• Naja ich hatte schon Bewerbungsgespräche. Gehalt ist natürlich deutlich weniger. Und ob es mir da gefällt, sehe ich natürlich in der Probezeit.

    Und wegen dem Antrag auf Entlassung. Den muss man ja jeweils schon zum Ende des Halbjahres stellen um sicher zu gehen, dass dem auch entsprochen werden kann. Weil direkt im Schulhalbjahr ist deutlich schwieriger, habe ich mir sagen lassen. Also wenn nicht jetzt, wann sonst?

    Ob da auch gemobbt wird. Möglich, aber wie gesagt es gibt dort Supervisionen und notfalls kündigt man und sucht etwas anderes. Ich will nicht glauben, dass man wirklich ÜBERALL gemobbt wird. Konflikte, ja. Aber die können ja auch konstruktiv gelöst werden. Habe ich an einer Schule, an die ich abgeordnet wurde, erlebt. Aber dort konnte ich leider nicht dauerhaft bleiben, weil kein Bedarf war.

    Nichts für ungut, aber ich glaube, du stellst dir das zu blumig vor.

    Supervision heißt, es kommt alle Jubeljahre mal ein Mediator vorbei, wo dann alle wie im Kindergarten im Kreis sitzen und nacheinander ihre Probleme vortragen und man gemeinsam überlegt, wie man vorgehen kann. Das kann funktionieren. In den wenigstens Fällen tut es das dann aber, weil Job eben Job ist und deine Arbeitskollegen nicht deine Freunde. Ich selbst halte es für einen großen Trugschluss zu glauben, dass man mit Supervision automatisch ein erstklassiges Kollegenklima hat. Im Gegenteil. Ich habe früher schon Supervisionen erlebt, bei denen man den Raum wechseln musste, weil sich einige Teilnehmer fast an die Gurgel gegangen sind.

    Nur zu kündigen, weil einem im Job immer wieder Mobbing begegnet finde ich gewagt.

    Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es meist Menschen (mich eingeschlossen) trifft, die lieb und nett sind und keine Grenzen setzen.

    Das merken fiese Menschen und die sind leider überall.

    Bist du dir sicher, dass dir der Lehrerjob nicht mehr gefällt?

  • Nordlicht_33 Ich würde dem Ganzen zunächst einmal positiv gegenüberstehen. Wenn du den Schritt der Entlassung aus dem Dienst erst einmal gewagt hast, kannst du ja auch ohne Probleme immer weiter suchen, weil du dann eben nicht mehr verbeamtet bist. Man gibt damit ja nicht nur die bisherigen Vorteile auf, sondern gewinnt auch neue Vorteile.

    LG DFU

  • Ich kann nichts dazu sagen, weil ich natürlich noch nicht in dem Bereich arbeite, aber die Supervisionen sollen dort regelmäßig mit einer höheren Frequenz stattfinden. Außerdem sind die Aufgabenbereiche klarer abgesteckt. Ich vermute das so weniger Einmischung möglich ist. Außerdem sieht man seine Kollegen da viel seltener. Es ist egal, ob man lieb und nett ist oder selbstbewusst. Leute die mobben wollen, mobben. Die brauchen keinen Grund dazu. Ganz ehrlich, ich hab das Mobbing bei meiner aktuellen Stelle absichtlich nicht beschrieben. Es war kein Unterricht mehr möglich. Weiter erklären möchte ich das nicht, weil das hier ja öffentlich ist.

  • Supervision heißt, es kommt alle Jubeljahre mal ein Mediator vorbei, wo dann alle wie im Kindergarten im Kreis sitzen und nacheinander ihre Probleme vortragen und man gemeinsam überlegt, wie man vorgehen kann. Das kann funktionieren. In den wenigstens Fällen tut es das dann aber, weil Job eben Job ist und deine Arbeitskollegen nicht deine Freunde. Ich selbst halte es für einen großen Trugschluss zu glauben, dass man mit Supervision automatisch ein erstklassiges Kollegenklima hat. Im Gegenteil. Ich habe früher schon Supervisionen erlebt, bei denen man den Raum wechseln musste, weil sich einige Teilnehmer fast an die Gurgel gegangen sind.

    Bezüglich Supervision im Schulbereich habe ich die gegenteilige Erfahrung gemacht:

    Ich war in unterschiedlichen Supervivionsgruppen: einmal auf Schulamtsebene und einmal auf Schulebene, habe mit drei unterschiedlichen Mediatoren Erfahrungen. Die Teilnahme war immer freiwillig, teilweise mit Kosten verbunden.

    Zum einen kommt es auf den Mediator an: Am hilfreichsten war der Mediator bzw. die Mediatorin, der unterschiedliche Lösungsstrategienmethoden aufweisen konnte und auch lösungsorientiert ausgebildet war.

    Von den Gruppen her war tatsächlich die schulamtsbezogene Gruppe am sinnvollsten. Bei der schulischen Gruppe hatten wir ähnliche Probleme, die besprochenen Probleme wiederholten sich und man drehte sich mit der Zeit im Kreis. Dennoch hatten diejenigen, die an der schulischen Gruppe teilgenommen haben, untereinander ein besseres Verständnis und somit hat sich das positiv auf das Verhältnis ausgewirkt.

    Ich selbst habe sehr viel von den Supervisionsgruppen profitiert - das war eine ständige Fortbildung - und es hat mir im Lauf der Jahre eine gewisse Gelassenheit gegenüber auftretenden Problemen gegeben.

  • Ich hoffe, die Supervisionsgruppen wurden von Supervisoren geleitet.

    Mediatoren sollten Mediation machen.

    Es ist nicht dasselbe und bei den großen Verbänden unterschiedliche Weiterbildungen, die jeweils grob 2 Jahre dauern können, NACH einer grundständigen Beratungsausbildung.

    Kann aber sein, dass Schulämter billig ausschreiben.

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