ähnlich wie Hawkeye sehe ich es auch:
ich bewerte die Leistung, die vor mir liegt. Nicht den Menschen, der dahiner steckt. Über Objektivität kann man da streiten, die wird es nie wirklich geben.
Ich kann aber eine Leistung (in Form einer Klassenarbeit), die unter Inanspruchnahme von Nachhilfeunterricht zustande kam, nicht geringer bewerten als dieselbe Leistung, die der Schüler nach alleiniger Vorarbeit abgibt.
Soll ich dem Nachhilfeschüler sagen:"Tut mir leid, deine eigentlich befriedigende Leistung kam nur zu Stande nach massiver Nachhilfe, deshalb gibt es für dich keine 3 mehr?"
Andererseits kann ich auch nicht demjenigen, der seine 2 lustlos, aber gekonnt aus dem Ärmel schütteln, die Note in eine 3 abändern.
Im Arbeitsverhalten ja, da kann ich das geltend machen.
Wobei wir uns auch im Klaren sein sollten, dass der Sohn reicher Eltern mit der teuren Nachhilfe, die ihn übrigens auch nicht viel weiter bringen wird, wenn der Grips zum selbstständigen Arbeiten nicht reicht, und der arme, schreibtischlose Hochbegabte voll die Klischeeschublade bedienen.
Das möchte ich im Sportbereich mal sehen:
"Nö, du hast so viel (und so teuer) trainiert, deine Bestmarke bekommt ein paar Sekunden/Zentimeter draufgedrückt" ?????