Tibo, Als Lehrer hast du nur marginal Einfluss auf die Rahmenbedingungen. Auch als Schulleiter ist dem so.
Ich weiß von einer Schule im Nachbarkreis. Die haben noch die sinnvolle Situation, dass der Kreis auf ""Schwerpunkt-Schulen" setzt, die inkludieren. An diesen Schulen können zumindest die Sonderpädagogen gebündelt werden.
Dadurch gibt es für jeden Jahrgang (dreizügig) einen Sonderpädagogen. Es gibt außerdem keine I-Kräfte, die beantragt werden, sondern einen Pool an der Schule.
Problem:
- Der Pool wird nicht automatisch erweitert, sondern die Pool-I-Kraft kümmert sich dann ggf. plötzlich um mehr Kinder als vorgesehen . (Das kann weder der Lehrer noch der Schulleiter beeinflussen. )
- von den 4 Sonderpädagogen sind aus Unterschiedlichen Gründen aktuell nur 2 Stellen an der Schule besetzt. Also hat man 2 Sonderpädagogen für 4 Jahrgänge. Auf die Besetzung hat aber weder der einzelne Lehrer noch der Schulleiter Einfluss.
- Es gibt nicht genug Räume an der Schule. Daher sind sie auch nur dreizügig und die Klassen sind wesentlich voller, als sie sein müssten. Den "25"?-Schnitt in I-Klassen reißen sie immer. Da kann weder der Lehrer noch der Schulleiter was dran ändern.
Und jetzt geh du da bitte hin und sag "wer Inklusion nicht will, findet Ausreden".
*kopfschüttel*