Beiträge von Mastermind

    Bei Ganztagsschulen weiß ich es nicht, da war ich noch nie. Aber in Bezug auf berufliche Schulen kann ich dem nicht zustimmen (zumindest bei denen, die ich kenne).

    Was heißt denn bringen? Zur Schule, zur Kita? Ich kann meine Kinder immer bringen, bei gleichem Schulstart. Klar bin ich an die Zeiten der Schule gebunden, wenn die Schulorte unterschiedlich wären, wäre es schwierig. Dann müsste mein Stundenplan entsprechend angepasst sein. Das kann die Stundenplanung aber berücksichtigen. Wenn sie es bei dir nicht macht, dann liegt es daran und nicht an Schule ansich.

    Ich finds aber auch gar nicht schlimm, wenn dein Mann das übernehmen "muss"...

    Finde ich auch nicht schlimm ;-), daher habe ich auch keine speziellen Wünsche bei der Stundenplanung/ somit wird der Plan (für alle anderen) auch nicht unnötig schlechter. Was ich damit sagen wollte ist, dass ich einige aus der freien Wirtschaft kenne, die denken, dass sie Familie und Arbeit besser unter einen Hut bekommen, wenn sie Lehrkraft werden...so easy ist es dann auch nicht. Besonders eben nicht mehr so flexibel wie in so manch anderem Job.

    (Z.B. Ganztagsschule innerhalb einer größeren Stadt in NRW. Beginn 7:45 (35-40 Minuten Anfahrt innerhalb der Stadt), Ende: 15:45 (Sek I) 16:35 (Sek II)...Rückweg wieder 35-40 Minuten...kann man sich ausrechnen und habe ich einige Jahre so gemacht. Nicht besonders familienfreundlich.)

    Vielleicht mal ein paar andere Gedanken dazu. Mein Mann ist BWLer und auch in einer höheren Position. Trotz meiner Teilzeitstelle (68%), ist er deutlich flexibler als ich. Die Zeiten, in denen man als Lehrerin Familie und Beruf super unter einen Hut bringen kann, sind vorbei. (Ich bin 2009 angefangen - da war es noch deutlich einfacher). Es gibt auch Wochen in denen ich an drei von vier Tagen (bei einem Tag frei wegen der Teilzeit) das Kind weder bringen (Schule startet bei mir um 7:45) noch abholen kann und mein Mann dies übernehmen muss.

    Natürlich bist du dann in den Ferien deutlich flexibler als andere Familien! Das bleibt!

    Aber der Alltag als Lehrkraft ist im Laufe der Zeit (besonders an Ganztags-/ oder Berufsschulen) doch ein anderer geworden.

    Hallo zusammen,
    ich habe einen Versetzungsantrag gestellt. Kürzlich rief mich die Bezirksregierung an, um mir einen Tipp zu geben, welche Schule, zumindest auf dem Papier, Bedarf an meinen Fächer haben könnte. Ich solle doch mal Kontakt mit der SL aufnehmen.

    Dies habe ich telefonisch getan und tatsächlich werden meine Fächer dort gebraucht. Die SL sagte mir, ich solle meine kompletten Bewerbungsunterlagen zusenden (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, etc.).
    Ist das so die Regel? Ich bin ja schon längst auf Lebenszeit verbeamtet und hätte gedacht, dass man sich persönlich trifft und dann im Gespräch offene Fragen klärt.

    Danke im Voraus für eure Antworten.

    Ich war längere Zeit im Personalrat. Je nach Schulform gehen erste Infos in der Woche vor oder nach den Osterferien raus (Gesamtschule, Sekundarschule etc.). Um welche Schulform handelt es sich bei dir? Du kannst auch deine/n zuständigen Personalrat/- rätin anrufen. Manchmal bekommst du am Telefon (nicht per Mail !) eine kleine Vorabinformation.

    Aber wenn das Leistungsprinzip völlig, und in Zukunft sogar noch stärker, hinter dem Sozialprinzip zurücksteht, lohnen sich Beförderungen für Kinderlose nicht mehr und bei denen, die sich engagieren, führt es zu Frust. Um als Kinderloser auf die Besoldung eines A13er mit 3 Kindern in Düsseldorf oder Köln zu kommen, müsste er eine B2 Stelle haben. Das ist krank.

    Puh - diese Argumentation klingt super verbittert. Allein ein Kindergartenplatz kostet hier bei uns (größere Stadt, NRW) über 580 Euro im Monat. Weitere Kosten für Hobbies (Schwimmkurs z.B. 80 Euro im Monat), Essen, Kleidung etc. müssen wir hier vermutlich gar nicht vorrechnen. Meiner Meinung nach zieht man mit Kind(ern) immer den Kürzeren. Aufgrund der knappen Plätze hier in Kita und OGS können einige Elternteile gar nicht Vollzeit arbeiten etc. etc. . Wenn man diese Debatte erstmal anfängt...

    Ich würde noch einmal überlegen und nichts aus der "Panik" heraus entscheiden. Vielleicht könntest du nun zuerst herausfinden, ob es Mitbewerber:innen gibt. Falls nicht, würde dies sicherlich schon etwas Druck rausnehmen. Da du aus NRW kommst, hast du in einigen Bezirksregierungen (z.B. Münster) auch die Möglichkeit ein 1:1 Coaching durchzuführen (für SL oder zukünftige SL). Hier habe ich sehr fähige Menschen kennengelernt (selbst SL mit Qualifikationen in der systemischen Beratung). Vielleicht wäre dies etwas um dich zunächst zu sortieren?

    Ich habe mich Ende November noch auf eine A13 Stelle (NRW) beworben und befinde mich somit gerade im Verfahren. Zeitgleich habe ich an einem SL Seminar zur Orientierung teilgenommen. Es wurde auch hier nochmal ganz klar gesagt, dass jemand, der/ die das erste Beförderungsamt inne hat, immer besser dasteht als jemand, der/ die dies noch nicht hat (bei sonst gleichen Voraussetzungen/ Beurteilungen). Insofern ist dies auch weiterhin ein Vorteil. Man sollte sich aber ggf. eben nur drauf bewerben, wenn man noch "mehr" vorhat und z.B. Richtung SL gehen möchte. Ein rein finanzieller Anreiz besteht aktuell zumindest ja nun nicht.

    Ebenfalls sollte man bedenken, dass die Angleichung an A13 nur mehr Geld bedeutet. Keine Veränderung der Amtsbezeichnung.

    (Die Sek II Lehrkräfte starten mit A13Z.)

Werbung