Beiträge von Friesin

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    Wenn ich das eh nicht möchte (weil ich z.VB. glaube, dass die Eltern sich möglichst wenig in die Schule einmischen sollen), dann muss ich natürlich auch auf keinen Elternstammtisch gehen - auch ok. Wir sprechen da über nichts weniger als die Veränderung einer Haltung, die Lehrkräfte Eltern gegenüber mitbringen. Diese Entwicklung kann man mitgehen oder halt nicht.

    ein gutes Verhältnis zu den Eltern kann ich aufbauen, indem ich meine Arbeit transparent mache, strukturiert arbeite, lösungsorientiert mit ihnen Strategien für den Lernerfolg ihrer Kinder erarbeite, mir für Fragen und Probleme auch mal kurzfristig Zeit nehmen kann.
    Dafür muss ich ganz sicher nicht abends mit ihnen in der Kneipe sitzen oder nachmittags am WE durch den Wald stapfen.

    Zu meinem Hausarzt habe ich übrigens auch ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis. Weil er mich ernst nimmt, mich gut berät und fachlich gute Arbeit leistet.
    Nicht, weil ich mich mit ihm und anderen Patienten zum Stammtisch oder zum Kegeln treffe

    Zitat

    Es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder der Schüler lernt sie oder nicht. Wenn er sie nicht lernt und nichts kann, kriegt er halt ne 6. Wo ist das Problem ?

    Mein lieber Elternschreck, auch 6en, die ich regelmäßig und ohne Scheu erteile, ändern weder etwas an der Regelmäßigkeit des Lernens noch werden die Vokabeln davon beherrscht, so dass man im Unterricht erfolgreich mitmachen könnte.... Wenn die Rechnung so aufgehen würde, hätte ich mich hier nicht erkundigen müssen.

    Danke für eure Tipps!

    Wir besprechen zwar Lerntechniken immer wieder und ausgiebig, aber praktisch habe ich das noch nie während des Unterrichts durchgeführt. Steht auf meiner Agenda ;)
    Ich denke, die Wurzel des Problems liegt auf mehreren Stellen:
    zu spät anfangen mit Lernen
    flüchtig drüberschauen
    Lerntechniken nicht richtig an den jeweiligen Lerntyp angepasst / nicht beherrscht

    5 MInuten am Stück nur zuhören ohne einen bestimmten Hörauftrag und ohne sich Notizen zu machen ist für Schüler echt lang. Je jünger sie sind, desto schwerer fällt ihnen das.
    Was genau möchtest du ihnen denn erklären?

    upss, hat sich überschnitten mit meinem Vorschreiber

    da wir nur sehr selten Elternabende haben, wird eine Teilnahme am Elternstammtisch erwartet. Wenn ich den Abend gar niht kann, gehe ich aber nicht. Und ich bleibe nur eine Stunde, habe auch noch zu fahren.

    Zitat

    Beim Thema "Elternstammtisch" habe ich aber auch immer deutlich gemacht, dass ich nicht teilnehmen werde und dass diese Abende meiner eigenen Familie gehören. Sie wissen, dass sie mich immer per Mail kontaktieren können und das ich ihnen auf Anfrage immer schnell einen Gesprächstermin ermögliche.


    Das gilt bei mir für Eltern- und Kind-Tage, d.h. Ausflüge, die von den Eltern organisiert werden und am WE stattfinden. Das möchte ich nicht machen. Stößt zwar auf Unverständnis bis Befremden der Eltern, aber nun.....

    verschiedene Lernwege thematisiere ich regelmäßig mit den Kindern. Auch in Elterngesprächen.
    Sie müssen zu etlichen Wörtern Merkhilfen aufschreiben, sie lernen Wörter im Zusammenhang, ich frage Wörter in Kombinationen/Zusammenhängen ab.

    Ich vermute auch, dass viele derjenigen, die "lernen", tatsächlich nur ein bisschen drüber lesen.

    bei drei WS und ca. 35 Vokabeln je Woche bleibt kaum Zeit für Vokabelspiele. Die meisten (Hangman, Eckenvokabeln, Vokabelfußball) empfinde ich auch nicht als wirklich effektiv. Zumindest nicht, wenn die Vokabeln nicht schon gut gelernt wurden. Ich könnte nur für Wortschatzarbeit glatt2 WS mehr gebrauchen :autsch:

    Und jetzt werde ich mir erst mal Meikes Links anschauen

    An alle Fremdsprachenkollegen:

    wie schafft ihr es, die Schüler zum Vokabellernen zu bringen?

    ist vll ne dämliche Frage, aber ich komme gerade nicht mehr weiter.
    Ich frage Vokabeln jedes mal ab, wenn es welche zu lernen gab. Immer. Nach jeder Lektion gibt es einen schriftlichen Test.Dennoch stehen zu Stundenbeginn immer Schüler vor mir, die mir erklären, dass sie nicht gelernt haben. Natürlich sind das immer dieselben, so dass Klassenarbeiten mittlerweile grottig ausfallen, egal, wie leicht sie konzipiert wurden.
    Langsam habe ich das Gefühl, ich mache kaum noch anderes, denn für das Konzipieren auch der mündlichen Abfrage und für die Korrektur der schriftlichen Abfrage geht viel Zeit drauf.

    Die Schüler haben offenbar nicht verinnerlicht, dass das Lernen zu ihren ureigenen Aufgaben gehört. Auch mails an die Eltern haben bei den Kindern keinen mittelfristigen Effekt.
    Wie machen das andere Fremdsprachenlehrer??

    glaub ich nicht, denn bei Wasserfarben kannst du nichts rausschaben.
    Es sei denn, du versiegelst jede Wasserfarbenschicht mit einer Wachsschicht, z.B. mit einer Kerze

    Interessant. Da Bereitschaftszeiten vollumfänglich zur Arbeitszeit gezählt werden müssen (siehe höchstrichtleriche Urteile des EuGH zur Arbeitszeit von Ärzten und Feuerwehrleuten) heißt das also im Umkehrschluss, dass du außerhalb der Ferienzeiten eine reguläre 40-Stunden-Woche hast.

    vielleicht habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt:
    ich stehe nicht Gewehr bei Fuß, wenn Ferien sind.
    Aber ich muss mit Mails rechnen oder mit Anrufen. Das heißt ja nun nicht, dass ich den Fuß nicht außer Haus bringe und ab der ersten Stunde Telephondienst schiebe.
    Mehr als einmal pro Ferien kam so etwas auch noch nicht vor, und auch das nicht in allen Ferien.

    etwas offtopic, aber ich muss trotzdem mal böd fragen: Habt ihr wirklich alle Ferientage (abgesehen vielleicht von der Vorbereitungswoche) frei? Ich darf einen ganz normalen Urlaubsplan mit 30 Tagen einreichen, habe noch einige so genannte "Planungstage/ Fortbildungstage", aber alles übrige muss ich tatsächlich in der Schule erscheinen... Wie ist das bei euch geregelt?


    läuft bei mir ähnlich, aber ich muss mich an den Tagen, an denen ich keinen Urlaub habe, bereit halten. Bin schon das eine oder andere Mal zu Elterngesprächen oder Aufräumarbeiten (Schule ist umgezogen, Fachräume wurden eingerichtet) hingefahren.

    Ich würde es über das Gegenteil, den bestimmten Artikel, versuchen.

    z.B. indem ich den Kindern Aufträge erteiel und dabei fälschlicheweise nur den bestimmten Artikel verwende,
    oder: ihnen Gegenstände mitbringe, sie benennen/ kategorisieren lasse,
    oder: einen Einkaufszettel schreiben lasse,... irgendwas in der Art.
    Sorry, ist jetzt nicht ausgearbeitet, sondern nur eine spontane Idee.

    Offenbar sind wir inhaltlich gar nicht so weit voneinander entfernt.
    Der Begriff "das Adverbial" als Substantiv ist mir allerdings bislang noch nicht untergekommen *staun* Aber wenn damit die gute alte "adverbiale Bestimmung" gemeint ist, : ja.

    Anscheinend gibt es unterschiedliche Begriffssysteme, bzw. Neuerungen in den Begrifflichkeiten bei Deutschgrammatikern

    In den Fremdsprachen siehst du halt die Unterscheidung zwischen Adverb und Adjektiv (meistens) deutlich, für deutsche Schüler hakts dann oft beim Übertragen in die Fremdsprache. Andersherum müsste es einfacher sein.

    Archäologie ist m.W. kein Schulfach. Außer im Bereich einer AG wirst du damit nirgendwo eingesetzt werden.
    Geschichtslehrer gibts wie Sand am Meer, da besteht nirgends Bedarf.

    vielen Dank für eure Tipps und Wünsche!

    Flüstern meide ich, viel trinken versuche ich,
    doch beim Nicht-Räuspern wirds schon schwierig :(

    Ich versuche, möglichst wenig zu sprechen und merke jetzt erst, wieviel eigentlich belangloses, doch (hoffentlich) nettes Zeug ich so den ganzen Tag daherrede :lach:

    Wenn s nicht besser wird, werde ich mir Logopädie verschreiben lassen.

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