Beiträge von Friesin

    blöder gehts ja wohl nicht.

    Wie soll denn ICH ahnen, was "den" Eltern wichtig ist?

    Von welchen Eltern reden wir hier? Dem netten jungenhaften Papa, der einmal in zwei Wochen sein Kind bei sich hat?
    Den spät gebärenden sich selbst verwirklichenden gut gebildeteen Nachhaltigkeitsfans, die ein einziges Kind haben?
    Der alleinerziehenden Hartz IV-Mutti, die außer Glotze und smartphone keine Besschäftigung kennt?

    Ach, das sind üble Klischees?

    Dass aber soziales Umfeld Unterschiede machen kann,
    dass an jeder Schule solche und soclhe Eltern vertreten sind,
    dass ich als Lehrer mit Eltern, wenn es gut geht, über schulische Angelegeneheiten spreche und
    froh sein kann, wenn ich mit den Eltern, die sich ja sicher gegenüber dem Lehrer von einer guten Seite zeigen wollen, auch unangenehme Dinge über ihr Kind konstruktiv sprechen kann,

    und dass ich GANZ sicher nicht ehrlich erfahren werde, ob Eltern es schön finden, ob ihr Kind viel lacht (warum um alles in der Welt sollten sie das ablehnen??)

    --- darüber hat man sich im Vorfeld dieser Umfrage keine Gedanken gemacht, oder?

    Das ist doch total regional bedingt. Hier (in Hannover), wo man Hochdeutsch spricht, heißt es z.B. defintiv Brötchen und NICHT Semmel.

    ich gehe mal davon aus, dass "Brötchen" der hochdeutsche allgemeine Ausdruck ist.
    Nichts gegen Semmeln, aber hochdeutsch sollte nun doch nicht verboten werden.....

    wusste zwar den Namen nicht, aber die Dinger sind bei uns auch der Renner.
    Erinnern mich an die Fingerskateboards, die vor einigen Jahren mal kursierten und werden auch genauso beahndelt:
    einkassieren bis zum Ende der Stunde --s.Susannea

    Sprache lebt halt, und ich genieße es immer, meinen Schülern leivht veraltete oder verstaubte oder auch regionale Ausdrücke nahezubringen :super:
    Ist ja auch häufiger Bestandteil im Geschichtsunterricht.

    Typische Beispiele:
    Zucht und Ordnung (jaaaa, auch Ordnung ist oft nur theoretisch bekannt :pfeif: )
    keusch

    Beispiel beim eigenen Sohn:
    Ich: "Boah, schau mal, wie toll der Hunde gehorcht!"
    Sohn (6 Jahre):"was ist denn gehorchen?" :heul: :heul: :heul:

    was ich erschreckend finde, ist, dass es immer wieder in dass gegenseitige Bashing von Müttern ausartet.

    Wer ganztags berufstätig ist, meint, das begründen zu müssen und hat Angst, als karrieregeil abgestempelt zu werden.

    TZ-Muttis müssen sich rechtfertigen, dass sie nicht VZ beruftstätig sind. Müssen sich rechtfertigen, dass sie Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen.

    Da wird unterstellt, dass TZ-Mütter als Rentner ihren Kind zur Last liegen könnten.

    Die Väter finden in der Debatte überhaupt kaum Erwähnung.

    Und VZ-Mütter gibts gleich gar nicht.


    Von "Jede plant ihren Alltag, wie es für sie passt" keine Spur.

    Da hat sich in den letzten Jahrzehnte aber erschreckend wenig getan.

    Von Emanzipation und gegenseitiger Akzeptanz sind wir offenbar noch weit entfernt. :nein:

    mangels Material in der Schule kann ich dann meist nicht mal die Zeit als Vorbereitungszeit nutzen.
    Und wie kommst du darauf, dass die Teilnahme an Klassen- und Versetzungskonferenzen dann weniger sind. Bei uns bekommen die Teilzeitkollegen meist keine Klasse, sondern nur Fachunterricht, was zur Folge hat, dass ich z.B. mit nur 11 Stunden (39%) in 6 verschiedenen Klassen unterrichte

    das mag ein Unterschied sein zur SekI, obwohl ich bei den Sprachkursen auch immer im ganzen Jahrgang vertreten bin, genau wie die NaWi Kollegen oder jemand mit Sport, Reli und Geschichte. Das ist in der SekI eher der Fächerkombi geschuldet als der TZ.

    Bei uns sind die Kollegen, die unterhälftig arbeiten, nicht den ganzen Elternsprechtag anwesend. Und bis 19 Uhr geht der auch nicht :D

    (offenbar habe ich es tatsächlich recht gut getroffen, merke ich gerade) :super:

    In den Pausen zwischen Elterbesuchen kann ich korrigieren. Ich weiß ja, wann der Eltersprechtag ist und lege mir die Tests entsprechend.

    Platt gesagt:

    George hatte mehr Kolonien, mehr Imperium, mehr Schiffe.

    Der arme Willi guckte in die Röhre.

    Wollte auch.

    Vielleicht kann man über so einen Auch-haben-will- Konflikt auf das Wettrüsten kommen -- vielleicht durch ein szenisches Spiel? (falls nicht zu aufwändig). Bin grade nicht so kreativ, aber ich würde vll mal in die Richtung denken.

    wie dort steht:

    Platt gesagt.

    Infantil: genau. Umso schlimmer, welche Folgen das hatte

    meine Schüler haben die Erfahrung gemacht, dass die Print Wörterbücher ihnen deutlich weiter helfen als die online-Versionen....

    Zu dem, was oben gesagt wurde (Quellenarbeit, Wikipedia usw):
    in vielen BL werden Seminararbeiten geschrieben, bei denen es genau um solche Recherchekompetenzen geht.
    Vieles davon kann man eh nur schwer in einer Klausur abfragen...

    nur in der Schule ist es so, dass sich das auf die Unterrichtszeiten beschränkt und die zusätzlichen Verpflichtungen 1. selten nennenswert reduziert werden

    aber deine Vorbereitungs- und Korrekturzeit reduziert sich doch auch bei entsprechend reduzierter Stundenzahl. Ebenso die Teilnahme an Klassen- bzw. Versetzungskonferenzen und die Besucherzahl an Elternsprechtagen.

    Über die Anwesenheit bei Gesamtkonferenzen, Projektwochen und so etwas wie Schulfesten muss die Schule dann ein gescheites TZ-Konzept haben- an dem jeder, dem es wichtig ist, mitwirken kann.

Werbung