Beiträge von Friesin

    Ich kann mir vorstellen, dass man hier einen sachlichen Grund für die "Diskriminierung" konstruieren kann: Es gibt evt. zu wenig männliche Lehrer, die in den unteren Klassenstufen unterrichten können, so dass vermehrt auf diesen Kollegen zurückgegriffen werden muss. Im Sinn von "weibliche und männliche" Rollenvorbilder, insbesondere da die Kinder aus der Grundschule hauptsächlich Frauen als Lehrkräfte gewohnt sind. ABER: Wenn das tatsächlich im mehrjährigen Vergleich zu nachweisbarer Mehrarbeit führt, MUSS der Kollege an anderer Stelle entlastet werden, z.B. kein Einsatz bei Abitur-(Zweit-)Korrekturen, keine Mitwirkung bei der Vorbereitung und Durchführung von Schulfesten, keine Mitwirkung bei der Curriculums-Entwicklung usw.

    Letztendlich ist die Situation aber nur ein Ausdruck der Tendenz, dass sich der Lehrerberuf zum Frauenberuf entwickelt, was den Mangel an männlichen Lehrkräften zur Folge hat. Um dem entgegenzuwirken ist dringend eine Steigerung des Ansehens der Lehrkräfte in der Gesellschaft notwendig (gerade Männer wählen ihren Beruf oft nach Status und Einkommenmöglichkeiten): Schule (und damit die Lehrkräfte) kann nicht mehr der Reperatur-Betrieb für alle ungelösten gesellschaftlichen Probleme sein, das Lehrerbashing von Seiten der Politik und der Medien muss aufhören, die Bildungspolitik darf nicht mehr das ideologische Spielfeld von unqualifizierten Berufspolitikern sein und die Einkommen der Lehrer und Lehrerinnen müssen endlich wieder angemessen steigen!

    Gruß !

    ganz sicher hast du Recht,

    nur nützt das dem betroffenene Kollegen garde wenig.
    Ein Versuch mit der Gleichstellungsbeauftragten wäre es doch wert, was hindert ihn?

    ich glaube, das Problem besteht darin, dass wir mit unseren Tipps von einer bestimmten Jahrgangsstufe, bzw. einem benennbaren Lernjahr , einer Reihenplanung, einem konkreten Stundenziel ausgehen. So, wie man in der Praxis eben Unterricht plant ;)

    Dein Dozent aber sitzt irgendwo an einem Uni-Tisch ohne Schüler und gibt dir/euch eine Aufgabe ohne echten Praxisbezug.
    Da siehst nicht du den Wald vor lauter Bäumen nicht, da gibt es gar keinen Wald.

    Tut mir Leid, bei sowas bin ich raus ;)

    ich denke auch, dass gerade in so einem Fall das gesunde Schulkind auch die Kontinuität und Verlässlichkeit des Schulbesuchs braucht, wenn alles zu hause ins Wanken gerät. Um den Unterrichtssoff würde es mir dabei gar nicht mal in erster Linie gehen.

    Deshalb würde ich unbedingt versuchen, eine sinnvolle andere Betreuung zu finden. Mit HiIlfe der SL, der Stadt, der Diakonie, der Krankenkasse, wem auch immer

    dann würde ich dafür sorgen, dass sie ruhig sind und sich irgendwie beschäftigen. Bei uns ohne Handy, weil das auf dem Schulgelände verboten ist.

    Was du dann ins Kursbuch schreibst? ist eigentlich ziemlich wurscht: entweder:

    Stillarbeit

    oder aber (was ich bevorzugen würde)

    "Schüler weigern sich mitzuarbeiten, deshalb für Ruhe gesorgt"

    Mal sehen, wie schnell ihnenso richtig langweilig wird auf einer Skala von 1 -10 :D

    ber Zeiten ändern sich auch und Hierarchien verflachen eben und das ist auch wunderbar so, besonders in der Oberstufe.

    nein, Hierarchien bleiben bestehen. Du bist und bleibst der Lehrer, da gibt es keine Augenhöhe und keine Gleichstellung. Und das ist auch wunderbar so, besonders in der Oberstufe,


    denn alles andere wäre unprofessionell und würde völlig falsche Tatsachen vorspiegeln.

    während der Arbeit mal hinlaufen und es fragen, ob es nochmal alles durchgelesen hat o.ä. Man könnte viel.

    ich gehe doch während einer Arbeit nicht herum und beschäftige mich mit einzelnen Schülern. :ohh:

    Aber okay, ich bin auch nicht an einer Grundschule.

    Vielleicht könnte man dem Kind die Aufgaben in besonders groß /weit ausgedruckter Form aushändigen? Dass das Arbeitsblatt übersichtlicher wird?

    Und wenn sie das nicht machen?

    dann gibts einen schriftlichen Nachweis darüber, dass du alles versucht hast, und der wird an die Arbeit geheftet und mit archiviert.
    Es geht ja bei der Unterschriftenaktion nur darum, dass am Ende eines Schuljahres kein Elternteil behaupten kann, von den Noten des Kindes gar nichts gewusst zu haben-- mit allen eventuell sich daraus ergebenden Konsequenzen.

    P.S.: Ich persönlich halte diese ganze Unterschriftensammelei für ziemlich überflüssig, denn alle Eltern haben bei uns einen Zugang zu den Noten ihrer Kinder und können sie jederzeit anschauen. Wenn sie das nicht machen, liegt das in meinen Augen nicht in der Verantwortung der Lehrer. Aber okay, bei uns wird da doppelt und dreifach gefahren. *Schulterzuck*

    bei uns gibt es folgende Regelung zu den unterschriebenen Klassenarbeiten:
    wer die in 2 Fächern nach 2 Wochen nicht anschleppt, bekommt sie nicht mehr mit nach Hause. Dann müssen die Eltern in der Schule aufschlagen um zu unterschreiben.

    Das zieht sich hoch bis in Klasse 8/ 9-

    Ich gebe dir recht, dieses Hinterherrennen ist mega nervig, kostet ewig viel Zeit (allein die vielen Mails, die ich deswegen schreibe) und unendliche Nerven. Eigentlich müssten wir dafür eine Art Erschwerniszulage bekommen :sauer:

    Wenn sie sich dann nicht für das Wissen, sondern für Schönschrift interessieren, kann man sich als Eltern durchaus aufregen.

    aufregen würde ich mich in der Tat. Aber nicht über den Lehrer, sondern über mein Kind, das nicht imstande ist, korrekt abzuschreiben.

    Sorry, aber mit Schönschrift hat das nun ganz und gar nichts zu tun

    geht regelmäßig in Reha o.ä.

    wie geht denn das?
    Eine Reha genehmigt zu bekommen,z.B. als Anschlussheilbehandlung, geht relativ problemlos, aber dafür muss man länger krank gewesen sein. Eine Reha (oder Kur) genehmigt zu bekommen als Prophylaxemaßnahme, wird extrem schwierig sein. Wie macht sie das dann regelmäßig? Würd mich wirklich interessieren ;)

    Diese Kollegin geht nicht geplan zur FoBi, sondern auf eine Reha. D.h. sie war unmittelbar vorher länger krank und braucht diese Maßnahme, um wieder so weit wie möglich hergestellt zu werden.
    Wie kann man da von ihr erwarten, dass sie Vetretungsmaterial bereitlegt?
    Irgendjemand muss doch deren Klasse schon vor Antritt der Reha verteten haben, als die Kollegin noch akut krankgeschrieben war. Also weiß doch nicht nur die Klassenleiterin, wie weit die Klasse gerade in welchem Fach ist.

    Nun ja, Karl-Dieter, wenn man aber Vollzeit arbeitet, hat man am WE ja durchaus auch mal Anspruch auf Erholung. Und das geht m.E. nur richtig gut, wenn der Partner bei der Kinderbetreuung voll mitzieht und nicht einfach mehrere Stunden "abwesend" ist. Wenn man den Großteil der Kinderbespaßung alleine stemmen muss, ist es irgendwie nichts mit persönlicher Freizeit.

    Für mich kommt WE-Arbeit nur in Notfällen (Klausurstapel etc.) in Frage, aber mit Sicherheit nicht regelmäßig oder gar jedes WE.

    Ich finde, das WE gehört komplett der Familie und einem selbst. Wenn man unter der Woche die Arbeit nicht schafft, würde ich definitiv über eine Reduzierung nachdenken. So eine 6-7 Tage Verfügbarkeit für die Arbeit ist für mich ein absolutes No-Go.

    . Ich schaffe es tatsächlich in 45 Minuten Spaghetti mit Hackfleischtomate zu machen, aufzuräumen, Waschmaschine und Trockner auszuräumen und mich noch umzuziehen.

    wer Kinder hat, lernt das ganz fix :super:

    Kann es sein, dass hier das Pferd von hinten aufgezäumt wird?
    Da soll ein Kollege seine Noten offenlegen.
    Sollte eigentlich kein Problem sein, denn normalerweise führt man doch Buch darüber.
    Aus irgendeinem Grund scheint aber genau das sich schwierig zu gestalten, und deshalb wird nun die Verantwortung auf Andere übertragen (SL gegenüber der Frau des Kollegen, Personalrat etc).
    Ob diese Forderung in irgendeiner Form schikanös ist, wie Maike schrieb, wird aus dem Eingangspost nicht ersichtlich. Vll gibts ja noch mehr Infos ;)

    Ihr seid nicht beide an derselben Schule?
    dann hat der Sl deines Mannes natürlich keine Fürsorgepflicht dir gegenüber.

    ich kenne ja die ganzen Hintergründe nicht, aber gibt es an der Schule deines Mannes keine fachschaftsinternen Absprachen über die Anzahl der Noten, die pro Halbjahr gemacht werden sollen?

    Ich musste einmal alle Noten der SL zukommen lassen, nachdem die Eltern eines Schülers versucht hatten, gegen die Nichtversetzung einzuschreiten. Hab sie gezeigt, und gut war's.
    Kann er sie nicht einfach vorzeigen, und Ruh ist? Oder ist das jetzt zu naiv gedacht? :flieh:

    Solche Aktionen bringen Schüler bei mir in der Regel einmal. Sich dann auch noch so dumm stellen "er hat nix gesagt" und das Weinen ignorieren. Unglaublich.

    Firelilly, das sind Erstklässler. Denen würde ich nicht sofort absichtliches "sich dumm stellen" oder pure Bösartigkeit unterstellen. Nichtsdestotrotz sollten sie natürlich lernen, dass das so nicht geht. Dass Lucy am Mittwoch das Kettcar nicht bekommt, sehe ich auch als selbstverständlich an.

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