Beiträge von pfto3

    Ein Klassenlehrer hat schon 2 Ausflüge pro Jahr, vielleicht jedes 2. Jahr eine Fahrt, plus die Anfragen aus anderen Klassen oder Fächern ..
    Einmal pro Halbjahr einen Elternabend (wir haben 3-4 im Jahr), das reicht, um nervig zu sein. Dazu kommen ja genug andere "Abendtermine": Informationsabende, Veranstaltungen (Theater, Musik, Talent, ..), usw.. Und nein, man kann sich nicht ÜBERALL heraushalten.

    Es gibt ja keine Pflicht, Klassenlehrer zu sein – glaub in Ö sagt man eher ‚Klassenvorstand‘, oder? Dann fallen ja all die Ausflüge und Elternabende schon mal weg.

    Die Netto-Stundenlohn-Berechnung bezieht sich übrigens nicht auf Klassenlehrer. Soweit ich weiß, gibt’s für solche Zusatzaufgaben noch extra Kohle – in Ö wird das alles oben drauf bezahlt, soweit ich richtig informiert bin. Keine Garantie.

    Spannend, dass es in Österreich keine Konferenzen, Dienstbesprechungen, Elterngespräche, Ausflüge, etc, pp. gibt.

    Wie gesagt, es geht dabei nicht um mich.

    Zu Konferenzen, Dienstbesprechungen, Elterngesprächen und Ausflügen habe ich eine Gegenfrage:

    Wie häufig finden diese Termine tatsächlich statt und wie lange dauern sie? Nehmen sie einen wesentlichen Teil der Arbeitszeit ein?

    In meiner Schulzeit gab es gefühlt kaum Ausflüge – nicht einmal monatlich. Elternabende fanden vielleicht einmal pro Halbjahr statt. In der Oberstufe gab es meines Wissens nach keine Elternabende.

    Ich kenne jemanden, der sehr auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist – was ja grundsätzlich in Ordnung ist, schließlich ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.

    Allerdings geht er das Thema Arbeit auf eine sehr „minimalistische“ Weise an: Für ihn zählt vor allem, möglichst wenig Aufwand bei maximalem Lohn – also ein hoher Stundenlohn.

    Er sagt ganz offen, dass er Lehrer werden möchte, weil dieser Beruf den höchsten Stundenlohn bietet. In Österreich umfasst die reguläre Unterrichtsverpflichtung 22 Stunden pro Woche (eine Unterrichtsstunde entspricht 60 Minuten).

    Sein Plan: genau diese 22 Stunden arbeiten, Aufgaben und Tests während des Unterrichts korrigieren und nach einmaliger Vorbereitung immer wieder die gleichen Materialien verwenden – ohne sich darüber hinaus anzustrengen.

    Dazu kommt, dass Lehrer in Österreich nicht verbeamtet sind, aber ein 13. und 14. Monatsgehalt erhalten. Berücksichtigt man die bezahlten Ferien, in denen er ohnehin nicht arbeiten wird, ergibt sich ein Netto-Stundenlohn von rund 39,40 €.

    Man sollte zudem bedenken, dass in Österreich vieles offenbar etwas lockerer gehandhabt wird als in Deutschland.

    Meine Frage an euch: Ist es wirklich möglich, auf diese Weise eine „ruhige Kugel“ zu schieben, ohne dass es langfristig auffällt oder Nachteile bringt? Zum Hintergrund: Er studiert keine Hauptfächer.

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