Beiträge von treasure

    Ach, wie schön, dass ihr euch drauf einlasst! :rose:

    Gerade auch aus den Fließtexten geht viel Herz mit einher. Danke! In manchem finde ich mich wieder, meine Wohnung platzt auch vor Pflanzen und ich liebe es, wie sie gedeihen. Manchmal erwerbe ich armselige Stücke und päppele sie hoch. Das spart Geld (da handele ich runter) und macht Freude, wenn es klappt. Der kleine Mini-Weihnachtsstern meiner Partnerin hatte nur noch ein Blatt und ist jetzt ein voller Busch von 40cm Höhe und meine Grünlilien kriegen so viele Babys, dass ich immer Klassenpflanzenprojekte machen kann.

    Einfach schön.

    Videospiele: gut, dass da "viel Sport" auf der anderen Seite steht. :D

    Und was sind Klemmbausteine?

    Und klar, kann man sicher googeln, wie fast alles, aber man ist ja quasi im Gespräch .

    Huhu. :)

    Mich würde mal interessieren, was ihr macht, wenn ihr nicht unterrichtet, nicht in Vorbereitungen oder Korrekturen steckt.

    Ich habe gesucht, aber die Suche ergab nur einen "Fragebogen", der 2012 mal halbherzig von einer Handvoll User*innen ausgefüllt worden ist.

    Wofür interessiert ihr euch? Welchen Hobbys geht ihr nach (wöchentlich oder in längeren Frequenzen)? Habt ihr eine Passion?

    Was investiert ihr dafür? Geld, Zeit, Geduld...

    Ihr könnt eine Liste posten oder euch das aussuchen, das euch am meisten in eurem Leben bedeutet.

    Ich beginne mal:

    Mein größtes Hobby ist die Fotografie (und damit verbunden, das Reisen).

    Ich fotografiere seit 2007 passioniert und mittlerweile ist die Fotografie sogar mein 3. Standbein mit Familienshootings, Hochzeiten etc. Vor allem auf unseren Reisen (Fotogruppe) bin ich einfach glücklich und kann komplett abschalten.

    Fotografie entschleunigt im Bereich "Landschaft" wunderbar. Ich habe Zeit, nichts hetzt mich, ich fokussiere über die Augen, nicht über die Ohren, es gibt so gut wie keinen Lärm, vor allem keine Töne, die die Ohren belasten, was meinen Job sonst sehr anstrengend macht. Alles kann entspannen. Klar, bei Feiern, Shootings und Hochzeiten ist das nicht so, aber die setze ich bewusst nur selten an und nehme nur das, das mich wirklich überzeugt. Ansonsten mache ich das einfach zum SPASS.

    Natürlich mache ich noch vieles andere gern (vor allem alles Musische, Kreative, aber auch alles, das mit dem Menschen an sich zu tun hat), aber die Fotografie ist wirklich eine Leidenschaft, für die ich viel tue, aushalte und riskiere.

    Wie ist das bei euch? :)

    Ich würde mich freuen, von euch fernab des Lehrer*innendaseins etwas zu lesen.

    Du bist aber objektiv eingeschränkt. Ich kenne das als Lesbe übrigens auch, es gibt Gegenden, da würden meine Frau und ich uns sehr diskret verhalten. Das schränkt auch ein, wir tun's aber trotzdem.

    Ja, meine Partnerin und ich würden dies genauso tun, haben aber das Glück, in Gegenden zu wohnen, in denen zB ein Handhalten möglich ist, ohne dass es eine Gefahr für uns darstellt. Aber es GIBT die Ecken, die gefährlich sind.

    Da wir uns leider einfach immer noch nicht in einer absolut idealen Gesellschaft befinden, in der sich jeder bewegen kann, wie er das für sich in seinem Freiheits-Rahmen gerne möchte, ist eine Sensibilisierung für gewisse Möglichkeiten durchaus sinnvoll, auch wenn es in einer idealen Welt nicht nötig sein sollte.

    Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr so richtig ANGST habt?

    Ich kann diese ganzen Sachen schon nicht mehr gucken, weil mir vor Angst die Tränen kommen.

    Die Menschheit ist in der Generation, die Kriege nicht mehr am eigenen Leib kennt...sonst würden sie sich wahrscheinlich anders verhalten, würde ich denken...wenn ich höre, wie eine Frau sagt: "Only war changes history"...mir schnürt das die Luft ab. Es sitzen in so vielen großen Weltbereichen mittlerweile wirklich gefährliche Menschen, entweder, weil sie völlig am Rad drehen und/oder weil sie Ziele haben, die über alles drüberwalzen, das der Menschheit eigentlich wichtig sein sollte. Und die haben mittlerweile entweder eine solche Macht, dass sie quasi unbezwingbar sind oder eine so große Lobby, dass sie wahrscheinlich sogar Erfolg mit einer Spendenaktion haben, weil es genug Patriot-Idioten geben wird, die helfen, ein Gerichtsurteil zu zahlen.

    Ich hab so richtig Angst - vor allem, dass die, denen klar ist, was hier passiert, einfach zu wenige sind...

    Ich weiß, das ist kein sachlich-informativer Beitrag, aber das ist halt in mir grad los zu diesem Thema...

    ... Womit wir wieder beim Punkt wären, dass es Menschen gibt, die Kleidung werten. Jogginghose als lotterhaft und undiszipliniert/respektlos und Hotpants als Einladung.

    (Wichtig: bitte trennen. Ich unterstelle nicht, dass ersteres mit zweitem einhergeht.)

    Trotzdem sollte man dem Träger/der Trägerin deshalb nie eine Intention unterstellen, nur weil er/sie etwas Bestimmtes trägt. Und so wären wir wieder bei "Jede/r sollte das tragen dürfen, was er/sie möchte, ohne dafür irgendeinen Nachteil zu haben."

    Sagst du, finden einige aber offenbar nicht.

    So ist das und wird das auch bleiben, da wir nunmal nicht alle gleichermaßen denken. ;)

    Trotzdem kann man objektiv in der Modewelt sehen, dass die Jogginghose eine modische Aufwertung erhalten hat. Nicht nur, wieviele es im Handel gibt und in welcher mannigfaltigen Auswahl, sondern auch, wer sie wann zu welchem Anlass trägt.

    Zitat

    Andere finden die Kleiderwahl in der Öffentlichkeit wichtig und setzen diese an ihrer Schule um. Warum sollte das "zu arg" sein, es gilt doch dann für alle.

    Ich finde es nicht zu arg, dass eine Schule Regeln zu Kleidung hat, auch wenn ich es absolut nicht befürworte, da in meinen Augen übergriffig. Was ich zu arg empfunden habe, ist die Tatsache, es bei dem Kind dann nicht bei einer klaren Ansage (morgen bitte nicht mehr mit Jogginghose, so sehen es die Regeln vor) zu belassen, sondern das Kind heimzuschicken, es also auszuschließen vom Schulalltag. Das halte ich nicht nur für zu arg, sondern insgesamt für höchst fragwürdig (Aufsichtspflicht, verpasster Unterricht etc).

    Schulregeln müssen mir nicht in allen Punkten gefallen, darum geht es hier ja auch nicht. Ich kann eine Meinung haben, die hier ja schon ausgeführt steht, muss aber deshalb kein Revoluzzer sein. Wenn meine Schule das einführen würde, würde ich zwar in der Konferenz klar Stellung dagegen beziehen, aber die Regel achten, wenn sie käme, auch, wenn sie mir nicht gefällt. Aber die Umsetzung der Regeln sollte in einem gewissen Rahmen bleiben. Und für meine Begriffe sprengt ein "Platzverweis" diesen Rahmen, denn das Kind wird nicht nur ausgeschlossen, es kann den Unterricht nicht wahrnehmen, zu dem es gekommen ist und muss alleine wieder heim. Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn es einen Unfall hat und der/die Verantwortliche gesucht wird für die Tatsache, dass das Kind nicht, wie vermutet, im Unterricht war.

    Ja, exakt.

    Das ist ja in der Mode häufig so. Die Jogginghose war sehr lange Zeichen für "Hausalltag", höchstens noch für Sport. Das ändert sich halt.

    Ich zB habe eine Jogginghose, die eher so im Marlenehosenschnitt geschnitten ist, grau meliert ist und die man sogar zu Bühnenauftritten tragen könnte, es fällt nicht auf. Funfact: sie ist auf meinem Profilbild zu sehen. :D

    Ist das Thema Mützen nun abgehakt? Es geht schon seitenweise um Hosenmode ;)

    Da der Titel dieses Threads "Jogginghose oder Schule" ist und es darum ging, dass Schüler*innen mit Jogginghose wieder heimgeschickt werden, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann ist die Hosenmode und die Meinungen dazu durchaus themenkonform. ;)

    Allgemein nochmals zum Thema:

    Es ist sicher für die Jogginghosenbefürworter*innen auch klar, dass man diese zu einigen Gängen oder in bestimmten Situationen ablegt (und was anderes anzieht! Also nicht, sie nur ablegt...obwohl das auch sein könn...also, ihr versteht mich). Es geht hier aber um die SCHULE. Um den alltäglichen Schulbesuch. Und darum, ob es einer Schule zustehen sollte, einem Kind den Zutritt zu verweigern, nur weil es in Jogginghose kommt.

    Ich traue meinen Kollegen und Kolleginnen in meiner Schule und hier ebenso den gesunden Menschenverstand zu, die SuS so vorzubereiten, dass sie zu bestimmten Anlässen passend gekleidet erscheinen.

    Scheinbar, so nehme ich das hier wahr, haben verschiedene Schreiber*innen hier einfach eine verschiedene Sicht auf Schule. Für die einen ist es Alltag, etwas, wo sich Kinder und Jugendliche wohl und daheim fühlen sollen. Andere empfinden Schule als etwas Besonderes, zu Wertvolles, Respektables, als dass man es durch solche Klamotten abwertet. So lese ich das hier. Erstere finden die Jogginghose und Kappen absolut in Ordnung, zweitere eben nicht.

    Da können wir uns heißdiskutieren, es wird immer so weitergehen, weil die Empfindung von Schule einfach unterschiedlich ist und die Einen Klamotten und Respekt nicht in Bezug setzen, während die Anderen dies tun.

    Ich kann verstehen, dass in manchen Situationen die Jogginghose am Körper nichts zu suchen hat und dass man das auch vermittelt.

    Aber dass eine Schule die Tür vor einem Kind mit Jogginghose zuschlägt...das ist einfach zu arg. Denn das richtet beim zurückgewiesenen Kind viel mehr Schaden an als das Tragen der Hose es je könnte.

    Es mag sein, dass Du das so empfindest (Kappe = keinen Respekt und keine Ernsthaftigkeit), aber die Kids sehen das sicher lange nicht mehr so. Eben weil das so 70er-Jahre ist. Und es hat aus gutem Grund nichts in der Schulordnung verloren.

    Das ist genau, was ich mit "Sachgrund vs. Wahrnehmung" meinte.

    Das eine ist ein Fakt (Ohrringe können im Sport gefährlich sein), das andere ist eine Wahrnehmung (die Kappe zeigt, dass die SuS keinen Respekt vor mir haben). Es mag sein, dass das bei älteren Schülern und Schülerinnen so sein kann, da kann ich nicht mitreden, bei KEINEM meiner Grund-SuS ist das so, das kann ich sehen. Sie mögen ihre Kappen einfach. Genau wie mein Kollege.

    Voll schön, dass das bei dir so ist. :)

    Ich habe auch einen Fisch, einen kleinen goldenen, an einer Kette und hatte lange einen am Auto, stelle nur für mich fest, dass sich mein Glauben wandelt, aber das ist ja meine persönliche Sache.

    Bei uns in der Gemeinde ist es total üblich, das Kreuzchen zu schenken (also von Verwandten, nicht von der Gemeinde selbst, da wir die Kommunionskerze geschenkt, die die Kinder selbst basteln dürfen). Für mich ist das furchtbar und ich distanziere mich da gerne von. Schön, dass es bei euch (schon) anders ist.

    Ich kenne den Fisch. Der Fisch war kein offenes Zeichen, es war das Geheimzeichen, mit dem sich die verfolgten Christen untereinander erkannt haben.

    Der eine malte einen Bogen, der andere vervollständigte. Ist nun auch nicht gerade positiv, aber immerhin besser als das Kreuz, das so ziemlich alle Kommunionkinder, Firmlinge und Konfirmanden zum Fest bekommen.

    Die Großelterngeneration hat bei uns nach dem Krieg die Kirche selbst aufgebaut, sie ist daher sehr schlicht...und dann wurde ein Jesus am Kreuz in Auftrag gegeben, der mich immer wieder fasziniert...denn seine Hände sind NICHT angenagelt, sondern er streckt sie quasi umarmend Richtung Gemeinde aus. Das finde ich ein schönes Zeichen, WENN er schon hängen soll.

    Insgesamt empfinde ich ein Folter- und Todeszeichen als Definitionszeichen auch irgendwie schräg... Michael MIttermeier meinte mal in einem Programm: "Was wäre gewesen, wenn er ertränkt worden wäre?? Würden dann alle ein Aquarium um den Hals tragen? Oder geköpft?"...ich hätte auch lieber ein positives Zeichen, das das Christentum beschreibt. Da wären wir wieder bei dem Wandel in die Neuzeit.

    Wenn man überlegt, wie qualvoll der Tod am Kreuz war, das Annageln war gar nichts gegen den langsamen Erstickungstod durch die überstreckten Arme...und dann gibts das als Schmuckstück. Dieses "war halt schon immer so" wird in so vielen Bereichen überdacht...da könnten sie da ruhig weitermachen.

    Es geht doch nicht darum Ansprüche der Ansprüche willen wegen zu stellen? Deine Argumentation jedenfalls bleibt weiterhin schwach. Eltern können sich Gedanken machen und dann zur Jogginghose zu greifen. Es geht dir nicht um Gedanken machen, es geht dir darum, dass man sich nicht die Mühe macht, dir zu gefallen.

    Auch wenn der letzte Satz etwas barsch-direkt klingt, nehme ich das exakt genauso wahr.

    Du hast gewisse Richtlinien, reinerle, und die legst du an Kinder und deren Familien an. Wer sich nicht dran hält, wird von dir abgewertet, so stellst du es hier dar, das ist keine Interpretation. Du hast es selbst geschrieben.

    Da würde ich mir etwas mehr Offenheit und Gelassenheit wünschen. Nur weil jemand nicht in Hemd und Stoffhose kommt, bedeutet das nicht, dass er eine Lotter-Familie hat.

    Verbieten kann man die Jogginghose nicht mehr, ist ja an manchen Schulen die neue Uniform. Die Rückschlüsse, die ich daraus auf das Elternhaus ziehe sind dann aber auch meine eigenen.

    Die Frage ist doch aber: Warum Rückschlüsse ziehen? Warum das Kind nicht in seiner Gänze betrachten?

    Ich habe viele Schüler und Schülerinnen, die Jogginghosen gerne tragen, weil sie einfach superbequem sind. Sie sitzen zT sechs Stunden lang da und bewegen sich dann in der Pause viel...Sowas ist einfach angenehmer als ne Jeans, die irgendwann vielleicht kneift. Manches Mädel bei uns ist stolz auf ihren sportlichen Körper und hat eine extra passende, hübsche Jogginghose und ein tolles Oberteil an. Andere Jungs lieben einfach den etwas zerbeulten, bequemen Look und sind ansonsten pfiffige und schlaue Kerlchen.

    Eine Abwertung aufgrund der Optik, sogar eine General-Abwertung der kompletten Familie, ist meiner Sicht nach problematisch. Es ist genauso ein "Shaming" wie bei dickeren Menschen, Jungs, die "Justin" heißen oder "Kevin" (ich kenne zwei äußerst liebenswerte Kevins) oder Menschen, die einfach anders sind als man selbst das für sich als "Norm" definiert hat. Wir leben doch eigentlich in einer Zeit, in der Toleranz immer mehr einen Namen bekommt und immer weiter durchscheint. Dies gilt auch für die eigenen Grenzen.

    Übrigens: aus der Historie heraus: Damals löste die Jeans Empörungswellen aus oder sogar eine Hose an einer Frau. Glücklicherweise sind wir in weiten Teilen der Welt heute weiter. Früher durften tätowierte Menschen damit rechnen, in bestimmten Jobs komplett abgelehnt zu werden, heute ist das lockerer. Die Zeit geht...und die Gesellschaft zieht - zwar etwas langsamer aber stetig - nach. Hat vor einigen Jahren Karl Lagerfeld noch gesagt: "Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren", ist sie mittlerweile zu einem durchaus modischen Kleidungsstück erwachsen. In ein paar Jahren ist sie vielleicht wieder out und die Cordhose, die lange verpöhnt war, aber mittlerweile auch wieder im Kommen ist, ersetzt sie komplett.

    Ich für meinen Teil sehe davon ab, Menschen aufgrund ihres Äußeren, egal, ob das der Körper, die Haarfarbe, Piercings, Tattoos oder Kleidung ist, zu bewerten. Klar, ich bin ebenfalls so geprägt und manchmal passiert es mir auch noch, aber ich arbeite dran. Andere mögen das anders halten, aber ich frage mich, was das aussagt, Rückschlüsse über etwas anderes als das Arbeits- und Sozialverhalten, den Charakter und das Miteinander zu tätigen.

    Das ist halt die Frage, ob es dazu Regeln braucht. Wie weit will man gehen, was will man alles reglementieren?

    Genau das ist die interessante Frage. Was reglementiert man, ohne übergriffig ins eigene Leben zu sein?

    Für meine persönliche Definition wären das Dinge/Kleidung/Verhalten, die das allgemeine Miteinander stark beeinträchtigen oder schädigen. Manche Freiheit muss eingeschränkt werden, um andere Freiheit zu schützen.

    Die Wahrnehmung und auch die Sensibilität von Menschen sind unterschiedlich - und so gibt es da Kontroversen, was alles reglementiert werden soll und was nicht. Auch das ist normal. Ich persönlich gehe immer von der Frage aus: "Wer wird mehr beeinträchtigt?" Und demnach entscheide ich in meinem Leben in meinem Miteinander mit Menschen dann die Fälle, wenn ich die Entscheidungsgewalt habe.

    Im Fall von Ohrringen im Sport oder Klolisten oder Lärmen im Schulhaus sind die Beeinträchtigungen klar, genauso wie die Regel, das Schulgebäude nicht zu verlassen. Viele Regeln dienen dem Schutz, entweder des/der Einzelnen oder der Gruppe oder sie unterstützen das Miteinander. zB gibt es bei mir die Regel, vor der Unterrichtsstunde (Frühstückspause, etc) auf die Toilette zu gehen und die Trinkflaschen aufzufüllen. Im Unterricht dann ist es nicht mehr gestattet, es sei denn, jemand hat es falsch eingeschätzt. Das Kind darf dann ein Notsignal (Melden mit zwei Fingern statt einem) senden und bekommt ein Nicken zum Gehen. So umgehe ich dauernde Bewegung und Störung des Unterrichts und vermeide Vermeidungsverhalten. Die Kinder halten sich dran, alles ist ruhiger so.

    Aber bei der Klamottenfrage gibt es nichts, das mich beeinträchtigt, außer vielleicht meinen Geschmacksinn. Somit gilt hier für mich die klare Regel: Es ist DEIN Körper, den du schmückst, DEIN Geschmack, der sich bildet usw. Wenn jemand echt daneben liegt, suche ich das Gespräch und erfrage, warum ein Kind so angezogen ist. zB wennn ein Mädchen der 3. Klasse bis zur Brust bauchfrei kommt. Da gibt es dann auch gute, sachliche Argumente, warum es diesen Stil nochmals überdenken könnte.

    Meine Eltern, beide Lehrkräfte gewesen, haben mich sehr stark reglementiert. Ich durfte nichtmal Nagellack oder etwas auffälligere Ohrringe tragen, die Klamotten mussten eher bieder sein, ich durfte nichts ausprobieren - was zur Folge hatte, dass ich alles heimlich gemacht habe und das Vertrauen flöten ging. Da ist es mir lieber, die Kinder dürfen sich entfalten, sich ausprobieren und bekommen halt zur Not mal ein liebevolles Gespräch für zwei Minuten. Trotzdem bekommen sie sonst von mir das Gefühl vermittelt, genauso sein zu dürfen und angenommen zu sein.

    Genauso sehe ich das bei Lehrkräften. Wenn sich jemand in Jogginghosen gut fühlt (und diese nicht aussehen wie Unterwäsche mit Bierdose), sollte da kein "Klamotten-Shaming" stattfinden. Es tut niemandem weh - und sollte es Zweifel an einer inneren Haltung geben, hat man ja einen Mund zum Reden und Klären.

    Pffffffff, so einen Schmarrn kann ja wohl nur jemand äußern, der keine Pfingstferien kennt. (Gibt es in Hessen Pfingstferien?) Pfingsten ist ein super- duper wichtiger Feiertag, damit wir armen BWler vor unseren Ende Juli zementierten Sommerferien noch einmal Ferien mit so richtiger Sonnengarantie abbekommen. :hitze::P

    Nein, wir armen Hessen haben leider keine Pfingstferien, dafür länger Osterferien. Ich darf jetzt noch zwei Wochen im Ferienmodus bleiben, während meine Partnerin heute schon wieder loslegen musste (RP). Dafür haben die dann auch zwei Wochen Pfingstferien, wenn ich das richtig verstanden habe. Zwei Wochen frei in einer wärmeren Zeit, das hat schon was. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Hessen jemals Pfingstferien in Aussicht hatte. Die gibts bei uns einfach nicht.

    Pfingsten als Tag ist schon "wichtig" in dem Sinne, weil es quasi den Start der Kirchen symbolisiert. Die "Feuerzungen" und die "gemeinsame Sprache", denn jeder verstand die Botschaft plötzlich, sind nichts anderes als das Bild des Startes der Gruppierungen, der Gemeinden etc.

    Wenn man die Bibel nicht Wort für Wort liest, sondern die Bilder deutet, kann man sehr viel über Gesellschaften, Veränderungen in sozialen Werten etc. rauslesen, das ist schon spannend.

    Ich finde die Wahrnehmung interessant. Ich empfinde die Karfreitagsliturgie als sehr intensiv - die großen Fürbitten und die Kreuzverehrung vor allem. Ich mag auch die Trauermetten im Stundengebet des Karfreitags und Karsamstags.

    Es wäre ja auch schlimm, wenn niemand der Liturgie etwas abverlangen könnte. Dann wären die Kirchen leer. Und es ist ja auch total wichtig, dass die Wahrnehmungen anders sind. Ich freue mich für dich, dass du dich da fallenlassen kannst und so richtig was mitnimmst. :) Und wer weiß...vielleicht habe ich deine Wahrnehmung das nächste Mal im Kopf und mein Herz kann folgen? Lassen wir es drauf ankommen. :_o_)

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