Beiträge von aus SH

    Das Kind zur Adoption freigeben, so sie es selber nicht aufziehen will.

    Also alleine überleben können Frühchen ca. ab der 20. Woche. Und ja, auch wenn es Dir nicht gefällt, aber so ein Krümel von 19cm Länge und 540g hat so ganz nebenbei auch noch ein Recht auf Leben, ganz unabhängig von den Eltern.

    Was soll dein Vorwurf? Das hat Sissymaus doch geschrieben.

    Nein das sagst du. Ich bezog mich darauf dass es bei AfD-Anhänger ein nicht aufgeklärtes Frauenbild genauso wie in anderen Kulturkreisen.

    Wieso bezeichnest du AfD-Anhänger*innen als Kulturkreis.? Sind das nicht Angehörige des Kulturkreises, dem auch du und ich angehören? Aber wir sind doch keine AfD-Anhänger*innen.

    Also kann deine Einteilung nicht stimmen.

    ...

    Mein Problem ist nur dass von Seiten der Linken hier klar und zurecht gegen die AfD argumentiert wird, aber sonst gerne mit kulturellen Traditionen und Rassismus widersprochen wird.

    Letztlich sind es die zwei Seiten derselben Medaille. Mit aufgeklärter Gesellschaft nichts zu tun.

    Und hier hat die Mitte der Gesellschaft klare Kante zu zeigen, was aber nicht geht weil rechts und links nur in Schubladen gedacht wird.

    Deine Darstellung geht am Punkt vorbei, denn negative Eigenschaften werden ja allen Menschen einer Ethnie unterstellt, obwohl die so vielfältig sind wie z.B. Deutsche. Deutsche AfD-Anhänger*innen sind das Pendant zu türkischen Islamiste*innen, anstatt Menschen türkischer Herkunft sind wie AfD-Anhänger*innen.

    Natürlich ist die Argumentation rassistisch. Das macht sie aber ja nicht per se unzurreffend. Häufig liegen eben schlechte Erfahrungen zu Grunde, sonst hätten sich gewisse Vorurteile ja gar nicht ausgebildet. Es hilft der Sache auch nicht, dass man das nicht aussprechen darf.

    Es gibt Individuen einer Gruppe, die sich nicht korrekt verhalten, ja. Deine Argumentation ist aber, dass es okay ist, aus Erfahrungen mit Einzelnen auf alle anderen Mitglieder dieser Gruppe zu schließen.

    Mir geht es ja manchmal auch so, dass mir bestimmte Gedanken bezüglich irgendwelcher Minderheiten in den Kopf schießen. Aber dann gehört es für mich dazu, mich selbst zurückzupfeifen und meinen Verstand einzuschalten. Wir sollten uns immer wieder hinterfragen. Tun wir das nicht und differenzieren nicht mehr, wird es nicht besser. Dann passiert es nämlich immer wieder, dass Ahmed als nettester Mensch der Welt keine Wohnung bekommt.

    ... Warum lehnt man allenfalls einen Ahmed ab ... Weil man vielleicht befürchtet, dass der Ahmed in 3 Monaten seine ganze Verwandtschaft aus seinem Herkunftsland bei sich einquartiert. Ich hatte in Genf lustigerweise tatsächlich einen Ahmed als Arbeitskollegen, der hat das nicht gemacht. Der Harekrishna (der hiess wirklich so ...) aus Indien aber exakt das und dann hat er mächtig Ärger bekommen, weil er das eigentlich gar nicht durfte, was er aber nicht gewusst hat. Menschen können kulturell bedingt tatsächlich mühsam werden und wenn man als Vermieter ein paar Mal bestimmte Erfahrungen mit bestimmten Ethnien gemacht hat, hat man wahrscheinlich keine Lust mehr drauf. Von mir aus empör dich weiter drüber, dass das rassistisch ist, ich kann's aber nachvollziehen. Ich kann dir morgen gerne auch mal ein Foto von unseren Müllcontainern schicken, die leiden auch "etwas" drunter, dass wir grad ein paar zu viele Expats im Haus haben. Als gute Bünzli-Schweizerin regt mich das bald mal echt auf.

    Entschuldigung, aber was ist das anderes als Rassismus, was du da beschreibst?

    BTW: Mietnomaden heißen in Deutschland in der Regel Müller, Meyer o.ä. und sind ein viel größeres Problem für Vermietende.

    Die machen alles Mögliche mit Absicht!

    Wenn jetzt Familie Bdweidi aus einem arabisch-sprechenden Land nicht so gut Müll trennen kann, dann zeig es ihnen doch! Wenn man das nett und freundlich macht, freuen die sich wahrscheinlich. Mietnomadys Meyer und Co. hingegen zeigen dir den Mittelfinger.

    P.S.: In unserer Wohnanlage darf man Tiere halten. In unserem Aufgang lebt z.B. eine Altdeutsche Schäferhündin. Und mich stört das auch nicht, da ich Tiere mag, wollte ich nur sagen. Nicht, dass jemand mir Tierfeindlichkeit vorwirft.

    Das ist eine Aufgabe für den Staat Sozialwohnungsbau zu betreiben. Attraktiv gestaltet, preiswert und vernünftig angebunden.

    Dem privaten Vermietern hier unterschwellig Rassismus vorzuwerfen ist billige Nebelkerze.

    Familien mit Haustieren haben auch Probleme.

    Als Vermieter hätte ich keine Lust meine Wohnung an Raucher zu vermieten. Immerhin ist das ein Vermögenswert für den der Vermieter auch Risiken trägt. Es ist sein gutes Recht zu entscheiden wen er als Mieter nimmt.

    Wow, Menschen mit ausländischen Wurzeln mit Haustieren gleichzusetzen, darauf muss man echt erstmal kommen.

    Der beste Freund meines Mannes ist türkisch-stämmig. Er kann wirklich Interessantes über die Wohnungssuche mit fremdländischen Wurzeln berichten. Alles nur Zufall? Er ist supersympathisch, verdient richtig gut, spricht bestes Norddeutsch ...

    Noch mehr geschissen hat man es als dunkelhäutiger Mann oder mit "arabisch" bzw. "osteuropäisch" klingendem Namen.

    Was macht das jetzt besser?

    Natürlich habe ich auch schon in solchen Schlangen gestanden und natürlich gibt es Leute, die viel schlechter dran sind als ich. Aber das ändert doch überhaupt nichts daran, dass angemessenes Wohnen bezahlbar sein muss, im Gegenteil bestätigt es das.

    Von Wien kennt man doch diese Gemeindewohnungen, es gibt also Konzepte, in denen nicht alles der Markt regelt sondern eine soziale Gemeinschaft.

    Mein Mann und ich wohnen in einem Genossenschaftskomplex in Norddeutschland. Wir haben viele Nachbarn, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine vergleichbare Wohnung gefunden hätten. Vor Beginn der Bauphase stand die Anzahl der geförderten Wohnungen bereits fest. Auch wusste man vorher, dass Diversität eine Rolle bei der Zusammensetzung der Mieter*innenschaft spielen würde. Explizit wurde gesagt, dass es ausländische und sozialschwache Mietparteien, Studierende, Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderungen, alte Menschen ... geben soll.

    Man konnte sich bewerben und der Vorstand hat dann nach den vorher bekannten Kriterien ausgewählt.

    Wir haben uns u.a. genau deshalb dort beworben. Die Miete für uns wirkte am Anfang wirklich happig, aber das war es uns wert. (Inzwischen hat sich der Markt so übel entwickelt, dass wir sogar richtig gut dran sind.) Und die Zusammensetzung ist tatsächlich so divers (Es gibt dunkelhäutige, "arabisch-" und "osteuropäisch-aussehende" Mietparteien.) wie angekündigt.

    Unser Fazit ist: Dieses Konzept müsste viel mehr gefördert werden.

    Und hier denken einige dass man mit einer Immobilie superreich ist.

    Nichtsdestoweniger gehören verbeamtete und festangestellte Lehrkräfte in Deutschland zu den Besserverdienenden und sind dementsprechend im Vergleich zu anderen Berufsgruppen öfter finanziell in der Lage, sich ohne große Probleme eine Immobilie anzuschaffen.

    Ich beziehe mich hier mal auf Lehrkräfte, weil diese Plattform doch lehrerforen.de heißt.

    Ich finde diese Diskussion hier wirklich abgehoben.

    Nein, nicht alle Immobilienbesitzenden sind superreich, aber sie gehören in der Regel nicht zu den ärmeren Bevölkerungsschichten.

    Was folgt denn dann?

    Der komplette Zusammenbruch. Nicht nur wären unsere Grenzen dicht, wir wären auch nicht mehr Teil der Währungsunion (Das UK, Schweden und DK hatten nie den Euro.). Es gäbe Zölle auf Importwaren, Exporte würden ebenfalls mit Zöllen belegt, Preise würden ansteigen. Arbeitskräfte würden fehlen, weil ja Ausländer*innen, die der AfD nicht passen, remigriert werden sollen (Wahrscheinlich verließen viele dann freiwillig lieber schnell das neu-braune Deutschland.). Frauen würden massiv drangsaliert und benachteiligt. Der Klimawandel würde beschleunigt und die Umweltzerstörung in Deutschland würde noch mehr Tiere und Pflanzen betreffen. Russland (ein Schurkenstaat) würde legitimiert.

    Mir wird gerade übel.

    War diese Woche erstaunt, als mir ein deutsch-türkischer Schüler erzählte, dass seine ganze Familie AFD wählt.

    Die ärgern sich über die aktuelle Zuwanderung, obwohl selbst vor langer Zeit zugewandert.

    Dazu können diese Leute oft wenig mit Gendern, gleichgeschlechtlichen Beziehungen, Klimarettung usw. anfangen. Ein großer Sportwagen ist da immer noch von großer Bedeutung.

    Kann mir dasselbe bei den Latinos in den USA vorstellen, die sich aus einfachsten Verhältnissen hochgearbeitet haben und jetzt Angst um ihre Errungenschaften haben.

    Dann sagen wir doch in Bezug auf diese Menschen nicht "dumm", sondern "ungebildet" und/oder "uninformiert". Wer AfD aus diesen Gründen wählt, obwohl er selbst nichts unter deren Herrschaft zu lachen hätte, ist einfach sehr schlecht gebildet und/oder uninformiert.

    Ich finde beides okay, wenn man es nicht komplett übertreibt.

    BTW: Wir haben Verwandtschaft in Schweden. Und ich wohne dort, wo die Schweden ihren Alkohol günstig en masse einkaufen.

    Würdest Schweden auch wegen seiner "Kultur" so herabwürdigen?

    ...

    Ganz ehrlich - man kann davon halten, was man möchte. Aber man muss doch wohl in der Lage sein, von seiner persönlichen Meinung so weit zu abstrahieren, dass man erkennt, dass Menschen mit anderen politischen Einstellungen diesen Vorgang ganz anders bewerten. Die FDP hat in der Koalition von 12% auf 3% abgebaut, weil 3 von 4 ehemaligen FDP Wählern offensichtlich mit der Arbeit der FDP in der Koalition nicht zufrieden waren (und das ganz sicher nicht, weil die FDP bei Rot-Grünen Projekten auf die Schuldenbremse geschaut hat). Dass diese den Ausstieg positiv bewerten werden, muss man doch auch erkennen können, auch wenn man nicht zu dieser Gruppe gehört. Und dass die es auch nicht negativ sehen werden, wenn der Ausstieg geplant und mit einer Strategie erfolgt ist, sollte doch auch offensichtlich sein. Stattdessen wird so getan, als ob eine große Verschwörung aufgedeckt worden wäre, über die man sich nur empören könne.

    Das sind doch aber zwei verschiedene Dinge.

    Dass FDP-Sympathisant*innen nun das Gefühl haben, ihre Partei würde sich nun nicht mehr knechten lassen, ist die eine Sache.

    Die andere ist die Entrüstung, die die FDP-Granden ob des Rauswurfes von Lindner an den Tag legten, obwohl sie ja genau das erreichen wollten. Nicht das Aufdecken einer vermeintlichen Intrige stellt den Aufreger dar, sondern die Empörung der FDP über den Rauswurf.

    Stand jetzt ist die FDP die einzige Ampelpartei, die zumindest ansatzweise vom Ampel-Aus profitiert, sie liegt in den letzten Umfragen zumindest wieder bei 5%.

    Hier empören sich Leute über die FDP, die sie sowieso nie gewählt hätten. Die Wähler sind der FDP in den letzten 3 Jahren weggelaufen, weil die denen zu viele Rot-Grün-Projekte mitgemacht haben, nicht weil sie in der Koalition gebremst haben.

    Ich verstehe den Zusammenhang zu meinem von dir zitierten Post nicht.

    Zu deinem Post: Vielleicht hoffen die aber auch, dass Herr Lindner weg vom Fenster ist? Mal im Ernst, der vertritt doch keine echten Werte der traditionellen FDP, sondern nur sein eigenes Portemonnaie.

    Ich finde es immer faszinierend, dass es heißt, Parteien würden bei der Willensbildung des Volkes mitwirken (Art. 21 (1) GG.) Letztlich maßen sie sich an, diesen Willen zu kennen und nach diesem Willen zu handeln. Das habe ich schon vor Jahren als problematisch erachtet.

    Wie es der Zufall aber so will, gibt es alle vier Jahre Wahlen. Da kann man die dann abwählen, wenn sie so komplett am Willen der Wähler*innen vorbeiregieren.

    Wie kann man ernsthaft davon überrascht sein, dass sich natürlich jeder, der in der Politik tätig und nicht vollständig umnachtet ist, im letzten haben Jahr auf ein Koalitionsende und mögliche Szenarien, in denen das ablaufen könnte, vorbereitet hat?

    Darum geht es doch gar nicht, sondern darum, dass die FDP so entsetzt getan hat, nachdem Herr Scholz Herrn Lindner geschasst hatte.

    In der SPD macht man nicht Karriere, in der man inhaltlich zu irgendeinem Thema Fachmann ist, sonder indem man hartnäckig zu Sitzungen erscheint und irgendwann einfach automatisch auf die nächste Hierarchieebene gewählt wird. Die Partei funktioniert wie ein Stempelheft für Bonuspunkte.

    So ist auch Frau Esken Parteivorsitzende geworden, obwohl sie keinesfalls irgendetwas leiten sollte, was bedeutsamer als eine Stadtbibliothek ist.

    Klingt, als wäre das in anderen Parteien anders. Das ist ja wohl definitiv nicht so.

Werbung