Beiträge von Friesin

    Ein Beispiel: Sag ich meinem Sohn am Samstag, dass er seine Leseübung bitte noch mal lesen soll (weil er es auch nötig hätte - und das kann ich als Lehrerin ja auch wirklich beurteilen) oder übe ich dann schon wieder zu viel Druck aus. Ich möchte ja auch, dass er sein Potential ausschöpft.


    Klar kannst du ihm das vorschlagen. Aber wenn er nun absolut nicht will, darf er auch mal ins offene Messer laufen, sprich muss er am Montag mit einer schlechten Leseleistung zurechtkommen.
    und du auch.

    wenn eine Uhr im Klassenraum hängt -okay.
    Hängt dort keine, auch kein Problem, denn ich habe meine Armbanduhr, auf die ich viel öfter schaue.
    Wenn die Kinder auf die Uhr schauen wollen und es keine gibt, rate ich ihnen auch zur Anschaffung einer Armbanduhr. Zumindest ab Kl. 5 halte ich also eine Uhr im Klassenraum nicht für zwingend erforderlich.

    Das würde doch auch darauf hinaus laufen, das manche schon eine volle (Schatz-)Truhe haben und andere die was abbekommen.

    Öh, ja. Das wäre dann so. Jeder könnte ja dafür sorgen, dass er selbst "was abbekommt".
    Problematisch sehe ich auch, dass es um materielle Belohungen geht.

    Wenn mein eigenes Kind Probleme in der Schule hat (hätte), dann kann ich ja wohl keine gute Lehrerin sein. Schließlich habe ich es ja bei meinem Kind verbockt.


    Für dein eigenes Kind bist du die Mutter, nicht die Lehrerin. Vergiss nicht, das sind 2 völlig unterschiedliche Rollen mit unterschiedlichen Aufgaben!!!
    Dein eigenes Kind sollst du in erster Linie lieben und es beschützen.

    Wenn du einen Schüler nicht so erreichst, wie du es dir wünschst, denkst du dann umgekehrt auch, dass du eine schlechte Mutter bist?
    "Wenn ich diesen Schüler nicht lieben und beschützen kann, wie kann ich dann eine gute Mutter sein, wenn ich es beim Schüler schon verbockt habe?"
    Das wäre dein Gedanke im Umkehrfall.
    Schräg, oder?
    Vielleicht macht das deutlich, dass Mutter und Lehrerin getrennte Rollen sind. ;)

    meiner Erfahrung nach haben Lehrerkinder es oft besonders schwer. Das scheint dein Post zu bestärken.

    Dein Kind muss seine eigenen Erfahrungen in der Schule machen. Wie es sich dort verhält, entzieht sich größtenteils deiner Kenntnis. Du bist weder seine Aufpasserin noch seine Lehrerin.
    Du kannst bestimmt darauf vertrauen, dass die Kollegin deinen Sohn sehr gut fördert, ihm gerecht wird, ihr Bestes gibt -- so wie du es ja auch in deinen Klassen tust.

    Lass deinen Sohn seine eigene Schulzeit erleben, nicht ein remake deiner Schulzeit durch dich. Vetraue darauf, dass ihr als Eltern ihn gut vorbereitet habt- und das meine ich NICHT fachlich, sondern mit sozialen Kompetenzen. Unterstützt ihn, indem ihr Anteil nehmt, euch interessiert, aber nicht, indem du zur Nachhilfemami wirst. Als Lehrerin weißt du ja selbst, dass es in den ersten Jahren um so viel mehr als Wissenserwerb geht, lass also deinen Sohn seine eigenen Erfahrungen machen. Wenn er sich ständig von dir ausgefragt fühlt, wird er irgendwann dicht machen und weder was von der Schule erzählen noch Freude am Lernen haben

    es gab Noten ab dem 3. Unterrichtsbesuch!
    Die wurden uns nicht schrfitlich gegeben oder so aber die wurden uns mündlich gesagt. Wie soll man sonst wissen, was am Ende für eine Note bei rauskommt? Ob der Besuch bei einer Prüfung bestanden wäre oder nicht?


    Schnell mal Off Topic: in NDS lief das so: Noten wurden erst als Vornoten 4 Wochen vor der Examenslehrprobe gesagt. :sauer: Ist aber schon 5 Jahre her

    Wo beziehst du den Elternbeirat momentan denn ein?
    Und warum möchtest du ihn noch mehr einbeziehen, wenn du gar keine Ideen dafür hast, also offenbar kein Bedarf vorliegt?

    Ich bin auch immer sehr vorsichtig bei sehr engagierten Elternbeiräten, es kommt immer auf die Art des starken Engagements an. Künstlich fördern muss man das nicht, es fällt schon genug an im Lauf des Schuljahrs.

    Ehrlich gesagt möchte ich mich als Mutter nicht 3 Jahre lang auf 20,- Euro pro Monat "verschulden" müssen.
    Ich lebe meinen Kindern vor, dass man sich etwas erst anschafft, wenn man das Geld angespart bzw. übrig hat. (okay, beim Hausbau wird das schwierig).
    Und nicht, dass sie etwas kaufen und sich auf drei (!!!) Jahre hinaus dafür zu monatlichen Zahlungen verpflichten. Auch und schon gar nicht, wenn sie dafür jobben müssen, statt zu lernen oder Freizeit zu haben. Drei Jahre sind für 13 Jährige eine immens lange Zeit.
    Ich wollte meine KInder nicht zu einer selbstverständlichen Schuldenmentalität erziehen. Und meiner Meinung nach hat Schule auch in der Hinsicht Werte zu vermitteln.
    Auch auf die "Gefahr" hin, dass ich als altmodisch dastehe. Technikfeindlich bin ich nicht. An "meiner" Schule sind in jedem Klassenzimmer interaktive Smartboards mit Internetanschluss, es gibt keine Kreidetafeln mehr, keine OHPs, dafür mehrere Klassensätze Laptops. Schuleigene. Wenn sie denn funktionieren, weiß ich das sehr zu schätzen.

    Wenn sich jedoch ein Kind den Kopf anhaut, das KEINEN Helm trug, wird dem Lehrer der Kopf abgerissen, weil er in seiner Risikoabwägung falsch lag - selbst wenn er die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.


    Deswegen würde ich auch nicht mit einer 5.Klasse eine Radtour planen. Mein Seelenfrieden ist mir da wichtiger als das Gemaule von Schülern und Eltern. :flieh:

    Zitat

    Wir sind eine Ganztagsschule. Kann ich mir dann auf den Nachmittag zukünfig dann keine Termine legen? Muss ich nach seinem eigenem Unterrichtsende so flexibel sein?

    ja.

    Wenn es sich nur um die 7.Stunde handelt, kann man ja eigentlich noch nicht wirklich von Nachmittag reden, oder beginnt ihr so extrem spät?

    In der Regel werden die Eltern ja eine Vorstellung davon haben, wie verkehrssicher ihr Kind ist.

    das wage ich zu bezweifeln. Zumal sich Kinder ind er Gruppe anders verhalten als alleine mit Mama oder Papa-

    ich denke mal es läuft auf Folgendes heraus: der eine Lehrer sieht kaum Risiken, wägt sie ab und plabt die Radtour mit einer 5.
    Der andere sieht die Risiken, wägt sie ab und plant keine Radtour mit einer 5.Klasse. ;)

    wir lassen uns die Arbeiten unterschrieben abgeben und archivieren sie in der Schule. Sie müssen 2 Schuljahre aufbewahrt werden.
    Falls mal eine Arbeit unauffindbar verloren ist, müssen die Eltern schriftlich versichern, dass sie von der Arbeit in dem Fach xy mit der Note 123456 Kenntnis genommen haben. Der Schrieb wird dann mit archiviert.

    Ist bei mir auch so, weil ich eine Gerinnungsstörung und eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung habe. Im Fall des Falles sollte das doch egal sein.


    nein, das ist ganz und gar nicht egal. Ich glaube, kaum jemand kann sich vorstellen, was für ein Hochseilakt eine solche Transplantation für den Kranken ist, wie viele lebensgefährliche Unwägbarkeiten damit verbunden sind. So müssen die Betroffenen, die ja null komma null Immunsystem im Körper haben, eine Zeitlag komplett isoliert werden. Für die Zeit gilt u.a.:Sie dürfen nicht alles essen.Was sie essen, wird verschweißt angeliefert. Nur wenige Ärzte und Schwestern dürfen ihnen gegenübertretetn, die alle nur mit Mundschutz, mit spezieller Kleidung und natürlich mit sterilisierten Handschuhen. Schon ein Herpes-Virus bedeutet schnell den Tod.
    Das neue Immunsystem muss erst anwachsen, das dauert unterschiedlich lange. Währenddessen muss eine Gegenreaktion des Körpers unterdrückt werden. Ein absoluter Balanceakt, immer am Rande zum Tod.
    Beide o.g.Vorerkrankungen würden eine Transplantation völlig zunichte machen.

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