Beiträge von kleiner gruener frosch

    IMHO (muss suchen, habe aber gerade keine Langeweile) steht in der UN-Konvention auch etwas von "Bestmöglicher Förderung". Die Förderung, die wir dank der deutschen Umsetzung haben, ist als Sparvariante schlechter als die bisherige. Also verstößt Deutschland gegen die UN-Konvention.

    kl. gr. frosch

    Dann soll sie aber auch nicht sagen, dass sie der UN-Konvention folgt. Sondern dann sollte man zugeben, dass man sich seine eigen Übersetzung zurechtgefrimmelt hat, die mit der Intention der UN-Konvention nicht viel zu tun hat.

    Solange sie die UN-Konvention als bindend unterschrieben hat (und das hat sie) verstößt sie mit ihrer Übersetzung und der Orientierung daran gegen diese Konvention.

    kl. gr. frosch

    P.S.: Hm, ob sich der UN-Gerichtshof wohl mit einer entsprechenden Klage beschäftigen würde? Könnte man diese Inklusion damit (zum Wohle der Schüler) wohl verhindern? *kopfkratz*

    Um dich zu zitieren (bzw. Schoeler): "Wer es will, findet Wege[, etwas gegen die falsche Umsetzung der Inklusion zu machen], wer es nicht will, findet Gründe[, warum er ein Mitläufer ist und es nicht verhindert]" *schulterzuck*

    Und damit nähern wir uns der Umsetzung von Godwin's law. ;)

    kl. gr. frosch

    Zitat

    denn für die Praxis ist dieser Streit genauso unsinnig, wie der um Legasthenie und LRS usw.

    Hm, ich finde den Streit nicht unsinnig, denn immerhin ist die ganze Umsetzung der Inklusion in Deutschland nicht nötig, wenn man sich an das halten würde, was der Originaltext vorschreibt. ;)

    kl. gr. frosch

    P.S.: sicher, dass der Satz nicht richtig heißt "Wer es will, findet Wege (sich und die Schüler kaputtzumachen), wer es nicht will, findet Gründe (sich und die Schüler zu schützen)."


    Die deutschsprachigen Länder haben aber auch eine gemeinsame Übersetzung unterschrieben und damit ist die zumindest auch für Deutschland verbindlich.

    Zitat

    Und bevor du sagst, dass aber der deutsche Text unterzeichnet wurde: ich müsste den entsprechenden Passus raussuchen, aber rechtlich bindend ist laut einem Passus in der Konvention nur die Originalversion. (wie plattenspieler schreibt)

    kl. gr. frosch

    P.S.: Sorry, wenn ich das sage (ähm, schreibe), aber für jemanden, der eine Prüfungsarbeit über diese Thema schreibt, kennst du die UN-Konvention erstaunlich schlecht. Das erinnert mich ein wenig an jemanden, der die Werke von Shakespeare analysiert ... und zwar im "klingonischen Original". ;)

    ... da es diese spezielle Förderung wie in Deutschland woanders IMHO nicht gibt.

    Bei den Konferenzen und Besprechungen zur Konvention wurde übrigens mit keinem Wort erwähnt, dass das in Deutschland existierende System kritikwürdig sei. Und wie plattenspieler schreibt, gibt auch der Originaltext es nicht her.
    Und bevor du sagst, dass aber der deutsche Text unterzeichnet wurde: ich müsste den entsprechenden Passus raussuchen, aber rechtlich bindend ist laut einem Passus in der Konvention nur die Originalversion. (wie plattenspieler schreibt)

    kl. gr. frosch

    Sie hat mit dem "strikten Alkoholverbot" schon recht. (Meines Wissens kann die Schulkonferenz Ausnahmen beschließen, für Abifeiern, etc.)

    Aber ... es ist immer eine Frage, wie streng man eine gesetzliche Regelung durchzieht. Bei uns gibt es Alkohol, zu gewissen Feierlichkeiten.

    kl. gr. frosch

    Susannea, du findest es hier

    Da steht, dass sich die sonderpädagogen auf die 10 Klassen verteilen.
    Laut Homepage sind es 5 sonderpädagogen, eine Integrationskraft, 2 Sozialarbeiter (die aber keine sonderpädagogen sind) und ein Heilerziehungspfleger. Und eine unbestimmte kräftig. Gehen wir also im Idealfall mal von 6 Sonderpädagogen aus.

    Lasst uns doch einmal konkret sammeln, welche Rahmenbedingung aus Sicht der Experten (also aus unserer Sicht) notwendig sind, damit die Inklusion gelingen kann.
    Vielleicht kann ich daraus dann mal nach einiger Zeit sammeln eine Umfrage erstellen.
    Diskussionen pro und Contra Inkusion können wir ja weiter in den entsprechenden anderen Threads führen. ich wollte nur nicht, dass diese "Was wollen wir"-Überlegung untergeht.
    Ich fange mal an.

    - ständiges Team-teaching (Lehrer + Fachpersonal) in der Inkusionsklasse
    - adäquate räumliche Bedingungen
    - kleine Klassen, die den ehemaligen Förderkindern gerecht werden
    - sinnvolle Übertritte zu den weiterführenden Schulen
    - weitere FS-Experten im Sinne einer Sprechstunde ständig greifbar
    ...
    [bitte fortsetzen]

    kl. gr. frosch

    Scooby, okay, das hatte ich bei den "Rahmenbedingungen" mit einbezogen, dass die Kinder nicht aus Langeweile oder reinen Inklusionsgründen auf der entsprechenden Schule sind, sondern auch mit dem Ziel, einen entsprechenden Abschluss erreichen zu können.

    sprich:
    [edit: hier wollte ich einmal die meines / unserer Meinung nach notwendigen Rahmenbedingungen aufzählen. Aber bevor es hier im Thread untergeht, mache ich mal eben schnell einen neuen Threadauf. ;) Dort vielleicht keine Pro-Kontra-Diskussionen zur Inklusion, sondern "nur" die Forderungen der Experten, was wir in der Schule bräuchten, um Inklusion betreiben zu können. (Oder um es mit Susanneas Worten zu sagen: "Was brauchen wir für Rahmenbedingungen, damit wir die Inklusion wollen.")

    kl. gr. frosch

    Zitat

    Da gehe ich davon aus, dass es auch nicht so ist, aber es ist klar, dass sie nur für eine Klasse da sind, also nicht in mehreren Klassen oder gar woanders!

    Ne, ist nicht so. Laut Berg Fidel-Homepage sind die 5 Sonderpädagogen (wie ich oben geschrieben habe) für 10 Klassen zuständig. UND zusätzlich machen sie noch Kleingruppenbetreuung.

    kl. gr. frosch

    Nachtrag: Susannea, das ist ja das, was wir hier ständig sagen. Wir wollen es, aber nicht zu den angepeilten Rahmenbedingungen. Dazu muss man uns schon zwingen (worauf es ja im Endeffekt hinauslaufen wird. :( ) (btw: nach näherem Durchlesen der Homepage finde ich die Unterstützung dort an der Schule schon gut, aber leider immer noch nicht ausreichend.)

    Ach so, ich hatte verstanden, dass die Erzieher auch über die komplette Schulzeit in der Klasse wären. Sorry. Dann decken die Erzieher also nicht die ganze Zeit ab.
    Ist das denn wenigstens bei den Sonderpädagogen so? Oder sind die auch nur einige Stunden drin? Dann wäre es ja eine Milchmädchenrechnung, wo wieder nur Lehrer und Schülerverbrannt vwerden. (Wobei das nach dem, was ich gelesen habe, an der Schule wohl nicht so ist.)

    Zitat

    Genau da ist aber das Prinzip der Inklusion ein anderes! Der Sonderpädagoge ist nicht für die "etikettierten" Schüler zuständig (Inklusionskinder gibts ja nciht ;) ) sondern für die komplette Klasse!


    Wobei es in der Praxis eher so sein sollte, dass die Sonderpädagogen für die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zuständig sind. Aber unabhängig davon, ob nun ein ehemaliger FS-Lernen-Lehrer für die inkludierten Kinder oder für alle zuständig ist, trifft der 2. Teil meiner Aussage zu: er trifft genaus auf Kinder mit Problemen, für die er nicht ausgebildet ist, wie es beim Regelschullehrer passiert.

    kl. gr. frosch

    Nachtrag: ah, ich habe es. 5 Sonderpädgogen betreuen 10 Klassen. Im Idealfall (falls es alles Vollzeitkräfte sind) haben wir damit eine Abdeckung an Sonderpädagogen von ca. 50 %. Ist mehr als nach aktuellem Stand bei der Inklusion zu erwarten ist, ist allerdings bei weitem noch nicht optimal.

    Wenn ein Erzieher nur eine halbe Stelle hat, entstehen aber nicht die Hälfte der Kosten, da ja die andere Hälfte der Stelle auch noch aufgefangen wird. Und meines Wissens sind 2 Halbe Stellen im Endeffekt teurer als 1 Ganze Stelle. Und die heilpädagogische tagesstätte hat die Stadt Münster auch nicht geschlossen, so dass die personalkosten da sinken mögen, aber trotzdem doppelte Kosten für die Schule UND die Tagesstätte entstehen.
    Ich wage zu bezweifeln, dass die Kosten wirklich sinken. (Wenn dem so wäre, hätte NRW das ja auch schon flächendeckend umgesetzt.)

    Aber wenn es so überall funktionieren würde, dass auf 200 Schüler 5 Sonderpädagogen + 2 weitere entsprechende Kräfte kommen, kann man damit in der Schule sicherlich leben. Nur: dazu wird es alleine deswegen nicht kommen können, weil NRW vor kurzem bemerkt hat, dass es gar nicht genug Förderschullehrer gibt. :(

    kl. gr. frosch

    P.S.: Problem bei den Sonderpädagogenkräften bleibt aber weiterhin, dass dann eine Sonderpädagogin mit FS Lernen für die Inklusions-Kinder einer Klasse zuständig ist. Allerdings werden die nicht alle FS Lernen haben, so dass auch dort wieder "FS-fremd" unterrichtet wird. :(

Werbung