"Ich denke, dass der Vergleich zu den höheren PKV Kosten hinkt. Es war zu erwarten, dass die Kosten für die Gesundheitsvorsorge in den nächsten Jahren / Jahrzehnten stark steigen. Dass wir dauerhaft einen höheren Anteil unseres Einkommens dafür aufwenden müssen, betrifft uns alle. Das ergibt sich alleine aus demografischen Gründen. Entsprechend kann man das aus meiner Sicht nicht als Argument für zu geringe Lohnsteigerungen nehmen."
Doch, natürlich auch. Der Anteil am Einkommen darf gerne ansteigen, wenn dadurch am Ende kein Nettolohnverlust entsteht. Entsprechend hätte die Steigerung bzw müssen künftige Steigerungen um einiges höher auffallen, um den prozentualen Anstieg zu kompensieren.
Die demographische Situation als Katastrophe zu betrachten hilft zudem auch nicht, auch wenn sie eine Herausforderung darstellt. Aber daraus abzuleiten, dass wir dadurch zwangsläufig alle ärmer werden müssten, mehr arbeiten etc. übersieht die Tatsache, dass es nicht nur auf das Arbeitsvolumen ankommt, sondern eben auch auf die Produktivität. Redet man hier nur nicht so gerne drüber, da dies mehr Investition von Unternehmen und Staat und höhere Löhne für die Beschäftigten bedeutet, also Mehrausgaben für Staat und Unternehmen. Man spricht stattdessen lieber über Kostensenkung. Leider wird hier wie immer übersehen, dass in einer Volkswirtschaft die Ausgaben des einen immer auch die Einnahmen eines anderen darstellen. Sprich alles was man und Konsumenten vorenthält können wir auch wiederum nicht wieder bei den Unternehmen ausgeben.