Beiträge von Friesin

    Zitat

    Ich zelebriere lange Lehrervorträge. Meine Schüler finden das sehr interessant, sind dabei sehr aufmerksam und wissen hinterher eine ganze Menge. ...Nun ist Geschichte auch mein privates Hobby und stecke damit die meisten (studierten) Kollegen in den Sack. Vorbereiten brauche ich mich daher kaum. Ich informiere mich lediglich, was in der Jahrgangsstufe inhaltlich drankommen soll.

    tja, wenn die Schüler solch ein Genie vor sich haben, dann lauschen sie dankbar den Ausführungen ihres Alphamännchens :D

    [quote][Es ist schon unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit da manchmal bei totaler Ahnungslosigkeit Dinge behauptet werden! /quote]

    was aber bestimmt kein böser Wille ist, weil jeder erst mal von seiner Situation ausgeht und - ganz unsokratisch- nicht weiß, was er alles nicht weiß
    Philosophische Grüße! :wink2:

    ich meinte das Thema "Bestechung" auch weniger aus rechtlicher, denn vielmehr aus persönlicher Perspektive.
    Wenn mir ein Lehrer gleich zu Beginn Süßes mitgebracht hätte, einfach als Willkommensgeschenk, hätte das bei mir immer den Eindruck erweckt:
    der hat Bammel vor seinen Schülern und will sie sich gewogen machen.

    Kein guter Start.

    Aber anscheinend sehe ich das als Einzige so :S

    Gummibärchen als deutsche Erfindung sollten dann aber auch einen Unterrichtsbezug haben.
    "Hallo, ich bin Deutscher, und wir haben die Gummibärchen erfunden, da habt ihr mal welche" -- wäre mir ein bisschen zu dürftig. (s.o.)
    da gibt es noch eine ganze Reihe anderer Dinge/Erfindungen, die typisch deutsch sind. Warum keinne Otto-Motor anschleppen ? *halbscherzhaft*
    Die Idee mit den Stundenplänen finde ich da als Einstieg wesentlich sinnvoller.

    Trantor, hier geht es weniger um den heren Anspruch des nachhaltigen kompetenzorientierten Lernes als ganz pragmatisch darum, eine Klasse Pubertierender aus ihrer Null-Bock-Haltung zu wecken. Die Vielfalt der hier vorgeschlagenen Methoden würde unterschiedliche Zugänge zum Unterrichtsstoff zulassen. Also immer mit der Ruhe ;)

    ein Zeichen deiner Wertschätzung den Schülern gegenüber?
    So ganz will mir das nicht in den Kopf, auf mich wirkt es eher wie eine Bestechung zu Beginn deiner Amtszeit. ;)

    Ich würde das wenn, dann thematisch in den Unterricht einpassen. Bei Gummibärchen fällt mir gerade dazu nicht wirklich was ein ?(
    Vielleicht lieber zur Adventszeit Spekulatius mitbringen? Oder noch besser: mit den Schülern deutsche Weihnachtsplätzchen backen? ;)

    Zitat

    Warum nicht immer mal jemanden aufrufen, der sich nicht meldet?

    Von manchen Schülern musst du das sogar einfordern, weil die sich so gut wie nie melden.
    Soll man denen gleich ne 6 geben?
    Wie bekommst du sonst deine mündlichen Noten von den Stilleren?

    Die Fragen, die du aus dem geschichtsbuch zitierst, sind in meinen Augen blöde gestellt. Man kann sie einfach mit "ja" oder "nein" beantworten und fertig ist.
    Versuche mal, solche Formulierungen zu vermeiden und stattdessen lieber Aufgaben zu stellen. Sieh dir die Operatoren für Geschichte an!

    Ich fand die Lautschrift als Schülerin eher hilfreich.
    Und ich erinnere mich, dass die allersten Wörter und Sätze in E und F in Lautschrift unterschrieben waren. Ist das heute so verpönt ?

    Mann, woran man nicht alles merkt, dass man alt wird :schreck:

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    wenigstens da auch mal den Mund aufmachen und ihre Meinung sagen. Ich verlange auch nichts unmögliches, nur ein bisschen Mitdenken und Mitarbeit.

    ich würde die erste der Doppelstunden so halten wie oben vorgeschlagen.
    Allerdings würde ich in der zweiten dann nicht irgendetwas vorlesen. Dann lassen sich deine Schüler noch wesentlich mehr berieseln.

    Zitat

    wenigstens da auch mal den Mund aufmachen und ihre Meinung sagen. Ich verlange auch nichts unmögliches, nur ein bisschen Mitdenken und Mitarbeit.


    verstehe ich nicht: Ihre Meinung sagen?
    Mit Siebtklässlern kannst du keine ewig langen Grundsatzdiskussionen führen. Da muss das Sachwissen anschaulich dargestellt werden. Sich in die Leute damals hineinversetzen (selbst, nicht weil der Lehrer ihnen so etwas vorliest). Projekte kann man machen, zum Thema Ritter, Minne, Burgwesen, Frauen, Handwerk(szünfte). Selber Dinge erstellen lassen.
    Gruppentische einrichten. Die Schüler in kleinen Gruppen (maximal 4) zum Arbeiten bringen. Ergebnisse präsentieren lasesn. Referate (s.o.) Das ist, was man von Schülern in Klasse 7 erwarten kann.
    Dann kann eine Doppelstunde sogar von Vorteil sein, wenn es mit dem Tauschen nicht geht . Ist denn das ganz ausgeschlossen? Vielleicht wäre es ja einen Testlauf wert.

    Zitat

    ja, aber selbst das stellt sich als schwierig heraus, wenn niemand etwas sagt. Ich steh da vorne und doziere und beantworte selbst meine Fragen.


    Vielleicht sind die Fragen zu eng oder zu offensichtlich gestellt? Vielleicht zu viel Lehrerecho? Warum nicht immer mal jemanden aufrufen, der sich nicht meldet?

    Ein wenig drauf hinweisen, dass auch Geschichte ein versetzungsrelevantes Fach ist, schadet da sicherlich nicht ;)

    Viel Glück!


    Ich akzeptiere religiöse Gefühle, nur
    1. nicht irgendwelche Extrawürste, die ganz gerne daraus abgeleitet werden und
    2. nicht, dass diverse religiöse Lebensregeln, Vorschriften und Ansichten verallgemeinert werden und erwartet wird, dass sich alle (insbesondere auch nicht-religiöse) daran zu halten haben.

    Grüße
    Steffen

    ad 1: da waren sich die Meisten hier einig
    ad 2: Wo war denn davon die Rede?


    Die christlichen Religionen (einige andere auch, aber um die geht es hier ja nicht) vertreten einen absoluten Wahrheitsanspruch (die Katholiken nennen das sogar ganz unmißverständlich Dogma).
    Und das ist per Definition intolerant.

    Nur was manche (!!), grundsätzliche Glaubensinhalte betrifft.
    Ist die Nichtakzeptanz von religiösen Gefühlen tolerant??

    Jetzt muss ich Anni doch mal zur Seite stehen ;)

    religiöse Bildung und religiöses Leben mit Indoktrination gleichzusetzen halte ich für ziemlich polemisch und auch für respektlos gegenüber den Überzeugungen Andersdenkender. Traurig, dass gerade von Kirchengegnern so eine Aussage kommt, die ihrerseits oftmals Religiosität mit Intoleranz gleichsetzen.

    Dennoch bin auch ich - und ja, ich bin durchaus kirchenaffin :D - dagegen, im oben genannten Fall die Schülerin regelmäßig zugunsten des Konfirmandenunterrichts von einem Teil des Schulnterrichts zu befreien.
    Schulunterricht ist nichts Beliebiges, das sich je nach Lust und Laune allen anderen Gegebenheiten des Schülerdaseins anzupassen hat.
    Schuluntericht ist Lebensqualität. Nicht die Einzige ever, doch in meinen Augen müssten da die Kirchengemeinden wesentlich flexibler reagieren. Sportvereine und Musikschulen übrigens ebenso ;)

    gute Besserung !
    Kurier dich komplett aus, sonst holst du dir den nächsten Infekt postwendend :thumbdown:

    Wie dir geht es vielen; ähnlich wie Kinder in der ersten Zeit im Kindergarten ständig krank werden, weil man sich mit so vielen Viren auseinandersetzen muss. Mit der Zeit wird das besser ;)

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