Beiträge von aus SH

    Ich bemerke dabei:

    1. Die Kollegen an den Schulen trifft keine Schuld.
    2. Wahlen sind sinnlos, weil ja eh immer nur die eine Partei gewinnt. Nimes als Ausdruck der Hilflosigkeit und Wut.

    Hätte ich den Passus nicht geschrieben, hättet ihr mich daran erinnert, dass für die Zustände nicht die Schulen die Verantwortung tragen sondern der Schulträger.

    Mir ging es hier darum, dass es ja offensichtlich die Wähler*innen bei dir auf der Ecke sind, die immer wieder SPD in Verantwortung wollen.

    Wenn die mehrheitlich so wählen, dann ist das so. Einen Grund dafür, deswegen AfD zu wählen, kann ich immer noch nicht erkennen. Du zeigtest aber doch Verständnis dafür.

    ...

    Aber das ist halt Schulpolitik der SPD hier am Ort. Die Lehrer der Schulen können nichts dafür. Da die SPD bei uns seit dem 2. Weltkrieg ununterbrochen in der Lokalpolitik an der Macht ist, sehe ich darin auch ausschließlich ihr Verschulden. Seitdem ich wahlberechtigt bin, also seit Jahrzehnten, wähle ich lokal die Opposition, ändert aber nichts. Aufgrund solcher Erfahrungen wähle ich zwar selber nicht die AfD, kann aber jeden verstehen, der dies tut.

    Wenn du deine Ausführungen liest, dann müsstest du bemerken, dass du offensichtlich nur einfach nicht zur Mehrheit der Wähler*innen bei dir auf der Ecke gehörst.

    Und schräg finde ich dann auch das Verständnis für Menschen, die AfD wählen, weil die Mehrheit immer SPD wählt.

    Nein. Musstest du nicht. Hast du aber getan. Solche Anfragen pflege ich zu notieren und an die Schulleitung weiter zu leiten.

    Indem du dir den Schuh anziehst, unterstützt du die oben angedeutete Fokusverschiebung. Die Eltern haben das Gefühl dich in die Enge getrieben zu haben. Sie gefallen sich in der Rolle, du gehst mit Magengrummeln. In der Sache ändert sich nichts.

    Meine Verteidigung sieht immer gleich aus und zwar so: "Bitte wenden Sie sich ans Ministerium."

    Und? Unterricht fällt aus. Egal was für Mittel zur Verfügung stehen oder was der Grund ist.

    Offensichtlich scheint das in NRW alles anders zu sein. Wenn Kinder einfach zugewiesen werden, dann kann man das als Schule natürlich aussitzen.

    Ist das in Städten denn auch so?

    Dort, wo ich arbeite, würde das nämlich ganz anders aussehen. Da würden die von kodi aufgezählten Punkte nämlich große Auswirkungen haben.

    Auch gibt es jedes Jahr den Kampf um neue Fünftklässler*innen, wo sich jede weiterführende Schule sonstwas einfallen lässt, um Kids für sich zu gewinnen. Eine solche Statistik wäre für Schulen, die leider betroffen sind von genau diesen Umständen, fatal.

    Die Presse ist ja in NRW auch darauf angesprungen. Wie das bei uns aussehen würde, möchte ich mir nicht ausmalen.

    In meinem Bundesland haben wir ab kommenden Schuljahr außerdem nur noch eine Abdeckung der Stunden von 100%, wie das Ministerium gerade veröffentlichen ließ.

    Ich kann die Gelassenheit vieler hier Kommentierenden bezüglich dieser Veröffentlichen wirklich nicht nachvollziehen.

    Unter dem Gesichtspunkt wundert mich, dass die Gleichstellungsbeauftragte nicht gegen die Veröffentlichung rebelliert, führt sie doch dazu, dass vermehrt Männer eingestellt werden, weil bei ihnen das Ausfallrisiko „Schwangerschaft“, „Erziehungszeit“ und später „Teilzeit“ ja sehr viel geringer ist.

    Gibt es in NRW denn so viele junge Männer, die bisher einfach noch nicht zum Zuge gekommen sind?

    Ach, wenn es doch so einfach wäre.

    ...

    Ich sehe nicht, dass die Schule an den Pranger gestellt wird. An den Zahlen ist ja schließlich nicht die Schule schuld. Ich denke, das wissen auch die Eltern.

    Im Gegenteil, die denken, dass die XYZ-Schule, an der viel mehr Unterricht ausfällt, irgendetwas falsch macht.

    Haben Sie noch nie auf Elternabend diese Beschwerden über Unterrichtsausfall erlebt? Ich in jeder einzelnen Klasse, die ich in meiner über 25 Jahre im Schuldienst geleitet habe. Da musste ich mich sogar selbst verteidigen, als wenn ich für die Ausfälle verantwortlich gewesen wäre.

    Und, wo steht ihr so?

    Zwar arbeite ich in einem anderen Bundesland, finde aber die Tatsache, dass diese Statistiken für alle zugänglich sind, sehr befremdlich.

    Wenn man solche Statistiken erhöbe, um dann Schulen, die besonders betroffen sind, zu unterstützen, gäbe es nichts auszusetzen. So jedoch ist das richtig übel, da diese Veröffentlichung einem Pranger gleichkommt.

    Merke ich. Wobei ich kein Problem habe - ich kann deine Aussage nur nicht nachvollziehen / verstehen.

    Du hast geschrieben:

    Du hast die Aussage als Fakt in den Raum gestellt, ohne zu begründen, warum dies so ist. Und daher verstehe ich nicht, warum ein Streamen das nicht ersetzen kann.

    Ganz einfach, weil es etwas ganz anderes ist, oder nicht?

    Meine "Begründung" ist meine eigene Erfahrung.

    Ich streame wirklich sehr viel (Ich kenne die Bedeutung von "binge watching".) UND ich habe ein Theater-Abo, gehe in Lesungen usw.

    Falls dir das jetzt immer noch nicht reich, dann kann ich dir leider nicht helfen.

    s3g4:

    Ich bin da ganz bei Quittengelee.

    Außerdem sind Aufführungen im Schauspielhaus, Konzertsaal oder Opernhaus in der Regel auch ein Erlebnis.

    Anders als ein Punkkonzert etc., aber eben auch Erlebnisse. Die Künstler*innen live auf der Bühne zu erleben, kann kein Streamen ersetzen.

    Und was du toll findest, bringt die Kids sogar noch eher zum Augenrollen.

    Persönlich mag ich sowohl deinen als auch den ganzen anderen "Kram".

    Doch, das geht. Und warum sollten die Kids nicht auch auf den Geschmack kommen?

    Ich hab keine Ahnung, was deine ständige Empörung und Gejammer über die immer schlechter werdenden Schüler beweisen soll. Das haben auch meine Lehrer in den frühen 2000ern schon gesagt.

    Damals wurden auch die "Killerspiele" für Amokläufe verantwortlich gemacht. Hauptsache immer das böse Zocken und das böse Digitale.

    Wo jammere ich denn über die Schüler*innen? Lies meinen Beitrag doch gern noch einmal. Die Kids können nichts dafür.

    Genau die Fragen habe ich mir dazu auch gestellt. Mir ist das ehrlich gesagt auch zu pauschalisierend. Ob sich die Nutzung digitaler Medien wirklich auf die Konzentrationsfähigkeit auswirken, wage ich noch zu bezweifeln. Dass diese ein hohes Ablenkungspotential haben, ist dagegen leicht feststellbar.

    Und wenn man mal ehrlich ist: auch früher waren nicht gerade alle Schüler hochkonzentriert und der Unterricht störungsfrei ;)

    Der Punkt ist nicht, ob es nicht früher auch schon Schüler*innen gab, die wenig konzentriert waren und störten, sondern, dass es immer mehr zu werden scheinen.

    Wer am Gymnasium arbeitet, mag das noch nicht so empfinden, wer aber anderen Schultypen arbeitet, kann deine Aussage so wahrscheinlich nicht mehr teilen. Ich habe die Entwicklung an IGS/GemS jetzt seit 25 Jahren erlebt und kann nur sagen, dass es seit Einzug des Smartphones in deutsche Kinderzimmer mit der Konzentrationsfähigkeit schneller bergab gegangen ist.

    An meiner Schule gibt es sehr viele Kids aus prekären und dysfunktionalen Verhältnissen sowie viele Kids mit Besonderheiten aus eher normalen Familien, die aber alle gemeinsam haben, dass sie TikTok und Co nutzen und kaum Begrenzung die Nutzung betreffend von zuhause aus erfahren.

    Also ich bemerke jedenfalls den Unterschied zwischen Kindern, deren Eltern sich kümmern, und denjenigen, deren Eltern sich nicht kümmern.

    Vielleicht können ja auch andere von ihren Beobachtungen berichten?

    Wie meinst Du das?

    Jungen unerfahrenen Kolleg*innen solche Klassen, wie die Kollegin sie beschrieben hat, zuzuweisen.

    Die Kollegin schrieb ja Folgendes:

    "Ich habe eigentlich Latein und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien studiert und zum Ende des letzten Schuljahres mein Referendariat in diesen Fächern an einem sehr bildungsbürgerlichen Gymnasium abgeschlossen."

    Entschuldige, ich habe mich eigentlich auf das bezogen, was die Kollegin geschrieben hat.

    Aber ich finde es generell nicht sinnvoll, dass junge Kolleg*innen allein vor solche Herausforderungen gestellt werden.

    P.S.: Warum mir hier jemand einen "verwirrten" Smiley für meinen Hinweis auf den ÖPR gegeben hat, verstehe ich gar nicht.

    Ich bin eine erfahrene Lehrkraft und finde, dass wir gerade auf die jüngeren Kolleg*innen etwas achtgeben sollten, damit die nicht von Anfang an verheizt werden.

    Ich habe jetzt nicht gelesen aus welchem Bundesland die Kollegin kommt. Aber in NRW ist es so, dass für die Seiteneinsteiger DAZ Klassen gebildet wurden, für die extra Lehrkräfte (befristet) eingestellt wurden. Genau diese Klassen sind daher deren Aufgabe. Ich weiß nicht wie es in anderen BL ist?

    Mit Verlaub, das ist vollkommen unsinnig.

    ...

    Was kann ich da machen? Muss ich da überhaupt etwas machen? Muss ich mich z.B. für die Förderung im DaZ-Bereich überhaupt zuständig fühlen? Die betreffenden Schüler werden den Abschluss nächstes Jahr ohnehin nicht schaffen. Ohne jegliche Deutschkenntnisse verstehen sie ja auch die Matheprüfung nur sehr lückenhaft.

    Für jeden Rat bin ich dankbar.

    Du solltest dich außerdem an den ÖPR deiner Schule wenden. Es ist eine Sauerei, dass man dir als Frischling so einen Kurs zugewiesen hat.

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