Hm, doch - das "alle... sind" kann man daraus schon ablesen.
Du bittest um Verständnis dafür, dass Leute aufgrund persönlicher Ängste Vorurteile haben und dass man diese Vorurteile bitte ernst zu nehmen hat und darüber reden soll.
Sicherlich darf jeder seine persönlichen "Ängste" haben. Jemand mit Flugangst muss nicht fliegen, jemand mit Höhenangst muss nicht im 17. Stock wohnen, jemand mit Angst vor Flüchtlingen muss nicht im Flüchtlingsheim arbeiten, jemand mit Angst vor Hunden muss sich keinen Hund anschaffen. (Wobei es zur Desensibilisierung manchmal schon hilfreich wäre.)
Aber was eine entsprechende Person nicht "fordern" sollte:
- ich habe Flugangst, daher darf meine Familie nicht fliegen. (Ich persönlich habe so viel Flugangst, dass ich Panik bekomme, wenn meine Frau ins Flugzeug steigt - aber die Panik muss ich unterdrücken.)
- ich habe Höhenangst - alle Menschen dürfen maximal bis zum 5. Stockwerk wohnen. Es könnte ja sein, dass ich sie besuchen möchte.
- ich habe Angst vor Flüchtlingen, also müssen sie weg
- Ich habe Angst vor Hunden, also dürfen Hundebesitzer nicht auf meiner Straßenseite gehen.
...
Solange man mit seinen Ängsten und Vorurteilen nur sich selbst einschränkt, ist das okay. Solange man (wie hier im Thread passiert) andere damit einschränkt: geht nicht.
Für Lamaison haben alle Verständnis gehabt, da sie die Aussage nur für sich persönlich getroffen hat.
Sicherlich soll man nicht draufdreschen muss - aber das ist hier auch nicht passiert.
Kl.gr.Frosch