Beiträge von treasure

    Schmidt , ich möchte mich nochmals hier bedanken!

    Ich habe ein Hessen-/Deutschlandquiz aufgezogen, mit Fragen über unser Bundesland und Deutschland im Allgemeinen. Vier Gruppen à 5-6 Kinder, einen "Renner"/Rennerin, der die Antworten bringt, einen Schreiber/Schreiberin, der sie aufschreibt und die Teams, die vorher SOZIAL gewählt wurden (jede Gruppe hat auch ein, zwei der Schwächeren aufgenommen, das war ganz toll, wie sie das aufgeteilt haben. Keins der schwächeren Kinder fühlte sich komisch, weil sie nicht die letzten waren, die übrig blieben).

    Wir haben es im Schulhof gespielt, die Kinder saßen in Gruppen in einem großen Quadrat (in den Ecken), ich stand in der Mitte. Die Fragen wurden laut verlesen, die Kinder konnten sich beraten und die Antwort wurde gebracht. Das Quiz ging über eine gute Zeitstunde, es gab KEIN Kind, das nicht die komplette Zeit bei der Sache war, gelernt hatten sie auch nochmals gut, obwohl letzter wirklicher Schultag...und als ein Kind kam und fragte: "Wie lange geht das Quiz noch?" und ich verwundert guckte, meinte es nur: "Wir haben Angst, dass der Platz auf unserem Paper nicht reicht..." :D

    Es war ein Quiz voller Energie und Spaß, es gab Preise zu gewinnen und ich hatte Abschiedsgeschenke vorbereitet...einfach zwei supergute Stunden Sachunterricht und Klassenunterricht...und das alles, weil hier eine wirklich gute Idee kam, die sich leicht umsetzen ließ.

    Vielen Dank!

    Sollte jemand ein Klassenquiz machen wollen: das ist die perfekte Methode. Es fördert den Teamgeist, es bringt Bewegung hinein (wer ist als erstes bei der Lehrkraft?) und sie haben völlig natürlich aus eigenem Antrieb nochmals gelernt, um sich nicht zu blamieren und sind jetzt Hessen- und Deutschland-Profis. ;)


    (Und ich musste SEHR lachen über eine Gruppe, die unseren hessischen Ministerpräsidenten "Hans Walter Rhein" getauft hat...eine Mischung aus wirklich allem, was sie so im Kopf hatten. :D )

    Hat eigentlich Hessen schon Ferien oder wer überhaupt? Wie schafft man noch die letzten Schultage? Warum werden meine diesjährigen Vierer so anstrengend? Die Anstrengendsten rennen dann in den Flur und heulen, wenn man das Abschiedslied probt. Muss ich da morgen eigentlich hin? :angst: :prost:

    Das kommt drauf an, wie überzeugend du als plötzlich Schwerkranke bist. ;)

    Ich freu mich drauf.

    Morgen nochmal Hessen-und Deutschlandquiz mit meinen Vieren, dann Preise verteilen und kleine Abschiedsgeschenke (war einfach eine MEGA Klasse!), abends dann Kollegium-Sommerfest und am Freitag große Verabschiedung... Und dann großes Endzeitknuddeln - und dann ENDLICH FERIEN!!

    ...wenn ich (alles von diesem Jahr):

    - labbrige Toasts beschmiere, esse und mich beim ungefähr sechsten Bissen wundere, was da falsch ist - Toasten vergessen.

    - Haarspray unter die Achseln sprühe

    - ich in völliger geistiger Abwesenheit die falsche Pflanze in den falschen Topf umtopfe

    - ich Dinge einkaufe, die ich gerade zwei Tage vorher eingekauft habe

    - ich voller Panik meine Wohnung auf den Kopf stelle, weil ich doch einer Kollegin noch ein Buch zurückgeben muss - das schon längst zurückgegeben ist

    - ich mir im LZ einen Kaffee ziehe und mit großen Augen sehe, wie dieser im Automaten-Ausguss verschwindet...oder andersrum, eine Tasse unterstelle und vergesse, den Knopf zu drücken, so dass irgendwann ertönt: "Was sollte denn ursprünglich mal in die Bärchentasse rein??", während ich schon Platz genommen habe


    Aber auch andere Menschen sind ferienreif...mein Fliesenleger schickte gerade das neue Fliesenangebot für Bad und Küche für die Sanierung meiner gerade mieterfreien Wohnung - und vertauschte die Menge der Wandfliesen mit der Menge an Senkrecht-Bordüre (dreifach so teuer, weil Mosaik). Folge: riesig hohe Rechnung und DA schaltete mein ermattetes Hirn glücklicherweise und ich kriege jetzt kein Bad mit einer Wandfliesenbordüre und einer Befliesung mit Vollmosaik.


    EDIT: Ich bin ferienreif, wenn ich übersehe, dass ich bei "wenn ich" das "ich" ja schon hatte und es noch DREIMAL falsch wiederholt hinschreibe in der Liste. Moah.

    Ach, super. Nen Zeitfaktor mit einbauen!

    Mega. :top: Beide Antworten!

    Wir haben Tablets, aber ich hab sie bisher nicht benötigt, daher würde ich die Papier-Gruppenvariante vorziehen. Eine wirklich super Idee und schnell umsetzbar.

    Ich wusste, warum ich hier frage!

    Vielen lieben Dank!


    (Es können gern noch Tipps folgen, um das Thema abzurunden, aber ich nehme "Tor 1" ;) )

    Hallo, mein Kopf hat ein schwarzes Loch und ich kriege es nicht weg.

    Ich habe mit meinen Viererkids die letzte Zeit Hessen und Deutschland gemacht. Da ich alle anderen Themen in SU durchgetestet hatte und die Kinder einfach durch sind, habe ich angekündigt, dass wir am Schluss, kurz vor den Ferien, ein Hessen- und Deutschland-Quiz spielen, für das sie genauso lernen müssen wie für einen Test, um zu bestehen.

    Es kommen Fragen aus verschiedenen Bereichen - und ich habe in den Osterferien im Urlaub schon Steine aus hessischen Regionen gesammelt, die alle etwas Besonderes haben (zB gut zu sehende Schichten, bei zwei oder drei Steinen gibt es sogar Kristalleinschlüsse), die die Kinder dann am Schluss geschenkt bekommen als "Quiz-Preis", da wir viel über Gesteinsschichten und die Entstehung der Mittelgebirge gesprochen haben. Diese Klasse ist eine Forscher-Klasse, die freuen sich über sowas nen Ast.

    Nun mein Dilemma - ich habe KEINE Ahnung, wie ich dieses Quiz aufziehen soll.

    Ich kann nicht zwei Klassengruppen machen und wer schneller antwortet, kriegt den Punkt, weil es bei 23 Kids unmöglich sein wird zu sehen, wer da schneller war. Ich meine, das ist nicht zu stemmen. Ich hatte überlegt, zwei Tutti-Frutti-Klingeln auf zwei Tische zu stellen und die Kinder drumrum zu positionieren, aber es sind ja immer noch zu viele, als dass das ginge... Kopf an Kopf-Fragen (also immer zwei Kinder stehen da und kriegen die Frage gestellt, wer schneller ist (oder sie überhaupt weiß), kriegt den Punkt, ist unglaublich stressbehaftet und ich glaube nicht, dass es einen Spaßfaktor hat, außer vielleicht für so zwei, drei Brainies, die sich total gern messen. Den Gruppen verschiedene Fragen zu stellen, wird als unfair empfunden werden ("aber die Gruppe hat voll ne leichte Frage bekommen und wir ne schwere!!")

    Habt ihr eine Idee, wie sich so ein Klassenquiz umsetzen lässt?

    Ich wäre sehr dankbar für Input... :rose:

    Da hier die Minimusiker ins Spiel gebracht wurden, erlaube ich mir ein kurzes OT:

    Kennt ihr als Alternative zu "wir sagen euch Tschüss!" den Song "...und wir sagen auf Wiedersehen"?

    Den singen wir mit unseren Vierten zum Abschied...und da werden sogar die Coolsten ruhig und singen mit geröteten Augen aus voller Kehle.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Zuerst mal: wie schön, dass du deinen Burnout überwinden konntest, eine neue Arbeit hast, die dich erfüllt und du dich als glücklich beschreibst.

    Deine Sorgen verstehe ich, denke aber auch, dass du ja wegen einer physischen Erkrankung mit OP absolut keinen Grund für eine Kündigung bietest (was ja eh nicht so einfach geht, wie schon beschrieben).

    Ich kenne mich im Recht nicht aus, möchte dich aber ermutigen, dich mit deinen Ängsten an jemanden deines Vertrauens an der Uni zu wenden. Gibt es bei euch sowas wie einen "Vertrauenslehrer" wie in den Schulen? zB Supervision oder sowas?

    Ich war 2023 wegen mehrerer OPs, zweimal Corona und einer anderen Viruserkrankung insgesamt sicher 3 Monate krank. War das schlimmste Jahr ever.

    Meine Ängste, das irgendwo abzukriegen, waren hoch - bis ich mit meiner SL geredet habe. Genau über meine Ängste und über das, was war. Seitdem sind die Ängste weg, weil sie keine Basis mehr haben. Meist ist es ja doch die Angst vor der Angst - mit selbstgebauten Drehbüchern und dem Waswärewenn-Spiel. In der Realität ist alles meist gar nicht so schlimm.

    *dich tröst*

    Bei uns heißen sie THA (Teilhabeassistenten/-assistentinnen) und sind einem Kind zugeordnet - und das teilweise auch so streng vom Arbeitgeber her, dass sie sich null um andere Kinder kümmern DÜRFEN. Finde ich auch überdenkenswert.

    Thema:
    Ich freue mich heute besonders darüber, dass mein neuer Stundenplan ok ist und wir ihn vor allem JETZT schon haben...dadurch ist die Anspannung über die nötigen Ferien weg, was kommen könnte.

    Heute habe ich so wie gestern die Kinder in der OGSbesucht und mit ihnen Uno, Fußball etc. gespielt, um mehr Beziehung aufzubauen. Da werde ich dann von Kindern umarmt die den Unterricht stören...

    Daran siehst du, dass du das auf keinen Fall persönlich nehmen solltest. Gerade Erstklässer sagen nicht: "Oha, keine richtige Lehrerin, die nehme ich nicht ernst". Bei Viertklässern ist das schon anders, da hatten wir mal den Fall, dass eine unserer Viertklässerinnen zu einem UPlus-er (Anfang 20) sagte: "Sorry, aber auf Sechzehnjährige höre ich generell nicht." Gab natürlich ein Nachspiel, war aber für denjenigen erst einmal echt schlimm. Aber das ist auch eher die Ausnahme. Generell ist die Akzeptanz für Menschen, die einen Unterricht führen, schon hoch, auch wenn es Jüngere und keine jahrelangen Lehrkräfte sind. Wir hatten vor kurzem eine Studentin da, 1,55 groß, 20 Jahre alt - die Kinder haben sie verehrt und abgöttisch geliebt, weil sie so war, wie sie war. Sie hat sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und war klar in ihrer Sprache.

    Wenn Ende der ersten Klasse immer noch Kinder wild reinrufen, weil sie etwas schon können, also fehlende Impulskontrolle at its best beweisen, dann empfinde ich die Klassenregeln nicht wirklich als gut kommuniziert von der Klassenlehrkraft übers Jahr (oder es fehlt ne Diagnose oder sowas). Bei sowas bin ich streng und unterbinde es, auch in der Ersten und auch schon Anfang der Ersten. Das geht durchaus freundlich, aber vor allem jedes Mal - und wenn sich Kinder so gar nicht dran halten, ist ein Gespräch in der Pause mit ihnen dran, in dem klar gesagt wird, warum das nicht geht (und auch bestärkt wird, dass man toll findet, dass sie so viel können und man sie wirklich sehr gern mag, dass aber sowas einfach nicht geht).

    Ich bin ein Mathe-Honk, daher kann ich keine fachlichen Ideen beisteuern, aber ich schätze, dass dein "Gruppenfokus" einfach noch ausbildbar ist. Du machst das ja auch noch nicht so lange. Wenn du denen etwas erklärst, die etwas noch nicht verstanden haben, sind andere natürlich im Leerlauf. Leerlauf ist immer schlecht, weil sich so Lautstärkeherde sehr schnell entwickeln. Hab für die Schnellen immer was parat, das du ihnen geben kannst (für die Flotten unter euch, die sich sicher sind, liegen hier noch zwei Profi-Blätter, holt sie euch gern), so dass du den Langsameren vielleicht etwas ruhiger erklären kannst, was Sache ist. Und sobald die Kinder was von "Profi" hören oder von "Meisterblättern" oder sowas, sind die auch voll dabei in der Regel.

    Ich habe zB eine dritte Klasse in Englisch und Musik. Alles in allem herzensgute Kids, leider mit vielen Baustellen (in der Klasse ist echt viel zusammengekommen) und durch die Bank wild. Bin ich in anderen Klassen sanfter und etwas bedächtiger, bin ich hier die "Soldatenmutter", ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Ich bin auch lustig und herzlich, aber ich treibe sie durch, treibe sie an, muss währenddessen auf der anderen Seite einmal hinräuspern - und vor allem meine Stunden bis in die letzte Sekunde vorbereitet haben. EINE Sekunde Leerlauf und die Klasse explodiert. Gar nicht, weil sie das nicht anders könnten, sondern weil ihre sanfte Klassenlehrerin sehr viel Leerlauf hat und sie das Hochfahren gewöhnt sind. Überlässt man die Klasse einen Moment sich selbst, ist kein Stein mehr auf dem anderen - also brauchen sie Power, um ihre eigene Energie in Produktivität umzusetzen und nicht in Stören.

    Vielleicht könnte das eine Möglichkeit sein, die Heterogenität deiner Klasse (Schnelle, Langsame, Laute, Leise) etwas besser zusammenzubringen, indem du klarere Linien fährst, den Unterricht straff strukturierst, ihnen keine Zeit gibst, in eigenen Gedanken hochzukochen, die Schnellen beschäftigst und die Langsameren betreust. Zudem kleinere Schritte, was hier schon angeraten wurde, kürzere Erklärphasen, nicht alles auf einmal.

    Übrigens: was sagt denn deine Ansprechpartnerin/dein Ansprechpartner dazu? Bei uns werden die werdenden Lehrkräfte immer betreut - plus Gespräche mit der Klassenlehrerin - sowas müsste schon in den Griff zu kriegen sein.

    Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem UB. (Wars doch, oder?)

    Neee, Gymnasium wäre mal so überhaupt gar nicht nie was für mich :lach:

    Ach, sehe grad, was du im Profil hast. :D

    Du hast dafür den ungemeinen Vorteil, dass deine SuS auch selbständig arbeiten. Meine Partnerin ist Englischlehrerin an einer Fachschule für Soziales und wenn die SuS ihre Aufgaben bearbeiten, hat sie quasi ne Ruhephase. Das gibt es in der GS nie. :D

    Ich bin aber echt gern bei den Kleinen. Viel Arbeit, aber auch viel Spaß.

    über meine vorläufige (!) Unterrichtsverteilung.
    Echt anders als gewünscht, einiges anders als auf den Zettel geschrieben, es könnte (wird) viel Stress bedeuten (Vorbereitungsstress für mich, aber ich befürchte auch: durch die Veränderungen der Planung könnten nicht wenige Kolleg*innen gerade sauer sein), aber ich nehme die Herausforderung an und die erste Lektüre ist schon bestellt *freu*

    Was mich gerade DARAN freut, ist die Tatsache, dass es doch immer (noch) Kolleginnen und Kollegen gibt, die nicht einfach ungefiltert losmurren, sondern erst einmal schauen, wie sich eine Herausforderung gestaltet. Finde ich super und entspannend!

    Ich definiere mich ja über mich selbst, aber Bestätigung freut einen doch, das kann ich einfach nicht leugnen. ;)

    Kleiner Brief, der in einem meiner Abschiedsgeschenke von "meiner" Vier steckte:

    "Liebe Frau L.:


    Sie haben unsere Kinder während der gesamten Grundschulzeit begleitet und sie nicht nur unterrichtet, sondern ihnen auch wichtige Werte vermittelt. Wenn Kinder spüren, dass die Lehrkraft Lust auf ihre Schüler hat und selbst begeistert über den Lernstoff ist, ist das eine positive Erfahrung, die bleibt!"

    ...mal ein Auszug daraus.

    Es wird mir immer noch warm, wenn ich das jetzt gerade nochmal lese.

    Freut mich einfach.

    Die jüngeren Kinder dürfen würfeln. 1 Würfelpunkt bedeutet zum Beispiel: Mit wem hast du gespielt? Wenn das Kind nur diese eine Frage beantwortet hat, kommt schon das Nächste. Das würfelt vielleicht die 2 und hat die Frage: Wo bist du gewesen? Nur diese Frage wird beantwortet. Entsprechend den Würfelpunkten gibt es nur 6 unterschiedliche Fragen.

    Mega. Eine tolle Idee! Das würde ich gerne, sprachlich abgewandelt, für meine Englisch-Klassen mal nutzen.

    Diese dürfen momentan Spielkarten ziehen, auf denen eine Frage steht, wie: "What's the weather like today?" oder "What are you wearing today?" und sowas - aber die Spielkarten sind in der Herstellung anstrengend und natürlich nach einer Weile dann auch abgegriffen. So ist das nachhaltiger und es ist ebenfalls ein Glücksspiel, wer welche Frage kriegt. Sehr cool! Nimmst du dazu einen großen Schaumstoff-Würfel oder hat jedes Kind einen eigenen in der Hand?

    Was für tolle Tipps. Wenn ich die hier alle lese, schwanke ich zwischen: "So einen Unterricht möchte ich auch mal machen, schade, dass das bei den Großen nicht machbar ist" und "Gottseidank muss ich nie so einen Unterricht machen". :rofl:

    Alle Schulstufen haben so ihr Manko und ihre schönen Seiten, das ist ja klar. Ich persönlich hatte einen unbefristeten Vertrag an einem privaten Gymnasium - und habe in der Probezeit gesagt, dass ich das nicht weitermachen werde. So habe ich also deinen Gedanken irgendwie andersrum. :D

    Der Grundschulunterricht ist unglaublich vielseitig und farbig, man muss sich viele Gedanken machen, wie man das an die Kinder heranbringt und der "Sack Flöhe" ist durchaus berechtigt. Ich war zu Anfang meiner Lehrerzeit nach den Schulstunden SO "hirnlich" fertig, dass ich zu Hause eine halbe Stunde auf die Wand starrte, ohne es zu merken. Der Fokus ist unglaublich anstrengend, wirklich jedes Kind zu sehen, zu erwischen, dass keins hinten runterfällt. Gerade auch, weil die Kinder das Gesehenwerden so brauchen. Es ist turbulent und sehr fordernd. Trotzdem mag ich die Arbeit mit den Kleinen lieber, weil sie so direkt und noch recht frei ehrlich sind. Natürlich gibt es auch unter den Kleinen schon Taktierer, aber es sind sehr wenige. Das ändert sich halt, je älter sie werden, so mein Eindruck.

    Und was ich auch sehr mag, ist die Liebe, die diese Kinder mitbringen, wenn man mit ihnen gescheit umgeht. Ich bin sehr, sehr straight, lasse nichts durchgehen, werde aber nicht als streng empfunden, sondern innig geliebt. Das tut einfach gut und mildert die Anstrengung, die man mit den Kleinen oft hat. Man definiert sich natürlich nicht dadurch, aber es ist ein nettes Gimmick in der Arbeit, die schon wirklich fordert.

    Die Sek-Stufen fordern dann einfach auf andere Weise - und bestätigen auf andere Weise. Da rennt dann kein Neuntklässer auf einen zu und umärmelt einen, aber es gibt andere schöne Momente, die einen lächeln lassen.

Werbung