Beiträge von Friesin

    denn wenn man als Lehrer nach der strengen Frau Sonnenschein in eine Klasse kommt, kann man in dankbare Teenieaugen blicken, da man nun endlich wieder unbehelligt während des Unterrichts am Smartphone rumspielen darf.

    da hilft eigentlich nur eine konsequent umgesetzte Schulordnung.
    Bei uns ist die Benutzung von smartphones sowas von verboten --- darauf wird konsequent geachtet, und das zeigt Früchte. Schüler versuchen vereinzelt, das Verbot zu umgehen, aber darauf wird ebenfalls sehr konsequent reagiert.

    Zudem stellt sich mir die Frage, ob das überhaupt Not tut, Lieblingslehrerin zu sein. Finde ich nicht...

    :super: :super:

    Lieblingslehrerin -- das ist so ein romantisierender Anspruch wie "Traumfrau". In der Professionalität hat der nichts zu suchen.

    Fachkompetenz, Fairness, Transparenz und Grenzen wahrende Empathie, gepaart mit konsequenter Haltung-- das hilft jedem Schüler mehr als die konfliktscheuende oben beschriebene Haltung.

    regionale Eigenheiten sind nicht "alt", genausowenig wie Dialekte, sondern sie sind lebendig, geraten aber leider durch ein (meist recht wenig elaboriertes) "Einheitsdeutsch" ins Hintertreffen. Und diese Entwicklung sollte man schon abstellen...

    es tut mir leid, aber wenn ich hier in Franken höre:
    "die, wo blond ist,"
    oder
    "der kann net gerecher" (für "der kann nicht rechnen", also Partizip statt Infinitiv) --- dann möchte ich definitiv NICHT alles fördern.
    Zumindest nicht im Unterricht und schonn gar nicht bei Verschriftlichung. ;)

    so intensiv, wie du deine Studienfächer im Studium behandelst, wirst du sie an der Schule nie behandeln. Auch nicht in der Oberstufe.

    Von daher finde ich es schwer zu sagen, dass man als Lehrer viel Fachliches aus Diskussionen mit Schülern mitnimmt.
    Das "mitnehmen" liegt eher anderswo:
    nämlich im Umgang mit den Schülern.

    Dabei natürlich auch durchaus im fachlichen Bereich, aber weniger, dass du für dein eigenes Fachwissen neue Impulse bekommst oder auf hohem Niveau diskutieren kannst, sondern dass es einfach ein geiles Gefühl ist, wenn die Schüler sich untereinander mit dem von dir aufbereiteten Unterrichtsstoff austauschen, wenn sie vll merken: boah, das ist ja doch ganz interressant. Wenn sie zumindest in der betreffenden Stunde ein Stückchen in dem Stoff aufgehen, Fragen stellen, weiterdenken, Kontroversen entwickeln.

    Inhaltlich hat sich das für dich spätestens beim 3.Durchgang abgelutscht, aber das oben beschriebene Erlebnis ist genau das, was man erwarten kann, wenn's gut läuft. das wiederum kann durchaus auch in jüngeren Klassen vorkommen.

    Und je mehr du von deinen Fächern überzeugt bist, dass sie genau richtig sind für dich und die spannendsten Fächer überhaupt-- desto mehr "Spaß" wirst du beim Unterrichten haben, extreme Rahmenbedingungen mal außen vor gelassen.

    ich fürchte auch, dass du nichts dagegen wirst machen können.

    Einzige Möglichkeit: dir ein dickes Fell zulegen
    sei es in Form von autogenem Training, sei es tief durchzuatmen und innerlich bis 30 zählen.

    Du unterrichtest diese Jugendlichen nicht mehr, also könne sie dir nichts mehr anhaben.

    Und immer wieder überlegen:
    war die Reaktion jetzt wirklich auf mich gemünzt? Bin ich vll überempfindlich?

    Du warst nur ein Lehrer von vielen in ihrem Schülerdasein, irgendwann werden sie dich vergessen ahben.

    Warum nicht zurückgrinsen, dabei denkend: Euch bin ich los--hurra!

    Was "nützt" es denen, wenn du dich jetzt noch über sie ärgerst?

    Du schadest einzig und allein dir selbst.

    Überlasse ihnen nicht so viel Macht, dir denTag zu verderben.

    Man bekommt 45 min angerechnet, obwohl man 60 da sitzt??? Was hat das mit der Vorbereitung zu tun? Gar nichts, denn die Zeit, die man da sitzt, arbeitet man doch auch.
    Das ist ja frech

    die Vorbereitungszeit, die normalerweise in dein Deputat eingerechnet wird, entfällt bei der Betreuung. Du arbeitest mit voller Stundenzahl ja auch mehr als 26 oder wieviele Stunden.
    Von daher finde ich die Berechnung oben okay.

    blöder gehts ja wohl nicht.

    Wie soll denn ICH ahnen, was "den" Eltern wichtig ist?

    Von welchen Eltern reden wir hier? Dem netten jungenhaften Papa, der einmal in zwei Wochen sein Kind bei sich hat?
    Den spät gebärenden sich selbst verwirklichenden gut gebildeteen Nachhaltigkeitsfans, die ein einziges Kind haben?
    Der alleinerziehenden Hartz IV-Mutti, die außer Glotze und smartphone keine Besschäftigung kennt?

    Ach, das sind üble Klischees?

    Dass aber soziales Umfeld Unterschiede machen kann,
    dass an jeder Schule solche und soclhe Eltern vertreten sind,
    dass ich als Lehrer mit Eltern, wenn es gut geht, über schulische Angelegeneheiten spreche und
    froh sein kann, wenn ich mit den Eltern, die sich ja sicher gegenüber dem Lehrer von einer guten Seite zeigen wollen, auch unangenehme Dinge über ihr Kind konstruktiv sprechen kann,

    und dass ich GANZ sicher nicht ehrlich erfahren werde, ob Eltern es schön finden, ob ihr Kind viel lacht (warum um alles in der Welt sollten sie das ablehnen??)

    --- darüber hat man sich im Vorfeld dieser Umfrage keine Gedanken gemacht, oder?

    Das ist doch total regional bedingt. Hier (in Hannover), wo man Hochdeutsch spricht, heißt es z.B. defintiv Brötchen und NICHT Semmel.

    ich gehe mal davon aus, dass "Brötchen" der hochdeutsche allgemeine Ausdruck ist.
    Nichts gegen Semmeln, aber hochdeutsch sollte nun doch nicht verboten werden.....

    wusste zwar den Namen nicht, aber die Dinger sind bei uns auch der Renner.
    Erinnern mich an die Fingerskateboards, die vor einigen Jahren mal kursierten und werden auch genauso beahndelt:
    einkassieren bis zum Ende der Stunde --s.Susannea

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