Preußlers Intention war es, etwas "Ungewöhnliches", "Spannendes" und "Aufregendes" stattfinden zu lassen. Und dazu zählten damals nunmal die Begrifflichkeiten "Neger, Türken und Chinesen(mädchen)", die zu der damaligen Zeit etwas Außergewöhnliches darstellten, ähnlich wie es wohl heute StarWars und Co. wäre. - Besondere Kostümideen halt zwecks Aufbaus des Spannungsbogens.
Und genau so kommt es bei den Kindern dann auch an. Preußler hat sein Handwerk durchaus verstanden.
In meinen Augen sind es weniger die Begrifflichkeiten, die für Spannung und Außergewöhnliches sorgten, sondern die mitschwingende Exotik fremder Länder, die damals erst ganz allmählich in das Blickfeld einer breiten Bevölkerungsmasse traten. Verbunden mit einer gewissen Senhsucht nach eben diesem Exotischen. Wer konmnte schon so wet verreisen?
Ich frage mich, ob Kinder diese Textstelle jemals als Diskriminierung verstanden haben. Wenn jemand im Fasching als Bayer geht oder als Holländer mit Holzklompjes an den Füßen und einer Tracht mit Haube, begeht er dann auch Diskriminierung? Oder ist es das Schriftliche?
Dass man mit Kindern über bestimmte Begriffe in literarischen Texten sprechen muss, ist mir natürlich auch bewusst. Allerdings wäre mir das Preußler-Beispiel als Mutter keiner großen Thematisierung würdig, in der Grundschule würde ich die Kinder erzählen lassen, wie sie sich denn gerne verkleiden würden.
Ein Umschreiben des Textes halte ich jedoch für falsch.