Ja, die Bewertung der Sprache ist echt so ein Ding für sich. Wenn ich nach der offiziellen Deskriptorentabelle bewerten soll, gibt es, vereinfacht gesagt, die Note 5 erst dann, wenn man das Geschriebene nicht mehr verstehen kann. Wann ist das jemals der Fall? Selbst bei grottenschlechter Grammatik und einem geringen Wortschatz weiß man fast immer, was gemeint ist.
Exkurs: Niveau und Durchschnittsnoten Abitur (aus Pflichtlektüre)
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zumal man in den Jahren richtig gut wird, auch phonetische Schreibung in Sauklau zu entziffern.
Ich kann auch die Schreibversuche meines Neffen lesen, der bald eingeschult wird. (Hiermit wollte ich NICHT sagen, dass mein Neffe das Abitur schafft
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Ja, die Bewertung der Sprache ist echt so ein Ding für sich. Wenn ich nach der offiziellen Deskriptorentabelle bewerten soll, gibt es, vereinfacht gesagt, die Note 5 erst dann, wenn man das Geschriebene nicht mehr verstehen kann. Wann ist das jemals der Fall? Selbst bei grottenschlechter Grammatik und einem geringen Wortschatz weiß man fast immer, was gemeint ist.
Hier (BY) auch so. Da darf bei der Sprache bei 9 Punkten schon das Verständnis leicht eingeschränkt sein. "Voll befriedigend" in einer gymnasialen Oberstufe, wenn das Verständnis nicht 100% gegeben ist...?

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Wenn der Maßstab "gelingende Kommunikation" ist und wir Lehrkräfte nahezu alles "verstehen", ist das das Ergebnis.
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C1? Ich habe zwar schon länger keine Abiturprüfung in einer Fremdsprache abgenommen, aber ich dachte, das sprachliche Niveau geht bis allerhöchstens B2.
Es ist aber eh allgemein die Frage, was das Ziel von Sprachunterricht in der Sekundarstufe II sein soll. Geht es um den Erwerb kommunikativer Kompetenzen (Schreiben, Sprechen, Hören, Lesen, Mediation) oder den Erwerb von Wissen über die Sprache (= Fachbegriffe und Konzepte aus den Bereichen Sprache, Literatur und Kultur)? Ich habe den Eindruck, die Curricula setzen ihre Schwerpunkte vorrangig bei den kommunikativen Kompetenzen und die Inhalte sind eher Mittel zum Zweck. Und mit dem Hintergrund ist es vermutlich erklärbar, dass die Abiturprüfungen weniger überprüfen, ob jemand die Kernideen des American Dreams verstanden hat, sondern ob jemand zielsprachig lesen und schreiben kann.
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C1? Ich habe zwar schon länger keine Abiturprüfung in einer Frendsprache abgenommen, aber ich dachte, das sprachliche Niveau geht bis allerhöchstens B2.
Es ist aber eh allgemein die Frage, was das Ziel von Sprachunterricht in der Sekundarstufe II sein soll. Geht es um den Erwerb kommunikativer Kompetenzen (Schreiben, Sprechen, Hören, Lesen, Mediation) oder den Erwerb von Wissen über die Sprache (= Fachbegriffe und Konzepte aus den Bereichen Sprache, Literatur und Kultur)? Ich habe den Eindruck, die Curricula setzen ihre Schwerpunkte vorrangig bei den kommunikativen Kompetenzen und die Inhalte sind eher Mittel zum Zweck. Und mit dem Hintergrund ist es vermutlich erklärbar, dass die Abiturprüfungen weniger überprüfen, ob jemand die Kernideen des American Dreams verstanden hat, sondern ob jemand zielsprachig lesen und schreiben kann.
Das von mir Hervorgehobene habe ich im Kolloquium im 2. StEx. bei der Frage der Kompetenzorientierung genau so gesagt, wobei mir der Dezernent, der damals noch in solchen Prüfungen saß, lachend entgegnete, dass ich ja jetzt sehr hart mit ihnen ins Gericht ginge. Die Prüfung war 2005...
Erklärbar ist es. Zu rechtfertigen ist es zu einem gewissen Grad auch. Zielsprachiges Lesen und Schreiben sollte aber doch auch thematisch-argumentativ etwas zu bieten haben. Wir kommunizieren im realen Leben (hoffentlich) auch nicht im themen- bzw. luftleeren Raum.
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Eure Beiträge erinnern mich wieder daran, dass ich im vergangenen Schuljahr zunehmend müde vom Englischunterricht geworden bin. Meine Kurse kommen gut durchs Abi, und wir sind in diesem Sinne also recht erfolgreich, aber es macht mir einfach keinen Spaß mehr. Alles fühlt sich oberflächlich an, höhere Standards darf ich kaum noch stellen, die Themen langweilen mich, und ich unterrichte Dinge, die mit meinem eigentlichen literaturwissenschaftlichen Studium nichts zu tun haben (Wie funktionieren Atomkraftwerke? Was sind die Vor- und Nachteile eines bedingungslosen Grundeinkommens? Kann man nachhaltig konsumieren?).
Alles zweifellos wichtige Themen, aber sie dienen letztlich nur als Mittel zum Zweck (wie oben beschrieben). Und ich frage mich zunehmend: Müssen diese Themen ausgerechnet im Englischunterricht behandelt werden?
Vielleicht übertreibe ich, aber momentan belastet mich das wirklich sehr, weil ich fast ausschließlich Englisch unterrichte, gleichzeitig aber gar keine Freude mehr an dem Fach in seiner jetzigen Form habe.
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Dadurch, dass bestimmte Themen in verschiedenen Fächern behandelt werden, könnte man argumentieren, dass sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden und damit mehr inhaltliche Tiefe bekommen. Aber klar, man kann fragen, warum dafür bestimmte Themen gewählt werden und andere nicht.
Kairos : Ihr behandelt im Unterricht aber grundsätzlich schon noch fiktionale Texte, oder? Dann bieten zumindest diese die Möglichkeit, dein literaturwissenschaftliches Hintergrundwissen einzusetzen.
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Eure Beiträge erinnern mich wieder daran, dass ich im vergangenen Schuljahr zunehmend müde vom Englischunterricht geworden bin. Meine Kurse kommen gut durchs Abi, und wir sind in diesem Sinne also recht erfolgreich, aber es macht mir einfach keinen Spaß mehr. Alles fühlt sich oberflächlich an, höhere Standards darf ich kaum noch stellen, die Themen langweilen mich, und ich unterrichte Dinge, die mit meinem eigentlichen literaturwissenschaftlichen Studium nichts zu tun haben (Wie funktionieren Atomkraftwerke? Was sind die Vor- und Nachteile eines bedingungslosen Grundeinkommens? Kann man nachhaltig konsumieren?).
Alles zweifellos wichtige Themen, aber sie dienen letztlich nur als Mittel zum Zweck (wie oben beschrieben). Und ich frage mich zunehmend: Müssen diese Themen ausgerechnet im Englischunterricht behandelt werden?
Vielleicht übertreibe ich, aber momentan belastet mich das wirklich sehr, weil ich fast ausschließlich Englisch unterrichte, gleichzeitig aber gar keine Freude mehr an dem Fach in seiner jetzigen Form habe.
Fühl ich, ist bei mir ähnlich. Vermisse nicht unbedingt (nur) die Literaturwisseschaft, sondern wäre schon froh, wenn man von den (für mich auch spannenden) Themen mal ein, zwei richtig behandeln würde anstelle des oberflächlichen 100-Themen-von-allem-ein-bisschen-nichts-richtig-Quark...
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Vielleicht übertreibe ich, aber momentan belastet mich das wirklich sehr, weil ich fast ausschließlich Englisch unterrichte, gleichzeitig aber gar keine Freude mehr an dem Fach in seiner jetzigen Form habe.
Was würdest du im Englischunterricht besser finden?
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Was würdest du im Englischunterricht besser finden?
Ich antworte mal: ich würde mich z.B. gerne beim Thema USA/ American Dream mit Geschichte/Gesellschaft/Gesellschaftskritik/ Politik/ literarischer Auseinandersetzung/ medialer Auseinandersetzung mit all diesen Themen beschäftigen anstatt in den 12-14 angesetzten Unterrichtsstunden zu meinen, man würde auch nur ansatzweise irgendwas vermitteln um dann zu UK/Nigeria/Globalisation und und und zu hetzen.
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Was bei mir dazu geführt hat, dass ich Englisch satt hatte, war, dass ich seit 2011 mit vier Jahren Pause durch die Behörde ansonsten immer einen LK nach dem anderen machen durfte und ein Jahr versetzt dann mitunter auch einen Grundkurs.
Irgendwann kann man die ewig gleichen Themen nicht mehr sehen, dieselben Fehler, dieselben Germanismen, dieselbe eingeschränkte Ausdrucksfähigkeit (z.B. racism is a very bad thing - globalisation has got good aspects), dieselbe Korrekturzeit, für nichts und wieder nichts - zumindest bei gefühlt 2/3 der SuS'.
Ich bin froh, dass ich nach 20+ Jahren im Schuldienst zum allerersten Mal kein Englisch im nächsten Schuljahr zu unterrichten brauche. Da ich in den anderen Fächern so stark gebraucht werde, besteht da auch keine Chance, dass ich noch eine Lerngruppe bekommen werde.
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Bei mir ist es anders, ich freue mich auf meinen neuen LK Chemie. Ich habe seit 2010 jedes Jahr einen mit ebenfalls 4 Ausnahmen, 2 erhielten Kollegen, zweimal kam er nicht zustande.
Ja, die Themen wiederholen sich wie in allen Jahrgängen und Fächern. Ich versuche aber immer weiter zu optimieren, freue mich, wenn einige dann Chemie studieren (und davon einige sagen, sie hätten es ohne mich nicht getan), aber vielleicht ist es in Chemie anders. Es wählen nur wenige und fast alle überlegt. Disziplinprobleme kenne ich nicht. Ich freue mich auf jede der 10 Stunden pro Woche.
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dieselben Fehler, dieselben Germanismen, dieselbe eingeschränkte Ausdrucksfähigkeit (z.B. racism is a very bad thing - globalisation has got good aspects)
Im LK?!
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Ich antworte mal: ich würde mich z.B. gerne beim Thema USA/ American Dream mit Geschichte/Gesellschaft/Gesellschaftskritik/ Politik/ literarischer Auseinandersetzung/ medialer Auseinandersetzung mit all diesen Themen beschäftigen anstatt in den 12-14 angesetzten Unterrichtsstunden zu meinen, man würde auch nur ansatzweise irgendwas vermitteln um dann zu UK/Nigeria/Globalisation und und und zu hetzen.
Eine meiner vergangenen Schulen hatte für das Thema im internen Curriculum ein komplettes Halbjahr eingeplant, das war richtig toll. Dafür waren Globalisierung und World of Work sehr kurz und bündig zusammengequetscht, passte aber gerade so.
Ich stimme zu, dass es zu viele Themen sind. Wird alles sehr oberflächig und angemessene Vertiefung ist oft schwierig.
Grundsätzlich habe ich Q-Phase Englisch aber immer sehr gerne gemacht und hätte es am liebsten in Endlosschleife mit möglichst vielen Deputatsstunden weitergemacht. Auch wenn die Veränderungen der letzten Jahre es nicht unbedingt besser gemacht haben.
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Im LK?!
JA!
Selbst kurz vorm Abi noch sind manche SuS völlig lernresistent. Durch die Bewertungstabellen, an die wir uns halten müssen, kommen die meisten trotzdem irgendwie durch. Wenn ich noch strenger korrigieren würde, gäbe es im Abi massenweise Drittkorrekturen. Das System lässt es einfach nicht anders zu.
- "Nowadays, many people..." (So fängt gefühlt jeder Aufsatz an.)
- "This is really good / really bad / a really big problem / really important..."
- Orthografiefehler, die sich endlos wiederholen und die man bei den meisten einfach nicht herausbekommt ("its/it's", "you're/your", "i" statt "I", "tho" statt "though"...)
- In den letzten Jahren muss irgendwie alles auf "-ing" enden, obwohl es die falsche Form ist.
- Subject-verb-agreement-Fehler.
- If-clauses und passive voice kann man komplett vergessen.
Ich kenne keine Englischlehrkraft, die nicht mit diesen Fehlern kämpft.
Palim Ich wünsche mir strengere Bewertungsrichtlinien für die Sprache, sodass ich nicht jedes Mal Bauchschmerzen bekomme, wenn ich eine "ausreichende" oder gar "befriedigende" Leistung attestieren soll. Ich wünsche mir weniger Themen, damit wir mehr in die Tiefe statt in die Breite arbeiten können. Ich wünsche mir am beruflichen Gymnasium, dass literarische Themen endlich prüfungsrelevant werden. Ich bin an meiner Schule der Einzige, der mit seinen Kursen literarische Texte behandelt, meist zeitgenössische Werke, aber auch Filme und Graphic Novels. Da sind wirklich spannende Sachen dabei, und manche Schülerinnen und Schüler freuen sich darüber. Viele schauen mich aber nur fragend an: "Kommt das im Abi dran? Nein? Warum machen wir das dann?"
Am beruflichen Gymnasium ist Englisch außerdem der einzige Weg, Deutsch oder Mathe als schriftliche Prüfungsfächer zu vermeiden. Das führt dazu, dass sehr viele Englisch wählen, einfach um besser durch das Abi zu kommen. Wirklich interessiert sind sie aber nicht. Dazu kommt, dass viele Themen schlicht langweilig sind.
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Ja, die Themen wiederholen sich wie in allen Jahrgängen und Fächern. Ich versuche aber immer weiter zu optimieren, freue mich, wenn einige dann Chemie studieren (und davon einige sagen, sie hätten es ohne mich nicht getan), aber vielleicht ist es in Chemie anders. Es wählen nur wenige und fast alle überlegt. Disziplinprobleme kenne ich nicht. Ich freue mich auf jede der 10 Stunden pro Woche.
So ähnlich geht's mir in Physik. Die Themen sind immer die gleichen, aber es entstehen immer wieder neue Schwerpunkte. Mal mehr Mathematik, mal mehr Philosophie, mal mehr Technik, ...
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JA!
Selbst kurz vorm Abi noch sind manche SuS völlig lernresistent. Durch die Bewertungstabellen, an die wir uns halten müssen, kommen die meisten trotzdem irgendwie durch. Wenn ich noch strenger korrigieren würde, gäbe es im Abi massenweise Drittkorrekturen. Das System lässt es einfach nicht anders zu.
- "Nowadays, many people..." (So fängt gefühlt jeder Aufsatz an.)
- "This is really good / really bad / a really big problem / really important..."
- Orthografiefehler, die sich endlos wiederholen und die man bei den meisten einfach nicht herausbekommt ("its/it's", "you're/your", "i" statt "I", "tho" statt "though"...)
- In den letzten Jahren muss irgendwie alles auf "-ing" enden, obwohl es die falsche Form ist.
- Subject-verb-agreement-Fehler.
- If-clauses und passive voice kann man komplett vergessen.
Ich kenne keine Englischlehrkraft, die nicht mit diesen Fehlern kämpft.
Palim Ich wünsche mir strengere Bewertungsrichtlinien für die Sprache, sodass ich nicht jedes Mal Bauchschmerzen bekomme, wenn ich eine "ausreichende" oder gar "befriedigende" Leistung attestieren soll. Ich wünsche mir weniger Themen, damit wir mehr in die Tiefe statt in die Breite arbeiten können. Ich wünsche mir am beruflichen Gymnasium, dass literarische Themen endlich prüfungsrelevant werden. Ich bin an meiner Schule der Einzige, der mit seinen Kursen literarische Texte behandelt, meist zeitgenössische Werke, aber auch Filme und Graphic Novels. Da sind wirklich spannende Sachen dabei, und manche Schülerinnen und Schüler freuen sich darüber. Viele schauen mich aber nur fragend an: "Kommt das im Abi dran? Nein? Warum machen wir das dann?"
Das kann ich so eins zu eins unterschreiben.
Das zentrale Problem bei den kriteriengestützten Bewertungsrastern ist, dass die Vorgaben für 0 bis 1 Punkt von 6 oder 7 Punkten so streng sind, dass der/die SchülerIn schon faktisch gar kein Englisch können darf, um das zu vergeben.Klausuren, die früher satt mangelhaft waren, weil der/die SchülerIn keinen Satz geradeaus schreiben konnte, sind heute 3-/4+, weil die "kommunikative Textgestaltung" und das "sprachliche Ausdrucksvermögen" den SchülerInnen so viele Punkte für Selbstverständlichkeiten in den Allerwertesten schieben, dass es eine absolute Kunst geworden ist, in Englisch schlechter als eine glatte Vier zu schreiben.
Das ist so gewollt. Dann darf sich aber keiner Wundern, wenn unsere SchülerInnen zunehmen nicht mehr studierfähig sind.
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Ich bin ja eigentlich immer für das Einfordern von Leistungen. Aaaaaber... Ich habe gerade den Eindruck, dass die beschriebene Problematik auch daher kommt, dass man selbst die Sprache auf einem sehr hohen Niveau beherrscht (C1/C2) und vor allem einen Großteil der Woche nichts Anderes macht als sich mit dieser Sprache zu beschäftigen. Unsere Schüler (m/w/d) haben dieses fachliche Niveau noch nicht, auch nicht im Leistungskurs, sie sind noch im Lernprozess und dabei machen sie Fehler. Zudem... Sie haben noch gut 10 andere Fächer, die sie nebenbei auch schaukeln müssen. Damit will ich gewisse Fehler im Fach Englisch (oder anderen Fächern) nicht gutheißen, aber sie zumindest kontextuell einordnen.
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Ich bin ja eigentlich immer für das Einfordern von Leistungen. Aaaaaber... Ich habe gerade den Eindruck, dass die beschriebene Problematik auch daher kommt, dass man selbst die Sprache auf einem sehr hohen Niveau beherrscht (C1/C2) und vor allem einen Großteil der Woche nichts Anderes macht als sich mit dieser Sprache zu beschäftigen. Unsere Schüler (m/w/d) haben dieses fachliche Niveau noch nicht, auch nicht im Leistungskurs, sie sind noch im Lernprozess und dabei machen sie Fehler. Zudem... Sie haben noch gut 10 andere Fächer, die sie nebenbei auch schaukeln müssen. Damit will ich gewisse Fehler im Fach Englisch (oder anderen Fächern) nicht gutheißen, aber sie zumindest kontextuell einordnen.
Nein, darum geht es nicht. Ein durchschnittlicher Oberstufenschüler sollte im LK Englisch die Grundgrammatik und den Grundwortschatz der Sek 1 einigermaßen sicher beherrschen. Es geht hier nicht um stilistische Feinheiten. Dazu komme ich fast gar nicht mehr. Es geht darum, dass SuS der Jahrgangsstufe 2 immer noch nicht wissen, wann man "do" und wann man "does" schreibt. Oder immer noch nicht verstehen, dass die englische Syntax kaum Ausnahme zulässt und jeder Satz ein Verb braucht. Eine angemessene Fehlertoleranz ist als Lehrkraft für Fremdsprachen eine Selbstverständlichkeit und ausdrücklich Teil der fachdidaktischen Ausbildung. Aber gerade WEIL wir die Sprache gut beherrschen, können wir gut differenzieren, welche Fehler einfach zum natürlichen Spracherwerb gehören und welche Fehler völlig inakzeptabel sind (sein sollten), wenn man in Englisch Abitur schreibt.
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