In meiner Klasse (jetzt Jahrgang 8 )gab es letztes Jahr auch Probleme mit einer Kollegin. Zwar aus anderen gründen als im oben geschilderten Fall, aber dennoch.Ich habe mir erst mal angehört, was die Schüler zu sagen hatten, weil die einfach fast platzten vor Mitteilungsbedarf.
Dann habe ich die Kollegin mal drauf angesprochen. Und siehe da, sie war ganz froh, dass das Thema zur Sprache kam. Als nächstes gab es ein Gespräch zwischen zwei Schülern, der Kollegin, einer der Fachkollegen und der Vertrauenslehrerin, die gleichzeitig auch Streitschlichterin ist.
Heraus kam, dass-- wie immer, wer hätte das gedacht??!!-- beide Seiten an sich arbeiten sollten. Die Schüler, indem sie schlichtweg sich fachlich reinknieten, nicht immer gleich den Kopf in den Sand steckten und verschiedene Fördermöglichkeiten, die unsere Schule bietet, nutzen.
Die Kollegin, indem sie statt mit Tests über Tests auf die fachlichen Probleme zu reagieren, mehr Übungszeit einräumt.
Meine Klasse war und ist nicht einfach: laut, quirlig, voller verrückter Ideen, extrem selbstbewusst, aber auch kreativ und leistungsstark, wenn sie wollen.
Aber für sie war es ganz wichtig, dass sie
1.ernstgenommen werden, 2. sich auch an die eigene Nase fassten.
Dazu helfen Fragen wie:
"Was könnt ihr dazu beitragen, die Situation zu entspannen?"
"Wo könnt ihr, jeder einzelne, in jeder Stunde etwas an der Situation verbessern? Ganz konkret?"
Auch ganz wichtig:
ich selbst habe mich rausgehalten. Ich habe lediglich, wenn ich darum gebeten wurde, Termine vermittelt und sowohl den Schülern wie der Kollegin klargemacht, dass es nicht gegen irgendjemanden oder eine Klasse persönlich ging, sondern dass beide Seiten etwas tun konnten, um die Situation zu entspannen.