Beiträge von Friesin

    Zitat von »SteffdA«

    Zitat von »Lea«
    Als Lehrer hast du eine Vorbildfunktion. Es geht gar nicht, wenn du selbst ("weiche") Drogen konsumierst.
    Du kannst jederzeit in die Rolle des Klassenlehrers (Fachlehrers) geraten, in der du in die vorgeschriebene oder auch situativ bedingte Situation gerätst, mit den Schülern das Thema Drogen erörtern zu müssen. Dann sieht es ganz schlecht aus für deine Authentizität - und ohne diese hast du verloren in unserem Job.


    Einen drogenunerfahrenen Lehrer das Thema Drogen erörtern zu lassen ist in etwa genau so authentisch und seriös wie einen katholischen Pfarrer Sexualkundeunterricht machen zu lassen.
    Der darf nämlich von Amts wegen auch nicht kompetent auf diesem Gebiet sein.

    Grüße
    Steffen


    aha. Also muss ein Scheidungsanwalt geschieden, jeder Strafverteidiger straffällig geworden, und ein Gynäkologe auf jeden Fall eine Frau sein???

    Was für eine billige Argumentation :autsch:

    kaum äußert man seine Meinung, bekommt man unterstellt, man stürze sich auf das Thema und erhebe den moralischen Zeigefinger. :autsch:
    1. Was ist am moralischen oder sonstigen Zeigefinger so negativ?
    2. Wie intolerant muss man sein, wenn man andere Meinungen nicht hinnehmen kann?
    2. Marihuana ist illegal. Schon vergessen?

    Zitat

    ..wenn es getestet wird dann Rauch ich nicht und fertig...

    wenn es so wurscht ist, ob du dir dein Tütchen genehmigst oder nicht, dann kannst du es auch lassen ;)
    Und wenn es nicht wurscht ist, hast du ein Problem und solltest dir den Lehrerwunsch ganz besonders überlegen....

    Zitat

    Und wenn ein bisschen Interpretation enthalten ist auch nicht, es sollte nur nicht den Hauptteil des Studiums ausmachen.

    ein Sprachenstudium ist teils sprachwissenschaftlich, teils literaturwissenschaftlich angelegt. Das Literarische spielt schon eine sehr große Rolle, viel stärker als im Deutsch-Kurs in der Oberstufe.

    Und nein, es wird nicht reichen, mal schnell alles in den Ferien nachzuholen. Plus ein Graecum zu "versuchen". Dafür werden normalerweise mehrere Semester angesetzt. An den meisten Unis kommen übrigens auch nach dem Graecum noch Griechisch-Lektüre-WS hinzu.... natürlich literarisch geprägt.
    Lateinisch-Deutsch auf Cicero-Niveau? Mit kleinem Latinum, das schon ein bisschen zurückliegt? Alle Achtung :ohh:

    Ich weiß nicht, was du dir unter einem Studium vorstellst. Du studierst doch bereits?

    Warum schreibst du dich nicht in deinen Interessensgebieten an der Uni im Bereich "Hörer aller Fachbereiche" ein, oder wie immer das an deiner Uni heißt? Dann kannst du deinen Interessen nachgehen, ganz wie du magst, und kannst das breit streuen, ohne dich festzulegen.
    Nicht alles, was Spaß macht, kann man als Schulfach unterrichten.

    Deine Schulfächer wirst du jahre- wenn nicht jahrzehntelang unterrichten. Dann sollte man auch dafür brennen. Und fachlich möglichst sattelfest sein. In allen schulrelevanten Bereichen. Eine Haltung wie "Ich interessiere mich für Infomatik Geschichte, bin aber keine gute Mathematikerin/ Mittelere und Neuere Geschichte interessieren mich aber nicht" kannst du dir als Lehramtsstudentin und als Lehrer nicht leisten :(

    wir sind ein sehr kleines Kollegium mit Ganztagsbetrieb(12 Kollegen ohne SL), so dass jeder 3 Pausenaufsichten pro Woche hat. Nur die Kollegen mit lediglich 5-10 Stunden machen 2 Aufsichten. Anfang des Halbjahrs hängt ein Pausenplan aus, in dem sich jeder einträgt. Fertig. Klappt super.

    Zitat

    Griechisch-römische Archäologie und Latein
    Ich hatte Latein in der Schule von der 7. bis zur 11. Klasse und habe damit das Latinum abgeschlossen. Das Große Latinum habe ich ganz knapp nicht bestanden. Die Schule hat zweimal vergessen, mich anzumelden. Dementsprechend waren nach zwei Jahren nicht mehr ausreichend Kenntnisse da und leider dank Abitur-Prüfungen auch nicht genug Zeit, um viel zu lernen. Grundsätzlich habe ich schon Interesse an Latein, aber die Schule ist schon lange her. Reicht es, anhand des Schulbuchs noch einmal alles zu wiederholen und dann ins Studium zu starten? Außerdem gibt es ziemlich viele Module mit Bezeichnung "Literatur". Ich übersetze und verstehe Literatur gerne, allerdings mag ich Interpretationen etc., wie man sie in der Schule beispielsweise in Deutsch macht, überhaupt nicht. Was ist denn nun genau Inhalt dieser Module? Dazu kommt, dass ich ein Graecum machen müsste. Ich hatte noch nie mit Altgriechisch zu tun und weiß nicht, ob das für mich machbar ist. Was sagt ihr? Die Berufsaussichten locken natürlich schon...

    sehr ungünstige Voraussetzungen. Einmal sprachlich, denn an den Unis wird keine Rücksicht darauf genommen, dass du nur so geringe Startkenntnisse hast. Da sitzen auch Leute, die ein altsprachliches Gymnasium besucht haben und mit 8 Jahren Latein + Leistungskurs aufwarten können. Das Studium ist sehr zeitaufwändig und als Drittfach in meinen Augen nicht wirlich geeignet, es sei denn, an der Uni deiner Wahl kommst du für ein Drittfach mit weniger Scheinen aus. Das Graecum macht die sache nicht leihcter, daran sind bei uns etliche Studis gescheitetrt, genauso wie an den Sprachübungen (Übersetzung anspruchsvoller Sätze von Deutsch -->Latein).
    Vor allem aber machte mich der Satz mit den Interpretationen stutzig: keine Sprache kann man studieren, ohne sich um die Literatur zu kümmern :ohh: Wie soll das gehen? Dass du auch schwiergie Texte übersetzen kannst, sind Basics. Aber natürlich muss man auch Texte interpretieren, vergleichen, deuten, darin forschen. Ohne das wirst du keine Sprache studieren. Selbst beim Unterrichten wirst du diese Fähigkeiten (wenn auch in abgespeckter Form im Anfangsunterricht) brauchen und einsetzen.

    Und sooo toll sind die Stellenaussichten mit Latein schon lange nicht mehr. Zumindest in Bayern nicht. da sind deine NaWi-Fächer schon eher eine Fahrkarte in die Lehrerzukunft ;)

    fahre einfach 30 km, das ist in Ordnung. Im Winter muss ich die Autobahn nehmen, da erhöht sie die Strecke auf 48 km einfach. Zeitlich in beiden Fällen ca. 40 Minuten. Halte ich für absolut machbar.
    Schnell nach hause fahren in der Freistunde geht dann natürlich nicht, wäre mir aber sowieso zu hektisch.

    Erziehen wir nicht gerade so die Kinder zu "WM- und EM-Fans", die sich grundsätzlich nicht für Fußball interessieren, keine Ahnung davon haben, aber sich alle zwei Jahre deutsche Flaggen auf die Backen malen und Fußball für "cool" halten? Und gerade das wollen wir doch nicht.

    warum denn nicht? Oder anders gefragt: wozu "sollen" (???) wir die Kinder denn erziehen?

    In meinen Augen ist das Anschauen von WM-Spielen reine Privatsache und hat nichts mit der Schule zu tun. Ich fände es ziemlich schräg, dass Schule sich unter Privates unterordnen soll. Da muss ich mich nicht wundern, wenn Schüler künftig noch mehr argumentieren mit "Ich hatte keine Zeit, die HA /die Prüfungsvorbereitungen zu machen, mein Hobby ging vor". Sorry, null Verständnis

    was sollen die SuS denn am Ende gelernt haben?

    Dass es heute auch Massenunterhaltungsveranstaltungen gibt? Als Lernziel eher ungeeignet, weil zu schwammig.
    Aber ein Kontrast/ Vergleich antike und moderne Massenunterhaltung wäre natürlich denkbar, evtl. mit dem Ziel: Sooo weit weg von dem, was damals lief, sind wir heute gar nicht (Stierkampf wäre eine interessante Parallele)

    Das Konzept von Panem et Circenses? Super Thema. Dann muss aber vorweg das Prinzipat als Thema gekommen sein.

    Schreib doch noch mal, was genau du schon gemacht hast. Und was am Ende rauskommen soll.

    vielen Referendaren fällt die Umstellung vo Student (nur für sich selbst verantwortlich, lockere Arbeitszeiten) zum Lehrer, der nicht mehr nur für sich selbst verantworlich ist, sehr schwer. Sie haben Probleme mit ihrer Rolle als Lehrer. Mit dem Erwachsensein.
    Das war bei mir nicht so, weil ich bereits älter war (Ü 40) und mehrere eigene Kinder hatte. Im Vergleich mit der Zeit, als die eigene Kinder klein waren, war der Zeitaufwand im Ref. easy: es gab unterrichtsfreie Zeiten und man durfte sogar krank sein, ohne sich um Ersatz kümmern zu müssen - und bekam es obendrein noch bezahlt.

    Die Doppelrolle: einerseits Auszubildender, anderer Ausbildender zu sein, war oft eine Gratwanderung.
    Dazu kam, dass bei uns im Seminar überhaupt keine Transparenz herrschte: keine Noten bis 6 Wochen vor der 1. Examenslehrprobe, keine konkreten Hinweise -- nichts. Immer nur "Bleiben Sie authentisch" "Verbniegen Sie sich nicht" "Das kann man so machen" -- aber nciht, wie man es nicht machen sollte. Auch nicht, wie man es denn tatsähclich am besten tun sollte, was erfolgversprechend im Sinne der Ausbildung gewesen wäre. Die viel beschworene Transparenz gegenüber Schülern galt gegenüber den Referendaren offenbar nicht.

    Also hatte man 2 Jahre lang das Gefühl im Trüben zu strampeln. Wenn es mal ein Lob gab, wurde es sogleich wieder revidiert. Gezeigt bekommen, was man wie besser machen kann-- Pustekuchen.

    Ich persönlich hatte zwar während der Zeit immer das Gefühl, im richtigen Beruf zu sein, aber es gab kaum Zeiten, in denen man in Ruhe unterrichten konnte ohne
    a. eine Show abzuziehen
    b. geprüft, begutachtet, beurteilt zu werden
    c. immer perfekt sein zu müssen.

    Selbst auf Klassenausflügen und bei Seminarfeiern (wo die Ausbilder anwesend waren) fühlte man sich ständig unter Beobachtung.

    Das didaktisch-pädagogische Ideal - menschliche Ideal hängt unrealistisch hoch.

    Den Einstieg in die Vollzeitstelle fand ich dagegen erstaunlich entspannt. Auch nicht zeitaufwändiger, dazu unverkrampfter.

    Das ist sicher eine gute Idee, beim Fotografieren kann man aber schnell "alt" dabei werden, wenn man bedenkt, dass man jedes Blatt einzeln fotografieren muss bzw. Doppelseiten fotografiert.

    Da ist es sicher praktischer, die Arbeiten durch den Scanner zu ziehen, wobei das auch nur bei losen Blättern möglich ist.

    Darf man überhaupt als Lehrer zu Hause (elektronische) Kopien solcher Arbeiten und Tests überhaupt anfertigen?

    ich lösche die Photos sofort von der Speicherkarte, wenn ich die zurückgegebenen Arbeiten ins Seki zum Archivieren gegeben habe. Weiö ich immer alles lösche, sobald ich es nicht mehr brauche.

    Und ja, man wird "alt" dabei, weil es eben doch meist mehrere Seiten sind. Aber okay.

    Nachdem man an einer Schule mehrfach versucht hatte, Tests nach der Rückgabe zu manipulieren, bin ich da mit dem Vertrauen etwas sparsamer geworden. Frei nach Lenin.... :pfeif:

    gerade gestern machte mich ein Schüler darauf aufmerksam, dass ich eine Aufgabe vergessen hatte zu addieren. Meine Bewertung stand am Rand, aber es war sehr viel drumherum geschrieben. Also habe ich neu gerechnet und konnte aus einer 5 eine 4 machen. Ist doch klasse! Probleme sehe ich da nicht.

    Ich würde nur GENAU sicherstellen, dass der Schüler nicht manipuliert hat. Hatten gerade 2 Kollegen von mir mit ein und der selben Schülerin. Zum Glück hatten sie aus einem Gefühl heraus unabhängig von einander die jeweilige Arbeit kopiert und hatten somit einen Beleg.

    ich photographiere alle Arbeiten, bevor ich sie korrigiere oder zurückgebe. Und tatsächlich, es gab schon Manipulationsversuche, die damit aufgedeckt wurden. Leider.

    wenn du alle Farben mischst, erhältst du ein Grau. Je nachdem, welchen Anteil welche Farbe einnimmt, wird es ein wärmeres oder ein kälteres Grau sein.
    Finde ich in einer 5. Klasse ganz wichtig, denn sie mischen ihr Grau sonst einfach aus Schwarz und Weiß :sauer:
    warum hast du die Sekundaärfarben nicht aus den Grundfarben gemischt, sondern aus Farbflaschen?

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