Ich finde diese Leidensgeschichte etwas übertrieben. Es klingt für mich ein bisschen nach "Ich probiere mich mal als Lehrer, kann ja wohl nicht so schwer sein"... und dann kam der Praxisschock. Als Lehrkraft im Referendariat, im Seiteneinstieg und oft auch danach muss man nunmal sehr belastbar sein. Und dass du im Referendariat auch ausgebildet wirst bzw. Dinge ggf. nachholen musst, die andere schon im Studium gelernt haben, ist doch auch logisch. Du willst ja am Ende schließlich auch als vollwertige Lehrkraft angesehen werden... Davon abgesehen, stimmt natürlich, dass die Ausbildungsbedingungen je nach Schule sehr stark variieren - das trifft auf die Arbeitsbedingungen als Lehrkraft aber auch oft zu.
Zudem sind die meisten Dinge auch für klassische Liv/Refis. Keine Einarbeitung bezüglich Klassenbuch oder Noten.
In vielen Bundesländern ist ab Tag 1 Unterricht und Seminar, Schule und Mentoren sind einfach reines Glückspiel.
Jeder hat in dieser Ausbildungssphase am Limit. Ich erinner mich an meine 16 Unterrichtsbesuche und wie man nicht nur die hatte , sondern im Seminar noch komplett unnötige Referate machte.
Gekrönt von jemanden beim Studienseminar der in der Sek 1 Grundschulmethoden haben wollte. (Sie war Grundschullehrerin und der Realschulausbilder verstarb kurz davor, Ersatz für Sek 1 gab es nicht)