Beiträge von Friesin

    meiner Erfahrung nach hängt das in erster Linie von dem entsprechenden Elternteil ab.
    Wer es schafft, an der Schule ausschließlich die Kollegenrolle einzunehmen -- unproblemtaisch. Im Gegenzug bedeutet das, konsequent alle Teile, die mit der Elternrolle zusammenhängen, an den anderen Elternteil abzugeben.
    Also:
    keine Zettel bei Kollegen abgeben, die das Kind abgeben soll.
    Kollegen nicht nach dem eigenen Kind fragen.
    Krankmeldung, fehlende HA, usw. nicht auf dem "kurzen Diebnstweg" unter Kollegen regeln, sondern so wie alle anderen Eltern auch.
    Zu Hause nichts von der Schule erzählen. Nichts von Kollegen. Nichts von Schülern. Nichts von Planungen.
    Doppelt und dreifach vorsichtig mit Kopien u.Ä. sein.
    Wenn das eigene Kind weint, nicht als Mama hingehen. Kollegen gehen lassen.
    Zum Elterntabend/ Elternsprechtag den anderen Elternteil schicken.

    Das ist an einer Grundschule mit Sicherheit noch mal schwieriger als bei älteren Kindern.
    Bei meinen eigenen Kindern funktionierte das bestens.
    Bei meinen Kollegen funktioniert es gar nicht, und es ist für alle Beteiligten der Graus :daumenrunter:

    auf mich wirkt das Ganze wie eine total verfahrene Machtkampfsituation.
    Die Schüler lernen nicht --du gibst schlechte Noten -- sie regen sich auf und lernen noch weniger -- ein Teufelskreis.
    Nach meiner Erfahrunf gschätzen es Schüler durchaus, wenn sie bei einem Lehrer "Was lernen". Auc h wenn sie dafür gefordert werden. Auch wenn es Gemurre gibt.
    Vielleicht prüfst du ein wenig zu viel ab?
    Jede Woche eine schriftliche Abfrage in deinen Fächern kommt mir persönlich extrem viel vor, du schreibst ja keine Tests über auswendig zu lernende Vokabeln.
    Welche Möglichkeiten der mündlichen Notenbildung hast du?
    Lobst du die Klasse(n) auch mal?
    Dass du ihnen nur "Gutes" willst, glauben die Schüler erst dann, wenn sie es spüren. Wenn aber euer Verhältnis aus Bockigkeit und Druck und Bockigkeit und Druck besteht, kann das nichts werden.
    Vll kann man in einem (moderierten?) Gespräch klären, wo der Hund begraben liegt.
    Damit will ich keiner [lexicon='Kuschelpädagogik',''][/lexicon] das Wort geben.

    Was passiert, wenn viele die HA nicht anfertigen? Wie reagierst du dann?
    Welche Rückmeldungen gibst du/ gibt die Schule den Eltern?

    Habt ihr eine zentrale Abschlussprüfung nach Klasse 10?

    Nur prüfen und abprüfen und wieder prüfen bringt nichts.

    oh weia. Das deutet auf eine handfeste Depression hin

    Was hattest du erwartet an Stellen für Geisteswissenschaftler?

    Gibt es nicht für Spanisch irgendwas im Breich Übersetzer/Dolmetscher oder Tourismus? Bafög während der Ausbildung?

    ich mache meinen Job sehr gerne.
    Selbst an das Korrigieren habe ich moch gewöhnt :D
    In jedem Beruf gibt es positive und negative Seiten, und an "meiner" Schule überwiegen deutlich die positiven.
    Aber ich brenne nicht für den Job.
    Ich opfere mich nicht auf, und ich genieße die Zeit, wenn mal nichts am Schreibtisch (für die Schule) zu erledigen ist.

    Die Millionen-Lotto-Frage kann ich nicht beantworten, darum kümmere ich mich, wenn es so weit ist 8)

    Deshalb kam ich auf die Idee, dass das Daumen Nuckeln vielleicht ein bisschen Geborgenheit im Chaos geben könnte.

    ist gut möglich. Oder Stressabbau. Aber muss man es ihr denn unbedingt nehmen? Machen sich die anderen Kinder über sie lustig?
    Nuckelt sie in bestimmten Situationen mehr als in anderen? Vor Arbeiten? Wenn sie etwas vorstellen oder vorlesen muss? In bestimmten Fächern mehr oder vll weniger als in anderen?
    Darauf könnte man versuchen zu schauen und entsprechend den Erkenntnissen vorsichtige Rückschlüsse ziehen.
    Und sie behutsam gezielt darauf ansprechen.
    Vielleicht schwindet die Angelegenheit wieder, wenn man sie nicht gar zu sher thematisiert. Druck zu machen wäre sicherlich kontraproduktiv.


    Besonders bei den stärker lernbehinderten Schülern ist es schwierig: Wie soll ein lernschwacher Schüler, der nicht sicher bis 100 rechnen kann, keine Sachaufgaben lösen kann,… z.B. am Gymnasium im Matheunterricht teilnehmen? Wann soll der Gymnasiallehrer -der dafür nicht ausgebildet ist- ihm neuen Unterrichtsstoff erklären z.B. den Zahlenraum bis 1000 mit ihm erarbeiten?

    selbst wenn der Mathelehrer dafür ausgebildet wäre:
    wie soll man an einem Gymnasium, das die Schüler schlussendlich zur Studierfähigkeit führen soll, so etwas leisten? Zieldifferenziertes Arbeiten?

    Bei dem Auftrag, den das Gymnasium letztendlich hat, nämlich die Schüler zur allgemeinen Hochschulreife zu führen?

    Und warum sollte man das anstreben? Ich mit meiner Angst vorm Ball erwarte doch auch nicht ernsthaft, dass mich Jogi Löw zieldifferent und kleinschrittig mit heranfliegenden Bällen vertraut macht, während er die Nationlelf trainiert....

    (jaaaa, ich weiß, jeder Vergleich hinkt, aber warum gehen im Sport so viele Dinge, die im nicht sportlichen Lernen sowas von verpönt sind?)

    Stell dir z.B. vor, jemand hätte die Entscheidung für eine Förderschule für dich gestellt, als du 13 warst. Oder würde sie für dein Kind treffen. Alles nicht so simpel.

    auch das ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Im ersten Fall wäre Morale nach (nicht nur ) deiner Erklärung hier ja nie als <lehrer aufgetaucht.

    Und für mich kann ich nur sagen: Ja, wenn eines meiner Kinder in die Förderschule gesollt hätte, weil es dort besser hätte gefördert werden können: Ja! Da wäre ich dabei gewesen. Meinem Kind hätte ich nämlich den Stress nicht antun wollen, als einziges Problemkind in einer Klasse "anderer" zu sein. Es wäre immer der/diejenige gewesen, welche. Immer der totale Außenseiter.
    Aber okay, das ist meine persönliche Denkweise. Wollte nur auch diese Sicht zu bedenken geben ;)

    bei uns gibt es in Klasse 5 und 6 in den Hauptfächern keine HA. (Ausnahme: Vokabeln lernen).
    Dafür gibt es pro Hauptfach eine Wochenstunde im Plan, in der Übungs- und Vertiefungszeit ist.
    Funktioniert so:
    die Hauptfachlehrer legen Lernziele fest.
    Sie stellen Material zur Verfügung, damit die Schüler diese Ziele erreichen können.
    Die Schüler arbeiten in diesen besonderen Stunden selbstständig und eigenverantworlich mit dem Matreial. Es ist immer einer der Hauptfachlehrer anwesend, damit die Kinder Fragen stellen können.

    Am Ende des Vertiefungszeitraums, den der jeweilige Fachlehrer festlegt, gibt es einen kleinen Test um zu schauen, ob die Ziele erreicht worden sind.

    Klappt ganz gut, allerdings entsteht bei den Schülern leicht der Eindruck, es gebe nie Hausaufgaben. In Klassse 7 werden HA wieder in allen Fächern aufgegeben

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