Beiträge von Friesin

    Mein Mann (kein Lehrer ) plädiert immer dafür, dass bis zum letzten Schultag unterrichtet und auch Klassenarbeiten und Tests geschrieben werden.

    mach ich oft.
    Gab zwar bei den Schülern leichtes Gemaule "am letzten Tag vor den Weihnachtsferien eine Klassenarbeit? Ooooh, Frau Friiiiesin!", aber das kann ich ab. :engel:

    es liegt also auch an einem selbst, ob die Tage vor Ferien nur tralala-Tage sind.

    Vor den Sommerferien gibts bei uns immer eine Projektwoche. Ist auf jeden Fall besser als alle naselang irgendwelche Filmchen zum Bespaßen anschauen.

    ohne mich jetzt zu sehr an den Gardinen festzubeißen:

    wir haben nirgendwo welche. geht super.

    Und wenn die Dinger jahrzehntealt sind, wurden sie wenigstens schon mal gewaschen? Wann ? Also doch abnehmen und wegpacken.
    Da war einerseits die Rede von hübschen Klassenzimmern (was immer das heißen mag),
    andererseits traut man sich nicht, Uraltsiphies wegzutun.

    Werde mal drüber nachdenken. In meinen gardinenlosen Privatzimmern ;)

    Rotstifte: ja, die kaufe ich mir tatsächlich selbst.
    vll sollte ich mal im Sekretariat die Mienenrechnung einreichen ;)

    Ansonsten sehe ich das Ganze ähnlich wie Katie:

    was ich persönlich gerne haben möchte, schaffe ich an, wie z.B. eine einfache Restzeituhr für Klassenarbeiten. Wir haben Uhren in jedem Klassenzimmer, wir haben auch elektronische Tafeln mit Wecker, doch ich bevorzuge die reale Restzeituhr. Mein Privatvergnügen.

    Ebenso genieße ich es, mit bestimmten Stiften zu schreiben, vernünftige Ordnungssysteme zu benutzen, ab und zu zusätzlich zum Lehrbuch Material einzusetzen. Auch mein Privatvergnügen. Es ginge ja auch bequem auch ohne. Außer den bei uns eingeführten Schulbüchern (Ausleihe von der Schule) stehen hier nur wenige herum, die die Verlage geschenkt haben.

    Sehr eng sehe ich es, wenn demnächst die Kopien kontingentiert werden sollen.
    So what, wird eben mehr diktiert.

    Tafelstifte kaufe ich auch nicht selbst, ebensowenig wie Bastelmaterial an den Tagen vor den Sommerferien.

    Geld vorstrecken täte ich im Leben nicht. Wenn ich mal für meine Fächer etwas kaufe, dann lasse ich es mir sofort von der sekretärin zurückgeben.

    Laminieren tu ich nichts, und mein Klassenzimmer muss nicht "schön" sein. Mich nerven eher die vollen Wände, ich halte kahle Wände für wesentlich erholsamer.

    Aber ich unterrichte z.Zt. von Kl.6 - 11, ich bin nicht an der Grundschule. Mich nervt schon der Ficus im Klassenraum, ich mag auch keine Blumen auf der Fensterbank :D

    langer Rede kurzer Sinn: wahrscheinlich muss jeder selbst sehen, wo bei ihm die Grenze ist.
    Übel in mehrfacher Hinsicht wird es in meinen Augen vor allem dann, wenn man sich selbst in einer Opferrolle sieht à la: ich muss ja, denn sonst macht es ja niemand. Gut, dann macht es eben niemand. :pfeif:


    Ach, fast vergessen: ich kaufe, schmiere und transportiere mein Pausenbrot auch selbst-- in selbstbezahlten Behältern :fluester:

    ich bin auch der Meinung, dass da Gespräche alleine nichts helfen.

    Verweis wäre in meinen Augen das Mindeste, Ausschluss von allen weiteren Fahrten (wie schon erwähnt),
    Polizei einschalten, vor allem, da die Kekse evtl gekauft worden waren. Vielen Schülern ist weder klar, dass Haschisch illegal ist. Auch wenn bei Besitz von Haschisch zum Eigengebrauch von Strafverfolgung abgesehen werden KANN, ist das Handeln damit wieder eine ganz andere Nummer. Ob der Junge, der die Kekse bei euch auf den Markt geschmissen hat, sie irgendwo gekauft hatte, müsste dann die Polizei rausfinden.

    Ich würde deshalb eine so harte Linie fahren nach dem Motto "wehret den Anfängen", weil ich im allernächsten Umfeld sehen musste, wie jemand im vollen Bewusstsein der Gefahr in eine Drogensucht hineingerutscht ist. Mit allen nur erdenklichen üblen Konsequenzen.

    Drogenbesitz und -Konsum ist kein Spaß, auf Klassenfahrt schon gar nicht.

    wir müssen die Arbeiten zum Archivieren abgeben.
    Wenn nach ca.2 Wochen jemand die Arbeit nicht dabei hat, gibt's ne mail an die Eltern.
    Wenn dann immer noch keine Reaktion erfolgt, drucke ich die Mail aus und archiviere sie mit.

    Der betreffende Schüler bekommt dann keine Arbeiten mehr mit nach Hause, d.h. die Eltern müssen in der Schule antanzen zum Unterschreiben. :pfeif:

    Ein Wahnsinnsaufwand, und das, obwohl alle Eltern Zugang zu den Noten ihres Kindes haben :qualm:

    Und wenn ich mal eine Stunde verplant habe, sage ich: "Mensch Kinder, das habe ich wirklich nicht gesehen. Da war ich wohl schon müde beim Vorbereiten!" und die Kinder nehmen es total gelassen. Das stelle ich mir bei Pubertierenden unangenehmer vor.

    nein.
    meine Pubertierenden nehmens auch total gelassen und murmeln verzeihend:" Macht doch nichts, Frau Friesin, kann doch jedem mal passieren".

    Wichtig ist nur, dass man als Lehrer seine Schwächen auch zugibt.

    Was die Klassenarbeiten anbetrifft, so lege ich die Termine frühzeitig fest. Wenn dann noch jemand anderen Kram hat, muss der sich kümmern, dass es terminlich passt.

    ja, das mache ich auch. Anfang des Schuljahres stehe die Termine fest.
    Aber was machst du, wenn dann wegen einer Exkursion/ eines Austauschs einige Schüler fehlen? Genau. Du erstellst Nachschreibarbeiten. Du, nicht der exkursionskollege. Zusätzlich. Grrrrrr

    wie schon gesagt:
    du sitzt bei einer schriftlichen Prüfung an der Korrektur. Die fällt nun flach.

    Unsere Fremdsprachenkollegen berichten immer, dass die mündlichen Klassenarbeiten deutlich schneller erledigt sind als die schriftlichen mit der Korrektur. Also.... ;)

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