Beiträge von Friesin

    Weiterhin,w as nützt es, sowas einzuführen, wenn es die SuS nicht interessiert?

    Woher weißt du das denn, wenn es noch nie versucht wurde?

    Zitat

    Mein großes Problem ist wirklich, das die SuS einfach keine Konsequenzen sehen, bzw. sie nicht ernstnehmen.
    Was kann man da machen?

    Konsequenzen ankündigen und konsequent (sic!) durchführen.
    ein Versuch kann da mit Sicherheit nicht schaden, denn die Situation scheint ja kaum schlechter werden zu können ;)

    ich sehe das mit sehr großer Skepsis.

    1. wird letztendlich ein Wettlauf der Mütter daraus, mit allem dazugehörenden Konkurrenzgehabe. :thumbdown:
    Wohlgemerkt: Aufgabe einer Mutter ist es NICHT, sich durch das eigene Kind zu verwirklichen.

    2. denke ich, dass man Kinder auch ganz anders mit Vorschulprogrammen fördern und für die Schule fit machen kann. Z.B. durch Sport, Musik, Malen, helfen im Alltag und dort Verantwortung in Form von festen Aufgaben zu übernehmen. Warum wird so was nicht mit den Kindern gemacht??

    3. hatte ich auch Kinder, die diese Vorschulhafte liebten. Dennoch blieben sie die absolute Ausnahme zu besonderen Gelegenheiten. Warum muss denn jedes aufkeimende Interesse eine Kindes in schulische Begabungsförderung münden? "Mein Kind interessiert sich für Mathe" finde ich bei Vorschulkindern (oder jüngeren) eine einseitige Interpretation. Wenn es sich für zahlen und regelmäßigkeiten interessiert, kann man daraus z.B. Sortieraufgaben im Kinderzimmer oder im Haushalt/Garten basteln. A propos: Basteln ist auch in jeder Hinsicht geeignet für mathematisches und räumliches Interesse. Aber nein, es muss ein Mathebuch angeschafft werden :nein:

    Der gesunde Menschenverstand wird einem abtrainiert angesichts solcher Fragen: "Peter ist zum Geburtstag von Hannes eingeladen. Er möchte ihm einen Fußball schenken, der in einer quadratischen Schachtel verpackt ist. Die Länge der Seite a ist 40cm. Frage: Wie viel Geschenkpapier braucht Peter um das Geschenk seines Freundes zu verpacken? Nachmittags entscheidet sich Peter, Hannes noch ein kegelförmiges Tischfeuerwerk zu schenken. Der Radius beträgt 10cm, die Höhe 15cm. Wie viel Geschenkpapier könnte Hannes sparen, wenn er anstatt die beiden Geschenke einzeln, diese zusammen verpacken würde? REchne (diesen Bullshit) aus!"

    und das nennt sich dann "lebensnah" X(X( Mara, du schreibst mir aus der Seele!!

    ich kann dir nicht wirklich weiterhelfen, doch bei so etwas frage ich immer die Kollegen, die in derselben Klassenstufe unterrichten. Das hilft dir wahrscheinlich mehr als Tipps, wie es hier einzelne Leute handhaben, weil es dem Usus deiner Schule angepasst ist.

    Übrigens sehe ich Umlaut-Pünktchen nicht unbedingt auf derselben Stufe wie i-Pünktchen.

    was hast du denn bereits gemacht?
    man könnte z.B. eine Debatte auf dem Marktplatz nachspielen, entweder was Philophisches (klingt hochtrabend, aber anhand von Diogenes in der Tonne ginge das prima) oder was Politisches, in Richtung Demokratie.
    könnt ihr töpfern in der schule? Dann würden sich z.B.Vasen mit entsprechenden Motiven anbieten. Ein Haus könnte man nachbauen. Oder Tempel.
    Olympia wäre auch ein tolles Thema.
    Die beiden letzten sind auch super für fächerübergreifenden Projektunterricht

    ich habe noch nie gehört, dass "den" Lehrern generell ein jugendliches Aussehen nachgesagt wird.
    Es gibt wie überall solche und solche.
    Die Anforderungen des Berufs halten mit Sicherheit geistig fit und flexibel, können aber auch, wie schon angedeutet, zu Verbitterung oder Burnout führen.
    Eigene Kinder erfordern übrigens die gleiche Flexibilität, sehen dann Vollzeitmütter auch jugendlicher aus als gleichaltrige Berufstätige??

    Lustiger thread :thumbup:

    wie SteffdA würd ichs auch machen, allerdings nur in Absprache mit dem Fachbetreuer. Bei der Respizienz würde dem das eh auffallen ;)

    Warum haben die Schüler denn von vornherein mehr Zeit bekommen als angesetzt?

    Ich habe mal eine Klasse übernommen, die beim Kollegen zuvor immer eine Doppelstunde statt 45 Minuten zur Verfügung hatten. Mit dem Resultat, dass sie in 45 Minuten bei mir massive Probleme hatten. Dadurch erst fiel die Vorgehensweise meines Vorgängers auf. Der bekam einen ganz bösen Rüffel, weil er ja im ganzen Schuljahr zuvor unter anderen Bedingungen als in den Parallelklassen hatte arbeiten lassen.
    letztendlich tut man den Schülern keinen Gefallen mit sowas.

    vielleicht bekommt ein unsportlicher Schüler (und ich setzte das Adjektiv jetzt bewusst NICHT in Anführungszeichen)Spaß an der einen oder anderen Sportart, vll am Schwimmen, vll an Ballspielen, vll am Tanzen.

    Ganz sicher kann man einem Schüler nur ein Erfolgserlebnis "bereiten", wenn er mittut. Wenn er eines erlangen möchte. Nicht bereitet zu bekommen erwartet. In meinen Augen ist dies

    Zitat

    Wie kann man Deiner Ansicht nach einem "unsportlichen Schüler" nun ein Erfolgserlebnis bereiten?

    eine Formulierung, die suggeriert, dass der Lehrer der alleinige Macher ist und die Schüler keinerlei Eigenverantwortung haben.

    Zugespitzt: Tut man den älteren Schülern im Hinblick auf Studierfähigkeit wirklich einen Gefallen, wenn man sich zu viel um sie kümmert?


    Ich habe mal eine Fortbildung besucht mit dem Titel:
    "Was ein Schüler lernt, ist seine Sache".
    Tenor des Ganzen in Kürze:(auf die SekI bezogen)
    wir als Lehrer haben die Aufgabe, den Unterricht so zu gestalten, dass verschiedene Lerntypen der Schüler berücksichtigt werden. Methodenwechsel, Arbeitswechsel, Vielfalt im didaktischen Zugriff, genügend Übungsphasen.
    Was ein Schüler dann daraus macht, liegt nicht mehr in unserer, sondern in seiner Verantwortung.

    War hochinteressant!
    Und sorgte für viel Verwirrung bei den Kollegen: wir sind alle so sehr von der Machbarkeit für alle überzeugt:
    jeder wird alles können, wenn er/sie den Stoff nur individuell genug präsentiert und im Notfall entsprechende Förderung bekommt.
    Dass aber der Lernerfolg auch recht stark von dem abhängt, was ein Schüler daheim und in der Klasse an Einsatz zu bringen bereit und in der Lage ist, wird oft übersehen. Genau DA liegt seine Eigenverantwortung. Auch darin, mal nachzufragen. Sich Informationen zu holen, z.B, nach Krankheit. Versäumtes aufzuarbeiten, wozu ich ihm als Lehrer konkrete Tipps geben kann. Erledigen kann ich es nicht für ihn/sie.

    aber es ist doch nicht ungewöhnlich, dass man gerade bei 4 oder 5 auch auf die Leistungsbereitschaft bzw. die eprsönlichen Erfolge schaut.
    Was nur fange ich an mit jemandem, der das Schuljahr so grottenschlecht begann, dass er im Schriftlichen eigentlich keine 6, sondern eine 10 erzielt hatte? Und der sich dann wahnsinnig reinkniete, seine Fehlerzahl halbierte, aber schriftlich immer noch bei 6 landete? Eine ganz beachtliche Leistung! Leider half ihm das wenig im Sinne der Zeugnisnote.Ich habe das damals auf der Zeugniskonferenz zur Sprache gebracht und den Antrag gestellt, dass eine positive Bemerkung ins Zeugnis kam. Ich kann nur hoffe, dass sich der Schüler dadurch nicht veräppelt gefühlt hat.

    Und wie handahbt man es umgekehrt: wenn einem Schüler ein Fach "zufliegt" und er sich nicht groß anstrengen muss, dann mag er mangels mündlichem Engagement vielleicht auf einer 2 statt auf einer 1 landen, aber würde man ihn deshalb runterstufen auf eine 3, um die Vergleichbarkeit zu jemand anderem herzustellen, der sich sehr bemüht hat??
    Was ich damit sagen will: die persönlichen Anstrengungen in allen Ehren, aber irgendwo sind uns als Lehrern Grenzen gesetzt.

    ch sage nur, dass mein Unterricht über die Jahre so aufgebaut ist, dass ein durchschnittlicher Schüler schon alleine mit dem Lernen der Vokabellisten, der besonderen Redewendungen, der Landeskunde-Informationen, usw.. auf eine 3 bzw. 2 kommt.

    Das erstaunt mich.

    Für eine 3, erst recht für eine 2, gehört m.E. schon ein bisschen mehr als Auswendiglernen von Vokabeln und Redewendungen oder Landesinformationen.
    Das ist ja ein rein reproduktiver Bereich und mag im ersten Lernjahr angemessen sein, aber mit weiterem Fortkommen ? Sagen das die Richtlinien aus?

    ich denke, du als Lehrer sollst auch nicht selbst therapeutisch einschreiten, sondern als Bindeglied zwischen der Schülerin/ dem Schüler und Fachleuten. Dafür muss man aber informiert sein über Hilfsangebote und -Möglichkeiten.

    Wir hatten an der Schule mal eine Fortbildung zum Thema Magersucht. Ziemlich schwierige Angelegenheit, bei der man sehr viel Fingerspitzengefühl braucht. Und immer wieder gab/gibt es an der Schule Mädels mit Magersucht, bei denen die KL nach Absprache mit den Kollegen (oft sind es die Sportklehrer, denen etwas auffällt) Gesprächsbereitschaft zeigten und auch sich an die Eltern wandten. In Zusammenarbeit mit der Schulleitung.
    Wie gesagt, dass alles ist eine Gratwanderung,
    aber nichts tun im Sinne von Wegschauen kann es auch nicht sein!!

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