Beiträge von aus SH

    ? Wen willst du denn hier im Forum "ansprechen", außer denen, die hier lesen?

    Ich kenne eben mehr Leute, auf die das, was ich geschrieben habe zutrifft. Und nu? Und sicher gibt es auch welche, die nur wegen einer persönlichen finanziellen Knappheit die Kirchensteuer sparen müssen. Und die wollen es vielleicht nicht zugeben... Verallgemeinern kann man die Beweggründe nicht.

    Warum "Und nu?"? Habe ich denn verallgemeinert? Ich wollte nur einen weiteren Punkt hinzufügen, weshalb ich auch den Austritt aus einer Gewerkschaft oder eines Sportvereines aufgeführt habe.

    Es ist doch auch oft so, dass Menschen nicht zugeben, dass sie etwas wegen des Geldes tun, sondern andere Argumente, die nicht so schnöde wirken, nennen.

    Ich habe auch dafür vollstes Verständnis, würde mir aber wünschen, dass man dann von vornherein ehrlich ist.

    Wenn ich mich nicht mit der Vereinigung/Institution identifizieren kann, warum soll dann dafür was bezahlen? Ich verstehe gar nicht was du damit aussagen willst.

    Da ich noch weitere Beispiele gegeben habe, verstehe ich nicht, warum du meinen Post nicht verstehst. Du musst dich doch nicht angesprochen fühlen.

    Und? Das ist doch legitim. Warum soll man für etwas bezahlen, das man für sinnlos hält und einen absolut nicht interessiert?

    Viele haben das "aus Gründen" jahre- oder Jahrzehntelang gemacht und sehen es einfach nicht mehr ein. Für die Austritte aus der Kirche gab es in den letzten Jahren doch genug Gründe, die werden dann nicht "vorgeschoben", sondern gaben einfach den letzten Ausschlag für die Entscheidung.

    ? Fühl dich doch nicht gleich angesprochen. Ich kenne Leute, auf die das, was ich geschrieben habe zutrifft.

    Kostet eben Geld, so eine Mitgliedschaft.

    Genauso wie die in einer Gewerkschaft. Die Gewerkschaften klagen auch über viele Austritte.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arb…erzahl-100.html

    oder (Man kann wegen der Bezahlschranke nur den Anfang lesen.)

    https://www.wiwo.de/unternehmen/di…t/30201564.html

    Tatsächlich halte ich einige Argumente, die für den Austritt aus der Kirche und/oder einer Gewerkschaft und/oder eines Sportvereins ... genannt werden, für vorgeschoben.

    Oft geht es doch nur ums schnöde Geld.

    Dein ganzes supertolles Engagement sei dir ja unbenommen (du bist hier übrigens gerade die einzige, die erzählt, wie toll sie ist- merkst du das nicht?), hör aber doch bitte auf, über andere zur urteilen bzw. wundere dich im Anschluss nicht, wenn die ein oder andere deine Kommentare dann nicht einfach mal stehen lässt.

    Ich erzähle hier also, wie toll ich bin? Okaaayyy.

    Ihr scheint euch recht einig zu sein, das aus SH genau nur das tut. ...

    Natürlich tue ich gar nichts. Ich unterrichte auch gar nicht, sondern stehe nur herum und jammere. Das ist an meiner Schule so üblich. Wir tun da alle gar nichts. Auch die Schulsozialarbeiter*innen tun nichts. Das Jugendamt tut nichts, die Schulpsycholog*innen tun nichts, die Vormunde ...

    Niemand tut etwas.

    Andere hier sind ganz toll, die haben nicht nur eine Geschichte, sondern tun im Gegensatz zu den meisten anderen Lehrkräften was. Die wissen auch voll Bescheid, während die meisten anderen Lehrkräfte keine Ahnung haben ...//

    Bitte entschuldige, dass ich deinen Post als Aufhänger genutzt habe und hier nicht beschreibe, was wir an meiner Schule alles tun, um Kindern zu helfen!

    Unter einem Studium geht hier also nichts.

    Zwar hatte ich auch über teuren Wohnraum für Studierende im Kontext mit "Geld für später anlegen" geschrieben, aber mir ging es eigentlich um alle, nicht nur um potenzielle Studierende.

    Ich habe Kids an der Schule, deren Eltern bereits in Sozialhilfe-Verhältnissen aufgewachsen sind, in deren Familien Arbeiten nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist, denen etwas vorgelebt wird, dass sich die Durchschnittsforist*innen hier offensichtlich nicht vorstellen können.

    "Ich habe es auch geschafft ..." ist für die nicht gleichbedeutend mit "Ich habe das Abitur gut gemeistert, konnte studieren und habe jetzt einen Beruf, der mir Freude macht."

    Ich wundere mich aber nicht, dass mich hier einige nicht verstehen, denn der Exkurs "Bafög etc." weist deutlich darauf hin, dass es ihnen nicht um wirklich unterprivilegierte Kinder ging.

    Hier kommt leider eine sehr traurige Beobachtung von mir bei fast alle Lehrkräften an allg. bildenden Schulen, mit denen ich bisher zutun hatte. Sie kennen die Möglichkeiten selbst gar nicht, nicht mal die Möglichkeiten innerhalb des Schulsystems sind bekannt. Da ist klar, dass eine Beratung nicht möglich ist.

    Ich nehme dabei aber eigentlich alle hier aus, weil ihr hier doch in vielen Dingen sehr gut informiert zu sein scheint. Das finde ich super und glaube dadurch gibt es auch einen großen Mehrwert für euere Klasse. Vielleicht die sollte das Forum als Dienstpflicht eingeführt werden :D

    Auch du scheinst keine Ahnung zu haben.

    Mein Gott, dann verrat's ihnen doch einfach.

    Warum tun wir das nicht, wenn es doch sooo einfach ist? Wir müssen es ihnen ja einfach nur verraten und schwupps läuft's. Mann, bin ich doof, dass ich da nicht von selbst drauf gekommen bin.//

    Wenn du so etwas schreibst, dann kann ich dir zurückmelden, dass du nicht weißt, wie es an sehr vielen deutschen Schulen tatsächlich aussieht.

    Ne, ich hab's nur nicht so mit Rumjammern was nicht alles wie sein müsste. Ich nutze die mir zur Verfügung stehenden Mittel und das sind einige. Du schreibst:

    Mein Gott, dann verrat's ihnen doch einfach.

    Irgendwie hast du an deinem Gymnasium in der Schweiz so gar keine Ahnung, wie die realen Zustände an sehr vielen deutschen Schulen ist. Sonst würdest so etwas nicht schreiben.

    Ich arbeite selbst an einer Schule mit schwierigem Einzugsgebiet. Was kritisierst du denn den deutschen Staat? Hilf *du* diesen Kindern doch, dafür bezahlt dich der deutsche Staat. Ich habe es meiner letzten Klassenlehrperson der Grundschule zu verdanken, dass ich überhaupt ans Gymnasium gegangen bin. Die Frau hat einen ganz wunderbaren Job erledigt. Und als Lehrperson habe ich selbst schon so einige Hebel in Bewegung gesetzt für Schüler*innen, deren Eltern mit den Behörden komplett überfordert waren. Mach das doch einfach. Vom Rumjammern und Rumkritisieren passiert nichts.

    Du befindest dich, mit Verlaub, auf einem sehr hohen Ross.

    Antimon: Ich sage nicht, dass der deutsche Staat nicht ausreichend subventioniert.

    Allerdings kritisiere ich, dass Kinder aus schwierigen Verhältnissen nicht genügend Unterstützung erfahren. Und das sage ich, weil ich an meiner Schule erlebe, wie es diesen Kindern ergeht.

    Viele Kinder wissen und/oder verstehen überhaupt nicht, was für sie ginge. Und es gibt viel zu wenig Fachpersonal, das sie auf den richtigen Weg bringen könnte.

    Erzähl mich nichts vom Leben. Ich bin mir recht sicher, dass kaum irgendjemand in diesem Forum eine räudigere Familiengeschichte hat als ich. Meine Mutter war alleinerziehend mit 3 Kindern, eins davon schwerer Alkoholiker der zwei Ehefrauen ins Krankenhaus geschlagen hat, zwischendurch hat noch ein ebenfalls schwer alkoholkranker und heroinabhängiger Cousin bei uns gehaust. Meine Mutter hat 30 Jahre lang an bis zu 13 verschiedenen Orten pro Woche geputzt und noch Mietzuschuss bekommen, weil's nicht gelangt hat. Zuletzt hat sie Grundsicherung bezogen.

    Wer den Arsch nicht hochbekommt, ist irgendwann einfach mal selber schuld.

    "Ich habe es ja auch geschafft." Wie schön für dich!

    Trotzdem steht es dir nicht zu, andere so pauschal zu verurteilen.

    Oder es sind diejenigen, die wissen, wovon sie schreiben und sprechen. Mir ist das Gejammere vom teuren Zimmer in Laufreichweite zur Uni schon vor 25 Jahren auf den Sack gegangen. Ich bin 6 Jahre lang 10 km ein Weg mit dem Velo zur Uni gefahren weil ich in Leimen für die Wohnung nur halb so viel bezahlt habe wie in Heidelberg. Was andere Leute mit Jammern zugebracht haben, habe ich in meinem Leben immer schon einfach gemacht. Das lernt man insbesondere wenn einem daheim keiner den Arsch hinterher trägt.

    Ich stamme aus einfachen Verhältnissen und habe es auch geschafft.

    Ich arbeite aber an einer Schule, wo ich Kontakt zu jungen Menschen haben, deren Eltern ihnen ganz bestimmte Dinge (stabile Verhältnisse, Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit, Zuneigung, Wertschätzung, Regeln ...) nicht mitgeben können, die mir meine Eltern mitgegeben haben und ohne die vieles sehr schwer ist.

    Offensichtlich ist dir das nicht bewusst, da du so pauschal urteilst.

    Mit Totschlagargumenten ist da auch keinen geholfen. Haushalten ist will auch gelernt sein. Kenne ich selbst, geht alles und sparen kann man mit fast jedem Einkommen (selbst als Azubi mit eigener Wohnung und Freundin ohne Einkommen).

    Aber ich weiß, Eigenverantwortung ist nicht mehr besonders im Trend.

    1. Nein, das geht eben nicht bei allen. Nicht mitbekommen, dass die Lebenshaltungskosten gestiegen sind?

    Junge Menschen, die z.B. studieren, finden in bestimmten Städten keine Zimmer mehr, die sie vom Bafög und mit Nebenjob (geht auch nicht mehr so wie zu meiner Zeit, da Studium viel mehr durchgetaktet) finanzieren könnten. Azubi wird es nicht anders gehen.

    2. Eigenverantwortung kann man nicht einfach einfordern und dann haben sie alle. Gerade junge Menschen aus schwierigen sozialen Umfeldern, in denen sich Eltern nicht kümmern (meistens können die es auch gar nicht), müssen das ja vorgelebt bekommen (angeboren ist das nämlich nicht). Die muss dann woanders beigebracht werden.

    3. Die, die Eigenverantwortung einfordern, sind meistens diejenigen, die dagegen sind, dass der Staat für bessere Bildung und Ausstattung für alle Kinder von Anfang an sorgt, damit alle Kinder bessere Chancen bekommen. Kinder können sich ihre Eltern nämlich nicht aussuchen.

    Die Ukraine konntezden Krieg sofort beenden, wenn diese einen Frieden mit Russland schließt. Das ist nicht dasselbe wie ergeben. Damit schließt sich die Binsenweisheit. Und jez?

    Noch 100.000 Ukrainer opfern und mal sehen, ob Russland vor Kiew steht? Vielleicht ist Selenskij dann bereit.

    Ihr habt Ideen....

    Ja, das Recht des Stärkeren sollte unbedingt wieder das Handlungsprinzip werden. Warum müssen sich die wahrscheinlich Schwächeren auch immer wehren?! Das ist doch dumm. Wie viele Opfer man verhindern könnte, wenn die wahrscheinlich Schwächeren es endlich mal einsähen!//

    Tut mir leid, aber du hast etwas ganz Wesentliches nicht verstanden.

    ...

    Putin könnte den Krieg sofort beenden – indem er seine Truppen zurückzieht. ...

    Das kann man nicht oft genug wiederholen.

    Mich würde außerdem mal interessieren, wie die Putin-Apologeten den Zweiten Weltkrieg beurteilen, wenn sie schreiben, die Ukraine könne doch den Krieg sofort beenden, indem sie kapitulierte und sich RU ergäbe. Hätte GB Nazi-Deutschland einfach gewähren lassen sollen, als dieses Polen überfallen hatte? ...

    Das frage ich ich mich oft, wenn ich eine solche Argumentationslinie lese.

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