Dieses Fächer-Bashing ist so unnötig. Können wir das nicht einfach mal sein lassen? Meistens kommen dabei doch nur Plattitüden und anekdotische „Weisheiten“ heraus.
Ich habe nach der Schule im Alltag kaum mehr als Kopfrechnen und Prozentrechnung gebraucht. Müsste ich deshalb jetzt fragen, warum Schüler in Mathe Abitur schreiben? Wissen aus Physik und Chemie habe ich so gut wie nie benötigt. Der Sportunterricht hat mir jahrelang die Lust am Sport verdorben, der Kunstunterricht die Freude an Kunst. Geschichte in der Oberstufe war größtenteils eine Vertiefung dessen, was wir bereits in der Mittelstufe behandelt hatten – man hätte also auch darauf verzichten können. Und von den drei Jahren BWL am Wirtschaftsgymnasium (ein sechsstündiges Profilfach!) ist bei mir praktisch nichts hängen geblieben. Letzteres war für mich die reinste Zeitverschwendung.
Fange ich deshalb an, die Daseinsberechtigung dieser Fächer infrage zu stellen? Nö.