Beiträge von DFU

    Bei uns gibt es ein Fach, das als Leistungsfach schon seit Jahren jahrgangsübergreifend unterrichtet wird. Es gibt unabhängige Themen, die der eine Jahrgang in der einen Reihenfolge und der andere Jahrgang in der anderen Reihenfolge lernen kann.

    Wenn ich als Lehrer zwei Lerngruppen in zwei Räumen unterrichten sollte, würde ich dafür auch zwei Deputatsstunden fordern. Es sei denn es ist so gedacht, dass du die Unterrichtszeit deiner Abwesenheit auch weder vor- noch nachbereiten sollst. Aber das wird dir niemand so zusagen.

    Wenn du die Jahrgänge aber lehrplanbedingt nicht komplett parallel unterrichten kannst, kann ein zusätzlicher Ausweichraum nebenan für Stillarbeitsphasen eines Teils der Klasse eine Hilfe sein.

    Es ist üblich, dass das Zeugnisheft in der Schule dann abgegeben und aufgehoben wird.

    Zwingend notwendig ist es dann, wenn Belegungen nachgewiesen werden müssen. Sei es in einer Sprache wie Chilipaprika schreibt oder in Informatik, wenn es darum geht, ob es in der Oberstufe als Basisfach gewählt werden darf, oder in entsprechenden anderen Fällen.

    Für die Anmeldung an die neue Schule sollte das aktuelle Versetzungszeugnis genügen. Ein Gymnasium kann auch eine beglaubigte Kopie erstellen, wenn das Original nicht verschickt werden soll.

    Man kann die Schüler das kleine 1x1 (bis 9x9) auch auf einem Ziffernpuzzle aus Schaumstoff (so Bodenmatten) hüpfen lassen.

    Erst mit den beiden Beinen auf die beiden Faktoren, dann auf die Ziffern des Produkts.

    Oder nur die Produkte einer Reihe.

    Bei Landesbediensteten schon. Bei Angestellten des kommunalen Schulträgers, ist natürlich dieser personalführend. Was genau meinst du mit Lehrertätigkeiten?

    Das habe ich tatsächlich nicht genau ausgeführt. So wie ich es verstanden habe, wurde oben irgendwo geschrieben, dass die Schulleitung dem Sekretariat Aufgaben anweisen kann, um Lehrer zu entlasten. Ich wollte nur anzweifeln, dass sie da komplett frei ist. Wie Zauberwald geschrieben hat, können die Aufgabenbereiche des Sekretariats nicht beliebig durch die Schulleitung verändert werden.

    Bei uns sind die Sekretärinnen keine Landesangestellten.

    Was meinst du mit vollständig? Personalführende Dienststelle ist das zuständige Schulamt. Die Weisungsbefugnis liegt natürlich bei der Schulleitung.

    Bei euch ist die personalführende Dienststelle für die Sekretärinnen das zuständige Schulamt? Bei uns ist das die Gemeinde, die Schulleitung kann daher nicht einfach bisherige Lehrertätigkeiten in die Verwaltung bzw. das Sekretariat verlagern.

    Wenn du selbst Bedenken hast, etwas, zu dem du angewiesen wirst, so durchzuführen, musst du deine Bedenken schriftlich äußern, d.h. remonstrieren. Sei es, dass du es für rechtlich nicht korrekt hälst oder eben der begründeten Meinung bist, dass du die Sicherheit der Schüler nicht gewähren kannst. Das verhindert nicht, dass du die angewiesene Tätigkeit durchführen musst, aber wenn dann die Schulleitung bei der Anweisung bleibt, steht sie mit dem Bein im Gefängnis.

    Beim Werkunterricht würde ich ohne den entsprechenden Schein aber mit den Schülern trotzdem nicht an die Maschinen gehen, sondern wie bisher höchstens einfache Arbeiten und Theorie machen.

    Natürlich wäre es toll, wenn die Schulleitung dir aktiv Fortbildungen empfiehlt, aber die Pflicht zur Weiterbildung müssen wir alle sowieso erfüllen. Du kannst dich also auch selbst informieren und aktiv werden. Und es ist nur sinnvoll selbst die rechtlichen Grundlagen seines Tuns als Fachlehrer, egal ob studiert oder fachfremd, zu kennen bzw. sich anzulesen.

    Und ich bin mir sicher, dass es bei mir nicht genehmigt würde. Wenn es genehmigt wäre, hätte ich ein Recht auf die Reisekosten und die Schulleitung ein Problem, die Übernahme der dienstlich notwendigen Einkäufe abzulehnen, wenn ich sie beantragte. Der Notwendigkeit wäre durch die Genehmigung der dienstliche Fahrt ja bereits zugestimmt.

    Grundsätzlich wird es dadurch eine Dienstfahrt, dass die Schulleitung sie genehmigt.

    Genau das meine ich, wer genehmigt denn die Fahrt zum Rotstiftekaufen? Entweder sind sie vorrätig oder es gibt keine, solange niemand die Korrektur verweigert.

    Insbesondere Dienstfahrten, bei denen Geld ausgegeben wird, werden sicher nicht ohne Prüfung genehmigt. Wenn ein Kauf dienstlich ist, heißt das ja, dass er dienstlich finanziert werden muss.

    Naja, einmal zum Baumarkt fahren für 3€, da lohnt der Antrag finanziell nicht, daran und an der Reisekostenabrechnung hinterher sitzt man mindestens 15 min, da ist mein Stundenlohn höher.

    Aber die 15 Minuten Arbeitszeit bekommst du sowieso bezahlt. Wir alle bekommen doch für unsere Arbeit Gehalt oder Dienstbezüge.

    Wenn du allerdings deine Reisekostenabrechnung in deiner Freizeit machst, stimme ich dir zu.

    Ganz so einfach ist das aber nicht. Die Stifte kaufe ich im Schreibwarengeschäft. Da kaufe ich i.R. nur für die Schule ein. Für Toner fahre ich zu so einem Drittanbieter. Der Baumarkt ist bei mir näher als die beiden. Da "Quatsch" zu schreiben, ist daher nicht passend. Am Ende muss jeder selbst wissen, wo er die Grenze zieht.

    Aber Rotstiifte kaufen, die du privat für dich finanzierst, ist doch keine Dienstfahrt.

    Oder hat der für die Ausstattung der Schule zuständige Schulträger, dir auf Nachfrage gesagt, dass jeder selbst losfahren und für sich Rotstifte kaufen soll?

    Ich weiß, dass es nicht an allen Schulen bzw. nur an den wenigsten Schulen Rotstifte für Lehrer gibt, aber nur weil du sie privat zahlst und von der Steuer absetzt, ist es noch keine Dienstfahrt. Und der Hinweis, dass man leider erst weiterkorrigieren kann, wenn ein Stift dafür gestellt wird, sollte überall dazu führen, dass sie gestellt werden. Niemand wird einen Lehrer offiziell und schriftlich anweisen das Arbeitsmaterial privat zu kaufen. Zumal wenn es sich um Verbrauchsmaterial handelt. Die gestellten Rotstifte wären dann aber sicher ein eher günstiges und nicht unbedingt dein favorisiertes Modell, da die Kosten sicher vom normalen Schulbudget abgingen.

    Der geziehlte Großeinkauf für ein Schulprojekt, dass nicht privat finanziert wird, ist dagegen schon eine Dienstfahrt.

    In BW muss eine Dienstfahrt im Vorfeld bei der Schulleitung beantragt werden. Dazu sind bei uns nicht viele Angaben notwendig: wer?, wann?, warum?, entstehen Kosten? Eine Reisekostenabrechnung kann hinterher dann unter Vorlage der Reisegenehmigung beim LBV (Landesamt für Besoldung und Versorgung) gestellt werden. Wer auf das Geld verzichten möchte, darf das.

    Bei uns gibt es neben dem Vorbereitungsraum noch einen Aufsichtsraum. Schüler A muss da nach der Prüfung noch sitzen, bis Schüler C im Prüfungsraum ist, damit sie sich nicht treffen können. Dabei werden alle Schüler vom Protokollant auf ihren Wegen begleitet.

    Ähnlich wird es überall sein.

    Wenn man eine Vertretung über einen längeren Zeitraum übernehmen soll, ist es immer besser, wenn man statt der normalen Mehrarbeit eine kurzfristige Erhöhung der Deputatsstundenzahl erhalten kann.

    Wenn eine A-Woche ausfällt, fallen gleich zwei statt einer Stunde aus und man sich die Klasse bei eigentlich einstündigen Fächern gleich drei Wochen nicht.

    Wenn man die Wochen mit den Feiertagen hat, ist der extreme Unterrichtsausfall bei Domnerstagsstunden bereits vorprogrammiert. Bei uns mag kaum jemand Doppelstunden in einstündigen Fächern.


    Und zu den Raumewechselzeiten: Wenn die Wechselzeiten bei Teilabordnungen zu lang dauern, kann es dafür Entlastungsstunden geben. Ist aber trotzdem immer ein Minusgeschäft.

    Kreidemeister

    Tut mir leid, dass wir dir keine erwünschtere Antwort geben können. Leider ist es in unserem Beruf oft so, dass wir selbst sehr darauf achten müssen, die rechtlich ausreichenden Pausenzeiten auch zu nutzen.

    Dabei zähle ich für mich die Fünfminutenpausen für den Raumwechsel nicht als Pause. Da bleibt mir manchmal noch eine Minute, mehr aber nicht. Die längeren Pausen ab 15 Minuten muss man sich an so langen Tagen, dann aber bewusst frei halten. Da zähle ich dann für mich aber ebensowenig die einzelnen Minute wie bei den kleinen Pausen. Wenn ich eine Pause wirklich frei haben möchte, gehe ich in ein leeres Zimmer oder raus. Brauche ich sie nicht ganz so dringend, bin ich im Lehrerzimmer, wo man mich auch ansprechen kann.

    Und wie gesagt, die Problematik mit den Prüfungsblöcken ansprechen. Wenn es allen bzw. der Mehrheit zu anstrengend ist, dann solltet ihr es generell ändern. wenn es nur für dich so ist, sollte man dir einen Block Pause gönnen und die Prüfungen auf zwei Tage verteilen, damit auch die letzten Prüflinge noch einen fitten Prüfer haben. Dabei bist du aber wegen der rechtlichen Lage möglicherweise auf Entgegenkommen deiner Schulleitung angewiesen.

    Beim Elternsprechtag gibt es dann auch Möglichkeiten das in den Jahren, in denen du bis 14 Uhr Unterricht hast, selbständig zu lösen.

    Mich wundert der pausenlose Einsatz am Prüfungstag. Wenn du vier Prüfungsblöcke hast, müssen da doch Pausen dazwischen sein, sonst wäre es nur ein Block. Oder hast du zwischen den Prüfungsblöcken noch Aufsicht im Vorbereitungsraum?
    Ich zweifle nicht an, dass du da einen sehr langen und anstrengenden Arbeitstag hast, ich befürchte aber, dass du die Pausen dabei einfach ausklammerst.

    Wenn du am Prüfungstag eine längere Pause benötigst, bitte den Zuständigen, um Berücksichtigung deines Pausenbedarfs. Vielleicht kann man dir entgegenkommen.
    Und wenn du vor dem Elternsprechnachmittag eine längere Mittagspause benötigst, dann bitte um Entfall der letzen Unterrichtsstunde oder blockiere die ersten Gesprächstermine.

    Bei uns sind 30 Minuten Mittagspause aber durchaus üblich. Solche langen Tage sind nicht schön, aber solche Belastungsspitzen sind in unserem Beruf durchaus üblich. Wenn du das schlecht verträgst, musst du konsequent in unterrichtsfreien Zeiten vorbereiten. Und im Unterricht Phasen einbauen, in denen du dich zurücknehmen kannst, weil deine Schüler selbstständig arbeiten können.

    Ich wurde von Unterstufenschülern gefragt, ob ich glaube, dass es wieder zu einem Lockdown kommt. Ich war erst ganz verwirrt, wie sie darauf kommen. Antwort auf meine Nachfrage: „Wegen dem Hantavirus.“

    Wir haben dann über den Virus gesprochen und dass die Übertragung von Mensch zu Mensch viel einfacher einzudämmen ist als bei Corona, weil Händewaschen bei Schmierinfektion viel besser hilft. Das hat sie dann beruhigt. Ich war jedenfalls froh, dass ich den Virus tatsächlich schon vorher kannte, und etwas dazu sagen konnte.

    Ebola war zu dem Zeitpunkt nicht aktuell in den Nachrichten.

    Okay, dass ist dann deutlich mehr als in den fachpraktischen Prüfungen der anderen Fächer.

    Vermutlich bekommt man weniger davon mit, weil es nicht im Schulhaus stattfindet. Die abgeschaltete Stundenklingel für das fachpraktische Musikabitur bemerkt natürlich jeder.

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