Okay.
Und genau das geht nicht.
Die Lehrerarbeitszeit besteht nicht nur aus dem Unterricht (hier noch 27 Stunden), sondern auch aus der Vorbereitung des Unterrichtes.
Ansonsten hätte man ja "nur" 27 * 45 Minuten Unterricht = 20 Zeitstunden.
Die restlichen 20++ pro Woche sind Vorbereitung, Konferenzen, Aufsichten, etc.
Vorbereitung hatte ich erwähnt. Bei den Teamsitzungen handelt es sich um Zeit für Absprachen zum Unterricht. Also zum Vorbereiten. Demnach gehört die Teamstunde zu den restlichen außerunterrichtlichen 50% der Arbeitszeit.
Das Argument "wir müssen in der Zeit ja auch zur Vertretung bereitstehen" zählt in dem Moment nicht, da die Vertretungsstunden dann ja auch als Unterricht angerechnet werden. (Okay, als Vollzeitkraft hat man da nicht so viel von. Ich weiß. Tut aber nichts zur Sache.)
Also: es gibt keinen Grund, warum die Teamsitzungen für Absprachen (auch wenn sie verpflichtend sind) zu einer Verminderung der Unterrichtsverpflichtung führen sollten.
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Zu den Aufgaben der Gesamtkonferenz in Berlin gehört zwar, dass über die grundlegende Verteilung des Unterrichts Beschlüsse gefasst werden. Die Gesamtkonferenz kann sich aber nicht per Beschluss die "Arbeitszeit" (hier die "Unterrichtszeit") verkürzen.
Also wie gesagt: ihr konntet einen entsprechenden Beschluss nicht fassen und der Schulleiter hat es sinnvollerweise gekippt.
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Worüber man sicherlich diskutieren kann: muss es eine verpflichtende Teamsitzung geben? Viele Lehrer mögen sie, viele machen es freiwillig. Auch bei mir im Kollegium. (Bei mir im Kollegium sprechen sich sogar alle freiwillig ab und nutzen dafür eine Stunde am Unterrichtsende.) Es mag ggf. notwendig sein, dass man die Kolleginnen zur Zusammenarbeit "zwingt". Ich halte persönlich den Zwang aber für kontraproduktiv. Aber damit sind wir schon wieder bei einem anderen Thema: Wie sinnvoll ist eine verpflichtende Teamsitzung für Absprachen.
kl. gr. frosch