so intensiv, wie du deine Studienfächer im Studium behandelst, wirst du sie an der Schule nie behandeln. Auch nicht in der Oberstufe.
Von daher finde ich es schwer zu sagen, dass man als Lehrer viel Fachliches aus Diskussionen mit Schülern mitnimmt.
Das "mitnehmen" liegt eher anderswo:
nämlich im Umgang mit den Schülern.
Dabei natürlich auch durchaus im fachlichen Bereich, aber weniger, dass du für dein eigenes Fachwissen neue Impulse bekommst oder auf hohem Niveau diskutieren kannst, sondern dass es einfach ein geiles Gefühl ist, wenn die Schüler sich untereinander mit dem von dir aufbereiteten Unterrichtsstoff austauschen, wenn sie vll merken: boah, das ist ja doch ganz interressant. Wenn sie zumindest in der betreffenden Stunde ein Stückchen in dem Stoff aufgehen, Fragen stellen, weiterdenken, Kontroversen entwickeln.
Inhaltlich hat sich das für dich spätestens beim 3.Durchgang abgelutscht, aber das oben beschriebene Erlebnis ist genau das, was man erwarten kann, wenn's gut läuft. das wiederum kann durchaus auch in jüngeren Klassen vorkommen.
Und je mehr du von deinen Fächern überzeugt bist, dass sie genau richtig sind für dich und die spannendsten Fächer überhaupt-- desto mehr "Spaß" wirst du beim Unterrichten haben, extreme Rahmenbedingungen mal außen vor gelassen.