Beiträge von Friesin

    wir hatten halt ähnliches erst mit einer langfristigen hausaufgabe, für die sie knappe 5 wochen zeit hatten. nur eine hatte die wirklich gemacht! da hab ich mich auch schon tierisch drüber geärgert, denn die aufgabe war nicht ganz unwichtig für die halbjahresnote (--> bewerbungszeugnis). ich hab ihnen dann nochmal ne woche länger zeit gegeben, aber auch da, wieder einige, die meinen, sie haben das nicht nötig. da fühlt man sich dann als lehrer schon irgendwie vera...., oder seh ich das zu eng?


    Ich würde das nicht so persönlich sehen. Wenn sie ihre Aufgaben nicht fristgerecht abgeben, aber nicht nachweisbar krank waren, gibt es eine 6.
    Ohne große Emotionen deinerseits.
    Punkt.

    Das ist eine logische Konsequenz für eine nicht erbrachte Leistung.
    Zu den erforderlichen Kompetenzen gehört auch, sich an Termine zu halten. Die sollten aber dann auch nicht beliebig vom Lehrer erweitert werden, denn damit machst du deine Ansagen unglaubwürdig.

    Aber bei einem Schüler habe ich eine 1,5 anstelle einer 3,5 eingetragen! Mir ist es eben erst aufgefallen und die Schüler haben heute ihre Halbjahresinfo erhalten.

    das scheint ein Übertragungsfehler zu sein, da ist nichts falsch berechnet worden, kein Fehler übersehen worden etc. Die Kollegin wird ja sicherlich die "richtige" Note dokumentiert haben.
    Warum man das nicht ausbessern sollte, ist mir nicht ganz klar. Selbst ein falsches Datum auf dem Zeugnis würde ausgebessert werden....

    Wir dürfen in so einem Fall keine ungenügende Note geben da die Leistung ja gar nicht beurteilt werden kann.

    warum kann die Leistung nicht bewertet werden? Ein Plagiat ist keine Leistung. Genau wie beim Abschreiben aus dem Buch oder vom Nachbarn. Wie die Überschrift schon sagt, kann man das durchaus als Täuschungsversuch ansehen, zumindest in den höheren Klassen.

    Und das Kartoffelschälen in allen Ehren: mit dem Unterricht oder dem "Vergehen" hat es ja dann doch nichts zu tun.

    Andererseits zeigt es Wirkung. Pädagogischer Sinn hin oder Her. Mir gibt das zu denken :idee:

    was für eine Zusatzaufgabe ist das denn? Soll sie benotet werden?
    falls du sie benotest: hast du das Erstellen solcher Quellenangaben mit ihnen geübt?

    ich bin mir bei 6.Klässlern nicht ganz sicher, inwieweit sie wirklich im Stande sind, ohne helfende Fragen eine eigene Recherche so durchzuführen, dass sie mehrere Quellen benutzen und die zusammenfassend in eigene Worte kleiden.
    Meine müssten dahingeführt werden.

    bei älteren Jahrgängen würde ich eine solche "Arbeit" nicht annehmen.

    ich halte es ähnlich wie meine Vorschreiber (nur ohne Deko :D )

    Nach der Begrüßung frage ich, wenn die Eltern alleine kommen: "Was erzählt Ihr Kind denn so von der Schule?"
    Wenn, was meistens der Fall ist, die Kinder mitkommen, erteile ich ihnen meistens gleich das Wort: "Hast du irgendwelche Fragen oder Bemerkungen/ etwas Bestimmtes auf dem Herzen?"
    meistens sind die Kinder und die Eltern ganz erleichtert, dass es von mir auch Positives zu berichten gibt und dass sie nicht in bausch und Bogen verdammt werden. Das erwarten sie nämlich oft.
    Dass man gut vorbereitet ist, seine Unterlagen greifbar hat und sich an den Zeitplan hält, ist selbstverständlich.

    Klar fragen manchmal Eltern, ob Nachhilfe sinnvoll sei und ich jemanden wüsste. Das heißt aber doch noch lange nicht, dass eine Erwartungshaltung besteht, dass ich die organisieren oder beaufsichtigen muss.

    Ich würde mich wirklich nicht verrückt machen lassen, den allerwenigsten Eltern muss man "Grenzen setzen". Ich mag Elternsprechtage sogar sehr gerne, wenn sie nur nicht immer so lange dauern würden....

    Zitat

    Außerdem Eltern die einen in ALLEN Lebenslagen auf ihre Kinder hin anquatschen. Nichts gegen ein kurzes Hallo im Supermarkt, aber wenn man beim Bäcker, im Supermarkt, bei der Bank oder Post angesprochen wird und sich die private Lebensgeschichte anhören muss oder erläutern soll wie sich die Leistungen entwickeln, weil man sich dann einen extra Gesprächstermin spart, hört der Spaß auf.

    Vielleicht ist das eher im Grundschulbereich so ausgeprägt?

    Wir haben früher auch um die Ecke des Gymnasiums gelebt, 21 Jahre lang war mein mann dort lehrer, und nie, aber auch nie agb es Elterngespräche beim Bäcker.
    Wohl aber eine Grundschullehrerin, die mich als Mutter auf dem Weg zum Kindergarten wegen des letzten Elternabends in ein ewig langes und unsachliches Gespräch verwickelte :autsch:

    mein Fazit: "die" Entscheidung gibt es in der Frage nicht. Wie so oft ;)

    Sicher? Wenn ich da so an meine Schulzeit denke, was wir da so als Schüler gemacht haben, wenn wir wussten, wo ein Lehrer wohnt... Da haben wir manchmal eine ganze Stunde hinter der Hecke gesessen, gespannert und Fotos gemacht. Beliebt war zu Silvester auch, Böller mit Tennisschlägern auf die Balkone zu schiessen oder Hundekacke sammeln und direkt vor die Haustür legen. Oder mal Múll in den Auspuff stopfen, in der Hoffnung, dass der Lehrer am nächsten morgen das Auto nicht in Gang bekommt. Das Witzigste war aber ein Lehrer mit Briefschlitz in der Haustür. Da haben wir dann mal eine Vogelspinne ausgesetzt.

    natürlich glaube ich dir das, aber ich denke auch, dass das Auswüchse waren, die auf irgendetwas fußten. In meinen Augen extreme Verhaltensweisen.

    Cirok, bist du bei facebook?

    streng genommen ist es tatsächlich so, dass einem Lehrer nicht mehr Urlaubstage zustehen als anderen Beamten/ Angestellten auch.
    da wir aber in der Schulzeit schon so viele Überstunden machen durch all das, was nebenher anfällt, gleicht sich das mit den Ferien aus. Wobei ich überzeugt bin, in den Ferien arbeiten die wenigsten von uns 41 St/Woche.
    ;)
    Gerne verzichte auch ich auf die Ferien, wenn dafür im Schuljahr die 41 Stundenwoche garantiert ist bzw. eine entsprechende Anzahl Stunden bei Teilzeit.
    Aber das heißt ganz sicher nicht, dass ich an den Ferientagen, an denen ich keinen Urlaub hätte, Kinder beaufsichtigen wollte. Putzen und renovieren übrigens auch nicht.

    Dann würde ich Unterricht vorbereiten, die zwischenzeitlich liegengebliebenen Korrekturen abarbeiten, neue Klassenarbeiten konzipieren, meinen Formularkram erledigen, Projektwochen und Klassenarbeiten planen schulische Zusatzarbeiten erledigen wie Steuergruppenprojekte usw. Alles von der Schule aus am zur Verfügung gestellten PC und mit Stechuhr. Super!

    Ich glaube, Schüler haben das auch gut raus, Begegnungen zu vermeiden. Die haben nämlich noch viel weniger Lust, in ihrer Freizeit beobachtet zu werden.

    klar, denn nichts ist für Schüler peinlicher als beim entspannten Shoppen gesehen zu werden, wenn man nächsten Tag eine LK ansteht....
    Ich kann diese Angst davor, Schüler nach der Schule zu treffen, nicht nachvollziehen.
    Ich überlege mir allerdings gerade, ob ich eine Hochhaussiedlung als Wohnumgebung für mich so prickelnd finden würde :ka:
    Aber wie die Ausgangsfrage selbst kann dir diese Entscheidung letztlich niemand abnehmen.

    du klingst so, als habest du Sorge, ständig von Schülern umlauert zu sein.
    Dann sind die 12 km als Schulweg wahrscheinlich besser zu wuppen.
    12 km und Stadtrand sind ja nun auch nicht sooo weit weg, als dass du von dort aus keine Kontakte knüpfen könntest!!

    wenn dir ein Fußweg zur Arbeit wichtiger ist als die Sorgem ständig auf Schüler zu treffen, nimmst du die Wohnung in Schulnähe.

    Wie sind die Wohnungen denn geschnitten? Wohngegenden? Mietpreise?
    Das alles wäre für mich wichtiger als die Sorge, meinen Schülern über den Weg zu laufen.

    Zitat

    Aber ein grundlegender WS ist in den Augen unserer kleinen (und feinen ;-)) FS aber ebenso wichtig.

    Zitat

    Eine 50%-Regel finde ich persönlich bei kurzen Tests, die nur wenige Vokabeln/Wendungen usw. umfassen, zu lasch.

    widerspricht sich das nicht?

    Zitat

    Wenn ich 50% der Vokabeln/Wendungen/Stammformen eines Textes kenne, werde ich arge Schwierigkeiten mit einer adäquaten Übers. bekommen.


    Völlig richtig. Aber da vermischst du zwei Anforderungsbereiche:
    auch mit 100% richtig gewussten Vokabeln/Stammformen kann man in der Übersetzung arge Probleme bekommen.

    Und es geht bei deiner Frage ja nicht um die Frage, wie die Übersetzung adäquat bewertet werden kann. Das ist noch mal ein ganz anderes Fass *seufz*

    Deshalb suche ich immer noch nach einer enstprechenden Dienstvorschrift, die besagt, dass der Vorgesetzte uns dazu verdonnern kann, an einem Freitag nach 15 Uhr zu einem Elterngespräch in der Schule zu erscheinen haben. Die reguläre Unterrichtszeit geht bis 15 Uhr.

    nun, wenn du dich so darauf versteifst:

    mit der regulären Unterrichtszeit ist dein Dienst noch nicht beendet. Elterngespräche gehören vollumfänglich zu deinen Dienstpflichten.
    Den Rest kannst du dir denken......

    ich bin nach all den Posts hin- und hergerissen.
    Einerseits überrascht es mich, wie sehr z.T. auf dem Vormittag als Präsenzzeit beharrt wird. Unterricht bis 15 Uhr ist für mich recht normal. Da dann noch ein Elterngespräch (zeitlich begrenzt natürlich) dranzuhängen wäre für mich einfacher, als an einem anderen Tag bis zum späten Nachmittag zu warten.
    Meine Sprechstunde liegt in der Mittagszeit. Da können viele Eltern nicht kommen. Also machen wir einen individuellen Termin aus (ich mache 2 o 3 Vorschläge), und das hat immer zur Zufriedenheit aller geklappt. Was mich im vorliegenden Fall aufregen würde, ist, dass offenbar Machtspielchen vom Vater gespielt werden. Und die Rolle des Abteilungsleiters (merkwürdige Bezeichnung übrigens :D )ist in meinen Augen auch grenzwertig. Und da gebge ich meinen Vorschreibern Recht: Termine für Elterngespräche mache immer noch ich aus. Überfahren lassen wollte ich mich dabei nicht.

Werbung