Beiträge von DFU

    Ich wundere mich, dass so viele hier der Meinung sind man könne nicht erwarten, dass Schüler eine frühere Verbindung nehmen. Das mache ich jetzt, wenn ich mal die Bahn zur Arbeit nehme, und das habe ich damals auch als Schüler gemacht (und alle Mitschüler ebenfalls). Absolut niemand von uns wäre auf die Idee gekommen, die letzte mögliche Verbindung zu nehmen. Der ÖPNV ist nie komplett zuverlässig und man kann meines Erachtens schon erwarten, dass Schüler einen kleinen Puffer einplanen und zusehen, dass sie pünktlich kommen.

    Ich nehme dann auch nicht die letzte Bahn, aber vor allem deswegen nicht, weil ich bei der umsteigen muss. Da führt wenig Verspätung schnell zum Verpassen des Anschlusses und damit schlussendlich zu einer sehr großen Verspätung.

    Wenn ich eine direkte (sichere) Verbindung hätte, würde ich die passende Bahn nehmen und keine frühere.

    Bei angesagten Verspätungen oder Ausfällen muss man natürlich seine Fahrzeit immer anpassen.

    Wenn ihr die Regel habt, dass Schüler ab 25 Minuten Verspätung als unentschuldigt fehlend gelten, dann würde ich an geeigneter Stelle für die Zukunft nachfragen, wie das bei Klassenarbeiten zu halten ist. Und wie es in dem Fall ist, dass noch eine Entschuldigung nachgereicht wird.

    Wenn sie jetzt entschuldigt fehlt, dann entscheidet in BW am Gymnasium der Fachlehrer, ob nachgeschrieben wird. Die Schüler haben kein Recht darauf. Und auch kein Recht darauf, dass sie nicht nachschreiben müssen.

    Wenn du sowieso schon in Arbeit ertrinkst und die Noten wirklich eindeutig sind, dann würde ich nicht nachschreiben lassen. Wenn sie sich theoretisch noch verbessern könnte, und das im Unterschied zu dir auch für möglich hält, würde ich sie nachschreiben lassen. Wenn sie sich beschwert, hast du sonst noch mehr Arbeit. Und wenn du glaubst, dass ihr der Vorteil nichts nutzt, würde ich einfach die gleiche Klassenarbeit zum Nachtermin nehmen. Mündlich würde ich in der Situation nicht nachprüfen.

    Wenn die Schülerin sich im Unterricht nicht benimmt (provoziert, stört,…), darfst du als Lehrerin das nicht persönlich nehmen und musst trotzdem professionell agieren. Auch dann, wenn du müde und/oder gesundheitlich angeschlagen bist. Wenn du das nicht mehr kannst, musst du dich vielleicht trotz anstehender Klassenarbeiten zunächst zu Hause erholen und wieder gesund werden. Gerade weil du durch die Klassenzuteilungen für eine Anfängerin ohne Routine oder altes Material stark belastet bist, ist es wichtig, das du auf deine Gesundheit achtest.

    Das ist reine Auslegungssache, mal wieder. Ich würde auch erwarten, dass man zu einem wichtigen Termin (dazu gehören für mich auch Klausuren) nicht die knappste Verbindung nimmt.

    Das Problem war aber doch nicht die knappe Verbindung, sondern dass sie die Bahn erst gar nicht pünktlich erreicht hat. Das ist dann natürlich schon eigenes Verschulden.

    Haubsi1975

    Oder geht es um eine Bescheinigung der Bahn, dass die Anschlussbahn wegen einer verspäteten ersten Bahn nicht erreicht wurde?

    Um welche Klasse/welches Alter in welchem Bundesland handelt es sich denn?

    Ich finde es sehr ungeschickt, dass du sie weggeschickt hast, obwohl sie die Arbeit schreiben wollte. Warum hat sie nicht einfach mit weniger Zeit mitgeschrieben? Dann hätte sie zumindest noch die Möglichkeit gehabt, eine bessere als eine ungenügende Leistung abzugeben.

    Da sie unentschuldigt zu spät kam, war die Verspätung ihre eigene Sache. Nachdem du ihr aber verwehrt hast, verspätet noch einzusteigen, würde ich auch denken, dass das Verbot des Nachschreibens jetzt schwer zu begründen ist. Es sei denn ihr habt eine Regelung, die das Mitschreiben bei Verspätung untersagt.

    Und die Bereitschaftsstunden mit Anwesenheitspflicht für spontane Vertretungen sollten auch fest in deinem Stundenplan stehen, sonst hast du nämlich ganz schnell mehr Stunden Bereitschaft.

    Alternativ kann dich der Vertreter nach Bedarf einsetzen, dann aber bitte mit entsprechendem Vorlauf von mindestens einem Tag und am besten trotzdem einem vereinbartem Zeitfenster, so dass du auch privat planen kannst.

    Rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass man vermutlich nicht mehr Freizeit hat, als ein "normaler" Arbeitnehmer. Man kann sich die Arbeit halt oft sehr frei einteilen, wodurch manchmal der Eindruck entstehen kann, man hätte mehr Freizeit.

    Oder es entsteht der Eindruck, dass man immer arbeitet, wenn man eben auch sonntags arbeitet. (Eine ausreichend lange Wochenendpause hat man aber auch, wenn man von Freitagmittag bis Sonntagmorgen pausiert.)

    Wenn wir mal von Lehrern ausgehen, die die 41h-Woche übers Schuljahr gesehen im Schnitt einhalten und ihrem Dienstherrn oder Arbeitgeber keine zusätzlichen Arbeitsstunden schenken, kann man sicher außerhalb der Ferienzeiten länger arbeiten und sich dadurch zusätzliche freie Tage als Ausgleich schaffen.

    Das man alles, d.h. die komplette Unterrichtsplanung und -vorbereitung und die Erstellung und Korrektur aller Klassenarbeiten, problemlos außerhalb der Ferien in den wöchentlichen 10-15 Arbeitsstunden, die man nicht direkt durch Unterricht und Aufsichten gebunden ist, erledigen kann, ist aber sicherlich nicht die Regel sondern passiert höchstens in Einzelfällen.

    Prinzipiell hängt es aber stark von den Kollegen ab und je nach Bundesland auch von den Fächern. In BW korrigiert man in Sek1-Klassen beispielsweise nicht unbedingt weniger als in der Oberstufe. Und es gibt auch nicht die Trennung in Korrekturfach und Nichtkorrekturfach wie in NRW.

    Wichtig ist wie bei allen Tätigkeiten mit Vertrauensarbeitszeit, dass man für sich selbst die Zeit im Blick behält, so dass man auf Dauer nicht zu viel oder zu wenig arbeitet.

    CDL wäre ich und ich habe mich bislang nicht geäußert gehabt in diesem Thread…

    Entschuldige bitte. Ich war mir so sicher, dass es von dir war, dass ich vorm Absenden nicht noch einmal nachgesehen hatte.

    Ich wollte mich Beitrag 6 von Flipper79 anschließen.

    8| Ernsthaft?!? Ich staune nur noch. Ich kenne keine Kinder in dem Alter, die nach 20 Uhr ins Bett gehen und erst recht nicht bis frühmorgens mit ihren Eltern auf Partys unterwegs sind. Wenn kleinere Kinder auf Feiern - z. B. Hochzeiten - dabei sind, verlassen entweder die Eltern zusammen mit den Kindern die Feier recht früh oder ein Elternteil fährt mit den Kindern nach Hause. Habe ich noch nie, wirklich nicht in einem einzigen Fall!, anders erlebt.

    Kleinere Kinder, die am nächsten Tag nicht fit sein müssen, auf Feiern mitzunehmen ist wirklich kein Problem, wenn die Kinder frei herumlaufen können und später genug Platz zum herumliegen vorhanden ist. Man sollte natürlich kein Kind haben, dass am nächsten Tag durch ist, wenn man die Abendroutine nur ein bißchen ändert. Von Vorteil ist bei Hochzeiten auch, wenn direkt in einem Hotel gefeiert wird. Dann können die Eltern weiter feiern und als Babysitter genügt ein Babyfon.

    Ich habe schon beides erlebt, eine Geburtstagsfeier, die extra auch für kleine Kinder ausgelegt war, und eine Geburtstagsfeier, bei der extra nur die Eltern ohne Kinder eingeladen waren. Der gleiche Gastgeber wollte es eben ein Jahr so und ein Jahr so.

    Ein richtig schickes Restaurant ist aber sicherlich nur bei wenigen Kindern eine unproblematische Örtlichkeit für abendliches langes Aufbleiben. (Und die Eltern haben das in diesem Fall ja auch noch selbst gemerkt.)

    So wie CDL sagt, kann man das begründen:

    Ihr habt nur deswegen ein für Kinder völlig ungeeignetes Restaurant und eine ungeeignete Zeit gewählt, weil ihr ja nur die Erwachsenen eingeladen habt. Und ihr findet es total schade, dass der Babysitter nicht kann, müsst in diesem Restaurant aber davon abraten, die Kinder mitzubringen, weil es dafür einfach nicht geeignet ist. Ihr würdet euch aber freuen, wenn trotzdem zumindest ein Elternteil kommen kann.

    Wenn man seinen Geburtstag ohne Kinder feiern möchte, kann man das meiner Meinung nach durchaus sagen. Ich würde es eigentlich als normal empfinden, dass dann ein Elternteil absagt, weil es auf die Kinder aufpassen muss, und das andere Elternteil kommt. Wenn ihr das also von Anfang an so kommuniziert habt, geht es auf jeden Fall. Nur wenn ihr vorher angedeutet hätte, dass sie lieber mit Kindern als gar nicht kommen, wäre das schwierig.

    Anderer Punkt:

    Könnt ihr im Restaurant überhaupt noch die Tischreservierung verändern, so dass zwei Personen (oder sind es mehr Kinder) an den Tisch passen? Wenn ihr sehr schick essen geht, gibt es ja vermutlich entsprechend viel Geschirr, so dass man nicht beliebig zusammenrücken kann. Wenn nicht ist es nicht möglich.

    Oder gibt es im Restaurant sogar einen Nebenraum, in dem die Eltern ihre Kinder vorm Essen zum Schlafen hinlegen können? (Wie alt sind die Kinder überhaupt?)

    In BW haben die Schüler Unterricht bis zum schriftlichen Abitur, dann haben sie die schriftlichen Prüfungen und dann natürlich wieder Unterricht bis zu den mündlichen Prüfungen im Juni. Da findet ja auch noch Prüfungsvorbereitung statt.

    Und da die letzten Kurse auch noch für das Zeugnis relevant sind, wäre es seltsam, wenn das letzte Halbjahr nur die paar Wochen von Februar bis Ostern ginge. Es ist so schon kürzer als die anderen.

    Müsst ihr in NRW und Hessen eure Schüler bereits bis zu den schriftlichen Prüfungen um Ostern herum auch vollständig auf die mündlichen Prüfungen vorbereitet haben?

    Plattenspieler hat schon recht, zunächst solltest du mit den Dienstgeräten arbeiten. Was steht dir denn da zur Verfügung?

    Erst dann solltest du überlegen, ob du dir darüber hinaus auch noch ein eigenes Gerät anschaffen möchtest. Und dann auch, was dieses können soll, was dein Dienstgerät aber nicht kann.

    Ich habe bei deinem ersten Post übrigens als erstes an ein Surface gedacht, obwohl ich das nicht habe. Inzwischen glaube ich, dass das der eierlegenden Wollmilchsau am nächsten kommt. Kann aber sehr leicht dein Budget sprengen.

    Deswegen noch mal der Hinweis, bevor man sagt, 4/4 macht immer Sinn und deshalb ändert man das, sollte man das gut prüfen, denn nein, es macht nicht immer Sinn!

    Ich habe doch gar nicht gesagt, dass 4/4 immer Sinn macht.

    Aber für die Steuer, die man zahlen muss, ist tatsächlich egal, der Betrag ist am Ende immer gleich.

    Es sind andere Dinge, die für oder gegen die eine oder andere Steuerklassenkombination sprechen können: Will ich mein Geld lieber anlegen statt es beim Finanzamt zu parken? Will ich zukünftiges Elterngeld optimieren?

    Kann ich dann als Protestant, der in einem katholischen Bundesland lebt, Sonderurlaub für den Reformationstag (31. Oktober) bekommen?
    Was kann ich dafür, daß die Katholiken hier Allerheiligen einen Tag später feiern? :zungeraus:

    Falsches Bundesland: In BW ist der 31.10. immer unterrichtsfrei. :)

    Im Schulrecht müsstest du aber genau nachlesen können, welche Religionszugehörigkeit inklusive aktive Ausübung für welche Tage Sonderurlaub ermöglicht.

    Das hatte ich schon verstanden, bei einem Angestellten und einer Beamtin ohne weiteres Einkommen aus Selbständigkeit, sollte das aber nicht der Fall sein. Um euren Fall nicht ganz auszuschließen hatte ich in meine Aussage noch ein relativierendes „eher“ eingebaut.

    Ich unterrichte auch ukrainische Schüler. Sie sind im Unterricht anwesend, beschäftigen sich aber durchaus auch mal mit ihrer ukrainischen Mathematik. Im Gegensatz zu den hier genannten Drittklässlern, machen meine ukrainischen Schüler aber gerade parallel online ihren ukrainischen Schulabschluss. Außerdem habe ich die Information, dass alle der Schüler im nächsten Jahr nicht mehr an unserer Schule sind, sondern mit ihren Familien zurückkehren werden. Ich bin nicht sicher, ob das am Ende dann wirklich alles so bleibt, gehe aber trotzdem gegen diese Aktivitäten nicht weiter vor. Ich unterrichte sie in einem Fach, dass sie im nächsten Jahr auf keinen Fall mehr weiter belegen.

    Dieses oben beschriebene Pensum für die Drittklässler halte ich aber für Wahnsinn. Falls es asynchroner Unterricht ist, könnte man den Schülern eventuell anbieten jeden Tag zumindest eine Schulstunde am Vormittag an ukrainischen Aufgaben zu arbeiten. Unsere großen Schüler haben das im letzten Jahr teilweise in den Fächern getan, in denen sie mangels Deutschkenntnissen damals noch nichts verstanden haben. Sie haben ja ganz klar auch den ukrainischen Schulabschluss in absehbarer Zeit ablegen wollen. Inzwischen sind ihre Deutschkenntnisse aber viel besser und mir ist nichts dergleichen mehr bekannt. Noten bekommen die ukrainischen Schüler, die ich unterrichte in diesem Jahr aber wieder nicht. Vielleicht spielt auch das eine Rolle.

    wieder_da: Vielleicht gibt es ja auch an deiner Schule Fächer, in denen ihr euch das vorstellen könntet. Nicht weil ich es richtig finde, wenn die Eltern da bestärkt werden, sondern weil es für die Kinder nicht machbar erscheint, beides parallel zu stemmen.

    […], aber die Kollegin hat einfach trotz wochenlangem Versuchen der Schulleitung etwas zu erreichen nicht reagiert und wenigstens die Liste der Klassenarbeitsnoten geschickt und die lagen leider auch nicht wie sonst üblich in der Schule in Ordnern im Schrank, so dass man es einfach hätte nachgucken können.

    Wenn die Kollegin nicht reagiert hat, dann war sie aber vielleicht auch einfach zu krank. Es darf doch in so einem Fall nicht sein, dass die kranke Kollegin wochenlang von der Schulleitung bedrängt wird. Bei den allermeisten Kollegen ist damit zu rechnen, dass sie, wenn es ihre Krankheit zulässt, von sich aus die bisherigen Klassenarbeitsnoten weitergeben oder die Liste für den Ordner abholen lassen.

    Wer überlegt denn zuerst, ob er ein weiteres Kind finanzieren kann, und erst danach, ob er es sich wünscht? Im Normalfall gibt es zuerst den Kinderwunsch und dann folgen aufgrund des Wunsches finanzielle Überlegungen. Und in der Rechnung wird dann sicher auch ein Familienzuschlag berücksichtigt. Er ist ja jetzt ein Bezügebestandteil.

    Alle diejenigen, die sich vor ein paar Monaten aus finanziellen Gründen bewusst gegen ein Kind entschieden haben, rechnen vielleicht neu, aber warum sollte jemand rechnen, der kein oder kein weiteres Kind haben möchte, weil er mit seiner Familiensituation zufrieden ist?

Werbung