Beiträge von ***Andi***

    Zitat

    Original von Boeing
    Auch wenn es gegen den Trend ist, ich möchte mich impfen lassen - wenn ich dran bin.
    Weiß einer von euch, ob man sich gleichzeitig gegen "Schweinegrippe" und "normale Grippe" impfen lassen kann?


    Zur Zeit muss ich noch die Auswirkungen meines grippalen Infektes von Anfang Oktober auskurieren (ich wollte diesmal ohne Antibiotika auskommen, das war wohl nicht so der Hit)


    Boeing


    Nein, da müssen ca. 2 Wochen dazwischenliegen. Lasse mich auch impfen, trotz aller Panikmache der Medien. Bin guter Dinge, die Impfung zu überleben ;). Andernfalls war dies wohl mein letzter Beitrag...
    Gruß, Andi

    Zitat

    Original von robischon


    Warum können die Kinder nicht mit anderen Kindern gemeinsam lernen?


    Integration ist meiner Ansicht nach äußerst wichtig und auch die Schule muss hier ihren Beitrag leisten (was sie im übrigen auch tut, nur so nebenbei). Aber darum geht's in diesem Thread nicht. Natürlich bieten sich offene Unterrichtsformen im gemeinsamen Unterricht an, aber eben nur für die Kinder, die dies leisten können.
    Was mir gerade in dieser Diskussion fehlt sind Argumente und die Offenheit der Vertreter des offenen Unterrichts für die Argumente des anderen. Ich meine, dass ich (so wie hier die meisten) diese Offenheit mitbringe, da ich offenen Unterricht als grundsätzlich positiv bewerte. Bei dir, robischon, vermisse ich das grad etwas. Du beharrst auf deiner Position und das einzige, was du einer kritischen Anmerkung entgegenzusetzen hast ist "Jedes Kind kann das und Einwänden begegne ich immer wieder". Dann versuche doch mal mit plausiblen Argumenten oder meinetwegen auch konkreten Beispielen aus deiner Erfahrung im Unterrich mit geistig Behinderten Kindern (falls du darüber verfügst, das hast du leider nicht geschrieben) diesen Einwänden zu begegnen, als nur stur zu sagen DOCH, ALLE KÖNNEN DAS. Auf dieser Basis weiterzudiskutieren ist nur mühselig und wenig fruchtbar. Etwas mehr Offenheit für die Schwierigkeiten und die Grenzen, die JEDE Unterrichtsform mitsichbringt stände auch den Vertretern des offenen Unterrichts nich schlecht.


    Gruß, Andi

    Zitat

    Original von robischon
    Ja, ich hab auch Erfahrungen mit geistig behinderten Kindern.
    Wir sind eben unterschiedlicher Meinung.
    Kein Problem für mich.
    Ein Kollege von einer Einrichtung für solche Kinder erzählte mir mal, die Kinder kämen bereits "fördermüde" in ihre Sonderschule.


    Da stecken mal wieder zwei Pauschalisierungen drin, die so nicht ganz zutreffen. Zum einen gibt es "solche Kinder" nicht, da auch Schüler einer Schule für Geistigbehinderte völlig verschieden sind, wie an jeder anderen Schule auch. Zum anderen trifft der Aspekt der "Fördermüdigkeit" wohl bestimmt auf einen Teil der Schüler zu, sicherlich aber nicht auf alle. Ich denke sogar, dass dieser Aspekt an einer Förderschule schwerwiegender ist, als einer SfG (ist aber nur ein subjektiver Eindruck).
    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich lehne offenen Unterricht nicht ab und möchte ihn auch nicht schlechtreden. Ich selber versuche selbst ihn umzusetzen, wo ich es für angebracht halte. Aber ich arbeite nunmal unter anderem auch auch mit Kindern, die einfachste wiederkehrende Handlungen wie bspw. das Aufhängen der Jacke nicht selbstständig erledigen können. Und das liegt nicht an der Motorik, sondern an der Handlungsplanung! Wie soll dieses Kind sein Lernen selbst organisieren?? Oder ein anderes Kind, das es nicht schafft, sich länger als 1-2 Minuten mit einer Sache zu beschäftigen, da es von allem um sich rum völlig abgelenkt wird?


    Es ist sicherlich nach außen hin sehr viel heroischer zu behaupten, JEDES Kind würde von offenem Unterricht profitieren als zu vertreten, dass es Kinder gibt, bei denen das nicht zutrifft. Vielleicht verkauft man als Autor mit einer solchen Meinung auch mehr Bücher oder Arbeitsmaterialien über Amazon. Aber es macht die Behauptung leider auch nicht wahrer.


    Nichtsdestotrotz macht es Sinn Offenen Unterricht auch in der FöS oder SfG einzusetzen, wenn man bereit ist Kompromisse einzugehen.

    robischon: Verfügst du auch über Erfahrungen bzgl. der Arbeit mit geistig behinderten Schülern? Wenn nein empfehle ich dir dringend, deine Theorie auch mal in diesem Bereich auf eine praktische Probe zu stellen. Hier gibt es Kinder, die durchaus in der Lage sind, ihr lernen selber zu organisieren. Es gibt aber auch die, die dazu nicht in der Lage sind. Die darf man allerdings nicht vergessen.


    Gruß, Andi

    Zitat

    Original von robischon
    Haben Kinder mit sehr niedrigem IQ keine eigene Meinung und keinen eigenen Willen? Ich hab da andere Erfahrungen.


    Da wollte man mich wohl falsch verstehen ;) ? Ich habe nichts gegenteiliges behauptet! Natürlich haben sie beides! Ich habe nur angemerkt, dass es Kinder gibt, die schlichtweg überfordert sind, wenn sie ihr Lernen selber organisieren sollen! Es gibt auch Kinder, die mit zu viel Offenheit einfach nicht zurechtkommen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht den Rahmen der gegebenen Möglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfe. Das Zauberwort heißt auch hier Differenzierung.

    An einer Schule für Geistigbehinderte ist es immer wieder notwendig, sich aus pädagogischen Ansätzen das herauszupicken, was realisierbar erscheint. Da sind Kompromisse nun mal notwendig, da man sich immer am einzelnen Kind orientieren muss, das sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt. Selbstorganisierte Arbeit geht bspw. nur, wenn sich das Kind selbst organisieren KANN. Die hier häufig beschriebene Freiarbeit setzt in hohem Maße Transferleistungen beim Kind voraus, die gerade meine Schüler oft nicht leisten können. Die pauschale Anwendung eines Unterrichtsprinzips ohne die Berücksichtigung der gegebenen Lernvoraussetzungen erscheint mir daher als wenig fruchtbar.


    Bei Antworten auf diesen Beitrag bitte ich darum, auf schön klingende Phrasen wie "jedes Kind kann selbstbestimmt lernen" zu verzichten, da die Realität leider häufig anders aussieht...


    Andi

    Meine Definition bezog sich auch nur auf die Schule für Geistigbehinderte. In die FA gehören Materialien aus dem Bereich Grob- und Feinmotorik genauso dazu wie Materialien aus den Bereichen Deutsch, Mathe, Sachkunde. Insofern widerspreche ich dir da nicht, da du ja die Grundschule im Blick hast.


    Gruß, Andi

    Mich würde mal interessieren:


    Ist es wirklich so, dass Freiarbeit eine derart vernachlässigte Unterrichtsform ist? Dass sie weder in Studium noch im Referendariat Beachtung findet? Wenn man die Beiträge hier liest könnte man glauben, dass es nur eine Handvoll "Superpädagogen" gibt, die mutig den Zwängen des Systems trotzen und Freiarbeit machen.


    Ich habe das nämlich bisher ganz anders erlebt - sogar im Studium und im Ref...! Auch an Schulen für Geistigbehinderte...
    Wie ist das denn bei euch?


    Gruß, Andi

    Hallo Tigerente,


    Ich kann den ganzen Wind ehrlich gesagt nicht verstehen. Wieso sollte sie dem Schüler denn privat nicht Nachhilfe geben dürfen?! Ist doch ihre Sache, ob sie unbezahlte Arbeit leistet oder nicht - im übrigen ist Hausaufgabenbetreuung oft ehrenamtlich, auch wenn sie bspw. vom Kinderschutzbund angeboten wird... Da gibt es nun echt verwerflichere Dinge...
    Die Weitergabe des Termins für ein unangekündigtes Diktat ist sicherlich nicht ok - auch wenn ich nicht wusste, dass man in der Primarstufe bereits unangekündigte Diktate schreibt... Hast du sie mal persönlich darauf angesprochen bevor du nun irgendwelche Paragraphen suchst oder die Schulleiitung einschaltest...? Wusste sie, dass der Termin den Schülern NICHT bekannt ist?! Vielleicht ist es versehentlich rausgerutscht?!
    Für mich klingt es eher, als hättest du ein persönliches Problem mit dieser Lehrkraft, dass ganz andere Gründe hat. Wieso warst du denn von "Anfang an dagegen, dass sie an der Schule Lehrkraft ist?"


    Mit den Infos, die du gibst sehe ich keinen Grund dich in deiner Paragraphen-Suche zu unterstützen. Vielleicht kannst du ja noch ein paar nachvollziehbare Gründe nennen...


    Gruß, Andi

    Wenn man solche Threads ließt kann man manche Vorurteile Lehrern gegenüber dann vielleicht doch verstehen... *seufz*


    Die Anfrage find ich schon fast dreist.

    "...vl. das Leben von einem SCH mit Down Syndrom? > wirksame Wege für den Umgang mit solchen Kindern?..."



    "...wie solche Kinder [Down Syndrom] in den "normalen" Unterricht integriert werden können..."


    Und die Arbeit beginnt dann mit "Das Kind mit Down Syndrom an sich ist ein Kind..."


    Bei Arbeiten mit wissenschaftlichem Anspruch würde ich derartige Pauschalisierungen vermeiden. Kinder mit Down Syndrom sind genauso verschieden wie Kinder mit Brille, Kinder mit einer Jeans etc. ...


    Das klingt jetzt alles vielleicht etwas klugscheißerisch, ist aber als gut gemeinte Warnung zu verstehen =)


    Ansonsten halte ichs wie meine Vorredner! Aktuelle Themen gibts genug! Auch in der Sonderpädagogik. (Sage nur UN-Konvention)


    Gruß, Andi

    Hallo emmelotte,


    kann dir aus dem Stand leider keinen Test nennen - es gibt natürlich welche. Glaube allerdings nicht, dass ein Test in deinem Fall notwendig ist, da man unter Dyskalkulie eine "Teilleistungsschwäche" versteht, die per Definition isoliert auftreten muss. D.h. die übrigen Fächer müssen durchschnittlich sein. Da die Schülerin nach dem LP der FöS an einer KSchule unterrichtet wird bezweifel ich einfach mal, dass dies der Fall ist - oder kam die Schülerin wegen ihrer Rechenschwäche zu euch? Ich schreibe dies, da es ja in deinem Fall um eine Nichtberücksichtigung der math. Leistung geht - an einer Schule für Schüler mit besonderem Förderbedarf glaube ich eh unüblich. Natürlich muss man differenziert auf die Schwächen der Schülerin eingehen und sie entspr. fördern, aber eine Dyskalkulie-Diagnose halte ich eher für unwahrscheinlich.


    LG, Andi

    Fröschle: Sorry, wieder OT:



    robischon: Nein, eher wohl eine Tatsache. Wenn du indes Franz' Beiträge ließt wirst du feststellen, dass er alle Lehrer als Kinder unterdrückende "Unterrichtsvollzugsbeamten" oder so ähnlich darstellt, allerdings nie ein Konzept seiner "Ich-kann-Schule" vorweisen kann. Sein Lehrerbild ist um mindestens 50 Jahre veraltet und ignoriert sämtliche (modernen) pädagogischen Positionen anderer Forumsteilnehmer. Und das nervt mit der Zeit, zumal seine Weise sich (belehrend bis beleidigend) auszudrücken sich bei weitem von dem unterscheidet, was er predigt.


    Gruß, Andi

    Herr Neffes verbale Rundumklatsche gibt es nun auch in Reimform - welch ein Glück :rolleyes:


    Nur noch mal zur Erinnerung, Herr Neffe: Dies ist ein Forum für Lehrer und solche, die es werden wollen. Hasstiraden und Pauschalverunglimpfungen gegen genau diese Zielgruppe sind hier eher fehl am Platze. Mir ist klar, dass Sie sich für den einzigen Pädagogen halten, der ohne Unterdrückung und Schläge auskommt, aber das sind Sie nicht :nein:

    Zitat

    Original von sarahkatha
    Ich denke, es ist Förderschule (Lernen) geworden, da er noch so jung ist und man hofft, dass er sich dort noch entwickeln kann.


    Derartige Aussagen ärgern mich immer etwas, da dies immer impliziert, dass man sich an der SfG nicht positiv entwickeln kann, so nach dem Motto von nun an bergab... Klar entwickelt sich auch ein hilflos überforderter Schüler an einer FöS..., bspw. entwickelt er Verhaltensauffälligkeiten, Schulangst, das Gefühl zu Versagen, etc.
    Das sind dann die Schüler, die auf Umwegen an der SfG landen und dort dann erstmal wieder psychisch zusammengepuzzelt werden müssen. Zumal der umgekehrte Weg auch geht - wenn auch mit i.d.R mit einem doppelten Schuljahr.


    Ich kenne den Schüler, um den es hier geht nicht! Es geht mir wie gesagt allein um das o.g. Argument.


    Gruß, Andi



    EDIT: Ergänzung:


    Zitat

    Scheinbar ist eine Möglichkeit im Raum, in den entsprechenden Fällen ihn in eine Ecke zu setzen, aber mit lehrstoffinhaltlichen Aufgaben betrauen (D, Ma) und von der Klasse abgewand! So muss er lernen, sich auf sich selbst und seine Aufgaben zu konzentrieren!


    Glaube kaum, dass der Schüler, so wie er bisher beschrieben wurde, in der Lage ist sich selbstständig mit "lernstoffinhaltlichen Aufgaben" auseinanderzusetzen. Autodidaktische Fähigkeiten treten bei derart schwachen Schülern eher selten auf

    Hallo,


    klingt tatsächlich eher nach einem Schüler für die GB. Testabbruch beim SON-R ist auch eine Aussage, zumal der ab einem Alter von 2,5 Jahren gilt (zumindest gehe ich mal davon aus, leider fehlt hier eine Angabe von dir)... Vielleicht kannst du ja mal mit der Person, die das Gutachten erstellt hat telefonieren? Die kann dir sicherlich ein paar mehr Infos geben!


    Gruß, Andi


    P.S. Die Verhaltensauffälligkeiten, die du beschreibst, könnten gut Resultat einer völligen Überforderung sein.

    Super Anfrage... Du erwartest input von den Forenteilnehmern, nimmst dir aber selber nicht die Zeit für eine vernünftige Vorinformation ( wo gehts hin, wie kommt man hin, eigene Ideen....)
    Wenn du erwartes, dass man für eine Anfrage, die einen gerade mal 3 Min in Anspruch nimmt, Unterrichtsideen und -entwürfe geliefert bekommt - eher nicht. Vielleicht versuchst du es ja nochmal mit einer ausführlicheren Anfrage. Schreibe ruhig deine eigenen Ideen - die du ja sicherlich hast, denn du hast dich ja bestimmt schon etwas damit auseinandergesetzt - mit rein.


    Gruß, Andi

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