Beiträge von Friesin

    was mich am meisten wundert, ist, dass hier schon öfter gerade diejenigen mit der geringsten Praxis-Erfahrung als Lehrer (und damit meine ich als ausgebildeter Lehrer, der das ganz normale Alltagsgeschäft in der Schule mit Klassenleitung, Abschlussprüfungen, Elterngesprächen etc kennt) am dezidiertesten auftreten und alle Weisheit für sich gepachtet zu haben scheinen: resistent gegenüber den Erfahrungen Anderer und theorielastig.

    Merkwürdig.

    Irgendwelche schwummerigen "anderen" Ziele eigenmächtig statt die des Lehrplans anzupeilen auf Kosten des eigentlichen Unterrichtsstoffs finde ich - ehrlich gesagt- den Schülern und den Kollegen gegenüber schlichtweg unfair. Klar kann man über die Lehrpläne vortrefflich diskutieren, aber zu sagen:

    Zitat

    Und wenn du dir keine Lücken erlauben willst, dann sorge dafür, dass andere Rahmenlehrpläne geschrieben werden, denn die sind hier niemals zu 100% zu erfüllen!

    führt doch wohl völlig an der Alltagsrealität vorbei.

    Ich möchte nicht, dass meine Schüler reihenweise durch die Abschlussprüfungen fallen, weil ich "andere Dinge" mit ihnen erarbeitet habe.
    (Und damit nicht gleich das Geschrei wieder losgeht und sich alle auf mich einschießen: JA, ich arbeite auch an sozialen Kompetenzen mit meinen Schülern. Intensiv. Aber nicht an Stelle des Unterrichtsstoffs)
    Ich möchte als Lehrherr keine Bewerber haben, deren Abschlusszeugnis eine Art Fake ist.
    Ich möchte nicht, dass meine eigenen Kinder stundenlang diskutieren können, ob sie sich wohlfühlen bei dem Erledigen eines Arbeitsauftrags in Englisch- ich möchte, dass sie "he-she-it-- s muss mit" beherrschen.Ohne Diskussion. :D
    Und schon gar nicht möchte ich als Kollege eine Klasse mit großen Lücken aus dem Vorjahr übernehmen.

    In etlichen Fächern der weiterführenden Schulen baut der Stoff übrigens systematisch auf dem des Vorjahres auf. Mit auslassen ist da nicht viel.

    Merkmale des Inklusiven Unterrichts sind die selben wie eines guten (differenzierten) Unterrichts, also kann der Weg doch gar nicht so weit sein, wenn man denn will!

    ich finde es schon erstaunlich, dass von Lehrern so viel an Spezialistentum erwartet wird, doch dass auch Lehrer selbst davon ausgehen, jeder sei für alles ausgebildet und zu allem fähig, wundert mich noch viel mehr. :schreck:
    In jeder anderen Branche ist der Ruf nach Spezialisten völlig legitim. Nur bei den Lehrern nicht??

    mich hat dieses Interview ziemlich aufgeregt: theorielastig kommt mir der Befragte vor.
    Ob er wohl eigene Kinder hat oder täglich vor einer Schulklasse steht?
    An einer gewissen Disziplin kann ich nichts Schlechtes erkennen.

    *tröst*

    Ja, dass man in Bayern mit einem bestimmten Schnitt gar nicht erst in Frage kommt für eine Stelle, völlig unabhängig von derBewerberkonkurrenz, ist ein Unding.
    Dennoch kannst du als KV arbeiten, und an privaten Schulen sowieso.

    Was ist das mit der Refinanzierung? Hab ich noch nie gehört :nixmitkrieg:

    ...und einen Dienstwagen als Motivationsanschub?? Wohl eher für den Einsatz bestimmter Tätigkeiten, deren Ausübung man sich erst mal erarbeiten muss. Umgekehrt wird ein Schuh draus:
    in der "freien Wirtschaft" (wie ich diesen schwammigen Begriff hasse!!!) wird mit harten Bandagen gekämpft. Jährliche Zielvereinbarungen, halbjährliche Kontrolle, ob und wie diese erreicht wurden, genaueste Zeitkontrolle, Einsparungen, wo immer es geht, wenn die Firma dadurch sparen kann.Besuche beim Werksarzt bei zu häufigen Krankmeldungen, Vorschriften, wie der Schreibtisch genau zu bestücken ist (genormt!!!) usw usf.
    Gehaltserhöhungen? Tariflich, okay. Ansonsten nur nach längerer, besonderer Zusatzbefähigung. Gewinnbeteiligung: sicherlich unterschiedlich.

    Allerdings: Überstunden werden bezahlt, bzw. verrechnet. :whistling:

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