Beiträge von Nordlicht_33

    Ja, es gibt Leute, die einfach nicht aufhören. Denen kann man es x-mal sagen. In dem Fall müsste man dann jemanden mit einbeziehen, der eine gewisse Autorität der Person gegenüber hat.

    Habe ich. Aber die hat des toleriert und am Ende genauso gemacht... Daher

    Das stimmt so nicht. An selbstbewusste Menschen trauen sich Mobber viel weniger ran. Es stimmt zwar, dass es nicht immer einen Grund geben muss, aber dennoch gibt dir ein selbstbewusstes Auftreten weniger Spielraum für andere dich fragwürdig zu behandeln.
    Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Vor meinem langen Krankenstand war es so schlimm, dass die Schüler ansgestachelt worden Listen über mich zu schreiben.

    Das ist korrekt und war ein Schreibfehler meinerseits.


    Bei Mobbing gehts nicht um mal ärgern. Es muss sich über einen langen Zeitraum erstrecken, wohl mindestens 6 Monate.

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    Hm. Man kann auch selbstbewusste Menschen mobben, wenn man will. Ich glaube aber tatsächlich, wenn man bei den Mobbing-Eskalationsstufen noch am Anfang steht, kann eine klare Ansage helfen. Ich habe der Person, die als Erstes "anfing", gesagt, dass ich das so nicht möchte. Genützt hat es nichts, die Dynamik lief weiter bis zur kompletten Eskalation. Immerhin bin ich langsam Experte für Mobbing. Sollte mich vielleicht als Anti-Mobbing-Trainer ausbilden lassen. 😄

    Ich finde es grundsätzlich gut, wenn überhaupt Supervision bzw. ein Austausch stattfindet.

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    Interessant, so habe ich das nie empfunden. Normalerweise sollte das ein Miteinander sein. Man sitzt doch im gleichen Boot und gemeinsam lassen sich die schulischen Probleme besser lösen.

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    Sehe ich auch so. Aber wenn man erstmal in so einer Dynamik drin ist, dann hat man den Rahmen des fairen Miteinanders leider verlassen...

    Ich hab hier insgesamt reingeschrieben, weil ich natürlich trotzdem etwas Angst und Respekt habe, vor dem was jetzt kommt. Versuche aber gleichzeitig etwas über Mobbing aufzuklären, weil ich hab mich oft genug alleine damit gefühlt.

    Ich bin echt froh, wenn das hier zu einem Abschluss kommt, und ich mich dann nicht mehr erklären und rechtfertigen muss (Nicht hier, sondern allgemein.)

    Ich kann nur eins zum Thema Mobbing sagen: Man muss jemanden finden, der sich damit wirklich auskennt und darauf spezialisiert ist. Und das ist gar nicht so einfach. Selbst bei Fachleuten. Ganz oft wird jemand, der Mobbing erfahren hat, nach seinem eigenen Anteil gefragt. Dabei ist der Charakter von Mobbing, dass das "Opfer" so darstellt wird, als wäre es inkompetent und hätte alles selbst verursacht. Die müssen die Handlungen ja vor sich selbst und nach oben rechtfertigen. Und so viele Leute, im privaten oder selbst im beruflichen Bereich, die das selbst noch nie erlebt haben, können dafür auch nur bedingt Verständnis aufbringen. Ich kenne eine, die hat selbst nach 2 Jahren noch damit zu kämpfen. Langzeitfolgen sind nicht zu unterschätzen.

    Ich kann nichts dazu sagen, weil ich natürlich noch nicht in dem Bereich arbeite, aber die Supervisionen sollen dort regelmäßig mit einer höheren Frequenz stattfinden. Außerdem sind die Aufgabenbereiche klarer abgesteckt. Ich vermute das so weniger Einmischung möglich ist. Außerdem sieht man seine Kollegen da viel seltener. Es ist egal, ob man lieb und nett ist oder selbstbewusst. Leute die mobben wollen, mobben. Die brauchen keinen Grund dazu. Ganz ehrlich, ich hab das Mobbing bei meiner aktuellen Stelle absichtlich nicht beschrieben. Es war kein Unterricht mehr möglich. Weiter erklären möchte ich das nicht, weil das hier ja öffentlich ist.

    Naja ich hatte schon Bewerbungsgespräche. Gehalt ist natürlich deutlich weniger. Und ob es mir da gefällt, sehe ich natürlich in der Probezeit.

    Und wegen dem Antrag auf Entlassung. Den muss man ja jeweils schon zum Ende des Halbjahres stellen um sicher zu gehen, dass dem auch entsprochen werden kann. Weil direkt im Schulhalbjahr ist deutlich schwieriger, habe ich mir sagen lassen. Also wenn nicht jetzt, wann sonst?

    Ob da auch gemobbt wird. Möglich, aber wie gesagt es gibt dort Supervisionen und notfalls kündigt man und sucht etwas anderes. Ich will nicht glauben, dass man wirklich ÜBERALL gemobbt wird. Konflikte, ja. Aber die können ja auch konstruktiv gelöst werden. Habe ich an einer Schule, an die ich abgeordnet wurde, erlebt. Aber dort konnte ich leider nicht dauerhaft bleiben, weil kein Bedarf war.

    Danke. Ich hadere immer noch mit meiner Entscheidung. Natürlich hätte ich auch bleiben können und z.B. mit den Stunden runtergehen können...

    Ich denke es wird sich mit der Zeit zeigen, ob es die richtige Entscheidung war. Und natürlich raten mir die meisten den "sicheren Beamtenstatus" auf keinen Fall aufzugeben.

    Fragwürdigster Beitrag den ich je gesehen habe.

    Aber davon auszugehen dass alle anderen Schulen auch so ticken lässt tief über dich blicken.

    Und klar. Das Opfer ist selbst Schuld. Was auch sonst.

    Welches Verhalten zeige ich denn? Dass ich mir nicht alles bieten lasse und nach anderthalb Jahren eine Belastungsreaktion entwickelt habe? Merkst du selbst was du schreibst?

    Also ich möchte auch nochmal etwas zu dem Thema sagen. Ich traue der TE durchaus zu, dass sie einschätzen kann, ob dort eine Mobbingdynamik vorliegt oder nicht. Falls ja, dann kann ich ganz klar sagen, dass das Mobbingopfer nie daran Schuld ist. Das ist ganz klar ein Verschieben von Verantwortung. Personen, die mobben, entscheiden sich bewusst (oder unbewusst?) dazu, es gibt kein Verhalten, was rechtfertigt dieses auf sich zu ziehen. Selbst eine schlechte Arbeitsleistung würde bedeuten, dass man konstruktive (!) Hinweise erarbeiten müsste, wie diese zu verbessern ist. Jemanden, z.B. systematisch auszugrenzen, gezielt unter Druck zu setzen etc gehört nicht dazu.

    Und noch etwas: Ich kenne mehrere Personen, die die Schule und auch das Bundesland gewechselt haben und hinterher lief es besser für sie. Sie waren zufrieden. Also ich will dir damit Hoffnung machen. Manchmal lohnt es sich zu kämpfen.

    Das beantwortet meine Frage nicht. Mobbing kann es in jedem Beruf geben, sich abgrenzen müssen auch etc.

    Nun ist Lehramt aber natürlich ein besonders sozialer Beruf, man hat den ganzen Tag mit Menschen zu tun, Elternurteile spielen eine Rolle usw.

    Ich würde bei Wechselüberlegungen mit einbeziehen, was genau dich stresst. Wenn du nun nach anderen sozialen Berufen suchst, wirst du wahrscheinlich an dieselben Grenzen stoßen. Vielleicht ist dir das ja auch total klar, ich habe mich nur gewundert, inwiefern "Mobbing" zum Berufswechsel animiert.

    Naja in anderen Sozialberufen gibt es aber mehr Supervisionen, die auch wirklich Supervisionen Sind und nicht nur zum Schein abgehalten werden. Und man kann eben gehen, wenn es einem nicht gefällt und muss nicht um Versetzung bitten. Also für mich macht das schon einen Unterschied. Außerdem scheinen gerade im Grundschulbereich einige Zuständigkeiten nicht klar definiert zu sein bzw. Kompetenzüberschreitungen sind leichter möglich.

    Ich finde den Schritt auch mutig. Klar, wenn du schon lange unglücklich in diesem Beruf bist, ist es wohl besser, einen Neuanfang zu wagen.

    Mich würde interessieren, ob es nur das Umfeld ist, also der Kontext "Grundschulkollegium" oder eben auch der Beruf als solcher.

    Also ich kann ja nur von meinen Erfahrungen sprechen. Ich finde man muss sehr gut für sich selbst sorgen, wenn man den Beruf über mehrere Jahre Vollzeit macht. Mir fiel es gerade auch am Anfang schwer, mich als Berufsanfänger von einigen Kollegen abzugrenzen, welche mir immer mehr Zusatzaufgaben zugeschoben haben, gerade auch in der Corona-Zeit. Ich verstehe, dass Konflikte an sich normal sind. Wenn diese aber systematisch sind, in Schikanen und rufschädigendem Verhalten gipfeln (gegenüber SuS und Eltern). Dann ist das irgendwann für mich auch kein professionelles Arbeiten mehr, sondern einfach nur noch belastend.

    Ich habe jetzt gerade ein paar Bewerbungen laufen und ich denke ich werde es dann einfach versuchen. Wenn es mir nicht gefällt, muss ich weiterschauen. Ich müsste dann jetzt auch zeitnah den Antrag auf Entlassung stellen und mir dann erstmal übergangsweise einen Aushilfsjob suchen. Hab schon irgendwie Angst und Respekt vor dem Schritt. Aber wie lange soll man denn noch an einer Situation festhalten, die einem nicht gut tut? Ich überlege schon seit 4 Jahren, den Schuldienst zu verlassen... Und klar, es kann einem vorher keiner sagen, ob es woanders "besser" ist. Aber manchmal muss man einfach mutig sein.

    Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich hatte es zuvor auch noch mit einem Bundeslandwechsel versucht, aber leider ohne den gewünschten Erfolg. Ich denke in einem Quereinstieg außerhalb des Schuldienstes bin ich im Moment besser aufgehoben, um Abstand zu gewinnen. Und wenn ich irgendwann doch wieder als Angestellte an einer Schule arbeiten möchte, dann steht mir das ja offen.

    Danke. 😊

    Eine Frage hätte ich noch. Kennt ihr ehemalige Grundschullehrer, die sich umorientiert haben und in welchen Bereichen arbeiten die jetzt? Ich hab natürlich auch schon Einiges überlegt, ich dachte nur, vielleicht hat noch einer DEN Tipp. Etwas, an das ich vielleicht noch nicht gedacht habe.

    Ich hab schon Einiges versucht. Auch mit einer Versetzung wurde es nicht besser. Meine alte Schulleitung hatte mit der neuen telefoniert und mich schon schlecht gemacht, bevor ich dort angefangen habe. Dann habe ich noch einen Wechsel versucht... Es sind ja nie die gleichen Dynamiken, sondern immer andere. Aber jemand meinte auch, wenn man "neu" ist oder sich "von den anderen unterscheidet" reicht das schon, um Mobbing auf sich zu ziehen.

    Ob ich nun in der freien Wirtschaft glücklich werde, kann mir natürlich auch niemand garantieren... Aber ich hab den Eindruck ich muss endlich die Reißleine ziehen.

    Hallo ihr Lieben,

    Mobbing im Schuldienst ist ein sehr sensibles Thema für mich. Ich habe den Eindruck man hat rechtlich und allgemein kaum Chancen dagegen vorzugehen, gerade wenn man verbeamtet ist. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber in meinem Fall wurde leider alles abgeriegelt. Es freut mich für einige, die nie in solche Dynamiken geraten sind bzw. nach einem Wechsel Glück hatten und in ein respektvolleres wertschätzendes Arbeitsumfeld gekommen sind. Ich hatte das Glück leider nicht. Im Moment überlege ich den Schuldienst - erstmal oder für immer - zu verlassen. Das ist natürlich eine weitreichende Entscheidung mit enormen finanziellen Einbußen, aber ich denke das der Schritt für mich notwendig ist. Ich habe lange versucht in dem System zu bleiben, aber ich will auch in meinem privaten Umfeld nicht ständig erklären, warum ich mich so belastet fühle, dass ich gegen die Dynamiken da nicht ankomme usw.

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