Es gibt übrigens tatsächlich einen Grund bei mir, Schokolade nicht anzunehmen, egal, wie wenig sie kostet.
Wenn ich merke, dass der Schüler oder die Schülerin sie taktisch verschenkt. Also wirklich schenkt, um sich einen Vorteil verschaffen zu wollen.
Ich hatte einen Schüler, dem ich eine sehr schlechte mündliche Note geben musste, weil er sich wirklich nur meldete, wenn er "kann ich aufs Klo?" fragen wollte. Ich hatte ihm das auch erklärt, dass es wichtig ist, dass er sich traut und ihn auch immer wieder angesprochen. Aber er sumpfte vor sich hin. Dann gab es irgendwann Geburtstagschoki von ihm für die ganze Klasse, auch für mich. Ich freute mich total und sagte, dass ich die Schoki mag und habe mit der Klasse eine Runde Süßes genossen.
Am nächsten Tag kam er wieder mit einem Stück für mich an. Nach meinem zwinkernden "du...die Note wird durch Schoki leider nicht besser, nur dadurch, dass du etwas zum Thema sagst", verschwand die Schoki sehr schnell wieder in seiner Tasche - und der "mist-erwischt"-Ausdruck in seinem Gesicht sprach Bände. ![]()
Übrigens würde bei uns in der Schule keine Lehrkraft Einzel-Geschenke im Wert von 10 Euro annehmen. Da geht es eher so um Gruppengeschenke oder Geschenke vor den Ferien oder sowas. Ausnahme: Abschied.
Aber ich glaube, das hat doch jeder ganz gut im Gespür, was so geht und was nicht.
Daher auch meine Überlegung, welche Ängste, etwas falsch zu machen, da mitspielen, dass man sich bei einem Schokoriegel so unsicher ist.