Beiträge von Friesin
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Natürlich kann ich selbst auch nicht mehr alles so gut, wie damals beim Abitur, aber als gebildeter Mensch bin ich doch in der Lage, mich zumindest auf einem Mindeststand in allen Fächern zu halten, und mir zur Not auch relativ schnell Stoff wiederanzueigenen. Das ist ein typisches Beispiel von Lernen für die Mülltonne, und außerdem belegt es das öffentliche Bild vom "Lehrer als Fachidioten".
Jein. Ein hehres Ziel, aber für mich unrealistisch.
Wir haben ja nun mal fürs Gymnasium 2 Fächer sehr breit studiert. Da finde ich es schon ganz schön happig zu verlangen, dass man in Kl. 8 auch ein ganz artfremdes Fach unterrichten können solle. Z.B. traue ich mir Sprachen zu unterrichten, auch fachfremd, ziemlich locker zu, aber bei Naturwissenschaften und/oder Mathe hört es bei mir tatsächlich in bestimmten Klassenstufen auf.
Das ist für mich kein Armutszeugnis, sondern hängt mit der Spezialisierung bei Gymnasiallehrern zusammen.Schüler dürfen ruhig erfahren, dass auch ein Lehrer kein Alleswisser sein kann.
Und ganz ehrlich und ketzerisch: für eine Vertretungsstunde würde ich mich auch nicht neu in irgendwelchen Stoff einarbeiten, der bei mir schon lange Jahre zurückliegt. Dafür wäre mir in dem Fall der Aufwand einfach zu hoch.
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ich bin manchmal schon gespannt, wie dies oder jenes, das ich vorbereitet habe, dann im Unterricht angenommen wird. Wie die Schüler drauf reagieren. Was sie draus machen werden.
meinen Unterricht selbst würde ich nicht als spannend bezeichnen. Ich hoffe, dass er mitunter interessant ist, aber Spannung verspüre ich bei den Kindern nur unmittelbar vor einer KA oder deren Rückgabe

Ansonste verbinde ich mit dem Adjektiv "spannend" auch eher dieselben Assoziationen wie Hamilkar.
(begegne dem Begriff übrigens oft auf Vernissagen -- scheint gerade inflationär en vogue zu sein
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Wie regelt ihr das wenn die Eltern da nicht mitspielen und da immer wieder ominöse Entschuldigungen für solche Termine produzieren?
dann gibts einen Brief von der SL, der den Eltern klar macht, was eine Schulveranstaltung ist

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Folgende Frage beschäftigt mich gerade. Nicht zum ersten Mal, aber ich hätte gerne einen Erfahrungsaustausch. Ich hoffe, das geht auch fächerübergreifend.
Wenn ich eine KA zurückgebe, läuft das folgendermaßen ab:
ich bespreche die Arbeit mit der Klasse. Im Plenum. Die Schüler schreiben mit. Fragen werden geklärt. So hat jeder eine richtige Version (der Übersetzung) im Heft stehen. Eine Berichtigung im klassischen Sinne ist damit nicht mehr nötig. Anschließend macht jeder Schüler zu Hause eine Analyse seiner Fehlerarten (Vokabular, Kasuslehre, Wörter aiusgelassen,...) und erstellt einen Lernplan, um beim nächsten Mal besser abzuschneiden.
Was jedoch mache ich mit denen, die eh alles richtig hatten?
Bislang waren das pro Klasse immer nur 2-3 SuS, aber nun habe ich eine Arbeit zurückzugeben, die super ausgefallen ist. *freu* . Dennoch gibt es jede Note des Spektrums. Auch die guten 6t Klässler sind jedoch damit überfordert, den schwachen Schülern richtig zu helfen. Sie würden lediglich die richtige Version diktieren.Bin dankbar für Tipps jeder Art

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ich sage meinen Schülern immer "Ich kann dir glauben oder auch nicht, Tatsache ist, dass die HA nicht hier ist." Erstaunlicherweise haben alle Verständnis dafür und niemand regt sich auf.
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Aber von vornherein ist mir das zu undifferenziert, denn ich persönlich sehe schon einen Unterschied zwischen "nicht gemacht" oder "Heft vergessen".
Echt? Woran siehst du den?
Ich sehe letzteres als Ausrede an, denn überprüfen lässt sich das nicht. -
bei herstellern oder in den Beschreibungen von Kunstmaterialkatalogen kannst du dich über die Unterschiede und verschiedenen Techniken der jeweiligen Farb"sorte" informieren.
Ich unterrichte am Gym, und wir haben immer Gouachefarbe in Flaschen vorrätig. Für alle Schüler. Die wiederum brauchen keinen eigenen Farbkasten.
dafür brauchen wir wiederum keine Fingerfarben, die ich eher in den Vor- und Grundschulbereich einordnen würde.Ansonsten ist deine Frage aber eher vage gehalten, was möchtest du denn wodurch ersetzen?
So ein Forum würde mich übrigens auch interessieren

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Interaktives Whiteboard anschaffen

haben wir in jedem Klassenraum, dennoch ziehe ich meine eigene Uhr vor.(s.o.)
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Wenn bei mir SuS behaupten, sie hätten die Hausaufgabe gemacht, aber das Heft / den Ordner etc vergessen, sage ich ihnen, dass ich die Hausaufgabe unaufgefordert am nächsten Tag sehen möchte.
wenn die SuS bei mir behaupten, sie hätten die Hausaufgabe gemacht, aber das Heft / den Ordner etc vergessen, sage ich ihnen,
dass das als nicht gemachte HA gilt.
Zum Erledigen der HA gehört natürlich auch, die dann am geforderten Termin dabeizuhaben.
Und auf noch blödere Antworten wie "hat mein Hund verschleppt" habe ich absolut keine Lust.
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Wie läuft das ab? Ein kurzer Test mit den Aufgaben aus der Hausaufgabe?
Ja. Ich mache das allerdings am Tag drauf*, weil ich mir die Aufgaben und Bepunktung genau zurechtlege.
*unangekündigt, natürlich
edit: das ist bei uns an der Schule gemeinsames Vorgehen: Die Schüler sollen merken, dass sie durch nicht gemachte Hausaufgaben Nachteile im Unterricht haben.
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Zitat
Wenn ein kurzer Text in zehn Minuten zu schreiben ist, dauert es mehrere Minuten, bis sie dann zu schreiben beginnen, auch wenn man diese Zeit nicht auf Ideenfinden schieben kann, weil sie zum Beispiel das eben Gesagte in Worte fassen sollen... Bis sie dann den schönsten Stift haben, ein Blatt usw. ...
du könntest ja die Vorbereitungszeit von der Arbeitszeit trennen, bzw. 2 Minuten draufschlagen.
Um welchen Jahrgang handelt es sich denn konkret? "Den schönsten Stift suchen" klingt eher nach jüngeren Schülern als z.B. nach 8Klässlern.
Ich ahbe auch bei solchen Phasen sehr positive Erfahrungen mit der Uhr gemacht. Am Ende der eingestellten Zeit piepst die 2x kurz (und leise), das nehmen viele Schüler für viel ernster als meine Ansage, dass Schluss ist. Die Uhr wirkt offenbar offizieller, und man versucht gar nicht erst, mit einer Uhr noch ein paar Momente rauszuhandeln
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Hausaufgabenüberprüfung
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wieso sollte der Terminus "Dienstberatung" nicht existieren? Wir haben jeden Monat eine, und ich schwöre dir:
sie existiert. Auch als Begriff.
Allerdings stimme ich zu: bevor ich solche Fragen in ein Forum gebe, kläre ich die schnell vor Ort.
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mir ist nicht ganz klar, warum du ausschließt, das ref zu machen.
Mit festen Unterrichtsjobs dürfte es ohne Ref schwierig werden, denn dort lernst du ja dein Kerngeschäft = zu unterrichten.Es sei denn, du bist zufrieden, als freier VHS-Mitarbeiter oder Nachhilfelehrer dein Dasein dauerhaft zu fristen.
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In solchen Fällen schreibe ich spontan eine HÜ
ich auch.
nach mehreren Malen hat sich das Problem dann erledigt.
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ich habe die Restzeituhr, auf die du anspielst, und ich bin begeisert davon.
Benutze sie bei KA sowei Tests und Vokabeltests.
Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, während einer Ex oder Schulaufgabe auf meine eigene Armbanduhr zu schauen.
Mittlerweile haben wir überall interaktive Smartboards, die auch eine Restzeituhr enthalten, aber ich benutze meine, die ich ja nun mal schon habe. Für die muss ich nicht erst den Computer an der Tafel hochfahren lassen. -
seit wann galt denn der Beruf des Lehrers als sehr sicher? In den mittleren bis späten 70ern vielleicht, danach aber war jahrzehntelang Einstellungsstop.
*staun* -
Phoebe, mal ganz ketzerisch gefragt:
musst du diese Gruppen übernehmen?
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wenn eine Klasse einfach zu unruhig ist (meine eigene 7. Klasse ist manchmal wie geprickt, total quirlig drauf), dann gibt es das, was erarbeitet werden soll, als Hefteintrag diktiert.
10 Minuten früher die Stunde beenden, gäbe es bei uns aus rechtlichen Gründen nicht.
Ich würde mir auch sehr genau überlegen, Fuxi, ob du das wiederholen würdest. Das muss ja wirklich wie einknicken wirken und macht deinen Ruf mit Sicherheit zunichte.Und wie gesagt, große Schüler sind oft einfacher zu händeln als kleine, wuselige. Drei Freistunden, um evtl. mal zu vertreten, halte ich auch für eher wenig .Man sollte nur kein Feindbild errrichten, denn damit legt man sich nur selbst lahm.

Wie lief denn die Vertretungsstunde heute?
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