Irgendwelche schwummerigen "anderen" Ziele eigenmächtig statt die des Lehrplans anzupeilen auf Kosten des eigentlichen Unterrichtsstoffs finde ich - ehrlich gesagt- den Schülern und den Kollegen gegenüber schlichtweg unfair. Klar kann man über die Lehrpläne vortrefflich diskutieren, aber zu sagen:
Zitat
Und wenn du dir keine Lücken erlauben willst, dann sorge dafür, dass andere Rahmenlehrpläne geschrieben werden, denn die sind hier niemals zu 100% zu erfüllen!
führt doch wohl völlig an der Alltagsrealität vorbei.
Ich möchte nicht, dass meine Schüler reihenweise durch die Abschlussprüfungen fallen, weil ich "andere Dinge" mit ihnen erarbeitet habe.
(Und damit nicht gleich das Geschrei wieder losgeht und sich alle auf mich einschießen: JA, ich arbeite auch an sozialen Kompetenzen mit meinen Schülern. Intensiv. Aber nicht an Stelle des Unterrichtsstoffs)
Ich möchte als Lehrherr keine Bewerber haben, deren Abschlusszeugnis eine Art Fake ist.
Ich möchte nicht, dass meine eigenen Kinder stundenlang diskutieren können, ob sie sich wohlfühlen bei dem Erledigen eines Arbeitsauftrags in Englisch- ich möchte, dass sie "he-she-it-- s muss mit" beherrschen.Ohne Diskussion.
Und schon gar nicht möchte ich als Kollege eine Klasse mit großen Lücken aus dem Vorjahr übernehmen.
In etlichen Fächern der weiterführenden Schulen baut der Stoff übrigens systematisch auf dem des Vorjahres auf. Mit auslassen ist da nicht viel.