Beiträge von Friesin

    oh, wie unpraktisch. Bei uns wird das unter den Kollegen im Vorfeld abgesprochen, d.h. wenn ich als Fachlehrer auf einem Elternabend erscheinen soll, wird der Termin auch mit mir abgesprochen. Lange genug vorher.
    Und nur zum "Kennenlernen" würde kein Kollege wagen, Fachlherer zum Elternabend zu zitieren... Die Kollegen sprechen das auch mit den jeweiligen Eltern ab.


    aber mich nerven gerade diese unvollständigen Stapel und das kleckerweise Abgeben "Bring ich nächste Stunde mit!"

    ein Dauerthema auch bei Zeugnissen, unterschriebenen Klassenarbeiten, Rücklaufzetteln für dies und das ---- ich schreibe dann mails an die Eltern. (die allerdings auch nerven)
    Und was bis XY nicht abgegeben wurde, ist halt ne 6.

    nicht wirklich aufwendig, nimmt halt ein bisschen Zeit. Aber ist mir lieber als das ewige "Aber ich habe es bestiiiiiiimmt abgegeben".

    Ich plane die Abgabetermine so, das jemand, der 1 oder 2mal gefehlt hat, trotzdem fertig werden kann. je nach Zeitdauer des Projekts. Wer die Hälfte oder sogar noch öfters gefehlt hat, bekommt keine Note.

    Wenn Bilder in Kunst auf nicht nachvollziehbare Weise abhanden kommen, sage ich meistens, die Person soll zuhause nochmal eine kleinere Variante anfertigen. Das passiert hin und wieder mal. Aber ein Test ist ja schon was anderes.

    warum ist ein kurzer Test was Anderes (ich lese heraus : Schwerwiegenderes) als eine praktische Arbeit in Kunst, für die mehrere Stunden zur Verfügung standen?

    Und wie bewertest du das, was ein Schüler zu Hause anfertigt???

    da ich das Problem der plötzlich scheinbar verschwundenen praktischen Arbeiten in Kunst auch kenne, hab ich mir mehrere Dinge angewöhnt:
    für jede Klasse eine eigene Mappe/ Regal/ Schrankfach, für das nur ich Zugang habe.

    Und: ich führe Abgabelisten. Im Beisein der Schüler: sie geben mir ihr Kunstwerk ab, bleiben bei mir stehen und sehen zu, wie ich bei ihrem Namen ein Häkchen setze. Dann erst gehen sie an ihren Platz zurück. So kann ich sicher sein, dass ich bestimmte Arbeiten schon bekommen habe, ohne das ich Quittungen schreiben muss :D

    Aufgabe würde genau so auch im Unterricht mehrfach bearbeitet.

    Ich nehme an, das letzte Prädikat soll "wurde" heißen.

    Dann verstehe ich die ganze Frage aber nicht. Es kann doch immer mal passieren, dass eine Arbeit schlecht ausfällt, auch wenn im Unterricht dafür gut geübt wurde.
    Kein Schüler hat ein Abo auf gute Noten, und eine 2- ist ja nun kein Weltuntergang.

    Ich würde sie gelten lassen.

    Oder ist der Gesamtdurchschnitt so schlecht, dass du sie vom SL genehmigen lassen musst? Dann erübrigt sich natürlich die Diskussion hier erst recht :D

    mit all dem Geschimpfe hier ("wir lassen uns doch nicht zum Narren halten" u.Ä.) hat Micky aber noch keine richtige Antwort.
    Micky, mach den Schülern deine /eure Hausregeln klar und die Konsequenzen bei Nichteinhaltung.

    Und dann bitte konsequent handeln, ohne weitere Vorwarnungen.

    Ansonsten nicht groß um Ruhe bitten, sondern handeln:
    Sie sind nur ruhig, wenn diktiert wird?
    Gut, dann diktierst du. Seitenweise, wenns sein muss.

    Keine Hausaufgaben gemacht?
    Die sind dann Stoff der nächsten Abfrage ind er nächsten Stunde. Gerne auch sofort.

    Handy wird benutzt? Einsammeln.

    jemand frisiert jemand anderen?
    Mit der Schere wackeln hilft Wunder.....

    Sitzplanänderung (Einzeltische)

    Leiser werden statt lauter, wenn die Unruhe zu groß wird.

    Kurze, dicht aufeinander folgende Unterrichtseinheiten, die keine Pause aufkommen lassen,
    viel schreiben lassen,

    diejenigen loben und fördern, die arbeiten wollen,
    zum Einzelgespräch ordern, Gesprächsergebnis unterschreiben lassen,
    Meldung an die Eltern
    Meldung an den Meister/ Ausbildungsleiter

    Abmeldeformular deutlich im Unterrichtsraum positionieren,

    und vor allen Dingen:
    ruhig und konsequent auftreten.
    Entspann dich. Lehn dich zurück, lass sie evtl. den Stoff selbst erarbeiten (ohne dich), anschließend Prüfung darüber.

    Du hast deinen Abschluss gemacht. Die Schüler nicht.

    P.S. Das ist kein ADHS-Haufen, die sind einfach unerzogen :schimpf:

    ich kann mir vorstellen, dass das unterschiedlich gehandhabt wird.
    AG-Stunden werden bei uns wie Erzieherstunden verrechnet.

    Warum fragst du nicht direkt an deiner Schule nach?

    Ich habe ein paar Jahre in Bayern an einem Gymnasium gearbeitet und fand manches ... befremdlich. Und damit meine ich nicht nur die Ausdrucksweise ( z.B. "Schulaufgabe", "Angabe" und, mein Liebling: "Unterschleif" :rofl: ). Das sind Äußerlichkeiten, die schnell gelernt sind.
    Z.B. aber das strikte Respizienssystem.
    Es hat natürlich durchaus Vorteile, schafft vll mehr Vergleichbarkeit, ist aber für alle Beteiligten eine Zumutung.
    Insgesamt war der Verwaltungsaufwand noch mal um ein Beträchtliches höher als ich es kannte.

    KA spielten eine ungleich größere Rolle in der Gesamtnotenberechnung als alle anderen =kleineren Leistungen. Das hat zur Folge, dass wegen KA ein immens großer Druck herrscht, nicht nur auf den Schülern. Das bedeutet auch, dass man versemmelte KA kaum wieder ausgleichen kann. Das bedeutet ebenso, dass die mündliche Beteligung im Unterricht eine deutlich geringere Rolle spielt, als ich das aus den norddeutschen Schulen kannte.

    Was mir aber am unangenehmsten auffiel:

    bei sehr vielen (nicht bei allen, aber wirklich bei sehr vielen) Kollegen gleich welchen Alters herrrschte die Meinung vor, man müsse Schülern grundsätzlich misstrauen. Weil sie nämlich zu Dummheit, Faulheit und letztlich zur Unehrlichkeit neigten.
    Ausnahme: die Einser- Schüler, die es dank eines stark ans Auswendiglernen orientierten Systems übrigens gar nicht so selten gab.
    So wurde auch bei disziplinarischen Kleinigkeiten sofort mit der Verweiskeule geschwungen.
    Dieses Menschenbild, dass prinzipiell Schülern mit Misstrauen zu begegnen sei und man als Lehrer immer und ständig auf der Hut sein müsse, nicht ausgetrickst zu werden, dass man sich bei allem und jedem absichern müsse --
    das empfand ich als hochgradig antiquiert und als belastend.
    Das Rollenverständnis vieler Kollegen hatte bei mir eher Bundeswehrassoziationen hervorgerufen.

    Übrigens wird dieser Eindruck verstärkt von dem einen oder anderen Kollegen aus BY, der in meinem jetzigen Kollegium arbeitet/e. Und das sind/ waren beileibe keine alten Herrschaften.

    Was bitte lernt man in BY im Ref???

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