Beiträge von Friesin

    Zitat

    Es geht um Verbote, die Integration fürdern sollen, aber genau den gegenteiligen Effekt, nämlich Exklusion haben.

    ich würde gar nicht so weit gehen wollen zu sagen, dass im Ausgangsartikel die verhüllte Frau mit dem erwähnten Verbot Hilfe zur Inklusion bekommen soll. Wie kommt man darauf?
    Für mich ist das erwähnt Verbote ein Zeichen, das unsere westliche Gesellschaft setzt: nein, ein Gespräch kann man hier so nicht führen. Ein "Gespräch" mit jemand total Verhülltem ist keines, das ist ein Monolog. Darum geht es: zu verdeutlichen, dass so eine Art der Kommunikation hier nicht üblich und nicht erwünscht ist.

    Was dann daraus wird, ob die Frau gar nicht mehr auf die Straße geht, ob sie zu keinem Elternabend mehr geht, ist dann ihre Sache. Nicht Aufgabe der Außenwelt, die Reaktionen ihres Umfelds zu antizipieren und zu entschärfen.
    Alles andere wäre in meinen Augen eine indifferente Haltung. Und genau die ist es, die religiöse Fanatiker bei westlichen Gesellschaften so vermissen: Eintreten für eigene Werte.

    ich stimme Pausenbrot zu.
    Grüppchenbildung halte ich für das Normalste überhaupt, wenn mehr als 20 Gleichaltrige gezwungenermaßen zusammengewürfelt wurden.
    ich sehe das nicht nur als völlig normal an, sondern auch als unbedenklich. (Solange kein "Bandenkrieg" daraus entseht)
    Wichtig wäre mir nur, dass nicht eine Einzelperson ganz alleine dasteht.

    Der Methode der warmen Dusche stehe ich selbst sehr skeptisch gegenüber. Ich selbst würde mich bedanken, wenn man so etwas von mir verlnagte. nicht, weil ich nichts Positives über Andere zu schreiben wüsste, sondern weil mir das zu aufgesetzt wäre. (Sowas habe ich hinter mir, seit ich selbst in Kl. 6 war ----eeeeeewig her. Und das ist auch gut so :D )

    Langer Rede kurzer Sinn: ich würds nicht machen. :D

    ich arbeiten auch an einer privaten Schule christlicher Trägerschaft: bei uns sind weniger als die Hälfte der Schüler getauft, die Lehrer auch nicht alle, und die getauft sind, gehören unterschiedlichen Konfessionen an.
    Es gibt Schulgottesdienste und Andachten, beides auch von Schülern gestaltet.
    Wer nicht mitbeten will, bleibt eben still, stört die Anderen aber nicht.

    Viele Eltern melden ihre Kinder an unserer Schule an, weil dort "Werte wie Toleranz und Nächstenliebe" deutlich praktiziert werden.
    Das Klima an der Schule ist auffallend freundlich, wohlwollend, persönlich.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum Glauben immer ausschließlich mit Intoleranz gleichgesetzt wird. Warum Religionsunterricht mit Missionierung gleichgesetzt wird.
    Warum man als Christ von Atheisten ständig angegriffen und unter Rechtfertigungsdruck gesetzt wird.

    Toleranz. Aha.

    Zitat

    Das "Argument" - "Katholiken zahlen doch auch Steuern" - greift übrigens in beiden Fällen nicht.

    Bitte warum nicht?

    meiner Meinung nach hinkt die Gleichsetzung: "ich zahle Steuern, also habe ich ein Anrecht auf .... "sowieso: was passiert mit denen, die keine Steuern zahlen? Hartz IV Empfänger? Leute, die warum auch immer ihre Steuerlast gen Null rücken (können)?

    Und natürlich spart der Staat durch Schulen in nichtstaatlicher Trägerschaft: deren Schüler muss er nämlich nur zum Teil bezahlen. Also den Ball bitte etwas flacher halten.

    keinen richtig konkreten Tipp von mir :(, aber mir fiel auf, dass du dich bei der Auswahl der Methoden und Arbeitsblätter sehr stark nach dem richtest, was den Kindern Spaß macht.
    Es sollte aber eher darum gehen, dass sie einen Lernzuwachs haben. Darauf sollte das Hauptaugenmerk liegen, ganz besonders im UB

    dein innerer Abstand ist offenbar recht gering. Das passiert in unserem Beruf sehr schnell, und eh mans sich versieht, haut ein burn out einen um.
    Deshalb: mach dir klar:
    du kannst nicht jeden Schüler begeistern. Ist einfach unmöglich.
    Und wenn einer murmelt "langweilig", dann reagierst du entweder
    gar nicht.
    oder denkst dir deinen Teil.
    Oder antwortest: mach hier mit, dann wird es interessanter
    Langeweile ist nämlich ein Problem, der sie empfindet. Du bist nicht der Bespaßer einer Klasse/ eines Kurses :doc:
    Alternativ bei Wiederholungstätern: Langeweile ist der erste Schritt zur Kreativität-- und lässt ihn die nächste Stunde vorbereiten und halten. Mit Entwurf :)

    Oft ist dieser Ausruf als Provokation gedacht. Nicht drauf reagieren.

    Du kannst auch nicht jeden Störer bekehren. Ihm "helfen". Manche brauchen einfach nur klare Ansagen, Konsequenzen und fertig. Auch manche ältere Schüler.

    7./(. Stunde Klasse 8: ist das Undankbarste überhaupt, diese Uhrzeit.Und zwar wirklich für jede Unter- o. Mittelstufenklasse :explodier:
    Da du das jetzt erst mal nicht ändern kannst, hilft nur, die eigene Perspektive zu ändern:
    nicht schon die ganze Woche dagegen ansehen, sondern am Freitag ganz bewusst das beginnende WE genießen. Du hast danne rst mal 6 Tage Zeit bis zum nächsten Freitag, quasi die ganze Woche :D

    Mein persönlicher Stressfaktor hat sich übrigens immens gelegt, seit ich angefangen habe, von Freitag bis Sonntag die ganze (!!) Woche vorzubereiten. Komplett. Inklusive HA stellen, mündliche Abfragen (wen frag ich wann was ab), AB-Kopien, Tests, alles.

    Am WE arbeite ich meine Zettelchen ab Kl. yx, Fach A, Di, Mi Fr), habe dabei immer noch genügend Zeit für Treffen mit Freunden, und bin unter der Woche nicht mehr unter Zeitdruck. Muss keine Nächte durcharbeiten, sondern habe eine relativ frühe Bettzeit 8)
    Wäre das was für dich?

    Bin nicht alleinstehend, sondern verheiratet, habe eine große weit verstreut lebende Familie (keine kleinen Kinder), Hobbies hab ich auch.

    Da Ihr das aber auch über das Gymnasium so berichtet, scheint das Problem doch verbreiteter zu sein als ich dachte. Muss ich bei Gelegenheit mal meinen Kollegen berichten.

    auch auf dem Gymnasium sind ja sehr viele Kinder, die eigentlich nicht wirklich fürs Gymnasium geeignet sind. Kann man drüber jammern, ist aber nun mal so.
    Ich sehe die Hauptprobleme
    1. in obiger Tatsache
    2. in der reduzierten Stundentafel
    3. darin, dass Kinder gewohnt sind, in vielen Dingen mit Fertigpackungen zu arbeiten und vieles nur in kleinen, schnell alternierenden Häppchen zu verarbeiten. Das mühsame Vokabel- und Grammatiklernen aber legt Wert auf andere Kompetenzen als Schnelligkeit und Kurzlebigkeit.

    Blöd nur, dass die Ziele wie bestimmte Qualifikationen sich dabei nicht verändert haben :autsch:

    dieselben Beobachtungen mache ich in Latein auch.
    Ich versuche, mir und den Schülern zu helfen, indem ich diejenigen Wörter nicht lernen lasse, die singulär nur an der einen Stelle in der Lektion auftauchen.
    Manche detaillierten grammatischen Phänomene thematisiere ich nicht, die werden als Tipp bei der Textarbeit mit angegeben.
    Man muss nicht jede Funktion des Ablativs benennen können, mir reicht es, wenn er richtig übersetzt wird.

    dennoch gehen viele Dinge verloren, wenn sie nicht regelmäßig geübt werden. Dafür wiederum ist die Stundentafel nicht ausgelegt :autsch:
    Die Katze beißt sich also in den Schwanz. Über konkrete Wiederholungen zu aktuellen Anlässen versuche ich, die Lücken wieder aufzufüllen.
    Unbefriedigend bleibt es trotzdem!

    Meine Spanischkollegin stöhnt übrigens über das gleiche Problem ;)

    Zitat

    "Diese Zeichnung zeigt vier Menschen die mit Pfeil und
    Bogen bewaffnet sind. Die Pfeile stecken in der Beute."

    da sehe ich ein ganz anderes Bild vor meinem geistigen Auge als das von dir gezeigte.
    Wozu soll der Text dir denn dienen? Als Irritation? Als Beschreibung? Für die Kiner? Für den schriftlichen Stundenentwurf?

    bei uns - junge Schule, im Aufwachsen begriffen- werden die Aufsichten so verteilt, dass jeder 2 x die Woche dran ist. Und da Aufsicht nicht gleich Aufsicht ist, sollen es zwei verschiedene Aufischten die Woche sein(z.B. einmal Hofaufsicht, einmal Mittagessensaufsicht). Dann machen wir alle noch eine dritte Aufsicht für einen begrnezten Zeitraum. Lediglich der Kollege mit weniger als 10 Wochenstunden macht nur 2, keine 3 Aufsichten.
    Wir regeln das immer en passant, geht ziemlich problemlos.

    An der Schule zuvor, mehr als 90 Kollegen, trug man sich einfach eine Liste mit Aufsichten und Präsenzzeiten ein. Eine Präsenz (ganze Schulstunde) entsprach dabei 2 Pausenaufsichten.
    Die A 15 er machten keine Aufsichten, die waren so schon extrem eingespannt. Die waren auch in den Ferien nur für 30 Tage nicht in der Schule.

    Könnt ihr euch denn gar nicht untereinander einigen?

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