Beiträge von Friesin
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Ist ja nicht so dass ich nichts studiert und auch nicht gearbeitet hätte. U.a. war drei Jahre Referent einer NGO usw. Immer dieses doofe 0-8-15-Argument. Ein Lehrer der aus der Praxis heraus unterrichtet, muss nicht zwingend schlechter sein, als ein Lehramtskollege, dem eben das Realleben in Gänze fehlt. Bei der ganzen Diskussion um das Gehabe von den einzig wahren und gerechtfertigten Lehrer wird allzu oft vergessen, dass auch sie es sich ausgesucht haben, und man nicht gezwungen wird die resignierte Haltung mit Leerblick vorne an der Tafel auf Schüler loszulassen.
*Nerv*
immer diejenigen, denen ganz plötzlich einfällt: upps, mit meinem Studium kann ich ja gar nichts anfangen/ habe ich nur berfistete Stellen in Aussicht/ werde ich nicht verbeamtet...
und die dann meinen beweisen zu müssen, was für tolle Lehrer sie doch EIGENTLICH sein werden --auch ohne Lehramstausbildung.
Seiteneinstieg ist eine Ausnahme für bestimmte Fächer und/oder Schularten, weil Lehrer fehlen.
Seiteneinstieg bedeutet nicht, jeder, der will, darf.
Seiteneinstieg ist für die Schulen eine Notlösung.
Seiteneinstieg bedeutet nicht, dass man den roten Teppich ausgerollt bekommt, weil man sich zu diesem Weg entschieden hat.
Und
Seiteneinstieg bedeutet ganz sicher nicht, dass die Schulen irre glücklich sein müssten, weil endlich mal jemand auf die Schüler losgelassen wird, der ihnen zeigt, wie "das richtige" Leben aussieht.nein, auf Seiteinsteiger dieser Art hat bestimmt niemand gewartet.
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@Friesin
Was meinst du genau? Welche Haltung?ich meinte:
wie willst du Schülern glaubhaft verdeutlichen, dass sie sinnvollerweise eine Absvhluss anstreben sollen, wenn du anscheinend selbst der Meinung bist, in deinem Fall sei ein Abschluss unnötig. "Ob mit oder ohne Abschluss, über eure Qualitäten als Schüler sagt ein Abschluss nichts aus"? -
Ob besser oder nicht, dass kann man nicht beurteilen. Finde es allerdings etwas anmaßend davon auszugehen, dass du besser bist als alle (!) mit dem 2. Staatsexamen.Was man aber sagen kann, ist dass die Einstufung vom Abschluss abhängen und da ist nun mal ein 2. Staatsexamen besser als kein 2. Staatsexamen.
von "allen" Absolventen mit 2.Staatsexamen war nicht die Rede...
@Honigkeks:
wenn du jemals Schüler zu einem (Schul-)Abschluss bringen willst, würde ich mir genau diese Haltung ganz schnell abgewöhnen

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ich kann auch nur sagen: wenn dich das Ding so beeindruckt, kauf es und probier es aus.
manches muss man sich wirklich mal gegönnt haben
Aber erwarte bitte weder von Schülern noch von Betreuungslehrern oder gar Ausbildern, dass sie beeindruckt oder gar baff vor Staunen sind. Beide Gruppen haben so ziemlich alles gesehen,
und Schüler mögen technikfreundlich sein, sind aber von so viel Technik umgeben, dass sie darüber nicht mehr staunen.Die Aufmerksamkeit der Schüler musst du eh anders fesseln als mit einer Lampe

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Was wäre, wenn man mehrere Lampen im Raum verteilt, die mit einer farbwechselnden LED-Glühbirne ausgestattet sind.
von allem anderen abgesehen: wer würde die anschaffen?
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Wenn man sich da beschwert ist die Retourkutsche sicher nicht weit, also dass dem Kollegium in Zukunft sehr genau auf die Finger geschaut wird...
"sicher" ist das entscheidende Wort.
d.h., du vermutest es also?Wer so denkt, sollte wirklich lieber den Mund halten. Und ganz schnell einen Kurs für gelingende Kommunikation besuchen

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Kollegen reiben sich auf zwischen Fürsorge für und Leistungsanforderungen an die Schüler. Im Extremfall kennt der sozialpädagogisierte Lehrer die Noten mangelhaft und ungenügend nicht mehr.
es kommt doch wohl immer drauf an, WIE man den o.g. Anspruch erfüllt. Aufreiben muss man sich nicht. Man muss sich als Lehrer sehr wohl bewusst sein, dass man eine andere Ausbildung hat als ein Sozialpädagoge. Deshalb, wenn wir schon beim Sprücheklopfen sind, immer mal wieder "Schuster, bleib bei deinen Leisten" als Lehrer beherzigen

Dass Lehrer (auch!) sehr viel Erziehungsarbeit leisten, ist unbestritten. Aber irgendwo sind eben auch Grenzen.
Im Übrigen empfinde ich den Ausgangsspruch als das typische Geschwafel von jemandem, der nur wenig Ahnung hat. Ein Seminarfachlehrer vll? Didaktikprofessor?

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Darf ich Teile der Lehrpläne weglassen, wenn ich mich dazu nicht berufen fühle? (Bsp. war "Nähmaschine" im Hauswirtschaftsunterricht, betrifft auch andere Fächer, die fachfremd unterrichtet werden.)
kann ich mir nicht vorstellen.
Das würde letztendlich u.U. Lehrpläne aushebeln ("Faust? Fühl mich mich außerstande. Lassen wir weg"). Da wird man sich wohl hineinfuchsen müssen, genau wie andere Lerninhalte auch, die du nicht fachfremd unterrichtest.Aber wie gesagt, ist nur ne Vermutung von mir
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Gymnasiallehrer dürfen zu fachfremden Unterricht herangezogen werden, außer bei Sport und Religion.
Ein Abitur darf man nur mit facultas abnehmen.
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16 Seiten sind es bei uns nicht, nur 2.
meine Klasse ist mittlerweile älter, und ich mache aus dem Verlesen der Belehrungen ein Comedy-Event
nervig ist nur, dass fehlende Schüler unbedingt nachbelehrt werden müssen.
Fachraumbelehrung machen übrigens die entsprechenden Fachlehrer
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Spannend worüber ihr so alles belehrt! Restmunition? Gefahren mit zugefrorenen Seen? Böller?
plus Tollwutgefahr, Drachensteigen etc pp
Aber wie gesagt, wir belehren nur über das entsprechende Verhalten auf dem Schulgelände und/oder bei schulischen Veranstaltungen. Der Freizeitbereich der Schüler ist damit nicht gemeint

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nein. Du belehrst nicht über Freizeitverhalten.
Nun... du bereitest als Lehrer die Kinder auf das Leben vor.
was in deren Freizeit passiert, entzieht sich mir völlig. Und das ist auch völlig in Ordnung so.
So muss ich z.B. belehren, dass Schneebälle auf dem Schulhof absolut verboten sind. Wenn sie nachmittags zu Hause Schneebälle werfen und sich damit verletzen, werde doch nicht ICH dafür belangt. -
nein. Du belehrst nicht über Freizeitverhalten.
Sondern über das Verhalten auf dem Schulgelände und/oder bei schulischen Veranstaltungen (Klassenausflug usw) -
Ach und wo wir dabei sind: im Klassenbuch müssen Belehrungen stehen von "Verhalten bei Erkältungskrankheiten" bis "...Umgang mit Fundmunition". Das gibt's doch sicher auch nur hier, oder? angenommen, ein Kind fetzt sich an Silvester einen Finger ab, kontrolliert dann jemand, ob ich vor Weihnachten aktenkundig korrekt über Böller belehrt habe?
das gibt es bei uns auch.
Die Beleherung mit der Fundminition ist mein persönliches highlight
Silvestermunition?? Wie kommst du denn auf DIE Idee?
Feierst du Silvester mit deinen Schülern?
Und was verstehst du unter "Fundmunition"??Bevor du dich verrückt machst: erst mal lesen

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ich kenne das so:
ins Feld Bemerkungen kommen solche Dinge wie
--"Dem Zeugnis liegt ein Zertifikat über die Teilnahme an xy bei"
--gewährte Nachteilsausgleiche (bis zu bestimmten Klassenstufen)
--falls aus irgendeinem Grund eine Note nicht erteilt werden konnte
und natülich die Versetzung-gefährdet-Bmerkungen in aller epischen Breite -
Gibt es denn hier niemanden, der die Handys sinnvoll im Unterricht einsetzt und den Schülern so u.a. vermittelt, dass man es nicht nur für Instagram und snapchat nutzen kann?
doch natürlich.
Aber bei der Ausgangsfrage war ich vom Daddeln, nicht vom sinnvollen Unterrichtseinsatz ausgegangen.So rigoros das Handyverbot bei uns durchgesetzt wird (und zwar wirklich problemlos!) -- natürlich kann jeder Kollege jederzeit einen Arbeitsauftrag mit Handybenutzung erteilen.
darüber muss man aber nicht groß sprechen. Nerviger sind doch all die privaten Anwendungen, die vom Unterricht ablenken.
Aber offenbar steht und fälltdie Konsequenz und damit die Handhabung in dieser Frage mit dem Kollegium.....Wie so vieles

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Gilt das auch für Lehrer? Wenn nein, ist das doch reichlich inkonsequent.
ja, sicher
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dann schreibe ich jetzt

natürlich kann es mühsam sein, solch ein Verbot durchzusetzen. Ist es immer.
Oder wie reagiert ihr, wenn sich ein Schüler eine Zigarette anzündet?
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