Beiträge von DFU

    Dass du Organisatorisches an einer neuen Schule erst neu lernen musst, ist normal. An vielen Schulen ist es leider auch nicht ungewöhnlich, dass neue Kollegen nicht mehr wie Referendare an die Hand genommen werden. In diesem Fall such dir selbst Kollegen in deinen Fächern, die dir helfen können und wollen - konkret oder durch Nennung der Ansprechpartner.

    Referendare bekommen bei uns nicht die Klassen mit den meisten Sonderfälle sondern bewußt pflegeleichte. Neue Kollegen bekommen dagegen die Klassen, die übrig bleiben, wenn die Kollegen ihre Deputatwünsche geäußert haben. Das müssen keine schwierigen Klassen sein, aber es wird nicht mehr bewußt auf einen einfachen Einstieg geachtet.

    Und vielleicht ist deine neue Schule mit der alten auch nicht vergleichbar (Stadt - Land, kirchlich, Brennpunkt,...). In dem Fall funktioniert Bewährtes vielleicht nicht wie gehabt. Und gerade bei neuen Lehrern wird gerne ausgetestet.

    Gib dir also Zeit und frage bei Kollegen, ob es Absprachen zum Umgang gibt, oder wie sie mit solchen Situationen (erfolgreich) umgehen.

    Ich kenne von weiterführenden Schulen auch maximal Hausaufgabengutscheine. Da Hausaufgaben ja nicht zum Schülerärgern aufgegeben werden, kenne ich auch die Variante, dass einmal die Hausaufgaben später vorgezeigt werden dürfen, weil man erwas anderes vorhat.

    Vielleicht kommt der Unterschied zur Grundschule auch daher, dass das Klassenlehrerteam ihre Klasse oft nicht einmal gemeinsam jeden Tag sehen und damit nicht jeden Geburtstag gleichermaßen feiern können.

    Einen privaten Drucker sollte man nur anschaffen, wenn man viele private Kopien macht.

    Bei schulischen Kopien sollte man zumindest zu Beginn davon ausgehen, dass man sie in der Schule drucken kann. Im Optimalfall ist ja auch nicht alles erst am Abend vorher fertig.

    Wer dann feststellt, dass er manches Schulische lieber privat druckt, kann das ja machen, aber es darf nicht erwartet werden. Auch nicht im Referendariat.

    Bei uns kam auch die Frage auf, ob es nach der maximalen Sonnenabdeckung wieder heller wird.

    Meine Messung mit dem Lichtsensor des Handys und der PhyphoxApp hat direkt nach dem Maximum der Sonnenginsternis einen sehr leichten Anstieg der Beleuchtungsstärke angezeigt. Dann wurde es aber wegen des Sonnenuntergangs wieder weniger Licht.

    Ich befürchte die Messung war nicht sehr genau, hat aber der gefühlten Helligkeit entsprochen. Still wurde es bei uns nicht. Allerdings waren vorher auch keine Tiere zu hören oder sehen.

    In Baden-Württemberg am Gymnasium habe ich von unserer letzten Teilzeitreferendarin gelernt, dass das erste halbe Jahr, d.h. das ohne eigene Klassen, zumindest an ihrem Seminarstabdort nicht in Teilzeit angeboten wird.

    Ansonsten gilt wie immer in unserem Beruf in BW, dass Teilzeit sich selten lohnt, da du ja beispielsweise bei Streckung eines Referendarsjahrs auf den doppelten Zeitraum auch an doppelt so vielen Gesamtlehrerkonferenzen und Wandertagen teilnehmen musst.

    Wenn du also Teilzeit arbeitet, muss du selbst deine Arbeitszeit sehr genau im Blick behalten.

    Wenn ihr euch zu Hsuse einig seid, dann kann Teilzeit aber eine gute Entlastung sein.

    Ich empfehle die Zeit, in der dein Partner sich um Kinder uns Haushalt kümmert, dann auch wirklich nicht ansprechbar zu sein und einen entsprechenden Arbeitsort zu wählen, z.B. das geschlossene Arbeitszimmer oder die Mint-Sammlung in der Schule. Umgekehrt sollte aber auch die Familienzeit klar festgelegt sein und eingehalten werden , damit das klappt.

    Wie kommst du auf die Idee?

    Gerade jetzt mit dem Wechsel von G8 auf G9 sollte der Nachmittagsunterricht eh etwas weniger werden. Und Schule ist zwar Ländersache, aber ich erwarte trotzdem keinen Alleingang bei der Länge der Sommerferien.

    Samstagsunterricht wäre in BW an allen Schulen alle zwei Wochen, eben an den offiziellen Schulsamstagen, möglich. Ich persönlich kenne keine Schule in BW, an der es aktuell Samstagsunterricht gibt. Aber einige Lehrer, die es von früher oder aus ihrer Zeit als Schüler noch kennen.

    Aus heutiger Sicht unvorstellbar, weil so viele Samstagsveranstaltungen (z.B. Fußballspiele der Jugendmannschaften oder andere Sportwettkämpfe, Konfirmandenunterricht,…) schon am Vormittag starten und in den letzten Jahren statt der 6-Tage-Woche eher die 4-Tage-Woche angedacht wurde.

    Aber als Schüler fand ich die kurzen Schultage mit nur zwei Doppelstunden sehr angenehm, und man hatte an den anderen Tagen zwei Stunden weniger, was weniger Nachmittagsunterricht bedeutete. Und Veranstaltungen für Schüler waren entweder nur an den anderen Wochenenden oder begannen eben später. Bei den Kollegen ist das natürlich abhängig von den eigenen Vorlieben und Familienverhältnissen.

    In BW ist es so, dass bei Einführung des Englischunterrichts in der Grundschule die Stundenzahl in der gymnasialen Unterstufe entsprechend gekürzt wurde. Daher kommen die Schüler zwar mit mehr Kenntnissen an unsere Schule, sind Ende der Unterstufe aber keinesfalls weiter als früher.

    In der Unterstufe ist das Lerntempo langsamer und die Schreibweise des Grundschulwortschatzes muss ja auch erst noch gelernt werden. in BW müssen die Schüler in der Grundschule Wörter (z.B. in Tests) nur von Vorlagen abschreiben können.

    Und natürlich macht es einen Unterschied, ob ich das Arbeitszimmer abhängig von seiner Größe, oder ob ich die Abnutzung der heimischen Wohnung abhängig von der Anzahl der Arbeitstage, an denen ich zu Hause gearbeitet habe, absetzen kann.

    Lehrer mit großem Arbeitszimmer, die dort viel lagern aber wenig arbeiten, haben Nachteile. Lehrer mit kleinem oder ohne Arbeitszimmer, die zu Hause viel schulisch arbeiten, gewinnen.

    Und wer ein Arbeitszimmer hat und wegen langer Krankenzeit wenig zu Hause gearbeitet hat, wie Chilipaprika, hat ebenfalls einen steuerlichen Nachteil gegenüber früher.

    chilipaprika Ich habe dieses Jahr für meine Krankentage keine Tagespauschale beantragt. Wenn ich aber mit gebrochenen Bein zu Hause wäre und zwar nicht unterrichten könnte, aber Klassenarbeiten konzipieren und/oder korrigieren und Vertretungsmaterial vorbereiten könnte (Ergänzung: und das auch getan hätte), dann würde ich diese Tage ohne schlechtes Gewissen steuerlich als Arbeitstage werten.

    In BW kann man am Ende auch mehrere Notenpunkte unabhängig vom Erwartungshorizont für schlechte Form oder zu viele sprachliche Mängel o.ä. abziehen.

    Aber man sollte damit nicht erst im Abitur anfangen.


    Wenn man in meinen und Kris24 Fächern korrigiert, gibt es zwei Möglichkeiten: Punktabzüge für Fehler oder Punkte für Richtiges (oder Mischformen). Bei ersterem Verfahren schneiden Schüler meist schlechter ab.

    So wie ich die Diskussionen hier verstehe, passt in den sprachlichen Fächern eher die zweite Methode zum vorgegebenen Erwartungshorizont. Und damit erkläre ich mir die Noten, die oft nicht zum Gesamteindruck laut professionellen Bauchgefühl passen.

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