Beiträge von kleiner gruener frosch

    Ich weiß nicht, ob das Argument, dass man nur wenig Beeinträchtigung hat, ausreicht, um anderen Playern hier Mitspracherecht in das Schulsystem einzuräumen.

    ich würde Gymshark da anders verstehen (so wie ich es auch geschrieben habe): es gibt im Alltag inhaltlich praktisch keine Unterschiede zwischen konfessionellen und nicht-konfessionellen staatlichen Grundschulen. Also: warum gibt es sie?

    Ist das noch so? Ich meine, bei uns müssen sie teilnehmen oder nicht teilnehmen ankreuzen

    Offiziell ist es noch so. Ich kann gleich mal nach der Bass schauen. Bin nur gerade am Einkaufen.

    Inoffiziell findet jeder vernünftige Schulleiter Lösungen. ;)

    Ach ja, noch ein "nicht-normaler" Unterschied. Sollte es einen Anmelde-Überhang geben, müssen Kinder mit der passenden Konfession bevorzugt aufgenommen werden. Selbst wenn andere Kinder viel näher an der Schule wohnen. (Siehe Beitrag von Chili.)

    Wie gesagt m: rechtlich gibt es Unterschiede, tw. ziemlich bescheidene. Inhaltlich aber praktisch keine.

    volle Zustimmung.

    Konrektor hatte ich jetzt unter Schulleitung laufen lassen.

    Früher war das für Lehrpersonen auch der Fall. Evangelisch durfte man nur im Ausnahmefall sein, wenn die Grundschule auch evangelischen Religionsunterricht einrichten musste. (Musste sie nicht immer. )

    Das hat sich aber inzwischen erledigt.

    Ach ja, doch noch eine Korrektur zum "normal": die Eltern müssen offiziell bestätigen, dass die Kinder an der katholischen Grundschule am katholischen Religionsunterricht teilnehmen werden. Auch wenn sie nicht katholisch sind.

    In OWL gab es vor Jahren mal den Fall, dass wegen der fehlenden Unterschrift ein Kind abgelehnt wurde.

    Das finde ich zugegebenermaßen "nicht normal".

    Eben nicht. Eine "ganz normale staatliche Schule" hat bei uns keinen "katholischen Stempel". Sie ist buchstäblich "ganz normal staatlich". Im Baselland z. B. heisst das Fach an den Volksschulen "Ethik, Religionen, Gemeinschaft", das ist kein konfessioneller Religionsunterricht. Den kann es als Wahlfach geben, selbst dann wird er aber ökumenisch unterrichtet

    Doch, ganz normale staatliche Grundschulen mit dem entsprechenden Stempel.

    Konfessionellen Religionsunterricht gibt es an allen Grundschulen, nicht nur an den Konfessionsschulen.

    Außer der "Man muss als Schulleitung katholisch sein" gibt es de facto keinen Unterschied zu anderen nicht-konfessionellen staatlichen Schulen.

    Glaub es mir ruhig - ich bin in dem System in NRW drin. (Da ist es irrelevant, was bei euch im Baselland ist.)

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    Nachtrag: Das "ganz normal staatlich" habe ich so betont um klarzustellen, dass es eben keine Schulen in kirchlicher Trägerschaft sind. (Was beim Stichwort "Konfessionsschule" immer - auch hier wieder - gemutmaßt wird )

    Dadurch, dass der Trend dahin geht, das Abitur zu vereinfachen, bin ich auf jeden Fall der Meinung, dass man man das Abitur als Voraussetzung zum Studium braucht.

    Sorry, ich wollte auch nicht sagen, dass es nicht die Voraussetzung zum Studium (auch zum Lehramt GS) braucht.

    Was ich nur sagen wollte: die Note vom Abitur sagt nur wenig über die Fähigkeit als Grundschullehrer aus, weil man dafür eher andere Skills braucht.

    Ich stelle mal eine gewagte These auf:

    Sehr gute Schüler, die alles einfach können, sind nicht unbedingt die besten Grundschullehrer.

    Warum? Sie haben sich nie Gedanken zum Lernen machen müssen, zu Lernproblemen, zu Herangehensweisen. Sie konnten es einfach.

    Sich dann in Grundschüler mit Lernproblemen hineinzuversetzen ist möglich, aber schwierig.

    Hinzu kommt, dass man in der Grundschule andere Fähigkeiten als "Fachwissen" braucht. Fähigkeiten, die das Abitur nicht wirklich abfragt.

    Auch hat die evangelische/katholische Kirche keine Zwangsmitgliedschaft. Du kannst jederzeit austreten. Tun momentan auch viele.

    Keine grundsätzlichenZwangsmitgliedschaft ... aber Konsequenzen, wenn man austritt.

    Stichwort: Krankenhäuser, Kitas, Pflegedienste in kirchlicher Trägerschaft.

    Oder auch (ich wiederhole es immer wieder gerne) bei den "staatlich konfessionellen Schulen". Also "staatliche Schulen mit katholischem oder evangelischem Stempel. Zumindest die Schulleitung muss da der entsprechenden Konfession angehören. Unnötigerweise.

    Das empfinde ich schon als Zwangsmitgliedschaft ... und dürfte nach EU-Gesetz eigentlich so nicht erlaubt sein.

    Dr. Ribbeck auf Ribbeck im NRW-Land,

    ein Attestbaum in seinem Garten stand.

    ...

    So gingen die Jahre, wohlauf, wohlab,

    längst wölbt sich ein Attestbaum über dem Grab.

    Und vor der goldenen Ferienzeit,

    leuchtet das Papier im Baume weit und breit.

    Und kommt ein Papa übern Friedhof daher,

    so flüsterts im Baume: "Willst du Papier?"

    Und kommt eine Mama so flüsterts, "Lütt Dirn,

    komm mal rüwer, ich geb dir Papier".

    So spendet Atteste noch immer die Hand,

    des Dr. Ribbeck auf Ribbeck im NRW-Land.

    ;)

    Ich sitze gerade heulend vorm PC.

    Warum? Ich habe mitbekommen, dass ein schulisches Vorbild von mir vor 2 Wochen gestorben ist. Herr H. Schulleiter

    Vor 30 Jahren war ich oft an seiner Schule. Habe mit ihm Musik gemacht.

    Er hat mir gezeigt, wie wichtig die Musik in der Grundschule ist. Das gemeinschaftliche Singen. Der musikalische Spaß. Singen ohne Druck, nur um Spaß zu haben.

    Am meisten sind die Kinder abgegangen, wenn er "Yellow Submarine" sang und er dann ins Deutsche wechselte: "Deutscher Meister wird nur der BVB!!!"

    Habt ihr auch schulische Vorbilder?

    kl. trauriger Frosch

    P.S.: der sich gerade überlegt, ob in 30 Jahren auch jemand denkt - damals, der Frosch, der hat mich beeinflusst. (Nein, das muss nicht sein. Ich frage es mich trotzdem.)

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