Beiträge von Friesin

    Deshalb kam ich auf die Idee, dass das Daumen Nuckeln vielleicht ein bisschen Geborgenheit im Chaos geben könnte.

    ist gut möglich. Oder Stressabbau. Aber muss man es ihr denn unbedingt nehmen? Machen sich die anderen Kinder über sie lustig?
    Nuckelt sie in bestimmten Situationen mehr als in anderen? Vor Arbeiten? Wenn sie etwas vorstellen oder vorlesen muss? In bestimmten Fächern mehr oder vll weniger als in anderen?
    Darauf könnte man versuchen zu schauen und entsprechend den Erkenntnissen vorsichtige Rückschlüsse ziehen.
    Und sie behutsam gezielt darauf ansprechen.
    Vielleicht schwindet die Angelegenheit wieder, wenn man sie nicht gar zu sher thematisiert. Druck zu machen wäre sicherlich kontraproduktiv.


    Besonders bei den stärker lernbehinderten Schülern ist es schwierig: Wie soll ein lernschwacher Schüler, der nicht sicher bis 100 rechnen kann, keine Sachaufgaben lösen kann,… z.B. am Gymnasium im Matheunterricht teilnehmen? Wann soll der Gymnasiallehrer -der dafür nicht ausgebildet ist- ihm neuen Unterrichtsstoff erklären z.B. den Zahlenraum bis 1000 mit ihm erarbeiten?

    selbst wenn der Mathelehrer dafür ausgebildet wäre:
    wie soll man an einem Gymnasium, das die Schüler schlussendlich zur Studierfähigkeit führen soll, so etwas leisten? Zieldifferenziertes Arbeiten?

    Bei dem Auftrag, den das Gymnasium letztendlich hat, nämlich die Schüler zur allgemeinen Hochschulreife zu führen?

    Und warum sollte man das anstreben? Ich mit meiner Angst vorm Ball erwarte doch auch nicht ernsthaft, dass mich Jogi Löw zieldifferent und kleinschrittig mit heranfliegenden Bällen vertraut macht, während er die Nationlelf trainiert....

    (jaaaa, ich weiß, jeder Vergleich hinkt, aber warum gehen im Sport so viele Dinge, die im nicht sportlichen Lernen sowas von verpönt sind?)

    Stell dir z.B. vor, jemand hätte die Entscheidung für eine Förderschule für dich gestellt, als du 13 warst. Oder würde sie für dein Kind treffen. Alles nicht so simpel.

    auch das ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Im ersten Fall wäre Morale nach (nicht nur ) deiner Erklärung hier ja nie als <lehrer aufgetaucht.

    Und für mich kann ich nur sagen: Ja, wenn eines meiner Kinder in die Förderschule gesollt hätte, weil es dort besser hätte gefördert werden können: Ja! Da wäre ich dabei gewesen. Meinem Kind hätte ich nämlich den Stress nicht antun wollen, als einziges Problemkind in einer Klasse "anderer" zu sein. Es wäre immer der/diejenige gewesen, welche. Immer der totale Außenseiter.
    Aber okay, das ist meine persönliche Denkweise. Wollte nur auch diese Sicht zu bedenken geben ;)

    bei uns gibt es in Klasse 5 und 6 in den Hauptfächern keine HA. (Ausnahme: Vokabeln lernen).
    Dafür gibt es pro Hauptfach eine Wochenstunde im Plan, in der Übungs- und Vertiefungszeit ist.
    Funktioniert so:
    die Hauptfachlehrer legen Lernziele fest.
    Sie stellen Material zur Verfügung, damit die Schüler diese Ziele erreichen können.
    Die Schüler arbeiten in diesen besonderen Stunden selbstständig und eigenverantworlich mit dem Matreial. Es ist immer einer der Hauptfachlehrer anwesend, damit die Kinder Fragen stellen können.

    Am Ende des Vertiefungszeitraums, den der jeweilige Fachlehrer festlegt, gibt es einen kleinen Test um zu schauen, ob die Ziele erreicht worden sind.

    Klappt ganz gut, allerdings entsteht bei den Schülern leicht der Eindruck, es gebe nie Hausaufgaben. In Klassse 7 werden HA wieder in allen Fächern aufgegeben

    Es ist wohl wirklich eine Urkunde --> https://www.justiz.nrw.de/JM/justizpolit…e/Brief_034.pdf S. 5

    na also.

    Mit "es war mir in dem Moment egal" meinte ich genau das:
    wenn der Sl in meiner Anwesenheit dem Elternteil und der Schülerin erklärt, es handele sich um Urkundenfälschung, bin ich ganz bestimmt nicht diejenige, die ihn unterbricht und fragt:
    "Ach wirklich? So richtig im juristischen Sinne?".
    Ich gehe / ging vertrauensvoll davon aus, dass der Mann wusste, was er sagte.

    Und dass eine Schülerin, die nachträglich an ihrer bewerteten Arbeit manipuliert, "unter Druck" gesetzt wird, .... ja, damit kann ich leben. Ich würde es allerdings nicht so bezeichnen. Unter Druck gesetzt wozu?? Das nicht wieder zu tun? Ja bitte!!

    mir ist es dreimal "passiert", dass Schüler an der Arbeit nachträglich rummanipuliert haben.
    das erste mal war es eine 6tklässlerin, die eine fehelnde Vokabel auf die Rückseite geschrieben hatte.
    Mein Fehler, ich hatte die Rückseite nicht mit Rot entwertet.
    Dem Mädchen habe ich einen Spruch dazugeschrieben und den die Mutter unterschreiben lassen.

    Wieder was dazugelernt :pfeif:

    Das nächste mal war es eine 7tklässlerin, die zu Hause manipuliert hatte. Da ich das nachweisen konnte, bin ich zum SL, der stante pede die Eltern einberief und Eltern wie Tochter ein paar Takte zum Thema Urkundenfälschung und Strafbarkeit ab 14 erzählte.

    ) Das dritte Mal (andere Schule, selber Landkreis): ein Mitschüler (Kl. 10hatte in der zurückgebenen Arbeit eines Mädchens noch in der Stunde der Rückgabe etwas ergänzt. Angeblich wusste niemand, wer das dahingeschrieben hatte.
    Auch da war die Manipulation nachweisbar, die Arbeitschreiberin war natürlich als erste im Verdacht.Es hat genau drei Wochen inklusive der Weihnachtsferien gedauert, bis sich der Mitschüler geoutet hatte. Das waren die drei Wochen, dioe die SL der Clique zeit eingeräumt hatte, sich zu der Urkundenfälschung zu bekennen. Seine Weihnachtsferien waren wohl nicht so entspannt gewesen ;)
    Einen verschärften Verweis gab es trotzdem.

    Seither bin ich vorsichtig geworden.

    ne, sorry. Nach Abi, Ausbildung, Studium und mehreren Jahren "in der Wirtschaft" bin ich kein nichts könnender Azubi.

    Überhaupt ist niemand, der ein fachlich passendes Studium abgeschlossen hat ein nichtskönnender Azubi.

    Doch. Auf den entsprechenden Beruf gemünzt, schon.

    Du magst mehr Lebenserfahrung haben, keine Frage, aber beruflich bist du ein Anfänger, wenn du nach dem Studium im Ref anfängst oder "in der Wirtschaft" gearbeitet hast und dann das Ref beginnst.

    Lebenserfahrung ist aber eher eine Altersfrage und hat nicht unbedingt etwas mit deiner Bezahlung als Anfänger zu tun.

    Wäre mir auch schleierhaft, wie der Lehrer das hinkriegen soll. Kann ja niemand dem Schüler in den Kopf gucken.

    Eben.

    Irgendwo sind dem Lehrer auch Grenzen gesetzt. Irgendwo ist dann auch der Schüler gefragt.
    Der hat übrigens nicht nur ein Recht auf Bildung, er hat auch Pflichten in der Schule wahrzunehmen.

    Dass das eine typisch bayerische Ansicht ist, war mir allerdings neu :pfeif:

    Irgenwas muss ja hinter der Leistungsverweigerung stecken.

    ich habe auch so einen Leistungsverweigerer. Durch die Bank weg in (fast) allen Fächern.
    das zeichnete sich im letzten Schulajhr schon ganz bös ab,
    und die Eltern sind genauso verzweifelt wie wir Lehrer.

    Das einzige, was sich nicht abzeichnet, ist eine Lösung :heul:

    Aber das wird vll doch Off Topic

    ich mache es ähnlich wie stille Mitleserin, allerdings wochenweise. Am WE wird vorbereitet, und ich muss am Abend nur noch die entsprechende Mappe aus dem regal ziehen. Da ist dann alles drin, von Kopien/ ABs über Tests und mündliche Abfragen, Impulse etc.

    Klingt aufwändig, ist aber unter der Woche extrem entspannt und ist lang nicht mehr so ausführlich wie im Ref, wo jede einzelen Stundenphase mit Minutenangabe vermerkt werden musste.

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