Ganz so einfach ist das aber nicht. Die Stifte kaufe ich im Schreibwarengeschäft. Da kaufe ich i.R. nur für die Schule ein. Für Toner fahre ich zu so einem Drittanbieter. Der Baumarkt ist bei mir näher als die beiden. Da "Quatsch" zu schreiben, ist daher nicht passend. Am Ende muss jeder selbst wissen, wo er die Grenze zieht.
Aber Rotstiifte kaufen, die du privat für dich finanzierst, ist doch keine Dienstfahrt.
Oder hat der für die Ausstattung der Schule zuständige Schulträger, dir auf Nachfrage gesagt, dass jeder selbst losfahren und für sich Rotstifte kaufen soll?
Ich weiß, dass es nicht an allen Schulen bzw. nur an den wenigsten Schulen Rotstifte für Lehrer gibt, aber nur weil du sie privat zahlst und von der Steuer absetzt, ist es noch keine Dienstfahrt. Und der Hinweis, dass man leider erst weiterkorrigieren kann, wenn ein Stift dafür gestellt wird, sollte überall dazu führen, dass sie gestellt werden. Niemand wird einen Lehrer offiziell und schriftlich anweisen das Arbeitsmaterial privat zu kaufen. Zumal wenn es sich um Verbrauchsmaterial handelt. Die gestellten Rotstifte wären dann aber sicher ein eher günstiges und nicht unbedingt dein favorisiertes Modell, da die Kosten sicher vom normalen Schulbudget abgingen.
Der geziehlte Großeinkauf für ein Schulprojekt, dass nicht privat finanziert wird, ist dagegen schon eine Dienstfahrt.
In BW muss eine Dienstfahrt im Vorfeld bei der Schulleitung beantragt werden. Dazu sind bei uns nicht viele Angaben notwendig: wer?, wann?, warum?, entstehen Kosten? Eine Reisekostenabrechnung kann hinterher dann unter Vorlage der Reisegenehmigung beim LBV (Landesamt für Besoldung und Versorgung) gestellt werden. Wer auf das Geld verzichten möchte, darf das.