Beiträge von PaPo

    Du lernst unwahrscheinlich viel Praxis. Und vor allem hast Du die Zeit die Praxis zu lernen. Du kannst hospitieren. Du kannst dich mit erfahrenen Lehrkräften austauschen.

    Gilt alles auch für 'ne Schonphase bei Einstieg ohne Ref. Mir fehlt immer noch die Antwort, was man danach 'mehr' und ausschl. dadurch können sollte.

    Nicht falsch verstehen: Mein Ref war keine negative Erfahrung - hervorragende Noten, tolle Mitreferendare, tolle Fachleiter, hinreichend angenehme Schule, im Gros tolle Schüler... aber im Grunde (abgesehen von den Sozialkontakten) belanglos.

    Habe da vielleicht auch 'ne andere Sicht drauf, drei von uns (inkl. mir) waren 30+, hatten nicht die typische 'Schule -> Studium -> Ref'-Biographie, sondern auch Luft außerhalb (in der freien Wirtschaft etc.) geschnuppert (Typ-/Charakterbildung berrits ausgewürfelt und ein paar mal gelevelt...). Was ich jetzt 'mehr' kann als vorher ist insb. der Praxiserfahring geschuldet, die ist aber nicht refexklusiv.

    Die praktische Ausbildung.

    (Ich habe noch Direkteinsteiger aus den 70er Jahren kennengelernt, fachlich gut, aber selbst am Gymnasium benötigt es Wissen, wie man es an den Schüler bringt. Als es um 2000 wieder genug Lehrer gab, wurden sie "zwangspensioniert". Immerhin waren ihre Schüler, die dankbarsten, die ich je im Unterricht hatte.)

    Aber ja, es gibt immer diese arroganten Typen, die glauben, dass das Fachwissen reicht und Schüler einfach zu blöd sind. Zum Glück gibt es bei uns kein Lehrermangel und sie sind schnell weg.

    Anders: Was kann(!) der Lehrer nach dem Referendariat, was er (a) vor dem Referendariat nicht konnte UND (b) ausschl. dort lernt?

    Man lernt m.E. allenfalls die Idiosynkrasien der konkreten Schule kennen und wie man die idiosynkratischen Ansprüche der eigenen Fachleiter befriedigt. Für den Umgang mit Schülern ("diese arroganten Typen, die glauben, dass das Fachwissen reicht und Schüler einfach zu blöd sind", hast du btw auch mit Ref), wie man "Wissen [...] an den Schüler bringt" (das Gros der Fachdidaktik hat erhebliche Empiriedefizite und ist zeitgeistgeplagt - 'wer heilt, hat Recht' heißt es bei den Medizinern... und was im Unterricht 'heilt' resp. wirkt ist 'ne learning by doing- und Typfrage), die Vor- und Nachbereitung von Unterricht, Verwaltungsaufgsben etc. etc. etc. braucht es kein Ref.

    Ernsthaft: Was ist am Ref für einen erwachsenen, examinierten Menschen absolut unverzichtbar?

    Du hast Recht. Innerhalb der Facharztweiterbildung hat alles nicht mit dem echten Leben zu tun, das Medizinstudium erst recht nicht. Ist mir doch egal, ob meine Frauenärztin bestanden hat und eine Eileiterschwangerschaft übersieht oder nicht und ob die Ärzte Ultraschallbilder lesen können und Entzündungen sehen.
    Ach, diese weltfremden Ausbildungen, wo man die Azubis fordert und fördert.

    Äpfel... und Birnen. Referendare sind i.d.R. bereits examinierte Akademiker und das Ref ist keine 'Weiterbildung' (resp. die Frage bleibt, was man dort 'Weiteres' lernt, was man nicht auch bei 'nem Soforteinstieg resp. kurzer Einarbeitungszeit lernen würde).

    Ich habe den Job erst im Referendariat richtig gelernt. Auch wenn es eine anstrengende und stressige Zeit war, habe ich im Ref mehr in der Zeit gelernt als jemals vorher und nachher.

    Ja... aber was denn genau, das du nicht auch bei 'nem Soforteinstieg resp. kurzer Einarbeitungszeit gelernt hättest?

    Ich habe bisher auch nur Übereinstimmung erlebt. Abweichende Einzelnoten kann es geben, eine sehr gute oder gerade noch ausreichende Note sagt sehr viel über den Referendar aus.

    (Wir überlegen im Vorfeld ja auch, was wohl heraus kommen wird und es stimmt immer mit kleinen Abweichungen.)

    Kann auch simpler Bias sein...

    PaPo

    Das macht so viel Sinn wie die Zölle, die Trump verhängt hatte. Diese werden zu 85% auf die Konsumenten in den USA umgelegt.

    Dass es US-Verbraucher trifft, Ist je nach (langfristigem) Ziel (cui bono?) irrelevant und kein hinreichender Beleg der 'Sinnlosigkeit' der Zölle - wer einen Kjchen backen will, muss ein öaar Eier zerschlagen. Man kann natärlich über potenzielle Ziele spekulieren, über die Eignung der möglichen Pläne resp. Methoden zur Zielerreichung, offensichtliche Fehlkalkulationen (nur weil jmd. 'nen Plan hat, muss das ha kein guter Plan sein), ja dies gar normativ, ist aber ein anderes Thema.

    Zitat

    Amerika ist nicht mehr "first", sondern bald völlig isoliert. Den USA blüht dasselbe Schicksal wie Großbritannien und Spanien. Beide Länder waren in früheren jahrhunderten Weltmächte und besaßen jeweils die "Leitwährung". Alles Geschichte. Beide sind im Einfluss auf das eigene Territorium geschrumpft. Der Ausstieg aus dem Dollar hat bereits begonnen.

    ... und dann kontrollieren die USA (auch über ihre Verbündeten) die Hälfte des weltweiten Ölhandels, da steigt dann keiner aus dem Petrodollarsystem aus. Du benennst damit ja selbst einen gravierenden Grund für das Handeln der USA (Venezuela; Iran etc.) - drohender Macht- und damit Bedeutungsverlust, den es langfristig zu erhalten gilt (bis hin zur Unterminierung chinesischer KI-Rechrnzentren, die entsprechend Energie, z.B. durch Öl, benötigen).

    Zitat

    Trump hatte auch vor der Aktion keine Experten befragt, die ihm ausgerechnet hätten, welche Auswirkungen die Schließung der Straße von Hormuz (und die nun folgende Blockade der Einfahrt ins Rote Meer und damit des Suez-Kanals durch die Huti-Miliz) auf die Wirtschaft der USA haben wird. Die USA sind noch immer eine Importnation. Die steigenden Preise kommen auch dort am Küchentisch an.

    Wie erwähnt, kurzfristig irrelevant. Man darf davon ausgehen, dass da durchaus was von Experten "ausgerechnet" wurde (aber man hat mglw. mit einem schnellem Erfolg von Operation Epic Fury gerechnet, schließt sich ja nicht aus, dass ein Plan nicht / nicht reibungsfrei funktioniert). Zudem zu Hormuz: Die USA sind in puncto Öl weitgehend autark und haben nun auch 'nen guten Vorwand zur Einnahme von Larak etc. Und: Die Wähler verzeihen bei einem Gelingen.

    Du meinst das ernst? :staun: Wie soll man den erkennen, ein "Plan" ist bei Trump stets hinter seiner Idiotie gut versteckt bzw. nicht vorhanden. Er redet immer als irrer Dealer, nicht als Planer.

    Du musst mir hier jetzt wirklich nicht erklären, dass das nicht so ist. (Die Hoffnung darauf stirbt zuletzt.)

    M.M.n. ist es i.d.R. angemessen, bzgl. solcherlei Fragen z.B. die cui bono-Frage zu stellen und i.d.S. (z.B. um bounded rationality, netwerkanalytische, historisch-interpretative Ansätze u./o.ä. erweiterte) spieltheoretische Modelle zu bemühen - erklärt regelmäßig 'ne Menge (und man ist weniger überrascht und hilflos).

    Auch wenn mancher versucht ist, reflexhaft vermeintl. "Idiotie", Planlosigkeit o.ä. zu unterstellen, weil viel Porzellan zerschlagen, in vielerlei Hinsicht (mutmaßlich) im politischen Umgang so kaum gekannt over the top resp. extrem, undiplomatisch, ja eskalativ vorgegangen wird und man Konflikte mit hergebrachten (polit.) Normen nicht le6gnrn kann (was keine hinreichende Bedingung für diese Vermutung ist): auch ein D. Trump agiert nicht isoliert, nicht arbiträr, sondern im Rahmen bestimmter reziproker Interdependenzen. Die Politikwissenschaft ist da weiter als das framing als 'Idiot' und bietet eigtl. für all sein polit. Handeln Erklärungsansätze zu entsprechend planvollem Handeln. Wer das zumindest als polit. Akteur bei einem Trump nkcht erkennt, wird auf jeden Fall im aktuellen polit. Machtkampf zerrueben, weil er ja nicht mal weiß, wie er sich wappnen soll. Wöre fatal.

    Es ist ja auch der mit gewaltigem Abstand schlimmste Teil unserer Profession: Psychisch und physisch komplett zermürbend... nach einem Korrekturmarathon von zwei, drei vollen Arbeitstagen f0hle ich mich nicht lediglich erschöpft, sondern finde moch in tiefster Depression wieder...

    Und: Es wird immer mehr. Nicht, dass ich hier in manchen Jahren ohnehin pro (zusamnenfallendem) Klausur-/Klassenarbeitstermin bei einer dreistelligen Anzahl an Arbeiten lande, diese werden auch immer zeitaufwändiger in der Korrektur, obwohl ich über die Jahre immer effizienter geworden bin.

    Einmal ist dies den immer weiter ausartenden Prüfungsformaten (bei mir insb. in Englisch: ZP10; neues Abitur etc.) geschuldet.

    Andererseits werden die Schüler immer schlechter und es fehlt an basalsten Kenntnissen der Textrezeption und -produktion. Habe ich bspw. in meiner Anfangszeit eine GK-Klausur von ca. zwei Dutzend Schülern noch am Klausurtag problemlos durchkorrigiert bekommen, bremst es mich mittlerweile enorm (ggf. 45 bis 60 Min. pro Einzelfall), dass bis auf die zwei, drei 'Einhörner' pro Jahrgang das Gros der Schüler in quasi j-e-d-e-m einzelnen Satz mehrere(!) sorachliche Fehler macht (vom Schrixtbild gsnz zu schweigen). Die Arbeiten sind von oben bis unten rot... und trotzdem schtestenfalls irgendwie "befriedigend"... da kommt also noch Frustration zur sonstigen Belastung hinzu.

    Meine Konsequenz:

    Keine fakultativen Tests, in der Sek I möglichst miultiple-/single- choice-Aufgaben, Lückentexte etc.

    Und wenn die KI bald so will wie ich, erledigt die die ganze Arbeit.

    Ergibt aus US-Sicht durchaus alles Sinn:

    Hälfte des weltweiten Ölhandels bald (in-/direkt) unter US-Kontrolle und in USD gehandelt, darunter auch ein Gros der Quellen, aus denen der größte Konkurrent China sein Öl bezieht. Das sind nachhaltige Ziele US-amerikanischer Politik. America first! Aus der Warte alles richtig gemacht. Mit Wahn und Narzissmus hat das m.E. wenig zu tun, man verkennt hierzulande leicht den planenden Politiker in D. Trump und bei seinen Beratern - ein Fehler. Muss nur bis zu den Halbzeitwahlen alles mit dem Iran durch sein.

    In welchem BL arbeitest du denn?

    In NRW wird dss Ergebnis 1:1 übertragen, dazu bedarf es allerdings eines Gesetzes, das immer noch nicht geschaffen wurde. Es ist also mit einer künftigen, rückwirkenden Nachzahlung zu rechnen.

    Außerdem wird ab diesem Monat der monatl. Basisbetrag KV/PV nicht mehr per Pauschbetrag ermitteöt, sondern der exakte Wert von der Versicherung automatisch ans LBV übermittelt, was sich auch nochmal auf den Sold aus.wirken sollte.

    Hifreich ist hier immer: https://oeffentlicher-dienst.info

    Bei mir müssten es bspw. um die 187 € Netto mehr sein, aber ich habe noch gar keinen Sold überwiesen bekommen.

    Hier sollte nicht diskutiert werden, aber ich zitiere aus deinem Link

    "An der Formulierung “Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger” entzündet sich der größte Streit. Allerdings wird dabei nicht um Fakten gestritten. Vielmehr ist unstreitig, dass es in Potsdam nicht tatsächlich um die “Ausweisung deutscher Staatsbürger” ging bzw. der offizielle Plan von Martin Sellner keine Verpflichtungen zur Ausreise vorsah. Correctiv trug in einem anderen Gerichtsverfahren vor dem LG Hamburg sogar ausdrücklich vor, dass Sellner die Staatsbürgerschaft als Sperre für Ausweisungen anerkenne (Az. 324 O 61/24). "

    Also Strohmann? Eben typisch AfD-Sprech. Behauptung, es wird etwas verboten, was gar nicht gesagt wurde. Wird schon niemand Bescheid wissen oder gar den Link lesen.

    Vielleicht liest du nochmal gaaanz langsam, was du zitiert hast (Spoiler: Das Zitat passt nicht zur 'Diskussion' und dein abschließender Absatz weder zur 'Diskussion' noch zum Zitat und ergibt auch nicht wirklich Sinn), worum es in dem Urteil geht, was deine (mit dem Urteil sachlich dekonstruierte) Falschbehauptung (von der du jetzt mit deinem üblichen framing ablenken willst) hier war (und erkundigst dich nebenbei, was ein Strohmann tatsäxhkich ist) und überlegst mal, warum du hier (wieder) so 'n Fass aufmachst (weil jmd. es wagte zu fragen, wer Correctiv 0berprüft... offenbar erstinstanzlich die Gerichte, also berechtigte Frage). Ist ja peinlich. Wird schon niemand Bescheid wissen, deinen oder meinen Ausgangskommentar oder gar den Link lesen, hoffst du?! :D

    Können wir gerne durcharbeiten, schönes Beispiel für das Threadthema, die meinerseits erwähnten Kompensationsstrategien, logische Fehlschlüsse etc. - bin gespannt, was da noch kommt. Oder du hörst einfach mal mit den Insinuationen auf und bleibst mal sachlich beim Thema (wäre sogar noch viel besser). Danke.

    Zur Ausgsngsfrage:

    M.M.n. reicht es da oftmals leider nicht, einfach mit Daten, Fakten und intersubjektivierbaren bis objektiven Argumenten u.ä. zu agieren, auf Webseiten, Videos u.ä. zu verwisen. VT sind oftmals nicht isoliert, sondern Teil von hermetischen, auch von primären Sozialisationsinstanzen geprägten Weltanschauungen, welche eine Menge an Kompensationsstrategien ggü. kognitiver Dissonanz bedienen und Gegenargumente antizipierend eliminieren.

    Wichtig ist damit nicht nur die val8de Dekonstruktion von VT, sondern unseren Schülern (wissenschaftspropädeutisch) dss Instrimentarium zum kritischen Denken, zur wissenschaftlichen Methode an die Hände zu geben, emoirisches Denken, um zu überprüfen, Logik, um tatsächliche Argumente von in-/formellen (un)logischen Fehlschlüssen umterscheiden zu können etc. etc. etc.

    Leider ist dazu in Regelkursen kaum Zeit, wenn man sich akribisch an die Curricula hält. In WiPo, SoWi und Geschichte nehme ich mir aber die Zeit, auch aktuelle Ereignisse mit den Schülern zu besprechen und exerziere einiges des Genannten beispielhaft durch. Kann aber immer nur punktuell sein... ich wünschte mir schon in der Mittelstufe z.B. in WiPo mal ein halbes Jahr nur zum Thema Skeptizismus, Recherche, wissenschaftl. Denken und Arbeiten etc. :(

    Ernsthafte Frage?

    Jeder, der es besser weiß, kann mit ihnen Kontakt aufnehmen und falls es stimmt, wird es geändert.

    Allerdings wird von extrem rechts behauptet, dass dies nicht stimmt, Belege werden allerdings nicht angeführt. Extrem rechts raunt wie du irgendetwas, typisch, aber nicht überzeugend.

    Ergänzung

    Angebliche Falschaussagen zum Potsdamer Treffen wurden inzwischen oft von Gerichten überprüft. Nur unbedeutende Teilaussagen konnten nicht belegt werden und wurden zurück gezogen, auch wenn rechte Seiten es anders darstellen.

    Ja, weil Kritik an... puh... z.B. der problemastischen Berichterstattung über das gar nicht so geheime "Geheimtreffen", bei dem "[n]ur unbedeutende Teilaussagen" wie die Kernaussagen vom "'Masterplan' zur Ausweisung deutscher Staatsbürger" oder von der "Ausbürgerungsidee von Staatsbürgern" jüngst am 17. März 2026 vom LG Berlin II verboten wurden (s. lto.de, die sicherlich keine "rechte Seit[e]" ist), nur von "[e]xtrem rechts raun[en]" kann und sonst niemand Interesse haben könnte, dass Berichterstattung auf Fakten basiert und nicht (erkennbar) mit dem Insinuieren falscher Tatsachen spekuliert.........

    Und komisch, da wusste es jmd. besser und Correctiv hat es nicht einfach geändert - wer hätte das gedacht? -, sondern sich auf Rechtsstreits eingelassen.

    Weniger Meinung und framing von Foristen hier, mehr nüchterne Sachinfos - passt ja auch zum Threadthema. Wie wär's?

Werbung