Die Religionslehrkraft hat aber allein für den Reli-Unterricht gesagt, dass sie diesen Unterricht im Sinne der Konfession (ev/kath) unterrichten wird. Es wird weder erwartet, dass man eine bestimmte Richtung innerhalb dieser Konfessionen vertritt, noch dass man eine religiöse Position in allen Fächern einnimmt.
Hinzu kommt, dass das Curriculum ja eine kritische Auseinandersetzung mit den Positionen einfordert und nicht eine alleinige Lehrmeinung vertritt. Zudem wird nicht die Glaubenszugehörigkeit bewertet, sondern es gibt, wie in jedem Fach, Kriterien und Kompetenzen, die zur Bewertung herangezogen werden.
Ethik ist aber nicht irgendein Fach, sondern ausgerechnet das Ersatzfach für Religionslehre für SuS, die aus "Glaubens- und Gewissensgründen" aus dem Religionsunterricht ausgetreten sind (sofern sie bereits religionsmündig sind). Dass die gleiche Lehrkraft auch das Ersatzfach unterrichten soll, ist absurd und wird an den meisten Schulen, die ich kenne, auch nicht praktiziert.
Die von dir genannte kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten findet im Religionsunterricht statt, aber nur eingeschränkt, zumindest wenn man sich an die Bildungspläne hält.