Beiträge von Friesin

    Zitat

    Bei "Pro familia" bekommt man zum Beispiel das "Holz-Penis-Set" mit verschiedenen Figuren männlicher Genitalien als sexualpädagogisches Anschauungs- und Übungsmaterial Dazu kann man dann gleich noch eine Vorratspackung mit 100 Kondomen bestellen. Diese "Wir ziehen Kondome über Holz-Penisse"-Aktionen gehören inzwischen zum Standardrepertoire im Sexualkundeunterricht.

    *stööööhn*

    << und heute leben viele Leute unverheiratet zusammen,
    warten nicht bis zur Ehe, bis sie sich einander "hingeben",
    machen Liebe (nein, das böse Wort mit S sage ich jetzt nicht) nicht nur im Dunkeln,
    wagen zu verhüten
    und überhaupt....
    war früher nicht alles besser??? <<


    So Claudius, hättest du es gerne so formuliert??

    Zitat

    Echt? Du findest den Beruf und selbst das Ref als entspannender als ein Tag mit kleinen Kindern?

    ja. deutlich. Wobei meine Kinder weder hyperaktiv noch Streithähne waren. Aber gerade so als Krabbelkinder oder mit Wutanfällen .... die kann man nicht nach 45 Minuten wieder abgeben. ;)

    Aber wieso durftest du denn im Ref krank werden, ohne, dass dich da jemand vermisst hat? Wie hast du denn da die Kinder wegorganisiert? Oder waren die da schon so alt, dass sie dich nicht mehr gebraucht haben? Also meine Kinder sind schon 7 und wirklich krank werden darf ich da auch nicht, jedenfalls nicht, wenn sie gleichzeitig krank werden, sonst kann ich sie ja immerhin bis 15 Uhr in die Schule schicken und dann kommt ja hoffentlich schon relativ bald mein Mann.


    ja, ich sprach ja von einer langen Pause. Sie waren also schon deutlich älter, als ich ins Ref ging. Mit "nicht vermisst" meine ich auch eher die Schule als Organisation. Du meldest dich krank, wenn es nicht mehr geht, und gut ist. Du musst dich um keinen Ersatz kümmern (anders als als Selbstständige und Honorarkraft, was ich auch einige Jahre gemacht hatte), dein Unterricht wird vertreten, du bekommst sogar dein Geld weiter in der Zeit. Einfach genial, wenn du das nicht gewohnt bist :D
    Als der Älteste 7 war, war die Jüngste unterwegs. Und die Grundschule ging damals nur bis 12 Uhr, erst für die älteren Jahrgänge auch mal bis 13 Uhr. Nicht, dass sie immer schon um 8 Uhr begonnen hätte. Meine Kinder haben sehr viele Wege sehr früh alleine zurückgelegt, wir wohnten mit Absicht so, dass per Rad und/oder Bus alles zurückgelegt werden konnte. Aber eben nur ab einem bestimmten Alter.

    ja, heute sehe ich das mit dem Enid-Blyton-Vater auch so. :P Damals aber war mir irgendwann bewusst, mein Mann war nur teilweise belastbar. Er hatte mit der Schule tatsächlich rundum genug zu tun und war für alles andere erst in den Ferien wirklich ansprechbar.

    Aber es ging ja gar nicht ursprünglich um mich. Ich wollte nur das "bisschen Haushalt" geraderücken, zumindest in Familien mit mehreren kleinen Kindern.

    ich bin wahrscheinlich eine Besonderheit hier:
    ich war nämlich jahrelang nicht berufstätig wegen der Kinder. Jaaaa, tatsächlich. Freiwillig und in gegenseitiger Absprache.
    Bereut habe ich es nicht, weil es damals einfach stimmig war. Heute hätte ich andere Möglichkeiten und würde es -mit einem anderen Mann :D - anders handhaben.
    Aber:
    ein Spaziergang war das nicht.
    Keine Oma unter 3 Stunden Autoentfernung.
    Keinen Tag frei.
    Keinen bezahlten Urlaub.
    Wenn Urlaub, dann bei Freunden mit gleichaltrigen Kindern oder mal ein verlängertes WE in Ferienwohnungen (a propos Haushalt :D ). Erholung pur??
    Nachts genauso gefragt wie tagsüber.
    Und nie krank sein dürfen!!!!!
    Zumindest war es so, als die Kinder noch klein waren.

    Und ich habe sie freiwillig und gerne bekommen, dass da kein falscher Eindruck entsteht!

    Auch wenn mir mein Mann damals teilweise zur Hand ging (er kochte gerne *grrrrrrrr*) und auch mal nachts aufstand-- er war dennoch nciht der Hauptansprechpartner in der Familie.
    Terminplanung, Elternabende, Kinderarztbesuche, Elternsprechtage, Elternbastelabende im KiGa, Weihnachtsfeiern in KiGa und Grundschule.... alles mein Metier.
    Und als "Dank" wurde man im KiGa mitleidig angeschaut ( weil nicht berufstätig), hatte kaum ein Argument für einen Kindergartenplatz (weil ja nicht berufstätig), und musste sich oft genug rechtfertigen, was man denn alles mit seiner freien Zeit mache :hammer: Ernstgenommen wurde man nicht wirklich. Allein schon die Frage "arbeitest du nicht?" :schimpf:

    ls ich dann (viele) Jahre später ins Ref ging, war ich total begeistert:
    ich konnte krank werden, ohne dass mich jemand wirklich vermisste :D
    Der Stress war ein Minimum gegenüber meiner Hoch-Zeit als Mutter,
    nach 45 oder 90 Minuten war die nächste Gruppe dran.
    ich konnte nach der Schule die Tür hinter mir zumachen (und sie blieb es auch!!!),
    ich konnte mich gemütlich auf den Balkon setzen zum Vorbereiten und Korrigieren und ich konnte das dann tun, wenn ich wollte. Genial.

    Soviel dazu :pfeif:

    Und schließlich würde mich dann auch interessieren, wie der UB verlaufen ist. Mir ist im Forum schön öfter aufgefallen, dass Anfragen gestellt, Tipps eingeholt und dann nie mehr geschrieben wird. Man könnte sich ja auch im Nachhinein für hilfreiche Tipps bedanken und erzählen, wie es so lief. Das fände ich interessant!



    hat der UB denn schon stattgefunden?

    Dieele, was hast du denn zum Thema Absolutismus mittlerweile gemacht? Du schriebst doch eingangs, du hättest damit begonnen und hättest vor dem UB noch 2-3 Stunden.

    Zitat

    aber wozu denn also die RLP mit ihren tollen verschiedenen Bereichen und verschiedenen Kompetenzen, wenn ich das niemals machen kann, weil das Lehrbuch nur bestimmte Themen behandelt, und zwar in der 8. klasse geht es sowieso nur um America (Colleges, Chicago, und ein wenig Immigration) ?

    Das Buch wurde aufgrund eines Fachkonferenzbeschlusses eingeführt. D.h. die Fachkollegen stehen alle vor denselben Problemen wie du.
    Hast du dort schon mal nachgefragt, wie sie das handhaben? Man muss nicht das Rad jedes Mal neu erfinden, und man sollte als Lehrer kein Einzelkämpfer sein. Und als Referendar schon gar nicht ;)

    Braucht es gar nicht. Gesunder Menschenverstand reicht. Kinder in einem ordentlich geführten religiösen Elternhaus lernen natürlich, dass Sex bah ist und nur in der Ehe vollzogen werden darf, und dann auch nur, wenn dabei ein Kind entstehen soll und dann aber auch bitte keinen Spaß machen soll. Warum sollten die aufgeklärt werden? Sie haben doch keinen Sex. Werden sie aufgeklärt, ist das Elternhaus offensichtlich doch nicht so ganz nah dran an der Kirchenlehre, wie es eigentlich sollte


    Das kann ich so pauschal auch nicht stehen lassen.
    Viele Gläubige, die ihren Glauben ernst nehmen, führen ein eigenverantwortliches Leben, ohne kritiklos hizunehmen, was von Kirchenseite als erwünscht gilt. Und ganz sicher werden dort auch die Kinder aufgeklärt und gibt es dort nicht mehr und nciht weniger Teenagerschwangerschaften als in areligiösen Elternhäusern.
    Schlagt mich, aber ich hege den (gefühlten) Verdacht, dass die meisten Teenagerschwangerschaften hierzulande in den sogenannten bildungsfernen und nicht so sehr in religiös geprägten Schichten entstehen.

    Wer kommt eigentlich auf das merkwürdige Bild, dass religiöse Elternhäuser nur dumpf nachplappern, was kirchenseits gesagt wird? Auch praktizierende Christen leben nicht mehr in den 50er Jahren.

    hattest du nicht eingangs geschrieben, du habest mit dem Absolutismus angefangen? :ka:

    Ich habe mit meiner 8. auch gerade eben Absolutismus gemacht.
    Eingestiegen bin ich mit dem berühmten Bild von Ludwig XIV, dazu Musik von Lully. Fenster waren verdunkelt. Dann haben wir kurz das Bild besprochen und die Kinder haben dem König Denkblasen angeheftet: Was mag dieser Herrscher (soviel war sofort klar :D ) denken, wie mag er drauf sein?
    Dann gabs das Symbol des Sonnenkönigs und über die Symbolik konnte man auf die Herrscherrolle kommen.
    War jetzt die Kurzfassung, ich habe 4 Stunden dafür gebraucht.
    War aber kein UB, sondern ganz normaler Unterricht. Statt des Symbols wäre in einem UB wohl eine Textquelle angebrachter. Die hatte ich mir aufgespart für den Test :D

    Kannst gerne per PN nachfragen.

    rgendwann schon mal Sprüche gehört wie "Wir schicken keinen Schüler weg und bewerten alle Schüler wertschätzend." oder "Sitzenbleiben gibt es an unserer Schule eigentlich nicht." gehört? Oder "Wir haben ein spezielles Förderprogramm, das es allen Schülern ermöglicht, bei uns Abitur zu schaffen." ... oder ähnliche Euphemismen für "Wir winken jeden durch."...?

    nein.


    Eher die Furcht, dass es heißen könnte: Bei denen schafft es ja jeder

    ei mir im parallelen Unterricht hassen die Schüler mich dann natürlich wenn ich versuche Theorie zu machen und Tests zu schreiben. Klar.


    habt ihr denn keine Lehrplanvorgaben für das Fach Musik, nach denen sich auch ein externer Lehrer richten muss?

    Und was bedeutet "MUsik 1" gernau? Gibt es auch Musik 2? Wählen sich die Schüler dort ein? Rätselhaft für mein schlichtes Friesengemüt :mad:

    barmeliton, gehört denn dieser Trommelkurs zum regulären Unterricht? Statt Musik?
    Für mich liest sich das eher wie eine AG, und die wird m.W. nicht benotet.
    Ansonsten müssten sich mal die Musikkollegen mit dem Aushilfskollegen zusammensetzen, um.u.a. solche Fragen abzusprechen (wofür steht welche Note).

    Wenn ich andererseits bei uns die Noten in Musik generell ansehe, ....... Ähem.....

    an sehr vielen Gymnasien wird Latein als 2. Fremdsprache ab Kl. 6 angeboten. Ein Oberstufenkurs kommt nicht immer zustande, wie halt in Französisch auch. es gibt auch Schulen, an denen Latein ab Kl, 5 als 1.Fremdsprache angeboten wird.

    es gibt Schulen mit und ohne spät beginnenden Lateinunterricht, und es gibt solche, die regelmäßig einen Oberstufenkurs auf erhöhtem Niveau besetzt bekommen. Die letzte Schule, an der ich war, hatte bei ca 1000 Schülern 10 Lateinkollegen. Und manche davon unterrichteten hauptsächlich Latein.
    Fazit: man kann also keine pauschalen Aussagen und Prognosen treffen.

    Dann kann es ja sein, dass Bemerkungen gallen wie "Ihre Vertretungslehrerin haben wir aber lieber gehabt/ besser gefunden".


    ich hätte dir gewünscht, dass du dir um solche eventuell auftretenden Sprüche keinen Kopf mehr zu machen gelernt hättest :troest:

    Wer weiß, ob sie überhaupt fragen.
    Und wenn, kannst du doch deutlich sagen, dass du länger krank warst. Kranksein, Burnout, Depressionen sind alles keine Dinge, derer man sich schämen müsste.
    Der von dir befürchtete Satz wird mit Sicherheit nicht kommen.
    Im übrigen könnte der immer kommen, wenn man mal vertreten wurde. Es geht nicht darum, dass man als Lehrer von den Schülern lieb gehabt oder toll gefunden wird. Es geht darum, dass sie bei dir etwas lernen.
    Schraube deinen Anspruch von der emotionalen auf eine professionelle Ebene zurück, bzw. hinauf. Dann wird dir vieles leichter fallen. ;)

    In Bayern gibt es mittlerweile so viele Lateinreferendare, dass es dort kaum noch Mangelfach ist.
    Die Zeiten, in denen du mit Latein den Fahrschein auf eine Planstelle in der Tasche hattest, sind mancherorts vorbei.
    Andererseits ist es mit Sicherheit begehrter als z.B. Englisch. Allerdings wirst du noch ein paar Jahre brauchen, bis du Studium und Ref fertig haben wirst. Und was bis dahin ist, kann dir kein Mensch vorhersagen.

    Ich habe dieselbe Kombi wie du und unterrichte beide Fächer etwa ausgewogen.
    mein Exmann, selbe Kombi, hat 30 Jahre fast nur Latein unterrichtet. Auch nicht wirklich befriedigend.

    Ein drittes Fach wäre sicher nicht schlecht, aber bitte dann weder Deutsch noch PoWi /SoWi.....


    Ich bin übrigens überzeugt davon, dass Latein unabhängig von Latinumsregeln weiterhin Bestand haben wird, einfach deshalb, weil es eine andere Art von Schülerklientel anspricht als die gesprochenen Fremdsprachen.

    ich rechnete den Notendurchschnitt immer aus, weil es in manchen BL üblich ist, ab einem bestimmten Durchschnitt die Arbeit beim SL genehmigen zu lassen.
    Als Nichtmathematikerin bin ich da völlig naiv rangegangen, habe brav meine Berechnung gemacht und die dann, wenn die Schüler danach fragten, an die Tafel geschrieben.
    Den Klassenspiegel finde ich schon recht interessant auch für die Schüler und Eltern. Doch auch der durfte in NDS jahrelang nicht genannt werden, weil es ja für die Schüler peinlich usw......
    Ich sehe das relativ undramatisch und muss gestehen, so einen Aufriss wie jetzt hier (zu dem ich zugebenermaßen mit diesem Post auch beitrage :D ) ist mir das ganze eigentlich gar nicht wert.
    bei all den Formalia, die wir bei Klassenarbeiten beachten müssen, würde ich allerdings weder Notenspiegel noch Durchschnitt auf das Angabenblatt oder unter die Korrektur setzen.

    Ich gebe die Arbeiten erst dann zurück, wenn alle Schüler sie geschrieben haben. So muss ich keine neuen Arbeiten für die Nachschreiber konzipieren. Bis jetzt habe ich auch noch keinen Unterschied hinsichtlich des Ausfallens der Arbeiten bemerkt.

    kommt auf das Fach und die einzelnen Aufgaben an.
    Einen lateinischen Lektüreoriginaltext würde ich nie "aufwärmen", weil der ergoogelt werden kann. Manche Aufgaben wie Definition von Begriffen in Geschichte in den unteren Klassen würde ich ebenfalls nicht zweimal verwenden. Auch manche Quellen nicht.
    Und nicht zuletzt spielt auch der Zeitraum, der seit der eigentlichen Arbeit verstrichen ist, eine Rolle. Nach spätestens zwei Wochen sollen die Arbeiten zurückgegeben werden.

    Da würdest du das einmal versuchen.

    bei uns zieht das Kollegium eben mit. Besonders, wenn ein Schüler mehrere Arbeiten nachschreiben muss. Wie gesagt, reiner Pragmatismus vor Prinzipienreiterei. Vielleicht ist deshalb das Klima an der Schule und im Kollegium auch so gut

    Es kommt ja auch auf die Jahrgangsstufe und die Schüler an.


    und sicherlich auch aufs Fach.

    Erfahrungsgemäß sind die Nachschreibarbeiten übrigens weniger geschmeidig als die Originalarbeiten. Schließlich habe ich die "guten" Fragen, Aufgaben, Texte schon während des eigentlichen Termins verwendet. ist besonders für ältere Schüler interessant zu wissen ;)

Werbung