Beiträge von Friesin

    Ich kann verstehen, dass du dir Gedanken machst um alltägliche Fragen aus dem Schulleben, doch ich bin ein bisschen verwundert, dass du gleich im Vorfeld an Sanktionen denkst, ohne überhaupt eine Stelle und Klassenzuweisungen zu haben.
    Es gibt dermaßen viele Störanfälligkeiten im Unterricht, dass die Frage m.E. zu allgemein gestellt ist.
    Willst du nicht erst mal warten, wie es abläuft, und dann entsprechend der jeweiligen Situation zu reagieren?
    Was du aber im Vorfeld machen kannst:
    Überlege dir, welche Regeln du für deinen Unterricht aufstellen möchtest.
    Notiere dir alles, was dir wichtig ist, möglichst konkret.
    Versuche dann, wenn du das 1.Mal vor einer Klasse stehst, den Schülern diese Regeln vollständig und unmissverständlich klar zu machen.
    Ruhig und bestimmt, ganz selbstverständlich; nicht nervös oder verärgert.
    Halte diese Regeln auch selbst ein = sei konsequent.

    Schüler werden dich austesten wollen. Das ist ganz normal und nichts Persönliches. Du solltest aber klarmachen, dass du in deinem Unterricht die Marschrichtung bestimmst. Das geht nur, wenn du auf Einhaltung deiner Regeln achtest. Wenn du deine Rolle als Lehrer ernst nimmst und weniger dich selbst noch als halber Schüler ansiehst; dass du entschieden und selbstsicher rüberkommst.
    Vielleicht fragst du mal deine Bekannten, welche Regeln ihnen in ihrem Unterricht wichtig sind.

    Von irgendwelchen blinden Sanktionen à la "ich lasse die Schüler immer möglichst lange stehen, wenn sie nicht aufpassen" halte ich persönlich gar nichts. Auf Dauer macht man sich damit nur lächerlich.
    Wenn du eine Stelle an einer Schule hast, frage nach, wie Kollegen auf bestimmte Probleme reagieren; überlege, mit einzlenen Störenfrieden mal unter 4 Augen sprechen. Frage , ob es dort z.B. die Möglichkeit zur Nachabeit gibt, wie die Erfahrungen mit Anrufen im Elternhaus sind . Wie gesagt, du weißt ja noch gar nicht, an welkche Schule du kämest.

    Es ist immer einfacher, am konkreten Fall Tipps zu geben statt so ins Blaue hinein.

    In Schweden gibt es zwar das "Sie", dort wird es aber tatsächlich nur bei ganz offiziellen Anlässen benutzt.
    Dass die Ikea-Angestellten mich als Kundin siezen, halte ich für selbstverständlich. Es gehört in D eben doch (noch?) zum aktiven Sprachgebrauch.

    Übrigens:

    in den Niederlanden werden die Großeltern und Schwiegereltern gesiezt ;)

    Begründet wurden ihm schlechte Noten z.B. damit, dass er in der Prüfungsstunde die Auswertung nicht exakt mit dem Stundengong hat fertig bringen können.

    Weil ihr das in der Examenslehrprobe passierte, hat eine Kollegin damals eine 5 bekommen.

    Im Grunde genommen finde ich diesen persönlichen Umgang ja auch nicht so schlimm, vor allem weil man bedenken muss, dass viele Schüler keine Bezugsperson haben und diese demnach auch gerne mal bei ihren Lehrern suchen.

    Diese Bezugsperson kannst du aber nur in sehr begrenztem Umfang sein, und nicht auf einer allzu persönlichen Ebene.
    Ich sehe das Ganze wie Grisuline, wobei ich jetzt um Himmels Willen nicht wieder die Gummibärchengeschichte ausgraben möchte :schreck: :
    du scheinst noch ein bisschen unsicher über deine eigene Rolle "auf der anderen Seite des Pultes" zu sein und dich ein bisschen als großer Bruder/ KUmpel deiner Schüler zu verstehen. Das meinte ich vorhin mit dem Altersunterschied.
    Vielleicht eine Anregung zum Nachdenken?

    in den von dir genannten Ländern ist aber das Siezen generell fast verschwunden, das Beispiel hinkt.

    Ich behaupte auch gar nicht, dass ein DU oder Sie alleine etwas aussagt über den Respekt, den man sich gegenseitig entgegenbringt; zu meiner persönlichen Ansicht s.meinen vorigen Beitrag

    icht

    Ansonsten stimme ich dem kleinen grünen Frosch zu: Du und Sie hat nichts mit Respekt zu tun. Wer sich den nicht durch sein Handeln verdient, wird ihn auch nicht über ein Sie gewinnen.


    Richtig !
    Trotzdem spiegelt das Duzen, sofern es sich nciht um jüngere Schülerh handelt, eine Nähe wieder, die einfach so nicht da ist.Okay, bei Fremdprachenassistenten kenne ich mich nicht so aus, aber ich selber hätte lieber ein wenig mehr Distanz. Als Lehrerender bin ich eben kein Kumpel meiner Schüler mehr, bei allem Engagement.
    Aber vielleicht ist das auch eine Frage des tatsächlichen Altersabstands zwischen mir und den Schülern ;)

    N

    Ich sehe mich jedoch als Lehrer, weil ich mir auch den Hintern für die Schüler aufreiße...

    Nicht, dass man sich den "Hintern aufreißt", macht dich zum Lehrer, sondern dein Status: du sollst den Schülern etwas beibringen, du musst sie erziehen (wie in deinem Beispiel sehr deutlich wird), du musst sie bewerten.

    Da kann ich meinem Vorschreiber nur beistimmen: ein "Sie" ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, es energesch einzufordern deine Aufgabe. So wie du es schilderst, handeln die Schüler dir gegenüber sehr respektlos. Das wird sich nciht ändern, wen du sie gewähren lässt!

    Zitat

    Zum Unterrichten dürfte Geschichte deutlich einfacher sein

    hmm, das sehe ich genau umgekehrt.
    Auch der Korrekturaufwand in der Oberstufe ist in Geschichte recht aufwändig.

    Geschichte war allerdings tatsächlich nie Mangelfach

    Hand aufs Herz, wie viele Leute deines Alters kennst du, die als frühere Realschüler später dann noch das Abitur gemacht haben?

    Wieviele Schüler kennt ihr, die auf eine Schulform geaquält wurden, auf der sie sich schwertaten, und die dort gescheitert sind? Bei denen im Elternhaus nur Zoff wegen der Schule anstand ?
    Die dann auf eine andere Schulform wechselten und dort prima zurecht kamen ?

    Davon kann ich mehrere Hände voll benennen. Viele von denen hätten eine entspanntere (und vll auch erfolgreichere) Schulzeit gehabt, wenn sie eben nicht auf die ungeeignete, höhrere Schulform gequält worden wären.
    Warumschauen immer alle auf das Abitur wie das berühmte hypnotisierte Karnickel auf die Schlange ????

    Und dass erstaunlich viele Schüler mit großen Schwierigkeiten sehr wohl erfolgreich am Gymasium gehalten werden können, wenn man ein bisschen Geduld reinstecktund sich um mehr bemüht, als dass der Unterricht, am besten frontal und gleichgetaktet, weitergeführt wird.

    Als ob die Lehrer, die zu dem Ergebnis kommen, dass der eine oder andere Schüler nicht fürs Gymnasium geeignet ist, nur sturen Frontalunterricht machten und sich nicht genügend um denjenigen bemühten ?(

    Diese Gleichsetzung ist mir zu klischeehaft und zu oberflächlich

Werbung