grundschulunterricht ist unglaublich vielseitig und farbig, man muss sich viele Gedanken machen, wie man das an die Kinder heranbringt und der "Sack Flöhe" ist durchaus berechtigt. Ich war zu Anfang meiner Lehrerzeit nach den Schulstunden SO "hirnlich" fertig, dass ich zu Hause eine halbe Stunde auf die Wand starrte, ohne es zu merken. Der Fokus ist unglaublich anstrengend, wirklich jedes Kind zu sehen, zu erwischen, dass keins hinten runterfällt. Gerade auch, weil die Kinder das Gesehenwerden so brauchen. Es ist turbulent und sehr fordernd. Trotzdem mag ich die Arbeit mit den Kleinen lieber, weil sie so direkt und noch recht frei ehrlich sind. Natürlich gibt es auch unter den Kleinen schon Taktierer, aber es sind sehr wenige. Das ändert sich halt, je älter sie werden, so mein Eindruck.

    Und was ich auch sehr mag, ist die Liebe, die diese Kinder mitbringen, wenn man mit ihnen gescheit umgeht. Ich bin sehr, sehr straight, lasse nichts durchgehen, werde aber nicht als streng empfunden, sondern innig geliebt. Das tut einfach gut und mildert die Anstrengung, die man mit den Kleinen oft hat. Man definiert sich natürlich nicht dadurch, aber es ist ein nettes Gimmick in der Arbeit, die schon wirklich fordert.

    Die Sek-Stufen fordern dann einfach auf andere Weise - und bestätigen auf andere Weise. Da rennt dann kein Neuntklässer auf einen zu und umärmelt einen, aber es gibt andere schöne Momente, die einen lächeln lassen.

    Das Leisesein als Spiel einzuführen, ist übrigens insgesamt erfolgreich durch die Bank. Wie man es nennt, ist ja eigentlich wurscht, wenn es den gewünschten Effekt hat und man Erfolg erfahren hat.

    zB ist es bei uns die Regel, absolut leise durchs Schulhaus gehen "zu sollen". Nunja...super, wenn eine ganze Klasse eine Treppe runter muss und quer durchs Gebäude.

    Ich gehe in "Stufen".

    Stufe 1: "Ich bin freiwillig leise" - es wird weder gesprochen, noch geschubst, gekitzelt oder sonstwie Quatsch gemacht, weil die Kinder das selbständig wollen und freiwillig tun.

    Schaffen sie das, lobe ich sie über alles und sage ihnen, wie stolz ich auf sie bin.

    Schaffen sie das nicht, ist das noch kein Weltuntergang, aber die Klasse rutscht auf Stufe 2 beim nächsten Mal.

    Stufe 2: "Ich MUSS leise sein". Lehrkraft-Anweisung. Es gibt kein Pardon. Wer kichert, redet oder sonstwas macht, kassiert sofort und ohne weitere Ermahnung einen "Ichzeit-Bogen". Das ist ein Blatt Papier, auf dem die "Verfehlung" nochmals klar kommuniziert ist (Widersetzung einer Anweisung etc) und das Kind selbständig in eigenen Worten aufschreibt, wie es die Situation wahrgenommen hat (da gibt es auch Bilder zu) und was es verbessern könnte. Unterschrieben wird es vom Kind, einem Elternteil und der Lehrkraft.

    Die Kinder LIEBEN es. Sie fordern selbständig die Stufen ein und sagen auch ehrlich, auf welcher Stufe sie gerade stehen.

    Ich habe mal eine Klasse aus Versehen Stufe 1 laufen lassen, da gab es sofort Entrüstung: "Aber der X hat doch geredet, wir müssen Stufe 2 laufen!" :D

    Klare Grenzen sind nicht nur wichtig, sondern auch von Kindern gewünscht. Sicherlich, es testet immer mal ein vorwitziges Kind aus, ob ich echt Ernst mache. Mache ich. Immer. Brauche ich nur einmal zu machen, danach ist Stufe 2 IMMER erfolgreich - und je älter sie werden, desto seltener gibt es Stufe 2, weil die Kids sich auch immer freuen, wenn sie ankommen und ich ihnen sage, wie stolz ich auf sie bin, weil sie das SO toll hingekriegt haben.

    Dieses Stufensystem geht übrigens auch für Stillarbeit, allerdings dauert es bei Ersties, bis sie es verinnerlicht haben, da braucht es etwas Geduld, immer wieder Erklären und ausprobieren. zB stoppe ich beim Gehen JEDESMAL, wenn ein Erstie redet, weil er/sie wieder vergessen hat, dass wir ja ohne Reden gehen. Jedesmal. Wenn wir drei, viermal gestoppt haben, murren die Ersten schon "jetzt sei doch mal still..."

    Die Älteren sind sofort leise, wenn beim Arbeiten die Stufe ausgerufen wird und manchmal fragen sie auch selbst danach. Beim Gehen ist die Stufe selbstverständlich. Da reicht es, wenn ich "Stufe eins und los!" sage.

    Ich stelle immer wieder fest, dass Kinder durch klare Regeln und Ordnungen Sicherheit gewinnen. Ich mache alles IMMER gleich, es gibt für alle immer dieselben Ansagen und dieselben Konsequenzen - und dann spielt sich sowas ein. Bei Ersties braucht es halt oft etwas länger Zeit.

    Das Gute: sie sind nach den Sommerferien Zweities...und das ist gar nicht so wenig, was da an Veränderungen in den sechs Wochen passiert. Man wundert sich immer wieder. ;)

    Meine Beobachtung ist, dass die Kinder oft gar nicht verstehen, was erwartet wird.

    Sie wissen es einfach nicht besser, sie empfinden die Störungen anders, sie verstehen die Konsequenzen nicht.

    Das ist wirklich oft der Fall. Kinder nehmen Lautstärke in der Klasse völlig anders wahr.

    Ich "trainiere" die Kinder am Anfang, wenn ich sie kriege und erkläre ihnen, dass, wenn mein Arm oben ist, die Klasse SOFORT den Mund zumachen muss, weil ich nicht schreien möchte, Lautstärke für meine Musiker-Ohren fies ist und ich ihnen dann etwas sagen will. Dies gebe ich zu Anfang als Spiel aus: sie dürfen wild durcheinander reden und wenn ich den Arm hebe, müssen sie SOFORT ruhig sein. Beim ersten Mal ist es meist noch träge und viele Kinder kriegen den Absprung nicht mit. Das kommuniziere ich und schon beim zweiten Mal ist es mucksmäuschenstill, wenn mein Arm hoch geht. Das spiele ich zwei, dreimal mit ihnen und lobe sie natürlich über alle Maßen, wenn sie das hinkriegen, dann sind sie konditioniert und die Konditionierung hat ihnen einen heiden Spaß gemacht. Zudem spreche ich leise und lasse mich auch nicht verleiten, über die Klasse drüberzuschreien. Klar, das hält nicht ein ganzes Schuljahr, aber nach ein paar Wochen erinnere ich sie einfach liebevoll dran und wiederhole das Spiel.

    Da ich zudem die Schulchöre habe, die bei uns 70 Kinder im Erstie-Chor und 130 Kinder im Schulchor (Klassen 2-4) zählen, ist diese Maßnahme absolut vonnöten, sonst würde ich verrückt. :D

    Bei mir funktionieren zudem:

    - Mich sofort bei demjenigen/derjenigen bedanken, die als Erste mit mir das Leisezeichen machen, das wirkt sich sofort auf andere aus, weil sie auch ein Danke kriegen wollen.

    - Stille-Minute: (klappt beim ersten Mal NIE, beim zweiten Mal vielleicht, beim dritten Mal wissen sie, was ich danach frage und sind sehr ruhig) Die Kinder sind eine komplette Minute komplett still, ohne einen Mucks - und hinterher dürfen sie erzählen, was sie gehört haben, was im Umfeld zu hören war, als sie ganz leise waren. Da sie antworten wollen, sind sie wirklich leise. Ich erkläre allerdings vorher auch, dass es sein kann, dass Kinder beim ersten Mal lachen müssen, weil sie sowas nicht kennen und dann unsicher sind. Unsicherheit wird oft mit Lachen überspielt (wisst ihr natürlich, erkläre ich aber den Kindern - und auch die Ersties kriegen das verstanden) - und da keiner als unsicher gelten will, ist das Lachen oft recht schnell Geschichte. Wenn sie es geschafft haben, fordern die Kinder die Ruheminute auch ein ("Können wir mal wieder Ruheminute machen??") oder wollen sie sogar steigern ("dürfen wir mal ZWEI Minuten??").

    - Ritual mit Entspannungsmusik - alle Kinder legen ihre Köpfe auf den Tischen ab und hören eine Minute der Musik zu.

    - "Die Uhr tickt": alle Kinder müssen so leise sein, dass sie die Uhr ticken hören. Wer sie hört, darf sich melden. Alternative: etwas fallenlassen, das sehr leise aufkommt, wie ein Blatt oder ein Pin oder sowas.

    Aber: bei einer Klasse, die es schwer hat mit Konzentration und Fokus, gäbe es auch die Möglichkeit, mit fokussierter Bewegung anzufangen.

    Leise Musik an und dann Befehle wie: "stell dich auf die Zehenspitzen"/"Tippe dir mit geschlossenen Augen auf die Nase"/"Hebe das linke Bein an" etc. Keine schnellen Bewegungen, weil das wieder Unruhe schafft und nur Bewegungen, die die Kinder auch ohne Umfallen können, sonst hast du immer Clowns, die sich hinschmeißen.

    Es ist IMMER erst laut und unkoordiniert, bis sich so ein Ritual richtig eingeschliffen hat. Bei manchen Klassen dauert es länger, bei anderen geht es schneller. Wichtig ist aber immer die Klarheit in den Anforderungen/den Ansagen. Die Kinder müssen verstehen, warum sie das tun sollen, was wir von ihnen möchten.

    Ich kann es nur von meiner eigenen Abifeier her sagen:

    Die war abends, im festlichen Rahmen, mit einer eigens gegründeten Schulband, die die Feierlichkeiten eingerahmt hat.

    Da waren: alle Schüler und Schülerinnen der Tutorien (Kurse) mit ihren Tutoren und Tutorinnen, die Direktion komplett und die Familien der Absolventinnen und Absolventen. Da gab es gar kein "wer ist denn da eingeladen und wer nicht?", die Tutoren und Tutorinnen saßen mit "ihren" SuS immer zusammen in Gruppen, die vorher schon an den Sitzen angezeigt waren, die Direktion vorne, die Eltern im Elternbereich und die Fach-KuK, die konnten, waren auch da. Wer nicht da war, wurde nicht verteufelt, aber es war schon ein hohes Lehrkraft-Aufkommen.

    Dadurch war es sehr festlich, sehr feierlich und man hatte den Eindruck, es sei wirklich wichtig. Dementsprechend aufgeregt waren wir auch alle - und die Rede der zwei Mitschüler, die wir ausgesucht hatten (nicht die Jahrgangsbesten, sondern zwei, von denen wir wussten, dass sie das draufhaben), haben eine Rede gehalten, die gewummst hat, so gut war die.

    Klar, es mag "business as usual" für manche Lehrkräfte sein, die entweder nur Oberstufen oder halt oft Oberstufe unterrichten, aber ist es nicht auch schön, diese Verabschiedung, wenn man sie richtig aufzieht? Das ist doch was Feierliches. Ich würde da ganz von alleine gerne hingehen.

    Es ist was anderes, wenn der Jahrgang NUR Probleme gemacht hätte und ich unter SuS gelitten hätte, dann würde ich fernbleiben, was auch ne Message wäre. Aber, fossi, du sagst ja, dass es bei euch gar nicht solche Problematiken gegeben hat... Dann finde ich es echt schade.

    Aber auch wieder ne Meinungs- und Wahrnehmungssache...

    Hallo,

    Ich würde gerne mal fragen , ob ihr Anwälte kennt ? Geht es auch ohne Klage? Ich bin in NRW tätig . Bin leider nicht in der Gewerkschaft . Freue mich über Rückmeldungen

    Anwälte kenne ich nicht, bei mir war keiner nötig. Sprich doch mal mit deiner SL darüber.

    Ich habe damals den Antrag auf Entfristung gestellt, meine SL hat diesen Antrag wortreich unterstützt, erst haben sie sich etwas geziert, aber ich musste nichtmal einen zweiten Antrag stellen, es ging dann doch durch, nachdem die Vermittlerstelle zwischen Schule und Amt sich ebenfalls dafür eingesetzt hat. Daher würde ich dir erst einmal zu diesem Weg raten. Will deine SL dich halten, wird sie dich unterstützen.

    Anfeindungen sind natürlich übelste Schublade und sicher nichts, das man beklatschen sollte. Wenn Ängste im Spiel sind, hilft in der Regel Kommunikation, aber doch bitte im richtigen Maß und mit Anstand (Grins... Handy wollte erst mal "Abstand" schreiben). Ich kann allerdings verstehen, wenn sich jemand mit der Situation unwohl fühlt. Trotzdem kommt es auf das Wie an. Jemanden niederzutrampeln, ist natürlich keine Art.

    Tschuldigung, wenn ich mit meinen Überlegungen zu "krank" da Öl ins Feuer gekippt haben sollte.

    Ich weiß nicht, wer hier als "Hardliner" abgefertigt wird, ich persönlich möchte nur in meiner Ansicht gesehen und respektiert werden, die vielleicht nicht so locker ist wie andere das sehen (was ich auch respektiere), weil mein Immunsystem nicht so gut ist, trotz vieler Versuche, es zu stabilisieren.

    Kommt jemand positiv in die Schule und ich weiß das, freue ich mich, dass es dem Menschen wieder gut geht, bleibe aber weg.

    Es ging hier überhaupt nicht um jemanden, der sich mit Krankheitssymptomen zur Arbeit schleppt, sondern um jemand, der wieder fit ist und aus Rücksicht (!) auf seine Mitmenschen vorsichtshalber noch Maske trägt....ein Verhalten, was in ostasiatischen Ländern eher die Regel und hier im Westen scheinbar die Ausnahme ist, für die sich dann noch zu rechtfertigen ist.

    Sehe ich etwas anders. Zwar geht es tatsächlich nicht um einen Menschen mit Symptomatik, aber es geht um jemanden, der noch erwiesen ansteckend sein kann (positiver Test).

    Die Frage ist also vielleicht eher: was ist "krank"? Nur wenn man sich krank fühlt (Symptome), oder auch wenn man fit ist, aber ansteckend sein könnte, weil man seine Virenlast kennt?

    Das scheint unterschiedlich definiert zu werden. Sinusitis (Schnupfen), ist ja auch viral. Wir sind nur mittlerweile gegen viele Virenstämme einigermaßen immun. Wenn wir einen erwischen, den wir noch nicht hatten, Zack, Rotznase, aber zu überleben.

    Ich möchte auch nicht, dass jemand mit "Restgrippe" in die Schule kommt, nur weil er sich wieder fitter fühlt. Einfach ein kleiner Puffer zur Sicherheit.

    Aber das ist einfach unterschiedliches Empfinden. Wer früher schon sorgloser war, ist es wahrscheinlich jetzt ebenso. Ich gehöre zu den Vorsichtigeren, ohne was oder wen zu verteufeln oder hysterisch zu sein und denke, "krank" hört erst auf, wenn die Virenlast weg ist. Bei Corona können wir es halt testen, bei anderen Krankheiten müssen wir raten, wie groß der Puffer sein muss.

    Das Blöde ist ja, dass man meist schon ansteckt, bevor man was merkt. Das ist viel doofer.

    Halsschmerzen und Fieber sind aber Symptome und Bronchitis kann man nicht testen. Corona ist da halt schon ein Sonderfall mit Test und Symptomfreiheit.

    Es sollte auch lediglich meine These bestärken: Bist du krank, bleib weg, damit es andere nicht bekommen.

    Symptome = krank.

    Symptomfrei aber erwiesen (getestet) virenlastig = krank.

    Und auch, wenn es Plattenspieler nervt, dass es noch Thema ist: Corona ist und bleibt eine für manche Menschen sehr gefährliche und Gefäße betreffende Viruserkrankung. Wir leben nun mit diesen Viren, für viele ist der Ausbruch schwächer als eine leichte Grippe, aber ich kann ohne langes Nachdenken fünf Menschen meines Bekannten- und Freundeskreises aufzählen, die unter Post Covid/Long Covid leiden, z.T. mit Arbeitsunfähigkeit.

    Ich bleibe daheim, wenn ich erwiesen krank bin, bis ich nicht mehr anstecke, auch wenn plötzlich von "oben" ein "geht schon alles irgendwie, wenn" kommt.

    Ich freue mich gerade eben und die letzte und sicher die nächste Zeit darüber, wie die Vögelchen, die Futterstelle und Tränke bei mir nutzen und mich seit Jahren kennen, immer öfter auch mal "reinkommen". Da ich mittlerweile einen halben Wald im Wohnzimmer habe, setzen sie sich manchmal in die Pflanzen, gucken sich um, tschilpen und fliegen wieder raus an die Station. Das ist SO süß! Ich verharre dann immer ganz ruhig und genieße die Situation.

    Ganz selten passiert es mal, dass sie nicht zur Balkontür rausfliegen, sondern zu den geschlossenen Fenstern hinaus wollen, was nicht geht und dann verdutzt auf der Fensterbank sitzen. Dann gehe ich langsam zum Rollladen, schließe ihn und die Piepser nehmen den richtigen Ausgang. Manchmal sogar mit Zwischenstation auf mir.

    Total süß.

    Freudenmoment gestern:

    Ich gehe in der Schule über einen der Gänge und höre plötzlich wunderschönen Gesang eines meiner Lieder, die ich mit dem Schulchor gerade singe. Ich lunse um die Ecke - sitzt da ein kleiner Zweitklässer, bindet sich die Schuhe und singt selbstvergessen...ich hab fast geheult. Zu schön.

    Ich hab da jetzt mal bisi reingelesen und habe dazu ein Bauchgefühl (also zum Thema, nicht zu den einzelnen Beiträgen, das sind ja einfach verschiedene Ansätze und Meinungsbilder).

    Mein Bauchgefühl sagt:

    BIst du krank, bleib weg.

    Bist du symptomfrei und weißt nicht, dass du krank bist, nuja, blöd, aber isso. Dann gehst du arbeiten und die anderen haben Glück, wenn sie sich nicht anstecken. Kann einem ja keiner was, wenn man es nicht weiß.

    Bist du wieder symptomfrei (oder immer noch), bist aber erwiesen krank, weil gestestet (=ansteckend), bleib weg.

    Das gilt ja nicht nur bei Corona, sondern auch bei Bronchitis zB oder sonstigen Krankheiten, die anstecken können. zB spreche ich mit meinen Klavier-Eltern ab, dass sie ihre Kinder daheim lassen, wenn sie über Halsschmerzen klagen oder erhöhte Temperatur haben. Denn oft gehen die Kinder dann nicht zur Schule, werden aber zu mir geschickt, weil sonst die Klavierstunde ausfällt und ich hole mir das und falle dann für die Schule und für den Klavierunterricht aus. Stößt auf allgemeines Verständnis. Sind Kinder verrotzt, kommen sie mit Maske, da ich im Studio nicht den Abstand einhalten kann wie in der Schule, wenn ich sehe, dass ein Kind ein Triefgesicht hat.

    Ja, Masken schützen in beide Richtungen, aber eben nicht den kompletten Tag. Man müsste die Maske mehrfach wechseln, denn wenn sie feucht werden, sinkt der Schutz. Und sie werden durch Atemluft etc automatisch immer feuchter. Zudem tragen viele sie falsch. Schlägt eine Brille an beim Masketragen, sitzt die Maske nicht richtig und die Luft geht oben raus. Nur als Beispiel. Lange in einem Raum - und die Virenlast in der Luft erhöht sich. Sicher, die Impfungen und die überstandenen Krankheiten erhöhen das Virengedächtnis, trotzdem möchte ich nicht, dass irgendwer meinetwegen eine Krankheit bekommt, die ich gerade überstanden habe - und sie vielleicht in anderem Ausmaß bekommt.

    Habe ich eine ansteckende Krankheit und KENNE die vorhandene Virenlast, bleibe ich persönlich daheim, egal, wie es mir geht, egal, welche Symptome ich habe. Unsere Arztpraxen schreiben da auch sofort krank, ohne Probleme. Und ich kann auch die Menschen verstehen, die sich dann komisch oder "bedroht" fühlen, wenn ich, erwiesen virenbefallen, in der Schule auftauche. Ich mag es auch nicht, wenn ich im Lehrerzimmer bin und Kollege A wie ein alter Zweitakter röchelt und alles von unten raufhustet, selbst ohne Corona. Ich persönlich empfinde das nicht als umsichtig und der Hauptteil meiner Kollegschaft auch nicht. Man kriegt bei uns dann auch schon mal ehrlich gesagt: "Warum bist du hier??".

    Zudem wurde mir von Fachseite schon öfter gesagt, dass es sinnvoll ist, bei einer Corona-Ansteckung wirklich den Körper zur Ruhe zu bringen, um es komplett auszuheilen. Zu frühes Loslegen kann auch nach hinten losgehen.

    Meine Gedanken dazu.

    Jedenfalls würde ich, wüsste ich, dass im Lehrerzimmer ein Mensch mit nicht abgeklungener Virenlast sitzt, das Lehrerzimmer meiden und den Menschen auch. Ganz ohne Wertung des Menschen, aber einfach, um mich zu schützen.

    Wege dürfen sich ändern und vorher gesprochene Meinungen und Worte ebenfalls. ;)

    Die Welt und das Leben sind flexibel, da sollte man Stein und Meißel gerne daheim lassen.

    So, wie ich dich hier erlebe, kann deine Schule froh sein, dass du dich umentschieden hast.

    Herzlichen Glückwunsch - und für dich immer das richtige Gefühl für ein gutes Maß.

    Prost. ;)

    Ich freue mich heute, dass nach einer SEHR schwarzen Zeit, endlich Land in Sicht ist.

    Meine Mieterin starb urplötzlich an Krebs - und sie und ihr schon verstorbener Mann haben meine Wohnung komplett kernsanierungswürdig runtergewirtschaftet. Ich stand vor einem riesigen Scherbenhaufen und war die letzten Wochen innerlich und äußerlich beschäftigt...

    Und dann kamen ihre Söhne extra aus Ungarn, um die Wohnung leerzuräumen, so dass ich das nicht machen musste und viele Freunde und Bekannte haben Hilfe angeboten (und können sie auch leisten). Und ich merke, wie das Glück und die Freude langsam wieder einziehen. Das ist schön!

    Bei uns läuft das/ein Zirkusprojekt ab Montag für eine Woche, angeboten für Jg. 3/4.

    Die Kinder sind drei Stunden jeweils im Zirkus und haben dann noch drei Stunden im Klassenverband.

    Ich persönlich finde, dass die Kids in ihrer Freizeit schon viel zu oft am Pad oder Laptop oder Handy hängen und würde niemals auch noch im Unterricht, wenn nicht dringend nötig, die Pads nutzen. Ist aber nur meine eigene Einstellung. Kinder können immer weniger mit ihren Händen und ihrem Kopf und immer mehr am Pad. Natürlich ist Internet-Recherche mal ok, aber ansonsten finde ich es in so einem Fall ditigalfrei besser.

    Wir haben uns für viele Stationen entschieden, die allerdings klassenintern ablaufen. So mache ich in einer Klasse ein großes Zirkuszelt, in das die Kinder dann verschiedene selbst gefertigte Artisten/Akrobaten/sonstige Personen hineinkleben können. Die Kinder dürfen sich aus dem Pool aussuchen, was sie anfertigen möchten. Es gibt Arbeitsblätter zum Zirkus, Lieder, Kunstanweisungen, freies Schreiben, man kann kleine Szenen in Gruppen einstudieren, es gibt "der Löwe ist los" von der Augsburger Puppenkiste - und man darf nicht aus den Augen verlieren, dass drei Stunden für große Projekte gar nicht SO viel sind.

    Für die Musikerinnen und Musiker: es gibt auch ein Kindermusical "Zirkus Halligalli", wenn ich den Titel noch richtig im Kopf habe. Macht auch Spaß.

    Wenn Fotoerlaubnisse vorliegen, kann man auch Szenen in Verkleidung nachstellen und ablichten. Großes Plakat draus machen, supi.

    Warum denkst du denn, das sei eine dumme Frage? :)

    Es ist einfach eine Frage.

    Ich gehöre auch zu denen, die "bitte rechts hinschreiben" sagen, damit der wesentliche Text gleich beim Öffnen sichtbar ist.

    Alles andere Zusätzliche dann nach links.

    Es gibt aber auch welche, die einfach von links nach rechts rüberschreiben und unten drunter dann alle unterschreiben lassen.

    Oder welche, die die Kollegschaft hinten drauf unterschreiben lassen.

    Ooooder die - und das ist ganz fies - in der Mitte beginnen und dann in einer Spirale nach außen schreiben, dass du die ganze Zeit die Karte drehen musst. Das geht nur mit seefestem Magen. ;)

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